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BahnHofladen Rottenbach – regionales Mehrfunktionshaus im Bahnhofsgebäude Rottenbach
Im leerstehenden, durch die Stadt Königsee sanierten Bahnhof von Rottenbach in Thüringen entsteht ein BahnHofladen für regionale Produkte, Service- und Beratungsangebote (z.B. ein Bürgerservicebüro), ein Imbiss sowie ein Café als Begegnungsort. Ziel ist es, durch den BahnHofladen Rottenbach ein Angebot der regionalen Nahversorgung zu schaffen und zentrale Dienstleistungen gebündelt anzubieten. Angestrebt wird eine hohe Prozess- und Gestaltungsqualität. Diese soll in erster Linie dem Projekt selbst zu Gute kommen, aber durch den modellhaften und innovativen Charakter im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen als Anschauungsbeispiel dienen. In diesem Kontext können die Ergebnisse in den IBA Präsentationsjahren 2019 und 2023 einem überregionalen und internationalen Publikum vorgestellt werden. Die Entwicklung des BahnHofladen Rottenbach zeigt, inwiefern ein bislang untergenutztes oder auch leerstehendes Bahnhofsgebäude einen Mehrwert für die Bevölkerung generiert. Der BahnHofladen hat eine zentrale Lage im Ortszentrum und stellt einen vergleichsweise stark frequentierten Ort dar. Eine Nutzung als Mehrfunktionshaus und damit die Bündelung wichtiger Nahversorgungs- und Dienstleistungsangebote bietet sich daher an.
Bau eines Gartenhauses
Ein Gartenhaus wird als Kommunikations- und Schulungsmittelpunkt für Geflüchtete errichtet, teilweise in Zusammenarbeit mit den Geflüchteten. Das Gartenhaus wird als Treffpunkt für das 'Dienstags-Café' mit Geflüchteten und der einheimischen Bevölkerung, für Schulungen (z.B. zum Thema 'Anbau und Verwertung einheimischer Pflanzen') und für gemeinsame Grillnachmittage genutzt.
Unterstützung von jungen Geflüchteten
Junge Geflüchtete werden bei Behördengängen, alltäglichen Problemen (z.B. Arztterminen), Bewerbungen auf Lehrstellen, Wohnungssuche und -einrichtung sowie bei Bedarf auch finanziell unterstützt.
Multikultureller Begegnungschor
Ein multikultureller Begegnungschor wird in Duderstadt (LK Göttingen) ins Leben gerufen und langfristig etabliert. Die Motivation der deutschen TeilnehmerInnen liegt dabei hauptsächlich im Kennenlernen anderer Kulturen und der Möglichkeit, Unterstützung bei der Integration zu leisten. Der Chor eröffnet die Möglichkeit des Kontaktes und Austausches zwischen Deutschen und Geflüchteten.
Geflüchtete und Dorfbewohner bestellen gemeinsam einen Gemüseacker
In einem gemeinschaftlichen gärtnernerischen Projekt kommen Geflüchtete, Dorfbewohner und andere Beteiligte miteinander ins Gespräch und bestellen gemeinsam einen Gemüseacker. Die eingebrachte Ernte dient der Selbstversorgung der Teilnehmenden und den gemeinsamen Koch-Events.
Ausgemusterte Garage wird zu Fahrradwerkstatt
Mit der Einrichtung einer Fahrradwerkstatt unter Mithilfe von Geflüchteten wird ein Angebot zur Selbsthilfe geschaffen. Die Eröffnung wird mit einem Fest gefeiert. Hier reparieren die Geflüchteten ihre Fahrräder unter Anleitung selbst. Auch Workshops zu Beleuchtung, Reifenreparatur, Achter-Beseitigung und Schaltungseinstellung werden durchgeführt. Begleitend hält die Polizei einen Vortrag über Verkehrsregeln und trainiert diese mit einer Gruppe auf ihrem Verkehrsübungsplatz. Durch die größere Mobilität sind die geflüchteten Menschen besser in das Gemeindeleben eingebunden. Mit Fahrrädern haben sie die Möglichkeit, zur Arbeit, aber auch zu Veranstaltungen, Kino, Sportvereinsterminen, Arztbesuchen, Verwaltungsterminen usw. zu kommen und sich auf diese Weise zu integrieren.
Unternehmungen mit gemischten Gruppen aus Geflüchteten und Alteingesessenen
Zum besseren gegenseitigen Kennenlernen von Geflüchteten und Alteingesessenen werden verschiedene Unternehmungen mit gemischten Gruppen durchgeführt. Unter anderem erfolgen gemeinsame Besuche von Museen, Wildpark und Theater sowie ein Minigolf-Turnier. Darüber hinaus werden gemeinsame Feste gefeiert.
Begegnungstanzen für Frauen
Das Projekt Begegnungstanzen setzt auf Kennen- und Verstehenlernen sowie Teilhabe für Frauen als gelebte Integration im ländlichen Raum. Darüber hinaus beschäftigt sich das Projekt mit den Themen Austausch untereinander und Sprachförderung. Gemeinsam mit einer syrischen Tanzlehrerin wird Asylbewerberinnen ein wöchentliches Angebot für internationale/ folkloristische Tänze zur Verfügung gestellt. Die Migrantinnen zeigen sehr großes Interesse am Austausch mit deutschen Frauen und daran, die deutsche Sprache anzuwenden. Über das Frauenprojekt sind nun auch ganze Familien beteiligt und interkulturelle Freundschaften entstehen.
Verbesserung des Zusammenlebens und der Akzeptanz zwischen Einheimischen und Geflüchteten
Durch zwei Arbeitsprojekte sollen das Zusammenleben und die Akzeptanz zwischen Einheimischen und Geflüchteten gesteigert werden.
Garten der Begegnung mit Fahrradwerkstatt und Gartenhaus
Getragen durch bürgerschaftliches Engagement wird der 'Garten der Begegnung' umgesetzt. Der Garten wird von einer dauerhaft arbeitenden Projektgruppe aus Geflüchteten und Einheimischen gemeinsam errichtet und langfristig betrieben. Hauptaufgaben sind der Umbau eines Schuppens zu einer Fahrrad-Werkstatt, der Bau eines Gartenhauses, die Umgestaltung des Außengeländes zu einem Garten sowie dessen Aufbau und Bepflanzung. Daneben werden Spielenachmittage, jahreszeitliche Feste, Fußballturniere, Ausflüge auf Fahrrädern und Besuche von Vereinen in der Umgebung durchgeführt. Die Zusammenarbeit zwischen Geflüchteten und Einheimischen im Projekt führt zu einer Begegnung auf Augenhöhe, da alle Lernende sind. Die gemeinsam gefeierten Feste führen Bevölkerung und Geflüchtete zusammen.