Auszeichnung für Caring Aulendorf
Max Kovalenko Photography
Josef Bühler (Mitte) und Projektpartnerin Andrea Brändle mit Vertretern von Stiftung und Jury bei der Preisverleihung in Stuttgart.
Das über die Soziale Dorfentwicklung geförderte Projekt Caring Aulendorf hat bei der Ferry-Porsche-Challenge 2026 einen mit 25.000 Euro dotierten 2. Platz gewonnen. Unter dem Motto „Gemeinsam älter – Gemeinsam stark“ suchte die Stiftung nach innovativen Konzepten für ein würdevolles Leben im Alter. 200 Konzepte aus Baden-Württemberg und Sachsen gingen an den Start.
Das prämierte Konzept „Demenzsensible Gemeinde Aulendorf“ zielt darauf ab, Menschen mit leichter bis mittlerer Demenz psychosozial zu fördern, pflegende Angehörige zu entlasten und die breite Bevölkerung im Umgang mit Demenzerkrankten zu sensibilisieren. Im Zentrum des zukünftigen Angebotes im Landkreis Ravensburg steht ein Vier-Säulen-Modell:
- Der „Treffpunkt Lichtblick“ als wöchentliche Begleitgruppe in einem geschützten Rahmen.
- Eine Angehörigen-Selbsthilfegruppe für den vertrauensvollen Austausch und zur mentalen Entlastung. Hier schließen sich die Aulendorfer an das Angebot der Solidarischen Gemeinde Reute mit an.
- Aktivierende Hausbesuche als Herzstück des Konzepts, bei denen geschulte Ehrenamtliche Betroffene individuell begleiten.
- Eine umfassende Qualifizierungs- und Aufklärungsarbeit in der Gemeinde – von Infoabenden bis hin zu Schulungen für Vereine, Geschäfte und die Verwaltung für einen würdevollen Umgang mit demenziell veränderten Menschen.
Besonders überzeugt hat die Jury der innovative und netzwerkübergreifende Ansatz der Demenzsensiblen Gemeinde: Durch die bestehende Kooperation mit dem Aulendorfer Ärztehaus im Praxisversorgungsnetz wird eine kostenfreie Sozialberatung auf Rezept ermöglicht. Ärztinnen und Ärzte können Patientinnen und Patienten so bereits direkt an die passenden sozialen Angebote vermitteln.