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Use-MFR: Use cases und Ableitungen auf Basis der Legislativvorschläge zum Mittelfristigen Finanzrahmen (MFR) 2028-2034
Der im Juli 2025 von der EU-Kommission vorgestellte Vorschlag zur Gestaltung des EU-Haushalts ab 2028 stellt einen fundamentalen Systemwechsel dar. Dies gilt insbesondere für Förderbereiche, die von den EU-Mitgliedstaaten stark mitgestaltet werden. Die bisher getrennten Fonds werden im sogenannten National and Regional Partnership Plan (NRPP) weitgehend zusammengefasst, die Zahl der Detailregelungen wird deutlich reduziert und es werden vor allem auf übergeordneter Ebene inhaltliche Zielvorgaben getroffen. Deutschland trifft dieser Ansatz auf ein hochgradig differenziertes System aus ministeriellen und Bund-Länder-Zuständigkeiten sowie eine Vielzahl von Förderprogrammen und nachfolgenden Fördermaßnahmen. In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen: Welche inhaltlichen, finanziellen und institutionellen Neuerungen sind mit dem Vorschlag der Kommission verbunden? Welche Optionen hätte die Umsetzung des Vorschlags für die Gestaltung der bisher in der Gemeinsamen Agrarpolitik verorteten Politikbereiche (v. a. Ländliche Entwicklung, Agarumweltpolitik)? Welche Chancen und Risiken birgt der Vorschlag, insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Spezifika in der Umsetzung der EU-Förderung? Das Projekt hat somit das Ziel. Informationen vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen zusammenzutrage und aufzubereiten sowie das BMLEH zum Thema anlassbezogen beraten zu können.
Berufsbildungsstandorte des Handwerks und Fachkräfteentwicklung im ländlichen Raum
In dem Verbundprojekt wird eine Datenbasis aufgebaut mit der die regionale Verteilung der Auszubildenden im Handwerk und der Standorte von Berufsbildungszentren des deutschen Handwerks zum ersten Mal abgebildet und wissenschaftlich untersucht werden kann. Ziel ist es den Status quo der handwerklichen Berufsbildungskapazitäten in den Regionen (im Zeitverlauf) zu erfassen und die regionalwirtschaftliche Bedeutung der handwerklichen Berufsbildungsinfrastruktur zu untersuchen. Das Projekt untersucht, wie sich Berufsbildungsstandorte und Auszubildende des Handwerks im ländlichen und städtischen Raum verteilen und, ob sich diese räumliche Verteilung im Zeitablauf verändert hat. Es analysiert den Zusammenhang zwischen der regionalen Fachkräfteentwicklung und dem Vorhandensein handwerklicher Berufsbildungseinrichtungen und fragt, ob handwerkliche Berufsbildungsstätten eine Ausbildung im ländlichen Raum attraktiver machen. Forschungsfragen: • Wie verteilen sich die Berufsbildungsstandorte des Handwerks im ländlichen und städtischen Raum? • Wie verteilen sich die Auszubildenden des Handwerks im ländlichen und städtischen Raum? • Hat sich diese räumliche Verteilung im Zeitablauf verändert? • Gibt es einen Zusammenhang zwischen der regionalen Fachkräfteentwicklung und den Auszubildenden bzw. dem Vorhandensein handwerklicher Berufsbildungseinrichtungen? • Machen handwerkliche Berufsbildungsstätten eine Ausbildung im ländlichen Raum attraktiver?
Berufsbildungsstandorte des Handwerks und Fachkräfteentwicklung im ländlichen Raum
In dem Verbundprojekt wird eine Datenbasis aufgebaut mit der die regionale Verteilung der Auszubildenden im Handwerk und der Standorte von Berufsbildungszentren des deutschen Handwerks zum ersten Mal abgebildet und wissenschaftlich untersucht werden kann. Ziel ist es den Status quo der handwerklichen Berufsbildungskapazitäten in den Regionen (im Zeitverlauf) zu erfassen und die regionalwirtschaftliche Bedeutung der handwerklichen Berufsbildungsinfrastruktur zu untersuchen. Das Projekt untersucht, wie sich Berufsbildungsstandorte und Auszubildende des Handwerks im ländlichen und städtischen Raum verteilen und, ob sich diese räumliche Verteilung im Zeitablauf verändert hat. Es analysiert den Zusammenhang zwischen der regionalen Fachkräfteentwicklung und dem Vorhandensein handwerklicher Berufsbildungseinrichtungen und fragt, ob handwerkliche Berufsbildungsstätten eine Ausbildung im ländlichen Raum attraktiver machen. Forschungsfragen: • Wie verteilen sich die Berufsbildungsstandorte des Handwerks im ländlichen und städtischen Raum? • Wie verteilen sich die Auszubildenden des Handwerks im ländlichen und städtischen Raum? • Hat sich diese räumliche Verteilung im Zeitablauf verändert? • Gibt es einen Zusammenhang zwischen der regionalen Fachkräfteentwicklung und den Auszubildenden bzw. dem Vorhandensein handwerklicher Berufsbildungseinrichtungen? • Machen handwerkliche Berufsbildungsstätten eine Ausbildung im ländlichen Raum attraktiver?
Studie zur Gleichstellung in der Landwirtschaft
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, vorhandene Daten der amtlichen Statistik und weiterer nationaler Datenquellen zu zentralen Indikatoren der Gleichstellung der Geschlechter für die Landwirtschaft auszuwerten und in Form einer regelmäßig aktualisierbaren Publikation zu berichten. Bisher nicht erhobene Gleichstellungsindikatoren u.a. Gender Care Gap sollen in Form einer eigenen Befragung für den Bereich Landwirtschaft erhoben werden.
Studie zur Situation von Gründerinnen und Unternehmerinnen in ländlichen Räumen
Das explorative Vorhaben nutzt Fokusgruppen in unterschiedlichen ländlichen Regionen Deutschlands, um zu identifizieren, welche Herausforderungen Gründerinnen und Unternehmerinnen in ländlichen Räumen überwinden mussten, was wichtige Faktoren für den Erfolg waren und in wie weit die Unterstützungs- und Förderangebote etwa der Kammern sowie der nationalen und EU-Förderprogramme den Bedarfen der Unternehmerinnen in verschiedenen Phasen der Gründung entsprechen. Im empirischen Teil der Studie werden die Sektoren Handwerk und Dienstleistungen berücksichtigt und mit bestehenden Ergebnissen aus dem Landwirtschaftssektor verglichen.
Food Hub Wittenhagen – Stärkung der regionalen Wertschöpfung in Vorpommern über Getreide und Brotprodukte
Das Verbundprojekt stärkt die regionale Wertschöpfungskette für Brot- und Getreideprodukte in der Region Vorpommern-Rügen bis einschließlich Usedom. Dazu wird ein kooperativer Food-Hub aufgebaut, der von drei Projektpartnern gemeinsam betrieben wird und die konsumfähige Vorbereitung von Rohstoffen sowie die Bündelung von Lieferwegen ermöglicht. Der Food-Hub dient als zentraler Standort für die Verarbeitung und Veredelung von Getreide- und Hülsenfrüchteprodukten sowie als Knotenpunkt für Logistik, Lagerhaltung und Qualitätskontrolle. Hier entstehen Produktinnovation für Brot und regionale Müslisorten. Durch die neu errichtete Infrastruktur des Hubs werden zudem Qualitäts- und Transparenzsteigerungen entlang der durch das Vorhaben geschaffenen Wertschöpfungskette gewährleistet. Außerdem ist er Ausgangspunkt für die Erschließung neuer Absatzmärkte. Das Vorhaben erhöht nicht nur die Sichtbarkeit der regionalen Produkte, sondern auch die des ländlichen Raumes in Vorpommern als attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten. Es erweitert die regionale Produktpalette im Brot- und Cerealienbereich, erhöht die Versorgungsqualität der Menschen vor Ort und erschließt neue Absatzkanäle zu Lebensmitteleinzelhandel, Außerhausverpflegung sowie Gastronomie und Hotellerie. Zudem stärken die Produkte aus regionalen Sorten das Identifikationspotential mit der Region.
Gemeinschaftsküche
Das Projekt Gemeinschaftsküche im Landkreis Ludwigslust-Parchim verbindet regionale Lebensmittelverarbeitung für die Außer-Haus-Verpflegung, Ernährungsbildung und Gemeinschaftsförderung zu einem innovativen, nachhaltigen Gesamtkonzept. Es zielt darauf ab, lokales Obst und Gemüse, insbesondere aus Streuobstwiesen und Solidarischen Landwirtschaften (SoLaWis), gemeinsam zu ernten, zu verarbeiten und zu vermarkten. Ernte und Herstellung wird hauptsächlich von ehrenamtlich Engagierten in gemeinschaftlicher Atmosphäre übernommen. Es soll ein Begegnungs- und Bildungsort entstehen, der frische und vorverarbeitete, regionale Lebensmittel bereitstellen kann. Um langfristig die Ernährungssouveränität der Region zu stärken und die wirtschaftliche Perspektive für kleine Betriebe zu verbessern soll das Konzept schrittweise ausgebaut und erweitert werden.
WierPro
Im Projekt WierPro setzt die Gemeinde Wiernsheim die Entwicklung eines finanziell selbsttragenden Verarbeitungs- und Bildungszentrums für proteinreiche Pflanzen um. Das Zentrum wird regionale Hülsenfrüchte, Hirse und weitere Proteinpflanzen vorverarbeiten um bioregionale pflanzliche Proteine attraktiv für die Außer-Haus-Verpflegung (AHV), Verarbeitungsbetriebe und den Endverbraucher bereitzustellen. Ziel ist es, die regionale Wertschöpfung zu stärken, inklusive Arbeitsplätze zu schaffen und Beiträge zu Ernährung, Klimaschutz und Biodiversität zu leisten. Kernbausteine sind der Aufbau einer Verarbeitungswerkstatt, die enge Kooperation mit lokalen Bioland-Betrieben aus Wiernsheim und Umgebung sowie die Einbettung in die Bio-Musterregion Enzkreis. Darüber hinaus werden Mehrwegverpackungen entwickelt, innovative Rezepturen erprobt und praxisnahe Bildungsangebote, wie Informations- und Kochveranstaltungen für Kantinen und andere Gastroeinrichtungen sowie Kinder- und Erwachsenenbildung angeboten. Die Logistik wird durch digitale Tools gemeinschaftlich organisiert, um die Kunden zuverlässig zu beliefern. Zudem werden Erfahrungsberichte, hilfreiche Informationen und ein Leitfaden für die Verarbeitungsprozesse erstellt.
Fairkostbar
Das Umsetzungsprojekt 'Fairkostbar' stärkt die Nahversorgung, regionale Wirtschaftskreisläufe und das Engagement in der Projektregion. Im Mittelpunkt stehen 24/7-SB-Hofläden mit Smart-Store-Technologie, die keine Automaten sind, sondern begehbare Verkaufsräume. Dabei werden gezielt leerstehende Hofläden wiederbelebt, sodass bestehende Infrastruktur erhalten bleibt und neue Versorgungsorte entstehen. Kundinnen und Kunden können diese Hofläden rund um die Uhr betreten und selbstständig einkaufen. Ergänzend werden Food-Locker in den SB-Zonen der Sparda-Bank Berlin eingerichtet, die zusätzliche Abholmöglichkeiten schaffen. Über eine eigene App werden Hofläden und Food-Locker digital verknüpft. Sie ermöglicht Bestellung, Bezahlung sowie den Austausch innerhalb der Community, die Organisation gemeinsamer Aktivitäten und die Bewerbung von Bildungs- und Gesundheitsangeboten. Regionale Coaches und Fachreferenten stellen hier ihre Formate ein und erhalten Sichtbarkeit im ländlichen Raum. Mitglieder profitieren von Zugang zu Kursen und Vergünstigungen bei Veranstaltungen. Zur Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe werden Erzeuger und Verarbeiter aktiv eingebunden. In Kooperation mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung entsteht ein ressourcenschonendes Logistikkonzept. Die Partner Ostwerk GmbH und Sparda-Bank Berlin eG bringen Standorte, Reichweite und Netzwerkarbeit ein, während SmartStore24 die technologische Umsetzung begleitet. Ein begleitendes Monitoring stellt sicher, dass Nutzung, Beteiligung und ökologische Wirkung erfasst werden. Die Ergebnisse werden dokumentiert und in einem Transferhandbuch aufbereitet, sodass eine Blaupause für weitere Standorte in Brandenburg und andere Regionen in Deutschland entsteht. Zur Verstetigung dienen ein solidarisches Mitgliedschaftsmodell, ein Provisionsmodell für Hofläden und Produkte sowie Kooperationen mit Unternehmen, die Mitgliedschaften als Benefit finanzieren und damit zugleich ihre Nachhaltigkeitsziele unterstützen.
Vollmobile Schlachtung Schaf/Ziege
In dem Verbundprojekt geht es um die Entwicklung und den Pilotbetrieb einer vollmobilen Schlachteinheit für kleine Wiederkäuer. Damit schafft es eine praxistaugliche Lösung für kleine Direktvermarkter, die bislang keine tiergerechte und wirtschaftliche Schlachtmöglichkeit haben. Bislang fehlen im Landkreis Goslar schlanke, tierwohlgerechte Schlacht- und Verarbeitungswege für kleine Wiederkäuer. Teilmobile Verfahren scheitern in der Fläche an zeitkritischen Transporten; ein biozertifizierter Schlachtbetrieb ist im Landkreis nicht verfügbar. Das Projekt entwickelt eine vollmobile Schlachteinheit (PKW-Anhänger) für Schafe und Ziegen mit integrierter Kühlung und Ausstattung bis zur Fleischbeschau. Die komplette Prozesskette findet direkt am Hof statt – ohne Eiltransport zum Schlachthof. Der Prototyp wird gemeinsam von Kommune Zukunft und Uria e. V. realisiert und in einem Pilotbetrieb mit Betrieben der Region getestet. Das Vorhaben adressiert Tierwohl (Stressreduktion), kurze Wertschöpfungsketten (Direktvermarktung, Gastronomie und Außer-Haus-Verpflegung) sowie regionale Resilienz. Ziel ist die Übertragbarkeit auf andere ländliche Regionen mit ähnlichen Strukturen. Langfristig soll die Lösung auf weitere Tierarten angepasst werden – für eine nachhaltige Verankerung regionaler, tierwohlgerechter Verarbeitungsstrukturen über den Pilotraum hinaus.