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Benroth: Ein Dorfverein für alle(s)

Die Bewohnerschaft des Dorfes Mensfelden steht vor einem Fachwerkhaus und hält gemeinsam ein Banner mit der Aufschrift "Mensfelden - Gemeinsam in die Zukunft" hoch

BMLEH

  • Gemeinde Nümbrecht (Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen)

  • 308 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 2022)

  • Teilnahme am Bundeswettbewerb im Jahr 2023

Benroth hat eine langjährige Wettbewerbstradition mit über 20 Teilnahmen seit 1985 und Erfolgen auf Landes- und Bundesebene. Das Organisationsteam kann daher auf bisherige Erfahrungen aufbauen und das Wissen an die nächste Wettbewerbsgeneration weitergeben. Benroth nutzt die wiederholte Teilnahme dafür, die Dorfgemeinschaft weiter zu stärken, neue Ideen anzugehen und frisch realisierte Projekte zu präsentieren. Anlass für aktuelle Teilnahme waren die beiden neuen LEADER-Projekte „Lernen & Rasten in Benroth“ und das „Kalte Nahwärmenetz Benroth“, ein Pilotprojekt örtlicher Aktiver und der Gemeindewerke Nümbrecht.

„Je häufiger die Teilnahme, desto größer wird der Tellerrand, über den man schaut, desto attraktiver wird der Ort, in dem man lebt, weil man ihn ja schlussendlich selbst mitgestaltet.“ 

Mitglied des Organisationsteams

Wie bei den vorherigen Teilnahmen, lag die Federführung für die Bewerbung bei zwei Engagierten aus dem Vorstand des Gemeinnützigen Vereins Benroth. Außerdem kümmerten sich kleine Arbeitsgruppen jeweils um einen Bewertungsbereich, die zusätzlich themenspezifisch externe Fachleute, zum Beispiel von der Diakonie Michaelshoven (Integration von nicht sesshaften Männern) oder den Gemeindewerken (Nahwärme), heranzogen. Diese unterstützten die Vorbereitung und übernahmen beim Jury-Besuch einzelne Präsentationen.

Eine Besonderheit für die Wettbewerbsorganisation und für die dorfweite Zusammenarbeit in Benroth ist der im Jahr 1982 gegründete „Gemeinnützige Verein Benroth e.V.“, der als einziger Verein im Ort nahezu alle Aktivitäten bündelt. Koordiniert werden diese über thematische Ausschüsse wie „Dorf und Natur“ „Kinder, Jugend/Freizeit“, „Senioren“ oder den Festausschuss, der unter anderem beim Jury-Besuch die Bewirtung übernommen hat.

Der Verein hat in den 1980er Jahren das Dorfhaus als lokalen Treffpunkt erbaut und betreibt es seitdem in Eigenregie mit starkem ehrenamtlichem Einsatz. Der Betrieb finanziert sich über eigene Einnahmen, unter anderem über die Vermietung von Räumen an Gruppen und Private, aber auch über Fördergeldern und Spenden. Das Dorfhaus wird stetig weiterentwickelt: 2025 wurden barrierefreie Toiletten eingebaut und Räumlichkeiten neugestaltet, um sie vielfältig nutzen zu können. Der Verein unterstützt zudem nicht-vereinsgebundene Aktivitäten bei der Organisation von Veranstaltungen (Parkkonzept, Verkehrssicherung, Versicherungsschutz), zum Beispiel das in der Region über mehrere Jahre beliebte Event „Scheunenkunst“, bei dem sich Kreative und Kunstschaffende in Benrother Scheunen präsentiert haben.

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