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Internationale Musiktage Wörrstädter Land - Historische Musik in Dorfkirchen
Ziel dieses Vorhabens ist die Verbindung von historischen Dorfkirchenbauwerken mit hochwertigen Kulturangeboten, wodurch die kulturelle Teilhabe gewährleistet und qualitativ weiterentwickelt wird. Zudem werden Bürgerinnen und Bürger angeregt, am Kulturgeschehen teilzunehmen und sich mit ihrer eigenen kulturellen Vergangenheit zu beschäftigen. Generell wird dadurch das Kulturangebot innerhalb der Verbandsgemeinde Wörrstadt gesteigert und Strahlkraft auf den angrenzenden Großraum Rhein-Main-Frankfurt ausgeübt. Mit diesem Vorhaben wird pro Jahr eine historisch-musikalische Veranstaltungsreihe an vier Sonntagen in jeweils einer anderen Dorfkirche im Zeitraum von September bis Oktober durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Musizieren mit historischen Instrumenten, der Beteiligung von nationalen sowie internationalen Künstlerinnen und Künstler und jungen Musikstudierenden. Kinder aus Grund- und weiterführenden Schulen der Verbandsgemeinde Wörrstadt werden in das kulturelle Programm miteingebunden.
Bodenwerder MACHT selbst – kultuerelle Teilhabe für mehr Miteinander
Mit diesem Vorhaben erinnert die Kleinstadt Bodenwerder, die Bürgerinnen und Bürger an ihre Möglichkeiten der Mitgestaltung in ihrer Stadt. Hierfür bietet Bodenwerder über zwei Jahre hinweg Projekte zum Mitmachen an - so wird Selbstwirksamkeit erfahrbar. Mithilfe von Expertinnen und Experten werden lokale Legenden aufgearbeitet und ins 'Hier und Jetzt' geholt. Mithilfe von Vereinen und Initiativen werden kulturelle Veranstaltungen, wie 'Kino an der Weser' und 'Disco im Leerstand' organisiert. Zudem werden Geräusche gesammelt und damit ein Theaterstück inszeniert bei dem Kunstschaffende aus Berlin, Hannover und Bodenwerder zusammengebracht werden. Personen mit Migrationshintergrund und Jugendliche werden kulturelle Teilhabe erfahren und zusammen mit anderen Beteiligten einen leerstehenden Drogeriemarkt in der Fußgängerzone zu einem Zentrum für Kultur und Bürgerdienste umgestalten.
Museumspädagogisches Programm zum Thema Moorkolonisation
Das Vorhaben sensibilisiert die Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Esens, insbesondere Schülerinnen und Schüler, für die lokale und regionale Kulturlandschaft der sogenannten Moorkolonien und deren Historie. Viele Schülerinnen und Schüler wohnen in ehemaligen Kolonaten, verfügen aber über lediglich geringes Wissen darüber. Auch ältere Menschen haben kaum noch Erinnerungen daran und so geht das kulturelle Gedächtnis zunehmend verloren. Durch Wissensvermittlung und Bewusstseinsbildung bei der jüngeren Generation wird der kulturhistorische Wert der Landschaft der Moorkolonien und die Lebensweise der Vorfahren vermittelt und ein Beitrag zu deren Erhalt geleistet. Da die Kulturlandschaft der Moorkolonien auch einen touristischen Aspekt besitzt, werden durch die Aufnahme entsprechender Inhalte im örtlichen Museum dessen Attraktivität erhöht und auf diese Weise die Region gestärkt. In Zusammenarbeit mit zwei pädagogischen Fachkräften wird zudem ein museumspädagogisches Programm entwickelt, um Schülerinnen und Schülern ihre Kulturlandschaft und ihre Geschichte näher zu bringen, indem sie die Zeit der Moorkolonisten spielerisch nacherleben können. Das Programm besteht aus zwei zentralen Bausteinen: Zum einen lernen Schülerinnen und Schüler, wie das wichtigste Nahrungsmittel der damaligen Zeit, der Buchweizen, unter den vorherrschenden Bedingungen angebaut und verarbeitet wurde. Sie backen zusammen Brot und erleben so, welchen Bedingungen die Menschen ausgesetzt waren. Zum zweiten werden Arbeitsblätter sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt und anschließend zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine mobile 'Lern-Kiste' entwickelt, mit der die Inhalte auch außerhalb des Museums, etwa in den Schulen, vermittelt werden können.
Film. Buch. Foto.
Das Vorhaben beinhaltet die Errichtung eines 'Medien- und Vermittlungszentrums Ländliche Kultur' in der bereits vorhandenen Umweltbibliothek Großhennersdorf. Mit dem Vermittlungszentrum wird eine Debatte zum Thema ländliche Kultur angestoßen, um den laufenden Industrialisierungsprozess der Landwirtschaft gemeinsam zu reflektieren und gemeinsame Formen der zukünftigen ländlichen Kultur zu erwägen. Für die Umsetzung dieses Vorhabens werden einerseits Medien wie Fachbücher, Bildbände, Fotos und Filme sowie Musik gesammelt und zugänglich gemacht werden (online und offline, auch mit Multimedia-Ansätzen). Andererseits werden hierzu Veranstaltungen angeboten (Vorträge, Seminare), um eine gemeinsame Auseinandersetzung mit der ländlichen Kultur anzustoßen. Darüber hinaus wird eine Ausstellung konzipiert und als Wanderausstellung umgesetzt.
Below_1 - Gutshauskultur und Zeitzeugenerbe - Teil 1
Das Projekt 'Gutshauskultur und Zeitzeugenerbe' weckt das Interesse der Landbevölkerung an den lokalen, kulturellen Ereignissen. Dafür werden in einem ehemaligen Gesindehaus Angebote aus Musik, Literatur und Ausstellungen bildender Künste etabliert. Das Projekt besteht aus zwei Teilen, im ersten Teil 'Restaurierung Außenhülle' wird das Gebäude ökologisch und mit historischen Baumaterialien restauriert. Aufgrund des Zustandes des Gebäudes ist eine Komplettsanierung, unter anderem mit der Restaurierung des Eichenfachwerks, der historischen Strohmatten, Fenster und Türen, und der Elektro- und Sanitärinstallation notwendig. Ein weiterer Bestandteil des Projektes ist es, Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner zu Wort kommen zu lassen, die das immaterielle, kulturhistorische Erbe bewahrt haben und dieses als Zeitzeugen an die nachfolgenden Generationen weitergeben wollen, z. B. in Form von aufgeschriebenen Erzählungen, Interviews und fotodokumentierten Chroniken. Im Projekt werden außerdem eine Reihe von Großveranstaltungen umgesetzt, wie Aufführungen französischer Chansons, ein Open Air Konzert, Live Jazz und die erwähnten Zeitzeugengespräche. Durch dieses breite Angebot wird eine Basis für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Below geschaffen.
Klingt mein Lied - Musik- und Inklusionsprojekt
Das Projekt 'Klingt mein Lied' holt von Demenz Betroffene zurück in die Mitte der Gesellschaft und bringt persönliche Lieblings- und Lebenslieder der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Klingen. Seniorinnen und Senioren mit und ohne Demenz und/oder Behinderung sowie ihre Angehörige gestalten mithilfe fachkompetenter Anleitung Lieder so, dass sie wichtige Ereignisse, Gefühle oder Personen ihres Lebens beschreiben. Texte werden individuell neu geschrieben und Lieder an die Fähigkeiten der Teilnehmenden angepasst. Soweit möglich, erlernen die Beteiligten das Spielen auf der Veeh-Harfe und das Singen der Lieder. Im Verlauf des Projektes trifft die Projektgruppe auf Schülerinnen und Schüler der Musikschule Rottendorf, um gemeinsam zu musizieren. So wird die Musik zum verbindenden Medium unterschiedlicher Generationen. Am Ende des Projektes stehen mehrere Konzerte und eine CD-Aufnahme.
FichtelLAB - Vereinskulturnetz 2.0 vernetzt Kulturinteressierte
Mit diesem Vorhaben wird eine neuartige Vernetzungsplattform für kulturorientierte Vereine etabliert, um auf diese Weise eine Stärkung der Kulturvereine zu erwirken. Neuartig ist die systematische Zusammenführung von Vereinen und Kreativschaffenden in ländlich-peripheren Räumen. Die Plattform trägt zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit, zur effizienteren Kommunikation der Vereinsziele und der Zusammenarbeit untereinander bei und führt zu einer besseren Sichtbarkeit in der digitalen Medienlandschaft. In einem Reallabor werden die Kompetenzen von Kreativschaffenden und Vereinen praktisch zusammengeführt: Kreative erarbeiten in Workshops Ideen und Umsetzungshilfen in Kooperation mit den Vereinen, die dieses Wissen adaptieren und weiterentwickeln. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitforschung der Universität Bayreuth wird pilothaft untersucht, welche regionalen Effekte sich einstellen, wenn neue Aspekte sowie Akteurinnen und Akteure des kulturellen Lebens in ländlichen Regionen stärker vernetzt werden. Das Vorhaben wird filmisch dokumentiert werden.
Weiterentwicklung der Orgelakademie
Die Südbrandenburgische Orgelakademie in Bad Liebenwerda, die über 20 Orgeln besitzt, entwickelt ihre pädagogischen und kulturellen Angebote für die Stadt und die Region Südbrandenburg weiter. So wird bspw. eine musikalische Grundbildung für Schulkinder der regionalen Schulen angeboten. Fertigkeiten und Kenntnisse zu Musik, Ton und Orgelklang werden durch eigenes Erleben, Ausprobieren, Arbeiten und Musizieren vermittelt. Schülerinnen und Schüler der Musikschule 'Gebrüder Graun' und Studierenden der Hochschulen im Fach Medienpädagogik werden in spezifischen Kenntnissen an den unterschiedlichen Orgeln unterrichtet. Handwerkerinnen und Handwerker sowie interessierte Laien können praktische und theoretische Kenntnisse der spezifischen Holz- und Metallverarbeitung erwerben und zum Abschluss eine Handwerksprüfung absolvieren. Die Kombination aus eigenem Ausprobieren und einer fachlichen Anleitung prägt das gesamte Konzept. Zugleich wird in der Stadt Bad Liebenwerda ein kulturelles Netzwerk aus Kreis-Museum, REISS ZWECK e.V., Kirchengemeinden und Schulen geschaffen. Für die Ortsansässigen werden Orgelkonzerte durchgeführt, um die Attraktivität der Kurstadt zu erhöhen, Studierende der Hochschulen erwerben Fachkenntnisse zur Orgel und es werden Handwerksprüfungen folgen.
Tour de Quakenbrück
Während eines Wochenendes im Spätsommer 2020 öffnet ganz Quakenbrück seine Wohnungen und empfängt Gäste aus anderen Stadtteilen. Jugendliche Guides führen das Publikum auf inszenierten Routen von Station zu Station. Jede der Stationen bietet Anlass für ungewöhnliche Begegnungen, denn Zuhause ist ein Ort der Zusammenkunft. Man trifft sich zum Grillen, Plaudern, Kaffeetrinken, Spielen, Stricken, Kochen oder Diskutieren. Die Inszenierung der Stationen wird aus den Talenten und Interessen der Beteiligten entwickelt. In der Hitze des Sommers verschmelzen die kulturellen Praktiken: Man tanzt deutsche Volkstänze zu koreanischer Popmusik, erfindet eine griechisch-deutsch-rumänische Fusionsküche oder besucht improvisierte Zauberkonzerte. Vor dem Hintergrund einer außerordentlich diversen Bevölkerung der ländlich geprägten Stadt Quakenbrück, deren Gruppen aber jeweils auf bestimmte Quartiere konzentriert zu sein scheinen, bietet die 'Tour de Quakenbrück' einen lustvollen und spielerischen Abgleich zwischen den eigenen Vorstellungsbildern und der Begegnung mit den tatsächlichen Bewohnerinnen und Bewohnern. Wohnzimmer und private Gärten werden zu öffentlichen Orten, an denen sich eine postmigrantische, ländliche Gesellschaft verständigt. Ein partizipatives und gestalterisches Vorgehen bindet die Stadtbevölkerung ein und schafft so Identifikation. Das Programm wird durch mehrere, offene Workshops in Kooperation mit dem Stadtmuseum, der Theaterwerkstatt und dem Quartiersmanagement entwickelt. Schülerinnen und Schüler der lokalen Bildungseinrichtungen agieren als Guides und wirken an der Konzeption des Programms mit. Die Schaffung kultureller Identifikationspunkte, die den Austausch zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Einrichtungen in der Stadt stärken, haben Modellcharakter auch für andere Städte.
Mahlwinkel und die Altmark - Dokumentarfilm
Im Rahmen des Vorhabens entsteht ein zweiteiliger Dokumentarfilm über Mahlwinkel und die Altmark, in dem Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu ortsspezifischen Themen persönlichen Geschichten, beispielsweise über ihre Schulzeit, das Erwachsenwerden, die Berufsfindung oder das Leben im ländlichen Raum und ihre Erfahrungen einfließen lassen. Es werden fünf übergeordnete Themenbereiche beleuchtet: Die Vorgeschichte der Region, die Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges, der Neubeginn und die Bodenreform, die DDR-Zeit und das Leben mit den sowjetischen Truppen sowie die Wende und die Zeit danach. Der Dokumentarfilm wird der Frage der Identität nachgehen, ein 'Wir-Gefühl' schaffen und das Heimatbewusstsein, vor allem der jungen Generation, stärken. Getreu dem Motto: 'Wenn ich nicht weiß, wo ich herkomme, weiß ich auch nicht, warum ich bleiben soll'. Das veränderte Medienverhalten der Jugendlichen hat dazu geführt, dass immer weniger das Fernsehen zur Wissensvermittlung nutzen und sich stattdessen über Online-Medien informieren. Mit dem entstehenden Dokumentarfilm wird dieser Entwicklung entgegengewirkt, indem das Interesse von Kindern und Jugendlichen für Ihren Ort geweckt wird und die geschichtlichen Ereignisse der Heimatregion mit persönlichen Erlebnissen ihrer Vorfahrinnen und Vorfahren verknüpft werden. Ziel des Projektes ist eine umfassende Geschichtsaufarbeitung des Ortes, welche beispielhaft für die Region ist.