Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

Internationale Opernproduktion auf Schloss Kochberg

Mit diesem Vorhaben setzt der Schloss Kochberg e.V. eine Opernproduktion um als Ergebnis aktiver Kooperation mit anderen historischen Theatern auf der European Route of Historic Theatres. Die Verbindung des Liebhabertheaters Schloss Kochberg e.V. mit den anderen historischen Theatern in Europa und der Mitgliedschaft bei 'PERSPECTIV Gesellschaft der historischen Theater Europas' bietet die Chance, Erfahrungen auszutauschen sowie eine erste Koproduktion zu realisieren. Als Resultat der Zusammenarbeit wird auf dem Schloss eine Oper umgesetzt, dessen seltene Aufführpraxis in Deutschland auch in andere Theater und Länder transportiert wird. So stellt das Vorhaben eine Verbindung zwischen regionaler kultureller Identität und internationaler kultureller und kulturtouristischer Aufmerksamkeit her. Institutionen der Region, wie das Landratsamt und die Gemeinde sowie Tourismusorganisationen und regionale Verbände, werden mit einbezogen, wodurch die Region dank überregionaler Aufmerksamkeit in den Medien touristisch profitieren kann.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

Anstoß - Theatertreck mit Kugel - "Rulle vorwärts"

In diesem Vorhaben werden bis zu 100 Menschen generationsübergreifend an einem dreitägigen Theaterfestival im Wallfahrtsort Rulle beteiligt. An der Seite von professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern erproben die Laiendarstellerinnen und Laiendarsteller neue und zeitgemäße Theaterformen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erleben ungewöhnlicher künstlerischer Formen, die traditionelles und experimentelles verbinden. Unkonventionelle künstlerische Praxis schafft attraktive Betätigungsfelder für junge Menschen. Mehrmonatige Workshops schulen die Teilnehmenden in Gesang- und Bühnenpräsenz sowie Tanz und ermutigen sie dazu, eigene Ideen in künstlerische Formen zu verwandeln. Das Projekt will einen lebendigen kulturellen Austausch innerhalb der Gemeinde anregen. Dabei richtet das Stück den Blick bewusst auf die 'schrägen' Ideen. Es wird eine Brücke zwischen traditionellem Kunstverständnis und zeitgemäßen, kulturellen Ausdrucksformen gebaut werden. Performances finden an ungewöhnlichen Aufführungsorten statt, z.B. in 'Nachbars Garten', mitten auf der Straße, in einer Scheune oder Produktionshalle. So entstehen neue Erfahrungsfelder für Kunst und Kultur. Mit dem Theaterprojekt 'Rulle vorwärts' werden bestehende Schwellenängste gegenüber Kunstangeboten abgebaut. Ein besonderes Anliegen ist die Sensibilisierung für Umweltthemen und globale Herausforderungen.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

RittKKV - Erlebbare Geschichte - Der Ritt Kaiser Karls V. 1547

Eine Reitergruppe thematisiert mit einem Ritt von Mühlberg nach Wittenberg die historischen Ereignisse des Schmalkaldischen Krieges in der Region. Nachgestellt wird der Ritt Kaiser Karls V. im Jahr 1547 nach der Schlacht bei Mühlberg. So werden die historischen Ereignisse und die europäische Geschichte erlebbar gemacht. Im Rahmen einer mehrtägigen Veranstaltung entlang einer Route von insgesamt etwa 100 km (beginnend in Brandenburg über Sachsen bis nach Sachsen-Anhalt) gehören Vorträge, Theaterspielszenen, Schattentheateraufführungen und weitere Kulturangebote zum Programm. Anliegende Kommunen und die ansässige Bevölkerung wirken aktiv mit. An fünf Etappen wird das kulturelle Programm angeboten. Der 'Ritt Kaiser Karls V.' dient als Ausgangspunkt und Referenzprojekt für Nachfolgeprojekte im Sinne der spanischen Initiative im Kooperationsnetz der Europäischen Routen zu Kaiser Karl V. , in der Mühlberg die erste deutsche Mitgliedsstadt ist. Eine Weiterführung der 'Germanischen Route' im Sinne des spanischen Netzwerks ist beabsichtigt.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

Jugend – Aktiv auf dem Land - FUSO macht Film und so

Im Projekt werden die bekannten Formate ‚Jugendclub‘ und ‚Schülerfirma‘ zur ‚Jugendkulturfirma‘ zusammengeführt, um Jugendliche zu befähigen, qualitativ hochwertige Kulturevents zu Nachhaltigkeitsthemen selbstständig zu veranstalten. Die Jugendkulturfirma erprobt ein innovatives Workshop-Format, welches die Theorie des Projektmanagements mit der Praxis künstlerischer Tätigkeiten verbindet. Außerdem führt sie ein besonderes Ferienprogramm durch: ‚Fuso macht Film und so‘ verbindet künstlerische Produktion mit Partizipation auf hohem Niveau und Nachhaltigkeitsanspruch. Das jährlich stattfindende Ferienprogramm findet an wechselnden Standorten statt. Die Konzeption und Teile der Organisation erfolgen mit den Teilnehmenden des jeweils vorangegangenen Jahrgangs, die dadurch Einblicke in Projektmanagement und Eventorganisation erhalten. Der thematische Rahmen aus den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen sowie ein Nachhaltigkeitskonzept für das Camp führen die Jugendlichen an das Thema Nachhaltigkeit heran und ermöglichen einen Transfer in den Alltag. Die Projekte Comicworkshop und Hexergon waren spinn-offs aus dem Fuso-Format.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

Theaterspektakel SpökenFeste

Das Projekt 'SpökenFeste' bringt ein Theaterstück zur alten Sage 'Der spukende Gefängniswärter zwischen Neuburg und Steinhausen' mit Laienschauspielerinnen und Laienschauspielern aus Neuenburg und der Region zur 800 Jahrfeier der Gemeinde auf die Bühne. Im Verlauf des Vorhabens werden in einem ersten Schritt Darstellerinnen und Darsteller angeworben und mit diesen dann gemeinsam Drehbuch, Spielideen und Bühnenbild für das zu inszenierende Theaterstück entwickelt. Zum Abschluss des Projektes wird das entstandene Theaterstück zur 800 Jahrfeier an historischer Stätte aufgeführt. Das Theaterprojekt fördert das Miteinander, auch zwischen verschiedenen Generationen und erhöht die touristische Attraktivität und Bekanntheit des Ortes. Im Nachgang des Projektes wird es eine Auswertung geben, in die unter anderem das Feedback aller Mitwirkenden einfließt. Zudem ist vorgesehen, das Theaterprojekt mit der formierten Laienschauspielgruppe fortzuführen und weitere Stücke aufzuführen.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

Klangkanal: Das Leben am Nord-Ostsee-Kanal als akustisches Gedächtnis

Der Nord-Ostsee-Kanal, die weltweit meist befahrene, künstliche Wasserstraße für Seeschiffe, bietet ein Meer von Geräuschen: Die Klänge erzählen von Geschichte und Gegenwart dieser Wasserstraße. In dem Projekt werden sie gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus den Anrainergemeinden aufgenommen, um Hörcollagen und Kompositionen aus ihnen zu schaffen. Musikerinnen und Musiker sowie Komponistinnen und Komponisten werden zu Workshops mit der Dorfbewohnerschaft eingeladen und erhalten Zugang zu den Aufnahmen. Sie werden gebeten, markante Kanalgeräusche in ihre Arbeit zu integrieren und die Ergebnisse bei einem Konzert vorzustellen. Mittels einer Website mit aufgeführter Geräuschbibliothek sowie durch eine Wanderausstellung mit Installationen und Audioaufnahmen entsteht ein akustisches Gedächtnis des Kanallebens, an dem die Anrainerinnen und Anrainer selbst mitwirken. Im Rahmen der Wanderausstellung werden neun Menschen portraitiert, deren Leben beruflich oder privat eng mit dem Nord-Ostsee-Kanal verbunden sind. Hierdurch erhalten die Besucherinnen und Besucher Aufschluss über die Entstehung und Bedeutung vieler Geräusche. Die Wanderausstellung besteht aus Audiointerviews mit den portraitierten Menschen, Geräuschaufnahmen aus ihrer Arbeits- und Lebenswelt, Schiffskoffern mit Gegenständen, die vom Leben der Portraitierten erzählen und Fotoportraits.

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29.04.2026

Kultursommer Krempermarsch 2019

Ziel des Projektes ist es, Kunst und Kultur an öffentliche Orte der Krempermarsch zu tragen und sichtbar zu machen, neue Zielgruppen anzusprechen und Kooperationen einzugehen. Die Projektplanung und -umsetzung übernimmt ein 'Kümmerer', der die Kulturszene der Krempermarsch kennt, in der Region vernetzt ist und das Projekt von Beginn an managt und unterstützt. Vom Gesangsverein über Theatergruppen hin zu den bildenden Künsten - alle Kulturgruppen werden angesprochen und einbezogen. Aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürgern können sich einbringen. Während des Sommers werden in Workshops mit Unterstützung von professionellen Künstlerinnen und Künstlern neue Kunststücke einstudiert, Kunstwerke geschaffen und ein gemeinsames Programm eingeübt. Den Höhepunkt des Kultursommers bildet eine Open-Air-Veranstaltung auf dem Marktplatz in Krempe. Hier stellen die Künstlerinnen und Künstler gemeinsam ihre Werke vor. In einem Nachbereitungstreffen werden die Akteurinnen und Akteure den Sommer Revue passieren lassen und die Ergebnisse in ein erstes, gemeindeübergreifendes Kulturkonzept fließen lassen, welches auch von der Kommunalpolitik getragen wird.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

TheaterLandLeben

'TheaterLandLeben' bringt Schülerinnenn und Schülern in der eigenen Schule mit der Kunstform Theater in Kontakt. Das Vorhaben findet in verschiedenen ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns statt, in denen es bislang nur ein rares Kulturangebot gibt. Gerade hier ist insbesondere Kindern und Jugendlichen der Zugang zu künstlerischen Angeboten und kultureller Bildung über den direkten Kontakt mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern häufig erschwert, wenn nicht gar unmöglich. 'TheaterLandLeben' ermöglicht Schulen, Kindern und Jugendlichen auf verschiedenen Ebenen Theater und damit verbundene darstellende Formen wie Musik und Tanz kennenzulernen. So lässt sich Theaterarbeit im erweiterten Schulalltag zunehmend verankern. Neben dem Hauptziel – Jugendliche nachhaltig für den Umgang mit Theater zu begeistern – möchte 'theaterspiel' insbesondere auch engagierte Menschen erreichen, sie in ihrer Arbeit stärken, vernetzen und zu weiteren konkreten Schritten in der Kulturarbeit vor Ort ermutigen.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

FANHX - Zum Gedenken an Anja Niedringhaus

Getragen vom Engagement des Vereins 'Forum Anja Niedringhaus - Verein für journalistische und künstlerische Fotografie e.V.' werden in einem 400 Jahre alten Fachwerkgebäude ein Kultur- und Begegnungsort für zeitgenössische Fotografie eingerichtet, um an Leben und Werk der deutschen Fotojournalistin Anja Niedringhaus zu erinnern, die in Ausübung ihres Berufs am 4. April 2014 in Afghanistan bei einem Attentat getötet wurde. Seit 2015 wird jährlich der nach ihr benannte Anja-Niedringhaus-Preis für mutige Fotojournalistinnen vergeben, deren Fotos künftig auch im Forum Anja Niedringhaus gezeigt werden. Ziel des Projekts ist es, das museumsdidaktische Konzept, die Innenraumgestaltung und museale Einrichtung zu planen und umzusetzen und einen überregional aussagekräftigen Kulturort für Fotografie entstehen zu lassen. Das Vorhaben wird als modellhaft für die Erschließung eines neuartigen Kulturangebots im ländlichen Raum angesehen, das an zeitgenössische, mediale Kunstformen und global vernetzte Themen wie Konflikt, Flucht, Vertreibung und Pressefreiheit anknüpft und zudem hochaktuelle Fragen der Medienkritik und Medienreflexion aufgreift. Es verbindet außerdem kulturhistorische Wertigkeiten mit moderner Museumskultur und -präsentation.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

Travelling Art Space (TAS)

Das Projekt 'Travelling Art Space' sensibilisiert Jugendliche der Region Dahme-Spree in kreativen Workshops für die Themen kulturelle Vielfalt, Migration und soziale Integration. International wirkende Künstlerinnen und Künstler unterstützen in Workshops an verschiedenen Schulen der Region junge Menschen bei der gestalterischen Umsetzung Ihrer Ideen. Die geschaffenen Werke werden einmal jährlich in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert, die ortsbezogenen Arbeiten werden im Schloss Lieberose präsentiert. Um die Ausstellung zu verankern, wird in dem Projekt TAS ein Kleinbus mit Angeboten kultureller Bildung und diskursiven Angeboten in der Region unterwegs sein. Im Verlauf des Projektes finden so insgesamt drei Ausstellungen zeitgenössischer Kunst zu unterschiedlichen Themen statt. Der kreative Teil des Vorhabens wird durch ein vielfältiges Rahmenprogramm aus Veranstaltungen wie Atelierbesuchen und Diskussionsrunden ergänzt. Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg fördert mit ihrem Projekt nicht nur die Kreativität junger Menschen und die künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen, sondern bringt die Kunst im ländlichen Raum näher an die Menschen heran.