Startschuss für die Belebung von Kirchenräumen
Bischöfliche Pressestelle / Julia Fröder
Leseförderung, Kreativräume und ein Kultur-Café – wenn Kirchen nur noch selten für Gottesdienste genutzt werden, dann stellt sich die Frage, welche anderen Nutzungsideen sich finden. Der Ansatz des BULEplus-Projekts „KirchRAUMpilot:innen“ ist, Kirchenräume zu erhalten, sie für mehr Menschen zu öffnen und soziale Treffpunkte zu schaffen.
Jetzt werden Kirchenbänke gerückt: Die Akteure aus dem vom BMLEH geförderten Projekt KirchRAUMpilot:innen der Sozialen Dorfentwicklung haben konkrete Ideen entwickelt, um leerstehende Kirchengebäude in der Vordereifel kreativ zu beleben.
Angebote für Kinder, Kultur und Fairteiler-Café
Beim offiziellen Starttermin am 25. März stellten zwei ehrenamtliche Teams vor, was sie in zwei Kirchen in Kehrig und in Kirchwald ein Jahr lang umsetzen und erproben wollen:
Ein Schwerpunkt liegt auf Angeboten für Kinder. Zusammen mit Büchereien und Schulen planen sie Angebote zur Leseförderung. In einer Lernoase können sie ihre Hausaufgaben machen und im Kreativraum die Kirche als Atelier nutzen. Kinder lernen die Kirchen so auf neue Art kennen und beleben sie gleichzeitig.
Weitere Ideen sind ein Kultur-Café mit kulturellen Veranstaltungen, der Möglichkeit, sich auszutauschen und den Zusammenhalt zu stärken. Das ist auch das Ziel des Fairteiler-Cafés, das die Menschen einlädt, Kleidung oder Lebensmittel zu tauschen.
Förderung für drei Verbundpartner
Verantwortlich für die Initiative sind das Bistum Trier, die Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel und die Hochschule Koblenz. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat fördert das Projekt.
Kathrin Schneider, Referentin vom Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung, überbrachte symbolische Goldbarren.
„Projekte, bei denen Raum für Begegnungen geschaffen und Gemeinschaft gelebt wird, sind wichtig für die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume. Daher fördern wir die KirchRAUMpilot:innen gerne – Sie sind uns sprichwörtlich Gold wert“, sagte sie.
Gemeindemitglieder äußern Wünsche und Sorgen
Neben den offiziellen Vertretern aus Kirche, Politik und der Hochschule, waren auch die ehrenamtlich für das Projekt Engagierten und alle Gemeindemitglieder eingeladen, ihre Erwartungen, Ideen und mögliche Befürchtungen zu teilen. Wichtig ist den Verantwortlichen, dass die Kirchen weder entweiht noch stark umgebaut werden. In der Erprobungsphase gilt es nun, Erfahrungen zu sammeln, wie die Kirchen in Zukunft genutzt werden können, um sie als soziale Treffpunkte zu erhalten.