Kultur in ländlichen Räumen

11.09.2026

KanalDigital - auf den Spuren von Günter Grass

Günter Grass wurde durch den Zweiten Weltkrieg heimatlos. Seine Geburtsstadt Danzig mussten er und seine Familie nach 1945 verlassen, eine Ersatzheimat fand er im Alter im Lauenburgischen Land am Elbe-Lübeck-Kanal. Die Endmoränenlandschaft in der Nähe von Lübeck erinnerte ihn an Kaschubien im Danziger Hinterland. In einem Haus in Behlendorf lebte Günter Grass fast dreißig Jahre. Der kleine Ort und seine Umgebung fanden Eingang in das literarische und bildkünstlerische Schaffen des international bekannten Nobelpreisträgers. Als Verfechter, der häufig gescholtenen deutschen 'Provinz' wollte, Grass ganz bewusst in Behlendorf begraben werden. Darüber schrieb er sogar in seinem letzten Buch 'Vonne Endlichkait'. Mit Hilfe einer digitalen Tour erfahren Interessierte bei einer Wanderung oder Radtour mehr über Günter Grass. An verschiedenen Punkten in Behlendorf und Umgebung, die mit Günter Grass in enger Beziehung stehen, werden sich die Nutzerinnen und Nutzer mit Hilfe einer App vor Ort über das Leben und Werk des Grafikers, Malers, Bildhauers und Schriftstellers informieren. Ein bekannter Schauspieler führt in einzelnen Videos durch die App. Dieses innovative Angebot richtet sich sowohl an Einheimische als auch an Touristinnen und Touristen, Wanderinnen und Wanderer, Sportlerinnen und Sportler und Geflüchtete. Es hat Modellcharakter, auch für andere Kulturstandorte im ländlichen Raum, an denen deutsche Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Künstlerinnen und Künstler gewirkt haben.

Kultur in ländlichen Räumen

11.09.2026

KulTourDom – mobiler Veranstaltungsraum

Das Projekt findet in einer Region statt, die schlecht an das Verkehrswegenetz angebundenen und durch fehlende berufliche Perspektiven, besonders für Jugendliche, charakterisiert ist. Gezielter Wissenstransfer durch Kulturschaffende, positives Marketing für die strukturschwache Region sowie Unterhaltung der lokalen Bevölkerung werden insbesondere auch Unternehmen die Chancen von Neugründungen im ländlichen Raum nähergebracht. Mit dem Projekt wird auch der jugendlichen Landflucht entgegengewirkt und ist als Modellprojekt auf andere, strukturschwache Regionen übertragbar. Mit dem 'KulTourDOM R66' wird ein mobiler, überall in der Region flexibel einsetzbarer Raum geschaffen, der Möglichkeiten der Weiterbildung sowie der Beratung durch regionale wie auch externe Fachleute, der Unterhaltung und des Wissenstransfers bietet. Das langfristige Ziel des Vorhabens ist die ländliche Region als attraktiven und kulturell belebten Ort zu gestalten. Ein mobiler und innovativer Veranstaltungsort vereint das Dreieck aus Wissenstransfer-Weiterbildung-Unterhaltung und ist breitflächig einsetzbar, sodass Menschen in und um die Hansestadt Salzwedel an diesem Angebot teilnehmen können. Der speziell konstruierte, aufblasbare Veranstaltungsraum 'KulTourDOM R66' ist einfach transportierbar und ohne baurechtliche Genehmigung jederzeit an jedem Ort innerhalb einer Stunde aufstellbar - egal ob klassische Musik, harte Metalltöne, Kinofilme zwischen Film Noir und Krimi, Volks- oder moderne Tänze, Vorträge, Workshops, Internetkurse, Poetry Slam, Lesungen sowie Möglichkeiten für Design und Werbung und einiges mehr. Die einzelnen Akteurinnen und Akteuren kommen in diversen Veranstaltungsformaten an einem flexiblen, räumlich offenen Ort zusammen. Sie lernen sich in freier Umgebung kennen, tauschen sich aus und schaffen Kooperationen.

Kultur in ländlichen Räumen

11.09.2026

Großer Garten Ensembles

Das Dorf Gerswalde in der Uckermark zieht seit einigen Jahren immer mehr Kunst-, Kultur- und Filmschaffende an und bietet so den Nährboden für vielfältige, kulturelle Aktivitäten. Um diese Aktivitäten zu stärken, zu bereichern, zu bündeln und miteinander zu vernetzen, wird das 'Großer Garten Ensemble' ins Leben gerufen. Dafür wird die denkmalgeschützte Scheune der ehemaligen Schlossgärtnerei von Gerswalde zu einem multifunktionalen Veranstaltungsraum umgebaut und auf dem Gartengelände eine Freiluftbühne errichtet. In den Sommermonaten finden interdisziplinäre Veranstaltungen statt, bei denen es um neue Formen des Lebens und Arbeitens auf dem Land gehen wird und mit spielerischem Ansatz gesellschaftlich relevante Fragen gestellt und utopische Szenarien entworfen werden. Die Formate dieser Veranstaltungen beinhalten Theaterstücke, Lesungen, Talkrunden, Diskussionen, Ausstellungen, Filmvorführungen, Workshops sowie verschiedene Performances.

Kultur in ländlichen Räumen | Regionale Wirtschaft

11.09.2026

Kulturelle Identität - Aufbau Netzwerk, Kultur, Entwicklung und Tourismus Elbe

Es werden Initiativen geschaffen, die den ländlichen Raum und die kleineren Städte und Gemeinden entlang der Elbe stärken, bestehenden Betrieben und Existenzen eine Zukunftsperspektive geben, die Abwanderung der Bevölkerung und die wirtschaftliche Auszehrung stoppen, die Kultur als Impuls- und Identitätsgeber für Einheimische und Touristen nutzen, die dazu beitragen, kulturelle Teilhabe, Regionalbewusstsein, Lebenszufriedenheit, Lebens- und Aufenthaltsqualität im ländlichen Raum zu stärken, die neue Kulturformate und -angebote entwickeln helfen, die Chancen des Tourismus nutzen helfen, den Kulturveranstaltungen im ländlichen Raum mehr Nachfrage in Form von Touristen zuführen und sie so finanziell und ideell stärken. Das Projekt steigert konkret die Identität der ländlichen Regionen mit der Elbe, hilft die kulturellen und touristischen Aktivitäten und Angebote entlang der Elbe weiterzuentwickeln und die Netzwerkarbeit zwischen den Angeboten und Anbietern auszubauen, sodass regelmäßige Treffen und Veranstaltungen organisiert werden können.

Kultur in ländlichen Räumen

11.09.2026

Kultur Bewegt Heimat

Das Projekt veranstaltet regelmäßige, über das Jahr verteilte, modellhafte Kulturaktionen. Dazu fahren zwei behindertengerecht ausgebaute Kulturbusse durchs Land. Sie laden zum Mitfahren ein und bringen Kunstschaffende sowie Besucherinnen und Besucher zu jenen Orten, die durch menschliche Bedeutungszuweisung und Wahrnehmung zu Kulturorten werden. Dazu werden unterschiedliche Kulturveranstaltungen durchgeführt, die von den Kulturbussen angesteuert werden. Diese Veranstaltungen behandeln die Themen Heimat, Identität, Selbstbewusstsein, Umgang miteinander, Achtung des Anderen, partizipativer Austausch und Kommunikation durch künstlerisches Schaffen und kulturelle Handlungsformen der Zivilgesellschaft, die in ihrem sinnstiftenden Charakter sowohl individuelle Persönlichkeitsentwicklung fördern als auch den kollektiven Freiheits- und Gemeinschaftsgeist formen. Zum Besuch des Kulturbusses sind alle Bewohnerinnen und Bewohner der Region eingeladen.

Kultur in ländlichen Räumen

11.09.2026

kuhoka - Kulturhof Kalbe

Mit dem Umbau und der Sanierung des Kulturhofes wird in Kalbe ein Ort der generationenübergreifenden, internationalen und kulturellen Begegnung geschaffen. Mit verschiedensten Angeboten bietet er Menschen jeden Alters und jeder Nationalität eine Möglichkeit des kulturellen Ausdrucks und Austausches. Von hier aus strahlt kulturelles Leben in die gesamte Stadt und Region hinaus. Dies macht Kalbe lebenswerter und den Standort attraktiver sowohl für die jetzt hier Lebenden als auch für Menschen, die einen lebendigen Ort im ländlichen Raum zum Leben und sich Heimisch-fühlen suchen. Gezielt werden die Angebote niedrigschwellig gehalten, damit sich die gesamte Bevölkerung eingeladen fühlt, den Kulturhof zu nutzen - sei es in Richtung des Kulturkonsums oder die der Kulturproduktion. Im Vorderhaus finden Workshops und Seminare mit kleinen Gruppen statt, die dort entstehenden Wohnungen dienen aber auch der Unterbringung von Zielgruppen, die ohne diese keine Angebote nutzen könnten. Hier werden Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sowie eine Stipendiatenwohnung untergebracht. Kindern und Jugendlichen wird es so möglich, im ländlichen Raum an kulturellen Workshops teilzunehmen. Nationale und internationale Akteure im Kultur- und Kunstbereich erhalten die Möglichkeit, Kalbe zu entdecken und sich in die soziale Struktur der Künstlerstadt einzubringen.

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11.09.2026

Tanzprojekt Hoyerswerda

Das Vorhaben präsentiert, mittels einer spartenübergreifenden, multimedialen Inszenierung eine Momentaufnahme des derzeitig vorherrschenden Lebensgefühls zum Thema Wegzug aus der Region. Es wird ein Tanzstück mit 65 Amateurtänzerinnen und –tänzern entwickelt und im Rahmen von fünf Aufführungen vorgeführt. Basis des Tanzstücks ist der persönliche Umgang mit dem Thema soziale Vereinsamung im Kontext mit dem Wegzug aus der Region. Ab April 2019 vermitteln Trainingseinheiten die Grundlagen des modernen Tanzes, anschließend werden choreographische Szenen mit den Tänzerinnen und Tänzern erarbeitet. Ab Mai 2019 finden die Erarbeitung der Bühnenchoreographie und erste Proben der einzelnen Szenen statt. Im Zeitraum April-Mai 2019 werden mehrtägige Dreharbeiten durchgeführt. Das Videomaterial aus Impressionen der Stadt, Luftaufnahmen und vereinzelte Tanzszenen wird als Einspieler für das Bühnenstück genutzt. Ab Mai 2019 sind Bürgerflashmobs und tänzerische Einlagen auf öffentlichen Plätzen geplant. Das Bühnenstück wird im November 2019 fünfmal aufgeführt. Begleitet werden die Aufführungen von einem Cello-Konzert und einer Kunstinstallation.

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11.09.2026

Schatten-Theater von und für Schulkinder

Ziel dieses Vorhabens ist die Entwicklung eines Schattentheaterstücks mit Schülerinnen und Schülerin. Der Fokusrichtet sich auf den 200. Geburtstag des Dichters Theodor Fontane, der bekanntlich in Neuruppin geboren wurde. So wird ein Theaterabend zum Fontane-Jahr gestaltet. In prägnanten Schatten- und Schauspiel-Bildern wird die Handlung des Werkes mit den Kindern in Szene gesetzt. Im Rahmen des Theaterstücks begeben sich ein Kindertheatermacher und Schulkinder aus dem Raum Ostprignitz-Havelland auf Spurensuche von Märchen, Legenden und Sagen aus der Mark Brandenburg. Sie werden dabei von dem Schriftsteller Theodor Fontane und der Schriftstellerin Ingeborg Drewitz, die Sagen und Legenden aus Brandenburg gesammelt haben, begleitet. Hinzu tritt der Publizist Günter Wermusch, der einem Teil dieser Sagen und Märchen auf den Grund gegangen ist, einzelne Handlungsorte dieser Sammlungen aufgesucht und näher beschrieben hat. Gesichtet werden interessante, originelle Prosa-Texte, die sich für eine Dramatisierung und spezifisch für die Darstellungsform Schattentheater eignen.

Kultur in ländlichen Räumen

11.09.2026

Kohlenhandlung im Freiluftmuseum

Durch das Vorhaben wird ein historischer, ländlicher Kohlehändler auf dem Gelände des Freiluftmuseums Bahnhof Seebrugg wiederaufgebaut. Kohlehändler gehörten zur Zeit der Dampflokomotiven wie selbstverständlich zu größeren Bahnhöfen dazu und versorgten nicht nur die Eisenbahn, sondern auch die lokale Bevölkerung mit dem benötigten Brennstoff. Mit dem Verschwinden der Dampflokomotiven im Zuge des industriellen und gesellschaftlichen Wandels in der Nachkriegszeit ist ihr Anblick in Vergessenheit geraten. Das entstehende Gebäude wird den Erfordernissen des Museums entsprechend gestaltet. So werden neben dem Büro und den Arbeitsräumen des Kohlehändlers auch einen Ausstellungsraum realisiert, welcher die historische Sammlung an Fahrzeugen und Gerätschaften der ehemaligen Kohle und Brennstoffhandlung Zweigle beherbergt. Ziel dieser Sammlung ist es, Besucherinnen und Besuchern den Wandel der Energieträger anschaulich zu präsentieren. Vielen, besonders jungen Menschen, ist nicht bewusst, dass 'Eierkohlen' und 'Union Brikettes' einst gängige Medien zum Wärmen der Stuben und zum Befeuern der Züge waren. Darüber hinaus wird anhand des Kohlehändlers die Entwicklung der offenen Güterwagen dargestellt. Dabei beschränken sich die Museumsmacherinnen und Museumsmacher sich nicht auf technische Details, sondern arbeiten auch die Auswirkungen von Vollbeschäftigung, Arbeitskräftemangel und steigenden Lohnkosten in der Nachkriegszeit heraus, da diese sich direkt auf die Konstruktion und die Nutzung der Wagen sowie die jeweiligen Umschlagtechniken auswirkten.

Kultur in ländlichen Räumen

11.09.2026

Coaching für Jugendbands

Mit dem Band-Coaching-Projekt werden im ländlichen Raum Kinder- und Jugendbands aus Schulen, Kirchengemeinden und Jugendverbänden gefördert. Dazu werden zehn Jugendbands aus zehn Dörfern mit einer Grundausstattung von Bandequipment ausgerüstet und erhalten monatlich ein professionelles Band-Coaching der Musikschule 'EigenartMusic' aus Siegen sowie eine Auftrittsmöglichkeit im Rahmen eines gemeinsamen Festivals in der ländlichen Region. Jede Band wird möglichst von einer erfahrenen Musikerin oder einem Musiker ehrenamtlich begleitet werden. Ziel des Vorhabens ist es, die dörflichen Strukturen zu fördern, da Bands und professionelle Unterstützung sonst nur im Zentrum der Stadt Siegen zu finden sind.