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Mit offenen Daten auf Erfolgskurs

Von einer blauen städtischen Silhoutte gehen sechs verschiedene Kreise ab, die die Anwendungsbereiche von offenen Daten benennen: Umwelt & Klima, Bau & Infrastruktur, Energie, kommunale Verwaltung, Mobilität & Infrastruktur sowie medizinische Versorgung & Gesundheit.

Fraunhofer IESE

Die Vertreterinnen und Vertreter der geförderten Kommunen treffen sich zum monatlichen, digitalen Austausch, gemeinsam mit Mitarbeitenden des KomLE und der Fachbegleitung von Fraunhofer IESE und SPRINT, um gemeinschaftlich über Herausforderungen und Erfolge zu berichten und ihre Projekte weiter voranzutreiben.


Seit Januar 2026 arbeiten die Projekte im BULEplus-Ideenwettbewerb Land.OpenData an ihren Konzepten zur Nutzung offener Daten – haben Projektteams zusammengestellt, Datengrundlagen sondiert und Dienstleister beauftragt. Neben persönlichem Kennenlernen im Rahmen der Kick-off Veranstaltung in Berlin sowie Online-Workshops rund um den Einstieg in das Thema Open Data, befinden sich die Projektverantwortlichen im regelmäßigen Austausch. Mittlerweile hat der Ideenwettbewerb seine Halbzeit erreicht.

Zeit für eine Zwischenbilanz 

Beim Treffen im Juli zeigte sich, welche Meilensteine die Projekte bereits erreicht hatten. 

  • Bernkastel-Wittlich: Um die Frage, wie vorhandene Daten aus den Ortsgemeinden künftig besser genutzt werden können, um kommunale Entscheidungen zu unterstützen, wurde im Juni ein Workshop mit verschiedenen kommunalen Akteuren durchgeführt. Am konkreten Beispiel „Baugenehmigung nach dem sogenannten Bauturbo“ wurden Prozessschritte, beteiligte Rollen sowie benötigte und entstehende Informationen systematisch erfasst. Dies ist die Grundlage für die nächste Projektphase, die strukturierte Dateninventur.

     

  • Wetteraukreis: Das Projekt WOLKE (Wetterauer Open-Data-Lösung für Kommunale Entwicklung) befindet sich gerade mitten in der Erarbeitung eines Konzepts zur Umsetzung von Open Data in den kreisangehörigen Kommunen und der Kreisverwaltung selbst. Nach einer Auftaktveranstaltung im Mai haben sich fünf kreisangehörige Kommunen bereit erklärt als Pilotkommune am Projekt mitzuwirken. Durch die ersten geführten Interviews mit den Pilotkommunen konnten bereits wichtige Einblicke in die bestehende Datenwelt sowie die Bedarfe und Strukturen der Kommunen gewonnen werden, welche in das Konzept mit einfließen sollen.

     

  • Dörentrup: Zur Projektmitte zeigt sich deutlich, dass die erfolgreiche Nutzung offener Daten (kommunaler Open Data Lake) weniger von der Technik als von Beteiligung und Akzeptanz abhängt. Die bisherigen Projekterfahrungen bestätigen die zentrale Annahme, dass digitale Souveränität nur entstehen kann, wenn Mitarbeitende und weitere Akteure den Nutzen für ihre eigene Lebens- und Arbeitswelt erkennen und frühzeitig in den Veränderungsprozess einbezogen werden.

     

  • Rothenburg ob der Tauber: Der Social Knowledge Graph (ein System zur strukturierten Pflege von Daten in einem semantisch vernetzten System) zur Erhebung der Einzelhändler, Direktvermarkter und Points of Interest ist bereits funktional und die Daten werden eingepflegt. Die neue Landing-Page wird Mitte September an den Start gehen und soll die Sichtbarkeit der Direktvermarkter im Bereich Einzelhandel verbessern.

     

  • Merzenich: Open Data als Schlüssel zur Dorfentwicklung der Zukunft: Nach einer intensiven Datenanalyse sowie einer systematischen Aufbereitung offener Daten in der ersten Hälfte der Projektlaufzeit, folgt nun eine Zusammenführung der gewonnenen Ergebnisse. Das Ziel ist es, anhand eines Modells die Bürgerschaft präziser in Dorfentwicklungsprozesse einzubinden und ihnen ihre Handlungsspielräume aufzuzeigen.

     

  • Gartenstadt Haan: Aktuell befindet sich das Projektteam in der Installation der Infrastruktur für die smarten LoRaWAN-Sensorlösungen, welche bereits geliefert wurde und entsprechend montiert werden muss. Neben der Technik wurde der Zugang zu dem Open.Data-Portal des Landes NRW, in welchem die ersten Datensätze veröffentlicht wurden, hergestellt.

     

  • Herzberg: Die Grundlagen für die zentrale Plattform digitaler Verwaltungsleistungen und das kommunale Open-Data-Portal sind gelegt: Erste Analysen wurden zusammengeführt, Datenstrukturen für die Modellierung durch MOSIDI (ein Tool zur Zusammenführung kommunaler Daten) vorbereitet und die Beteiligung von Politik und Bürgerschaft steht unmittelbar bevor. Der aktuelle Projektfortschritt ist auf der digitalen Projektplattform der Stadt einsehbar.

     

Die Kommunen haben bisher gute Erfahrungen mit Workshops, sowie Beteiligungs- und Gesprächsformaten gemacht, um die zentralen Akteure in der eigenen Verwaltung und auch die jeweiligen Zielgruppen frühzeitig einzubinden.

„Wichtig ist es vor allem den Anwendungsbezug und die Einbeziehung der Zielgruppen im Blick zu behalten. Nur so können wir optimale Ergebnisse erzielen, die allen zugutekommen.“ 
 

Positiv hervorgehoben wird auch die Einbettung des Open Data-Themas in einen übergeordneten kommunalen Strategieprozess oder die Zusammenarbeit mit Hochschulen, etwa im Rahmen einer Masterarbeit wie in Rothenburg oder den Test der Open-Source-Infrastruktur MOSIDI in Herzberg. Neben diesen eher prozessualen Erfahrungen, gibt es auch erste sichtbare Produkte – wie das neu gelaunchte Datenportal des Wetteraukreises, das Zahlen, Fakten und Entwicklungen rund um die Region bündelt.