Drei Mal EMMA – neues Nahversorgungsangebot startet im Landkreis Birkenfeld

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EMMA ist eine weitgehend personalfreie Nahversorgungsstation, die speziell für ländliche Räume entwickelt wurde. Von nun an können in den drei EMMAs Waren des täglichen Bedarfs vor Ort gekauft werden, die nicht im näheren Umkreis verfügbar sind.
Von 6:15 bis 21:45 Uhr ist der Einkauf möglich, damit wird der Weg zu entfernten Einkaufszentren überflüssig. Die EMMAs legen Wert auf ökologisch erzeugte Produkte sowie ein regionales Sortiment, daher können auch Molkerei- und Fleischprodukte aus lokaler Herstellung gekauft werden. Das im Rahmen der BULEplus-Förderung LandVersorgt erarbeitete Konzept wurde von 2021 bis 2025 gefördert.
Einkaufen im Dorfmittelpunkt
Zudem sind die EMMAs als neue Dorfmittelpunkte gedacht, die in Niederhambach (Landkreis Birkenfeld, Rheinland-Pfalz) die Bushaltestelle mit Sitzgelegenheiten, den lokalen Grillplatz und einen Artenschutzturm (die Nachnutzung eines ehemaligen Transformatorenturms) verbindet. Die Aufstellung der drei EMMAs, die von langwierigen Genehmigungsverfahren geprägt waren, kam mit der feierlichen Eröffnung zum erfolgreichen Abschluss. Dazu hießen der Landrat des Kreises Birkenfeld, Miroslav Kowalski, und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Birkenfeld, Matthias König, sowie der Ortsbürgermeister Bernd Jaekel die EMMA willkommen. Die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung und die Förderung über BULEplus wurde von Bürgermeister König hervorgehoben: „Ohne BULEplus keine EMMA!“ Anschließend wurde im malerischen Tal der Hambach mit Grillwürstchen und Getränken aus Hunsrücker Produktion bis in den Abend gefeiert.
Erweiterbar und vielseitig
Die Niederhambacher EMMA ist nicht allein: Zusammen mit ihren Schwesterstationen in den Ortsgemeinden Schwollen und Gimbweiler soll sie in den nächsten Monaten getestet und ihr Warenangebot auf die Bedürfnisse der jeweiligen Standorte angepasst werden. Alle drei Nahversorgungstationen sind feste Bestandteile der Einkaufs- und Freizeitkonzepte des jeweiligen Standorts und entfalten so ihre lokale Wirkung. Zudem ist eine Erweiterung der Produktpalette und die Kombination mit anderen Angeboten möglich und nicht zuletzt können die EMMAs fast in allen Gemeinden aufgestellt werden. Sie können damit für die ländlichen Räume ein Schlüssel für weniger Verkehr, mehr Regionalität und mehr Dorfgemeinschaft sein.