Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

JUKIS - Jugendkulturlotsen für Kulturfestivals

Bis zu 80 junge Menschen werden zu Jugendkulturlotsen ausgebildet, um im späteren Verlauf des Projektes als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aufzutreten und Jugendkulturfestivals zu veranstalten. Die Jugendkulturlotsen bestimmen den Einsatz des Festivalbudgets, die inhaltliche Gestaltung und die Auswahl des Veranstaltungsorts zusammen mit den Kulturschaffenden. Um auch schulmüde Kinder und Jugendliche zu erreichen und finanziell schwächere Teilnehmende einzuschließen, werden die Angebote kostenfrei außerhalb der Schulzeiten angeboten. Ziel ist es, dass junge Menschen durch künstlerische Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen und Kulturschaffenden in ihrer Persönlichkeit gestärkt aus dem Projekt herausgehen und eine geschärfte Vorstellung von Kunst und Kultur gewinnen. Das Feedback der Teilnehmenden begleitet das Projekt und führt zu ständigen Verbesserungen. Die JUKIS-Koordinierungsstelle wird in der Stabsstelle 'Hilfen im Übergang' angesiedelt, welche Kompetenzen und Erfahrungen im Spannungsfeld von Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Praxis bündelt. JUKIS eröffnet eine Chance, die Jugend in Dithmarschen langfristig zu stärken. Dem Wissenstransfer kommt im BULEplus eine herausragende Rolle zu, daher wird das Projekt dabei unterstützt, die gesammelten Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die Breite zu tragen.

Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

Legislatives Theater im ländlichen Raum Hessens

Das in der Akademie Burg Fürsteneck durchgeführte Weiterbildungsangebot richtet sich an kreative und politikinteressierte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Diese erlernen in einer auf drei Jahre angelegten theaterpädagogischen Weiterbildung, wie das sogenannte 'Legislatives Theater', das zur Demokratisierung der Politik durch Theater dient und im ländlichen Raum genutzt werden kann, um mittels eines Kulturangebots politische Diskurse zu aktivieren. Das 'Legislative Theater' ist ein Kulturangebot, das sich leicht in unterschiedlichsten Gemeinden umsetzen lässt. Es wird keine klassische Ausbildung in Schauspiel oder ein klassisches Theater als Spielort benötigt, um eine Aufführung zu ermöglichen. In einer Aufführung des 'Legislativen Theaters' werden die Zuschauerinnen und Zuschauer dazu eingeladen, mitzuspielen und damit den Verlauf der Aufführung mitzugestalten. Im Rahmen der Weiterbildung 'Legislatives Theater im ländlichen Raum Hessens' werden mehrere, von den Teilnehmenden selbst entwickelte, Aufführungen eines 'Legislativen Theaters' in der Marktgemeinde Eiterfeld aufgeführt. Auf diese Weise wird der Theateransatz parallel zur Weiterbildung praktisch erprobt und umgesetzt.

Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

KIDP - Kunst in der Platte

Im Rahmen des Vorhabens 'Kunst in der Platte' entsteht in der ländlichen Region Uckermark eine kulturelle Schaffensstätte, um das kulturelle Leben vor Ort nachhaltig zu bereichern. Zunächst werden Teile des ehemaligen Wohnblocks Libken (englisch für Haus oder Häuschen) für künstlerische und kulturelle Nutzungen umgebaut und revitalisiert. Die baulichen Maßnahmen schaffen die Voraussetzung dafür, dass Libken als offener Ort der Beteiligung wahrgenommen und genutzt wird. So werden unter anderem ganzjährig wechselnde Künstlerinnen und Künstler in der Kulturstätte leben, welche gleichzeitig als Veranstaltungs- und Begegnungsort fungiert. Regelmäßige Kulturveranstaltungen für die lokale und regionale Bevölkerung, künstlerische Workshops und Seminare werden angeboten und zur Beteiligung einladen. Als Begegnungsstätte und Dialograum wird zudem ein saisonalen Kulturcafés eröffnet, in welchem wechselnde künstlerische Arbeiten ausgestellt und so für alle Gäste Berührungspunkte mit dem kreativen Potenzial des künstlerischen Schaffens im Wohnblock Libken geschaffen werden. Nach der Eröffnung wird eine feste Anlaufstelle mit regelmäßigen Öffnungszeiten entstehen. Die Kulturstätte wird als Kristallisationspunkt einer pluralistischen, dörflichen Gemeinschaft freie Denk- und Erfahrungsräume eröffnen, zum Mitmachen einladen und als Plattform für lokale Initiativen und Projekte im ländlichen Raum dienen. Mit dem Ansatz eines in die Zukunft gerichteten Dorf- und Libken-Archivs, entwickelt das Projekt ein Modell für diskursive Praxis im ländlichen Raum, das auch auf andere Regionen angewendet werden kann. Über das Nutzungskonzept und ein offenes, partizipatives Kulturangebot wird nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen und der Eröffnungsveranstaltung langfristig und gezielt für ein Leben in der Region geworben und deutlich gemacht, dass der ländliche Raum auch heute für viele Menschen attraktiv und lebenswert ist.

Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

KALEIDOSKOOP – Videoporträts über Alltagskünstler

Das Vorhaben initiiert und produziert in der Region Rendsburg eine Serie von Kurz-Videos über Kulturschaffende aus dem Bereich der 'Basiskultur', also der Kultur, die viele Einwohnerinnen und Einwohnern in Musik-, Gesangs- oder Theatergruppen, in Malwerkstätten, VHS-Kursen, etc. in ihrem Alltag praktizieren. 'Kultur Aktiviert LEbensfreude und Intensiviert Dorf-Stadt-KOOPerationen': Hieraus leitet sich der Name 'KALEIDOSKOOP' ab. Das kreative und kulturelle Schaffen von Einzelpersonen oder Gruppen aus drei verschiedenen Sparten (Musik, bildende Kunst, darstellende Kunst) wird in Bewegtbild portraitiert. Auf diese Weise entsteht zum einen eine individuelle Dokumentation über den/die Kulturschaffenden, zum anderen eine exemplarische Darstellung der kulturellen Bandbreite, die in der ländlichen Region neben Brauchtum und 'Hochkultur' vorhanden ist.

Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

Spielraum - bring es raus

Das Vorhaben erweitert die bisherige Jugendarbeit des Theater- und Kulturfördervereins Hambach e.V. durch ein neues und verändertes Angebot. Dafür werden Kinder und Jugendliche in der Spielstätte 'Theater in der Kurve', am Fuße des Hambacher Schlosses, zum Theaterspiel angeleitet und ausgebildet. Die bisherigen Altersgruppen werden in einem neuen Starter-Kurs 'Maskenbau und Maskenspiel' zusammengeführt. Die Anleitung durch eine Person je Gruppe wird auf zwei Spielleitende erweitert. Dies ermöglicht es, den Kindern ein breites Spektrum an Ausbildung zu vermitteln und sie in ihrer jeweiligen Altersstruktur optimal zu betreuen. Die Basis ist eine theaterhandwerkliche Grundausbildung durch professionell ausgebildete darstellende Künstlerinnen/Künstler bzw. Regisseurinnen/Regisseure. Die Kinder erhalten bühnenhandwerkliche Anleitung beispielsweise zu Technik und Bühnenausstattung. Aber auch die Präsentation und Umsetzung von Bühnenproduktionen, Werbung, grafische Darstellung und das Entwerfen von Werbetexten gehört zu den Inhalten. Umfassend werden auch Schauspiel, Stimme, Präsenz, Körperarbeit und Improvisation geübt sowie theaterpraktische und -theoretische Themen behandelt. Das umfassende Einüben der handwerklichen Grundlagen ermöglicht den Kindern und Jugendlichen ihre eigenen Geschichten und Inszenierungen auf die Bühne zu bringen. Die Kinder werden zudem motiviert, auch in der Jugendgruppe, zukünftig eigene Bühnenprojekte zu realisieren. Dazu wird die Jugendgruppe neuaufgestellt, etwa mit Filmprojekten, Musiktheater und auch selbst erarbeiteten Stücken. Sowohl Kinder als auch Jugendliche erleben den Theaterraum als einen persönlichen Freiraum und bekommen fundierte Kenntnisse mit auf den Weg.

Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

SPITZKEHRE - Ein Theaterprojekt für Geflüchtete

Das Vorhaben vermittelt geflüchteten Menschen ein Zugang zum kulturellen Hintergrund ihrer neuen Nachbarschaft, indem das Projekt die Regionalgeschichte dokumentiert und die lokale Identität vermittelt – sowohl für Neubürgerinnen und Neubürger als auch für Ortsansässige. Das Theaterprojekt GLEISANSCHLUSS unternimmt mit den Geflüchteten eine Zeitreise: Die Geflüchteten führen mindesten zehn Interviews mit den Alteingesessenen. Sie stellen Fragen über das traditionelle Handwerk, die Arbeit und das Leben im Thüringer Wald. Die älteren Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner erzählen vom Krieg, aus der DDR-Zeit und von den Veränderungen nach der Wende. Die gesammelten Geschichten werden in einem Güterzug inszeniert, dafür entstehen in fünf Waggons Rauminstallationen, die mit typischen Materialien und Gerätschaften der Region gestaltet sind. Der Güterzug wird von der Museumsbahn an fünf Orten entlang der Strecke gefahren, wo jeweils Vorstellungen für die Einheimischen gespielt werden.

Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

Hof Klingenberg als Kulturhof für jung und alt

Mit dem Vorhaben wird der Hof Klingenberg durch bauliche Veränderungen und Ausstattung mit den notwendigen Gegenständen als Kulturhof für Kinder, Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren ausgebaut. So wird die langjährige mobile Kulturarbeit der Hofgemeinschaft Klingenberg als fester Ort für kulturelle Begegnungen von Menschen unterschiedlicher Herkunft ausgebaut. Nach Durchführung der Baumaßnahmen werden zirkuspädagogische Projekte und weitere kulturelle Veranstaltungen organisiert. Ab August 2019 werden einmal im Monat Film- oder Themenabende veranstaltet. Darüber hinaus werden kleine Kunstausstellungen, Gastspiele, Zeltsingen, Familienzirkus, Vormittagsveranstaltungen für Kindergärten, ein Kulturcafé sowie verschiedene Workshops und kulturelle Begegnungen veranstaltet.

Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

Kunst für uns - Bilderschwatz

Das Projekt 'Kunst für uns' setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. In der Kunsthalle Willingshausen werden Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung der Werke aus der ehemaligen Malerkolonie im historischen Museum und durch aktuelle Ausstellungen junger Kunstschaffender zur Auseinandersetzung mit Traditionen, Normen, Alltagsgestaltung, Lebenskonzepten und Wünschen animiert und zu eigener, künstlerischer Beschäftigung mit den Themen angeregt. Jährlich werden 'Kunsttage' veranstaltet, die mit Schulklassen, Jugendlichen aus Berufsvorbereitungsmaßnahmen und Flüchtlingsgruppen durchgeführt werden. In Zusammenarbeit mit den Vereinen der Schwalm-Region wird das Format 'Bilderschwatz' durchgeführt. Dabei werden Künstlerinnen und Künstler, die in der Schwalm wirkten und wirken, vorgestellt, um die Beziehung zur regionalen Kunst, Kultur und Tradition neu zu beleben und gleichzeitig die Vereine mit einem neuen, attraktiven Angebot zu stärken. Durch die Besinnung auf die kunstgeschichtliche Bedeutung der Region können regionale Identität und regionales Selbstbewusstsein gestärkt und zur Bewertung moderner Herausforderungen genutzt werden. Ein jährlich stattfindendes, einwöchiges internationales Malersymposion knüpft an die Tradition der Malerkolonie an und belebt sie neu, um so Kunstinteressierte als Zuschauer und Mitwirkende anzulocken, die Kunst- und Tourismusregion Schwalm bekannter zu machen und zugleich Einheimische mit alten und neuen Sichtweisen auf ihre Heimat zu konfrontieren. Außerdem wird ein Wanderweg, der Standorte der Freilichtmalereien der alten Kolonie-Malerinnen und -Maler verbindet, mit Schautafeln ausgestattet, auf denen über die hier entstandenen Werke sowie Künstlerinnen und Künstler informiert wird. So wird Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Besucherinnen und Besuchern die kunsthistorische Bedeutung und die Schönheit der Region bewusst gemacht.

Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

Netzwerk zur Kindermusik in der Oberlausitz

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Etablierung eines thematischen Netzwerks zur Kindermusik in der Oberlausitz (Landkreise Bautzen und Görlitz) unter Einbeziehung vorhandener, künstlerischer Traditionen. Die dreijährige Umsetzungszeit bietet im Sinne einer Impulsförderung einen strukturellen Rahmen, der die beteiligungsorientierte Entwicklung tragfähiger Strukturen zum Ziel hat, die es ab 2022 ermöglichen, das Netzwerk und seine Angebote aus Ressourcen der Region weiterzuführen. Damit wird die kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum nachhaltig gestärkt. Bezogen auf das Themenfeld Kindermusik ist das Ziel des Vorhabens, dass mindestens fünf fachlich-inhaltliche Netzwerkpartner pro Landkreis unter einem gemeinsam erarbeiteten, pädagogischen Konzept im Projektzeitraum sechs Mitmach-Konzerte für Kinder von 3 bis 11 Jahren und vier Workshops für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren (pädagogische und künstlerische Fachkräfte) durchführen. Neben diesen Veranstaltungen wird als überregional wahrnehmbares Event das 'Oberlausitzer Kindermusikfestival' in Form einer dezentralen, mehrtägigen Veranstaltung im gesamten Kulturraum im Jahr 2020 stattfinden. In sieben verschiedenen Kommunen werden ca. 30 Kunstschaffende gemeinsam mit Kindern und pädagogischen Fachkräften in Kindertagesstätten, Grundschulen und weiteren Veranstaltungsorten zusammen musizieren. Es werden 17 Konzerte und 6 Workshops mit insgesamt 2.800 Mitwirkenden und Besucherinnen und Besuchern stattfinden. Im Anschluss wird das Festival regelmäßig alle zwei Jahre durchgeführt und als strukturbildendes Element über die geleistete, unterjährige Arbeit eine breite Öffentlichkeit informieren und begeistern. Das erarbeitete, fachlich-pädagogische Konzept unter Einbeziehung regionaler Besonderheiten (Sprache, kulturelles Erbe) wird am Ende des Projektes veröffentlicht.

Kultur in ländlichen Räumen

14.06.2026

Artist-in-Residence - Programm im Kunstpavillon Burgbrohl

Mit dem Vorhaben werden sechs internationale Gastkünstlerinnen- und künstlerpartizipatorische und kommunikative Kunstprojekte realisieren, die das ländliche Umfeld einbeziehen und aktiv den Dialog mit diversen Gemeinschaften suchen. Der Schwerpunkt der Projekte liegt auf Aktionen und soziale Praktiken der künstlerischen Produktion. Das Vorhaben bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen, die Möglichkeit mit internationalen Künstlerinnen und Künstler in Kontakt zu treten sowie von und mit ihnen zu lernen und tätig zu sein. Nach bundesweiter Ausschreibung der dreimonatigen Künstleraufenthalte erfolgt die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler durch eine Jury aus Kunstexpertinnen und Kunstexperten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Ortspolitik. Vorgesehene Kooperationspartner sind Schulen, Kindergärten, Vereine, Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie Jugendpflege, Seniorenresidenzen und Tourismusverbände. Es werden zahlreiche Vorträge durch die Künstlerinnen und Künstler gehalten sowie Workshops an Schulen im Rahmen der Entwicklung der Kunstprojekte veranstaltet. Auch Kunstaktionen und Ausstellungen zur Präsentation der Kunstwerke sind vorgesehen. Die sechs Kunstwerke und ihr Entstehungsprozess werden zudem im Rahmen eines Abschlusskatalogs vorgestellt.