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Art on wheels - Rollende Kunstwerkstatt
Im Vorhaben führen Theater- und Medienpädagoginnen und –pädagogen mit Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum kulturelle Projekte durch und gestalten mit ihnen Workshops. Einmal wöchentlich besucht das pädagogische Team der rollenden Kunstwerkstatt Schulen, Jugendeinrichtungen oder Unterkünfte für Geflüchtete und erarbeitet dort, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen, künstlerisch die Besonderheiten und Eigenheiten der Region. Mit dem Projekt wird dem Umstand entgegengewirkt, dass vielen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu kulturpädagogischen Angeboten verwehrt bleibt. Neben einem Theaterangebot wird ein Medienworkshop angeboten, in welchem Kurzfilme gedreht werden. Abschluss des Projektes bildet die gemeinsame Erstellung eines Fotobuchs.
Leuchten der Moderne - Sonderausstellung und Workshops
Mit diesem Vorhaben werden in praktischen, zeitgenössisch-künstlerischen Projekten die Gestaltung von Beleuchtungsglas unmittelbar aus dem Herstellungsprozess und dem Umgang mit dem Material entwickelt. Das Projekt wird analog zur Ausstellung 'Leuchten der Moderne' in Petershagen durchgeführt, in der Technikgeschichte, bekanntes Design und Alltagskultur der 1920er und 30er Jahre miteinander verbunden werden. Ausgehend von den Gedanken von Werkbund und Bauhaus initiiert das Museum eine gemeinsame Schaufenstergestaltung in den Ortskernen Petershagen und Petershagen-Lahde mit historischen Fotografien der Gebäude aus der Gründungszeit des Bauhauses, die aus dem Stadtarchiv entnommen werden. Ziel ist es, Synergieeffekte in Ortschaften zu tragen.
SE-KulturDorf und SE-KulturNacht
Das Vorhaben mit den Formaten 'SE-KulturDorf' und 'SE-KulturNacht' setzt eigene Akzente im Rahmen des Festivals SE-KulturTage und bringt damit gezielt Kulturformen abseits der vorhandenen Strukturen in den ländlichen Raum. Lokale Kulturschaffende werden einbezogen und in den Fokus gerückt. Zusätzlich werden externe Kulturschaffende eingeladen, die neue kulturelle Impulse mitbringen. Im jährlichen Wechsel wird ein Dorf im Kreis Segeberg zum SE-KulturDorf ausgerufen und mit vielfältigen kulturellen Veranstaltungen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Mit der 'SE-KulturNacht' wird eine Reihe kreiert, die Kultur mit experimentellem Charakter in eine Kirche der Region bringt. Nach Besichtigung des Ortes wird ein passendes Programm zusammengestellt, das die Kirche und ihre Besonderheiten herausstellt. Hier sollen auch nicht-öffentliche Räume wie Dachböden, Glockenturm, Kirchenuhr, Orgelraum, ggfs. eine Gruft oder auch das Außengelände etc. in Szene gesetzt werden. Mit den beiden Formaten wandert das 'Auge' durch die Region und schärft den Blick für ungewöhnliche Kulturorte. Beide Formate sind als Reihe konzipiert und sorgen für kulturelle Nachhaltigkeit.
Das Wunderkammerschiff – Kulturelle Bildung von und für Kinder
Sammlungen sind bedeutende, kostbare, wertvolle Zusammenstellungen von mehreren Einzelobjekten (z.B. von Gemälden, Münzen, Waffen usw.). Der inhaltliche Fokus des Projektes beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung 'Sammlungen' im Wandel der Zeit haben und was sie über die Menschen und ihre Zeitepochen aussagen. Als anschauliches Beispiel dient das Wunderkammerschiff, auf dem eine Sammlung aus Renaissance- und Barockobjekten der Stiftung Olbricht und des Bode Museums zu finden ist. Das Wunderkammerschiff bildet den Auftakt einer Projektwoche, in der Kinder aus Projektpartnerschulen in Begleitung einer Künstlerin oder eines Künstlers und Lehrkräften das Sammelsurium des Schiffes aus historischen Wunderkammerexponaten und persönlichen Gegenständen vor anderen Grundschulklassen präsentieren. Die Besucherklassen bringen eigene Objekte mit, um diese vorzustellen und sich in unterschiedlichen Workshop-Formaten dem Thema des Sammelns vor Ort zuwidmen. Hierbei starten sie u.a. Streifzüge durch ihren Ort und befragen Anwohnende zu ihren Sammlungen. Die Projektergebnisse werden mit unterschiedlichen, künstlerischen Methoden (bspw. Fotografie, Zeichnung, Collage) dokumentiert. Alle Teilnehmenden suchen nach einem kulturell interessanten Präsentationsort (z. B. Stadtarchiv, Heimatmuseum oder einer Sammlung im Hinterzimmer), an dem sie ihre Sammlungen präsentieren und als Ort des kulturellen Austauschs ggf. auch langfristig etablieren und weiterentwickeln können. Alle Beteiligten erlangen nicht nur umfangreiches Wissen rund um das Thema der Wunderkammer - die Spurensuche ist zugleich auch eine Suche nach Identität und fördert durch die Einbeziehung unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure den Austausch und die Vernetzung.
Ostbevern "Bioinspirativ"
Das Vorhaben verbessert die Wahrnehmung der Flusslandschaft Bever und erarbeitet eine neue, kreative Gestaltung und Nutzung. Durch verschiedene Projekte (z.B. Ausstellungen, Workshops) und zielführendes Zusammenwirken unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen wird eine vitale Kulturlandschaft gemeinsam gestaltet. Das Ergebnis der Einzelprojekte mündet 2020 im Land-Kultur-Festival 'Bioinspirativ'. Hier werden Kulturschaffende, Bürgerinnen und Bürger sowie die Wissenschaft zusammenwirken. Die Initiatoren stärken, durch das Projekt Selbstbewusstsein und Verantwortung und schaffen Lebensqualität. Die daraus resultierende Identifikation mit Gemeinde und Kulturlandschaft ist verbunden mit dem Ziel, Studierenden die Attraktivität des ländlichen Raumes zu vermitteln und der Abwanderung in urbane Zentren entgegenzuwirken. Ziel ist es weiterhin, einen Lernprozess zur kreativen und reflexiven Wahrnehmung, zum Verständnis und zur Gestaltung von Natur und Kultur in Gang zu setzen. Mit dem Festival wird ein weit über die Gemeinde Ostbevern hinausreichendes, neues Format zur multiperspektivischen Auseinandersetzung mit Natur und Kultur geschaffen.
ZEIT2020 – Mit dem Musiktheaterbus durch den Odenwaldkreis
Das Vorhaben setzt sich anhand eines gesellschaftspolitisch relevanten Themas – der Auseinandersetzung mit Vorurteilen gegenüber Menschen, die abseits heteronormativer Normen leben – mit einer nachhaltigen Vernetzung verschiedener Kulturakteure im Odenwaldkreis auseinander. Neben interessierten Amateurtheaterdarstellerinnen und -darstellern werden möglichst viele Menschen im Odenwaldkreis eingeladen, in unterschiedlichen Gewerken des Theaters mitzuarbeiten und sich über eine längere Zeit mit diesem Thema auseinander zu setzen. Es wird ein Chor und eine Tanzgruppe ins Leben gerufen und Workshops zu den Themen Kostüm- und Bühnenbild sowie szenisches Schreiben angeboten. Die entwickelten, künstlerischen Darbietungen aller Beteiligten werden dann an mehreren Probenwochenenden zusammengefügt. Zum Abschluss des Projektes wird im Sommer 2020 eine aufwändige Freilichttheaterinszenierung veranstaltet, die sowohl in das Stadtbild von Michelstadt, als auch in dessen Umgebung integriert wird. Dabei werden die Zuschauenden vorab mit auf eine Bustour durch den Odenwaldkreis genommen, bei der unterschiedliche Orte der Region prominent durch die Theaterschaffenden in Szene gesetzt werden. Die Tour endet im historischen Kellereihof in Michelstadt, wo alle Akteurinnen und Akteure die Gäste mit einem großen Musical in Empfang nehmen. Das Projekt verankert 'Theater' als wichtigen Teil der kulturellen Bildung in einer ländlichen Region und gibt den Startschuss für weitere Vorhaben, die aus der Initialzündung durch dieses Projekt entstehen können.
Neue Spielräume
Das Vorhaben ermöglicht ländlichen Grundschulen in Niedersachsen qualitativ hochwertiges Kinder- und Jugendtheater unkompliziert und günstig zu buchen. Die Kindertheaterstücke und theaterpädagogischen Angebote werden von einer Fachjury ausgewählt, um die kulturelle Bildung in ländlichen Gebieten zu stärken und somit auch als attraktiver Teil die notwendige Grundversorgung abzudecken. Wichtig dabei ist nicht nur handwerkliche Qualität, sondern es geht auch um neue und experimentelle Formate und um die Verknüpfungen mit theaterpädagogischen Ansätzen. So können die Schulen verschiedene Pakete buchen, die von 'Theaterstück und Nachgespräch' bis hin zum ganzen Theatertag mit spiel- und theaterpädagogischen Angeboten reichen. Der Zugang über die Schule wurde bewusst gewählt, um alle Kinder zu erreichen und mitzunehmen, jedoch müssen die Theatererlebnisse nicht ausschließlich dort stattfinden. Sie können auch an anderen, besonderen Orten veranstaltet werden. Ziel des Vorhabens ist es, möglichst viele Schülerinnen und Schüler mit der Vielfältigkeit der Kunstform Theater vertraut zu machen und somit eine Basis für ein vielfältiges und modernes Kulturleben auf dem Land zu unterstützen. Dem Wissenstransfer kommt im BULEplus eine herausragende Rolle zu, daher wird dieses Projekt 2025 dabei unterstützt, die gesammelten Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die Breite zu tragen.
Neuland - ein kulturelles Jugendbeteiligungsprojekt
Das Projekt unterstützt Jugendliche in ländlichen Regionen Sachsens darin, ihre kreativen Ideen für ihre Stadt, ihr Dorf oder ihre Gemeinde umzusetzen und ihr Lebensumfeld aktiv mitzugestalten. Hierbei werden verschiedene Konzepte, vom wöchentlichen Hip-Hop Kurse, über eigene Filmdreharbeiten oder künstlerische Neu- bzw. Umgestaltung von ungenutzten Räumen und Flächen bedacht. Mit dem Modellprojekt werden für junge Menschen Zugänge zu künstlerischer und kultureller Betätigung in ihrer Gemeinde geschaffen und Freiräume für kulturelle Entfaltungsmöglichkeiten eröffnet, damit sie gleichzeitig an einer kulturellen Belebung von Orten in ländlichen Regionen mitwirken können.
Ortsbesuch - Filmworkshop und Kinofest mit Jugendlichen
Im Rahmen des Projekts wird ein Filmworkshop mit Jugendlichen und ein anschließendes Kinofest im ländlichen Raum umgesetzt. Indem die Jugendlichen Techniken erlernen und zu Filmschaffenden werden, lernen sie Prozesse kennen, die gewöhnlich hinter den Kulissen stattfinden. Sie bekommen Mittel an die Hand, sich selbst auszudrücken, eigene Themen zu definieren und sich damit zu positionieren. Bei der Themenfindung für die Filme wird das Augenmerk bewusst auf die Heimatorte der Teilnehmenden gelegt: Was bedeutet es, auf dem Land aufzuwachsen? Welche Probleme gibt es? Was ist schön oder besonders? Auf dem anschließenden Kinofest zeigen die Teilnehmenden ihre Filme einem Publikum aus Lehrern, Verwandten, Freunden und Interessierten, sie werden wahrgenommen und können zeigen, was ihnen wichtig ist und wie sie ihre Welt sehen. Im Nachgangwerden über eine verleihbare Medienbox die Erfahrungen aus dem Filmprojekt weitergegeben. Diese beinhaltet eine Dokumentation des Kinoprojekts in Buchform, eine DVD mit den entstandenen Filmen aber auch Technik wie Kamera, Tonaufnahmegerät, Laptops und Programme sowie Anleitungen zum Umgang damit und zum Filmemachen.
Musikzentrum Orff-Schulwerk Studio Westoverledingen
Im Rahmen des Vorhabens entsteht mit der Errichtung des Orff-Schulwerkes, Studio Westoverledingen ein Musikzentrum als fester Übungs- und Veranstaltungsort, in dem unter anderem Kinder durch niedrigschwellige Angebote an Musikinstrumente herangeführt werden. Das Musikzentrum wird bestückt mit einem vollen Orchesterset Orffscher Instrumente, welche auch in der musikalischen Früherziehung verwendet werden und schnelle Erfolgserlebnisse und ein intuitives Erlernen von Musik erlauben. Sie fördern das Rhythmusgefühl und können Menschen für Musik begeistern, die bislang keinen Zugang dazu hatten. Unter anderem wird auf dieser Weise Schülerinnen und Schülern der regionalen Grundschulen in einer ganz neuen und direkten Form Lust an der Musik vermittelt. Diese frühe Heranführung an Musikinstrumente ganzer Jahrgänge von Schulkindern schafft die Voraussetzung, um das kulturelle und musikalische Vereinsleben in Westoverledingen zu stärken und weiter auszubauen. Somit können auch die kulturellen Vereine und Musikgruppen in Westoverledingen gefördert und Tendenzen des Vereinssterbens und der demographischen Entwicklung im Vereinswesen entgegengewirkt werden. Darüber hinaus werden Seminare für Lehrerinnen und Lehrer sowie Lehramtsstudierende angeboten, die sich so mit dem Orff-Schulwerk vertraut machen können. Für diese Lehrerinnen und Lehrer sowie ihre Schülerinnen und Schüler steht das Studio ebenfalls zur Verfügung. Zusätzlich sind Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren als Zielgruppe eingebunden. Durch den intuitiven Umgang mit den Instrumenten können so auch ältere Menschen an die Musik herangeführt werden. Ziel ist es außerdem die unterschiedlichen Gruppen miteinander zu vernetzen, um so neue, generationenübergreifende Projekte entstehen zu lassen.