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Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen, Teilprojekt 1
Das Forschungsprojekt befasst sich in unterschiedlichen Teilprojekten mit der Integration Geflüchteter in den ländlichen Regionen Deutschlands. Es untersucht, unter welchen Voraussetzungen und wie humanitäres Engagement und ländliche Entwicklung erfolgreich verbunden werden können und wie dies von Politik und Zivilgesellschaft positiv beeinflusst werden kann. Entsprechend dieser Orientierung an Fragen der politischen Steuerung identifiziert das Projekt auch politischen Handlungsbedarf in Bezug auf das Thema Integration von Geflüchteten in ländlichen Räumen und formuliert Handlungsempfehlungen an die Politik. Als Untersuchungsregionen dienen je zwei ländliche Landkreisen in Bayern (Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim und Regen), Hessen (Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner-Kreis), Niedersachsen (Vechta und Nordheim) und Sachsen (Nordsachsen und Bautzen). Die vier Teilprojekte befassen sich jeweils mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Thema: Integrationspotenziale ländlicher Räume in Deutschland (Teilprojekt 1), die Sichtweise der Geflüchteten (Teilprojekt 2), die lokale Integrationspolitik und deren Unterstützung durch Land, Bund und EU (Teilprojekt 3) und das zivilgesellschaftliche Engagement und die Einstellung der Aufnahmegesellschaft (Teilprojekt 4).
Nähkurs für Frauen im Rahmen einer Tandem-Betreuung
Es findet ein Nähkurs für geflüchtete Frauen in einer Tandem-Betreuung statt. Dieser wird von einer ausgebildeten Lehrerin mit Erfahrung in diesem Bereich geleitet. Geflüchteten Frauen soll mit diesem Kurs die Möglichkeit gegeben werden, einer Freizeitbeschäftigung nachzugehen und ein Raum für den gegenseitig Austausch geboten werden. Um Frauen aus möglichst vielen Gemeinden erreichen zu können, wird ein Fahrdienst eingerichtet.
Interkulturelle Koch-Veranstaltungsreihe
Personen aus verschiedenen Nationen kochen einmal im Monat zusammen mit Deutschen in der Küche der Grundschule. Es finden zudem interkulturelle Abende mit jeweils einem Länderschwerpunkt statt. Als Gäste dieser Veranstaltungen werden alle Menschen aus dem Amtsbereich Hürup und Umgebung eingeladen.
Überdachungen für "Mitfahrbänke"
In den Gemeinden des Amtes Hürup werden Überdachungen für die vorhandenen Bänke des Projekts 'Mitfahrbank' gebaut.
Gemeinsames Kochen und Erstellen eines internationalen Kochbuchs
Geflüchtete und Einheimische kochen zusammen, sammeln die Rezepte und erstellen daraus ein internationales Kochbuch. Dadurch wird Interesse für das Andere geweckt und ein neues Selbstbewusstsein vor allem der geflohenen Frauen in die eigenen Fähigkeiten entfacht.
Eine Fahrradwerkstatt für Personen mit Migrationshintergrund
In Hoetmar wird eine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Dort können die Geflüchteten die anfallenden Reparaturen selbständig unter fachlicher Anleitung durchführen. Zu diesem Zweck werden Räumlichkeiten als Werkstatt hergerichtet und mit Geräten und Werkzeugen ausgestattet.
Annäherung der verschiedenen Kulturkreise mittels handarbeitlicher Tätigkeiten
Bei regelmäßigen Treffen werden handarbeitliche Tätigkeiten in den Mittelpunkt gestellt, da diese über alle Sprachbarrieren hinweg verstanden werden. Es handelt sich dabei um Nähen, Stricken, Malen, Basteln, Filzen und Häkeln. Diese gemeinsamen Tätigkeiten bilden den Rahmen für das Erlernen und Festigen der deutschen Sprache, die Orientierung im neuen Lebensumfeld, die Stärkung der Position der Frau, die Förderung der Selbständigkeit sowie für alltagsrelevante Angelegenheiten. Gleichzeitig wird eine Kinderbetreuung und die Beschäftigung mit pädagogischem Ansatz angeboten.
Kita NH und multifunktionaler Mehrgenerationentreff
Bisher fehlte für die Dorfgemeinschaft im Ortsteil Niebendorf-Heinsdorf der Stadt Dahme/Mark in Brandenburg ein Ort zum Treffen, um sich auszutauschen und gemeinsam aktiv zu sein. Die vorhandene Kindertagesstätte (Kita) war ausschließlich Treffpunkt für Kinder und Eltern. Dieser bereits etablierte Treffpunkt wird als Anlaufstelle für alle interessierten Familien und Dorfbewohnerinnen und -bewohner ausgebaut. Ziel ist es, verschiedene Nutzungen wie Kita, Familien-Senioren-Mehrgenerationentreff sowie Vereins- und Dorfleben an einem Treffpunkt zu bündeln. Hierzu wird die Kita baulich erweitert. Mithilfe der Projektmittel werden vorbereitende Planungsarbeiten für den Umbau und die Erweiterung der Kita zur Begegnungsstätte gefördert. Der Neubau selbst wird durch LEADER-Mittel gefördert. Die Belebung der neuen Begegnungsstätte nach der Fertigstellung (voraussichtlich Ende 2022) erfolgt über den Verein Baumkuchen e. V. als Träger der Kita. Wie sich die Nutzung des Gebäudes konkret gestaltet, wird während der Bauphase vorbereitet. Vorgesehen sind Koch- und Informationsveranstaltungen. Ferner tragen Bewegungs-, Beratungs- oder Kreativangebote zur Stärkung der Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Generationen bei.
Förderung der Integration von Flüchtlingen
Der Asylkreis Krummhörn wird durch Sprachvermittler unterstützt, die Geflüchtete bei alltäglichen Angelegenheiten begleiten und sie gegebenenfalls auf Schule, Ausbildung, Arbeit, Arztbesuche usw. vorbereiten. Zudem werden Fördermaßnahmen für Schüler und Auszubildende eingeleitet. Inhalte des Projekts sind außerdem die Planung und Durchführung mehrerer sozialkultureller Unternehmungen für Kinder und Erwachsene und die Bereithaltung und Durchführung von therapeutischen Angeboten für schwer traumatisierte Kinder und Erwachsene nach vertrauensbildenden und akzeptanzfördernden Maßnahmen.
Mobilität, gemeinsame Unternehmungen, Lehrmaterial
Für Behördengänge und Arztbesuche, um zu Beschäftigungsmöglichkeiten, Einstiegsqualifizierungen und Sprachkurse zu gelangen und überhaupt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, ist die Sicherung der Mobilität notwendig. Daher werden für die Geflüchteten Fahrräder angeschafft und sie beim Erwerb von Bustickets unterstützt. Daneben finden Ausflüge sowie gemeinsames Kochen zur gesellschaftlichen Integration statt. Zur Unterstützung der bestehenden Sprachkurse wird Lehrmaterial angeschafft.