Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Engagement und Ehrenamt

15.03.2026

Caring Aulendorf – Aufbau und Etablierung einer „Sozialen Gemeinde“

Die Solidarische Gemeinde Aulendorf e.V. wird in den Themen 'Sorgende Gemeinde' und 'Gesunde Gemeinde' neue – teilweise mit digitalen Instrumenten unterstützte - Mitmach- und Infrastrukturangebote in einer Kleinstadt mit vielen Streusiedlungen entwickeln. Niederschwellige nachbarschaftliche Hilfen für Menschen, die sich nicht mehr vollumfänglich selbst organisieren können (u.a. Besuchsdienste, aktivierende Hausbesuche, haushaltsnahe und -ferne Hilfen) und Mitmachangebote für alle, die gesund altern wollen, werden entwickelt und in hohem Maße über das bürger-schaftliche Engagement getragen. Im Rahmen eines Primärversorgungsnetzwerkes wird ein Gesundheitspunkt etabliert, der – ergänzend zur Gesundheitsversorgung - auch Angebote der Prävention und Gesund-heitsförderung offeriert. Eine hauptamtliche Fachkraft begleitet die Engagierten und organisiert den Angebotsentwicklungsprozess bzw. die damit verbundenen Abstimmungen im trägerübergreifenden Koordinierungsausschuss des Trägervereins.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Kultur in ländlichen Räumen

15.03.2026

Landdrang: Etablierung demokratischer Prozesse durch Kunst und Kultur

Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt der jungen Landgemeinde Georgenthal mit ihren zwölf Ortschaften. Es folgt dem Drang nach Teilhabe, nach Natur und nach einer selbstbewussten Lebenskultur in ländlichen Regionen. Es konzentriert sich auf das Verhältnis von Landmensch und Natur, von Landnutzung und Ökologie und die Wechselwirkungen auf Lebensqualität und Sozioökonomie. Konflikte auf dem Land werden mit unterschiedlichen Interessengruppen und im Widerspruch differenzierter Expertisen in transparenten Prozessen kreativ und konstruktiv verhandelt. Die gesellschaftlichen und regionalspezifischen Bedarfe und Nöte werden Bestandteil kulturell-künstlerischer Teilprojekte. Unter Beteiligung verschiedener Künstlergruppen aus diversen Genres wird Teilhabe als aktiver, kreativer und kollektiver Prozess angeregt. Gesucht wird für diese Prozesse eine möglichst ganzheitliche Verbindung zwischen Natur und Kultur, die für den ländlichen Raum prägend sein soll. Das Projekt verläuft in verschiedenen Projektsträngen und verfügt über drei Säulen. Dabei wird der demo-kratische Dialog durch kulturelle Teilhabeformate und praktische Workshops initiiert. Auf digitaler Ebene entsteht ein zeitgenössischer Dorffunk als Raum der Beteiligung und Hilfe. Daneben werden künstlerische Formate in der Natur wie ein Festival oder ein Theaternaturprojekt umgesetzt. Zudem werden freiwillig Aktive durch die Einrichtung einer Beratungsstelle und Qualifizierungsangebote unterstützt.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Engagement und Ehrenamt

15.03.2026

Soziale Dörfer leben!

In dem Projekt wird durch die Kreisverwaltung die inhaltliche und methodische Unterstützung von Kommunen, Orten und örtlichen Gruppen und Initiativen etabliert, um an möglichst vielen Stellen 'Soziale Orte ' dauerhaft zu schaffen und zu erhalten. Auf örtlicher Ebene wird die Kommunikation verbessert und soziale Teilhabe ermöglicht. Durch die angestrebte Verknüpfung der Themen Demokratieförderung, Ehrenamt, Dorfentwicklung und LEADER wird eine deutliche Stärkung der zivilgesellschaftlichen Strukturen im gesamten Landkreis Waldeck-Frankenberg erwartet. Im Blick sind innerhalb des Vorhabens stets die positiven gesellschaftlichen Auswirkungen aktiver Sozialer Orte. Gerade für Gruppen oder Menschen, denen Marginalisierung aufgrund verringerter Teilhabechancen bspw. wegen Alters, Beeinträchtigung, Herkunft oder persönlich wirtschaftlich angespannter Situation droht, bilden Soziale Orte offene Räume mit niedrigen Schwellen, in denen gleichberechtigter Austausch möglich wird und bleibt. So tragen Soziale Orte zu gesellschaftlicher Integration bei.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Mobilität auf dem Land

15.03.2026

DIE STATION - Knotenpunkt bürgerlichen Engagements und Zusammenhalts

Ziel der STATION ist es, die Lebensbedingung für alle Altersgruppen im Quartier zu verbessern und zukunftsfest zu gestalten. Im Bahnhof Windeck entsteht ein multifunktionaler 'Dritter Ort', der Men-schen mit verschiedenen Hintergründen anzieht und zum Verweilen, Mitmachen und Austausch motiviert. Die STATION ist offen und hierarchiefrei, bietet das Gefühl von Zuhause und ist nutzerorientiert. Gerade die 'neuen Alten' und die Zugezogenen brauchen neuformatierte Orte der Begegnung: niederschwellig, mit offenen Konzepten, mitmachorientiert ohne Verpflichtung. Hier am Bahnhof entsteht der Raum dazu. Die STATION ist schlicht, aber einladend gestaltet und fördert zwanglose Begegnungen. Die STATION wird zu einer Drehscheibe bzw. zu einem Knotenpunkt bürgerschaftlichen Engagements und Zusammenhalts. Das Projekt strebt dialogische Formate sowohl der bürgerschaftlichen Begegnung und Kommunikation an als auch die Unterstützung niederschwelliger lokaler Ökonomie-Modelle. Hierfür soll zum einen die Wiederbelebung des Erdgeschosses des Bahnhofsgebäudes durch Zwischennutzungen ermöglicht und zum anderen die Vernetzung und Begegnung der Bürgerinnen und Bürger durch ein innovatives Quartiersmanagement aktiv gestaltet werden.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

15.03.2026

Q-Land: Queer auf dem Lande

Im Projekt wird queeres Leben im ländlichen Raum sichtbarer, greifbarer und kommunizierbarer gemacht. Die queeren Angebote des Vereins 'Queeres Netzwerk Gifhorn e.V.' werden breiter aufgestellt und in den gesamten Landkreis getragen. Zwei neu eingestellte Personen nehmen Kontakt mit lokalen Netzwerken im Landkreis auf. Hierbei wird an lokale Strukturen – wie Vereine, Verbände und Initiativen – angeknüpft und gemeinsam erörtert, welche regelmäßigen Veranstaltungsformate sich eignen, um queeres Leben im ländlichen Raum sichtbar zu machen. Diese Formate werden im Projektverlauf testweise durchgeführt und schaffen dauerhaft Anknüpfungspunkte für queere Menschen, initiieren Safe Spaces und sensibilisieren Menschen für die betreffenden Themen. Mit den regionalen Kooperationspartnern werden die Formate kontinuierlich evaluiert und angepasst. Dafür werden auch vor Ort Personen gewonnen, die in die Veranstaltungen und Projekte eingespannt werden. Darüber hinaus soll die queere Jugendberatung für Jugendliche und junge Erwachsene mit Sprechstunden auf das Land gebracht werden. Bei all den Aktionen wird eng mit der lokalen Kommunalpolitik zusammengearbeitet. Daraus entstehen dann für jede Samtgemeinde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus der Politik, den lokalen Partnern und dem Verein.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

15.03.2026

Gender Mainstreaming im GAP-Strategieplan

Es wird ein bundesweiter Überblick über Ansatzpunkte zur Umsetzung von Gender Mainstreaming bzw. zur gezielten Förderung der Gleichstellung in der ELER-Förderung Deutschlands erarbeitet. Damit leistet das Forschungsvorhaben einen Beitrag, wie die ELER-Förderung in Deutschland zur Geschlechtergerechtigkeit und zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in ländlichen Räumen beitragen kann. Obwohl im GAP-Strategieplan für die Förderperiode 2023 bis 2027 ein prioritärer Bedarf für die Förderung von Gleichstellung festgestellt wurde, wird dieser nur durch wenige Maßnahmen in einigen Bundesländern adressiert. Daraus ergeben sich für das Projekt die folgenden Forschungsfragen: - In welchem Umfang sind in der konkreten Ausgestaltung der Förderangebote in den regionalen Teilen des GAP-Strategieplans förderlichen Ansätze und Hemmnisse im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit vorhandenen? - In welchem Umfang korrespondiert das Förderangebot mit dem Bedarf aus Sicht zentraler Schlüsselakteurinnen im Sektor Landwirtschaft und in der ländlichen Regionalentwicklung? - Welche Ansatzpunkte für eine geschlechtergerechtere Gestaltung der ELER-Förderung in Deutschland könnten zukünftig genutzt werden? Die Projektergebnisse werden veröffentlicht und für die Politikberatung aufbereitet. Sie erlauben Aussagen zur Konkretisierung des bestehenden Forschungsbedarfs zu Geschlechtergerechtigkeit in der Politik zur Entwicklung ländlicher Räume.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

15.03.2026

Geographien der Unzufriedenheit – Gefährdungen des gesellschaftlichen Zusammenhalts in ländlichen Räumen

Im Rahmen des Forschungsprojekts wird analysiert, welche Zusammenhänge in der wissenschaftlichen Literatur und empirischen Untersuchungen zwischen dem Zusammenhalt in einer Gesellschaft und den räumlichen Gegebenheiten aufgezeigt werden. Hintergrund der Studie ist die zunehmende Polarisierung der Gesellschaften in den Staaten Europas und Nordamerikas, welche sich im Erstarken antidemokratischer Protestbewegungen sowie rechtspopulistischer und rechtsradikaler Gruppierungen äußert. Im Zentrum der Analyse steht die Frage, wie sich wirtschaftliche und gesellschaftliche sowie räumliche Faktoren – zum Beispiel Strukturschwäche und die Lage einer Region fernab der Ballungsräume - aber auch die Verklärung historischer Dorfgemeinschaften als von der Moderne unberührte 'heile Welt' auf die Zufriedenheit der ländlichen Bevölkerung, deren Einstellungen und Wahlentscheidungen und damit letztendlich auf die Stabilität und Akzeptanz der Demokratie auswirken. Im Einzelnen werden folgende Fragen beantwortet: Welche Theorien zur Erklärung der räumlichen Verteilungen im Kontext des Phänomens des gesellschaftlichen Zusammenhalts werden herangezogen? Welche Evidenz zeigen internationale wissenschaftliche Publikationen auf? Welche Maßnahmen können auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse für eine Politik für ländliche Räume abgeleitet werden? Die Befunde werden in einem Artikel in einer Fachzeitschrift veröffentlich sowie auf einer internationalen Fachkonferenz präsentiert. Die in der Literatur benannten politischen Handlungsempfehlungen zur Stärkung des regionalen und sozialen Zusammenhalts werden in einem Positionspapier gebündelt.

Regionale Wirtschaft | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

15.03.2026

Regionale Wertschöpfungsketten in der Kindergarten- und Schulverpflegung

Es wird ein Konzept entwickelt und in der Praxis getestet, wie die Speisenzubereitung in der Kindergarten- und Schulverpflegung mit regionalen, saisonalen und EU-biozertifizierten Produkten durchgeführt werden kann. Dazu zählen unter anderem der Aufbau von Lieferwegen, Verarbeitungs- und Veredelungsmöglichkeiten und auch systemische Ansätze für die Vereinbarkeit von Einkaufs- und Verkaufspreisen. Alle Akteure (Produzenten, Lieferanten, Küche, Kundinnen und Kunden etc.) werden aktiv in den Prozess eingebunden. Parallel erfolgt die Wissensvermittlung über die Speisen und ihre Zutaten sowohl in Infoveranstaltungen als auch bei der Erstellung von Infomaterialien. Bei der Erstellung und Durchführung des Konzeptes wird bereits darauf geachtet, dass es auf andere Einrichtungen übertragbar ist. Weitere Synergieeffekte zu anderen Bereichen wie beispielsweise Seniorenverpflegung und Außer-Haus-Verpflegung werden mit berücksichtigt.

Regionale Wirtschaft | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

15.03.2026

Vermarktungsgemeinschaft zur Verarbeitung von Sommergetreide für das Back- und Brauhandwerk

Um den Aufbau einer Vermarktungsgemeinschaft zu managen, wird beim Kreis Wesel eine Personalstelle geschaffen. Zielführende Organisationsstrukturen werden aufgebaut, gemeinsam mit der Partnerschaft das Geschäftsmodell konzipiert, Kooperationen mit weiteren Partnerinnen und Partnern der Wertschöpfungskette aufgebaut und neue Marketingpartnerschaften angebahnt. Außerdem wird ein Umsetzungsplan entwickelt, um die Grundsteine für die Realisierung der Projektidee zu legen. Zur Erstellung eines Geschäftsplans wird die wirtschaftliche Tragfähigkeit einer nachhaltigen Finanzierungsstrategie untersucht. Dafür wird unter anderem die Wirtschaftlichkeit der Nutzung vorhandener Verarbeitungsbetriebe des Malz- und Mühlenhandwerks genauso unter die Lupe genommen wie die Möglichkeit, eigene Verarbeitungstechnik für kleinere Getreidemengen im Kreis Wesel zu installieren. Das Thema ökologischer Anbau und eine mögliche Bio-Zertifizierung wird dabei eine Rolle spielen.

Regionale Wirtschaft | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

15.03.2026

Innovationsnetzwerk zur Veredelung und Vermarktung von (bio-)regionalen Lebensmitteln

In vier ausgewählten Kommunen im Werra-Meißner-Kreis werden neue Betriebs- und Geschäftsmodelle für die Logistik und den Vertrieb (z.B. Lebensmittelautomaten) regionaler Lebensmittel entwickelt. Gemeinsam mit Unternehmen des Lebensmittelhandwerks entstehen konkrete technische Lösungen und nachhaltige Umsetzungskonzepte. Außerdem werden neue Wertschöpfungsketten im Bereich der Produktveredelung ermittelt und deren mögliche Potentiale herausgearbeitet. Auf diese Weise entstehen neue Produktlinien. Um neue Vermarktungsstrategien zur Stärkung regionaler Produkte zu entwickeln, wird eine interaktive App konzipiert, die insbesondere Kinder und Jugendliche anspricht und einen Beitrag zur regionalen Identität über regionale Produkte leistet. Zudem werden in der Kita- und Grundschulverpflegung regionale und bioregionale Produkte stärker mit aufgenommen und es wird untersucht, ob Lebensmittelautomaten für regionale Produkte (Regiomaten) in Kitas oder Schulen zu einem neuen Verbraucherverhalten führen. Für alle zu konzipierenden Ideen wird der Einsatz moderner Technologien und digitalen Innovationen geprüft, beispielweise durch die Integration von Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI).