Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

Zurück in die Welt – Netzwerke für Kulturarbeit

Das Vorhaben gibt Impulse für neue, künstlerische Projekte für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dies ermöglicht vor allem durch genreübergreifendes Arbeiten und die Bildung von Netzwerken ein künstlerischer Austausch zwischen unterschiedlichsten Menschen, damit neue feste Strukturen wachsen können. Es werden mit Grundschülerinnen und -schülern theaterpädagogische Projekte an drei verschiedenen Orten durchgeführt, welche gemeinsam von Fachkräften der Theater- und Heilpädagogik sowie Jugendlichen im Alter von 18 bis 25 Jahren geleitet werden. Dadurch wird das Konzept 'Jugend berät Jugend' erlebbar. Zusätzlich werden Plattformen geschaffen, welche direkte Begegnungen zwischen bereits beteiligten Schülerinnen und Schülern und Interessierten ermöglichen. Die Erarbeitung von Vorschlägen für Orte und Formen der Begegnung sowie die Planung und deren Gestaltung wird dabei von den Jugendlichen selbständig übernommen werden. Zudem wird ein Konzept für die Sozialen Medien umgesetzt, so dass sich interessierte Jugendliche auch über diese Kanäle austauschen können. Das Gesamtprojekt bietet den Teilnehmenden die Chance, sich kulturell zu öffnen und zu informieren, Vorurteile gegenüber Fremden abzubauen, Kulturarbeit in ihrem ganzen Umfang kennen zu lernen, selbst aktiv mitzugestalten und sich weiterzubilden. Ortsansässige Vereine werden in die einzelnen Projektabschnitte direkt eingebunden.

Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

Kulturregion-Kultur³ - Vernetzung von Kulturschaffenden

Ziel des Projektes 'K3 Kulturregion Aller-Fuhse-Aue' ist es, die im Rahmen des transnationalen LEADER-Projektes 'Time for interaction' begonnene Zusammenarbeit der Kooperationspartner FlotART e.V., Kunstspirale e.V. und Kulturhaus Wienhausen (Klostergemeinde Wienhausen) fortzusetzten und durch ein umfangreiches Angebot an kultureller Teilhabe, Mitgestaltung, Beratung, Begegnung und Vernetzungsmöglichkeiten zu ergänzen. Dabei werden Teilprojekte umgesetzt, die zunächst den eigenen Standort stärken und in einem weiteren Schritt auf andere Standorte übertragen werden. Wesentlich ist dabei die Integration neuer Zielgruppen wie beispielsweise Demenzerkrankte und Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler. Das geplante Teilprojekt für Demenzerkrankte und deren Familien wird unter anderem auch die Qualifizierung Ehrenamtlicher beinhalten. Für die jungen Kreativen wird im Kulturhaus Wienhausen eine erste Ausstellungsmöglichkeit geschaffen. Außerdem wird eine Kulturservicestelle errichtet, um die Kulturschaffenden in der Region zu vernetzen und zu unterstützen. Auch wird das seit 2018 bestehende Angebot der K3-Sommerakademie weiter ausgebaut. Die Workshops der Sommerakademie zeichnen sich durch ein breites Themenspektrum aus und richten sich vorzugsweise an Teilnehmende ohne Vorkenntnisse. Durch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit wird außerdem, sowohl für die gemeinsamen als auch die standortgebundenen Teilprojekte, überregionale Aufmerksamkeit erzeugt.

Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

LANDQULTOUR

Das Projekt zielt darauf ab, Hemmschwellen und Berührungsängste gegenüber zeitgenössischen Kunstformen in der Uckermark im ländlichen Brandenburg abzubauen. Im Rahmen des Projektes wird die Teilhabe an neuen Kunstprojekten einem großen Personenkreis ermöglicht und dafür Formate entwickelt, die nicht an die etablierten Kulturstandorte gebunden sind. Auf dem PKW-Promotionsanhänger der kleinsten Kunsthalle Brandenburgs, der je nach Anforderung als Konzertzimmer oder Bühne umgebaut wird, entstehen Kunst-, Konzert- und Musiktheaterformate, die in besonderer Weise zur Vermittlung im öffentlichen Raum geeignet sind. Ein wichtiges Merkmal ist die Niedrigschwelligkeit der Produktionen, die jedermann zugänglich sind und sich in ihrer Kürze oder in der Anpassung an die jeweilige Umgebungssituation auszeichnen. Es werden jährlich mindestens drei Produktionen durch die Künstlergruppe Quillo erarbeitet und an jeweils mindestens 10 Orten im Landkreis Uckermark präsentiert. Mit dem Vorhaben werden mindestens 60 Aufführungen veranstaltet und 6.000 Zuschauer aus dem ländlichen Umfeld durch das Projekt erreicht. Ein weiteres Ziel ist es zudem, mindestens 15 neue Landkultur-Standorte in der Uckermark zu generieren und mindestens fünf weitere Standorte in angrenzenden Landkreisen zu erproben.

Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

Kulturerbe-Netzwerk zur Stärkung der regionalen Identifikation

Das Vorhaben entwickelt ein 'Kulturerbe-Netzwerk Sachsen-Anhalt', das den Austausch und die Vernetzung zwischen Kulturakteurinnen und –akteuren ermöglicht. Darin werden die Kompetenzen der Vereine zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des kulturellen Erbes vereint. Die vorhandenen Solidargemeinschaften in den Dörfern werden durch das Wissen über das gemeinsame kulturelle Erbe weiter gestärkt sowie dazu ermutigt, neue Initiativen zu gründen. Das ermöglicht, die von den Vereinen getragenen Kultureinrichtungen im Ort weiter zu entwickeln und durch intergenerative und interkulturelle Angebote neue Personengruppen anzusprechen. Der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e. V. möchte die Bevölkerung dazu ermächtigen, ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Visionen weiterzugeben, um diese vor Ort und in der Region zu nutzen. Der Nutzen für die Region besteht darin, dass mit einer durch das Projekt immer stärker werdenden Bürgerbeteiligung das Wissen um das vorhandene Kulturerbe gestärkt wird und gute, wenig bekannte Modellbeispiele zu deren Erhalt auf andere Regionen übertragen werden, damit zukünftig die Identifikation der Einwohnerinnen und Einwohner mit ihrer Region gestärkt wird.

Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

Music-Cultures of the World - Zentrum für kulturelle Integration

Die Thüringer Landesmusikakademie in Sondershausen ist ein Musikzentrum mit regionaler, landesweiter und internationaler Ausstrahlung und eine zentrale Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätte für Musikausübende des Laien- und professionellen Bereichs in Thüringen. Als neues Projekt der Akademie entsteht ein Zentrum für kulturelle Integration. Zentrales Anliegen dieses Zentrums ist es, die Begegnung von Kulturen und damit von Menschen zu ermöglichen, zu verfolgen und zu verstehen. Zielgruppen sind deshalb sich in Thüringen aufhaltende Geflüchtete und Migranten aller Altersgruppen, die sich in der Kultur ihrer Herkunftsländer ausleben und ausdrücken wollen. Darüber hinaus wird Gästen aus der Thüringer Musikszene die Möglichkeit gegeben, gemeinsame Musikveranstaltungen als Begegnungen zu veranstalten und damit zur Bereicherung der eigenen, musikalischen Arbeit beizutragen sowie gegenseitige Kontakte herzustellen. Und schließlich erfährt das Akademiefortbildungsprogramm für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Pädagoginnen und Pädagogen sowie kulturelle Leitungskräfte eine Bereicherung, weil Musikkurse zu dieser Thematik ungleich authentischer durchgeführt werden können. Dazu finden zunächst Tageskurse statt, die später erweitert werden. Auch Ferienangebote im Sommer sind vorstellbar. Neben den zu erwartenden, langfristigen, positiven Effekten des integrativen Projektes, sind kurzfristig das Kennenlernen, Kommunizieren und die gemeinsame Kreativarbeit lohnenswerte Ziele. Während es deutschlandweit derartige Begegnungs- und Inspirationsorte schon gibt, wird ein solches Angebot im Kulturland Thüringen bislang vermisst.

Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

Kindball – Märchenballett

In diesem Vorhaben stellt der Verein 'Westallgäuer Musik- und Kulturfreunde e. V.' Kultur und klassische Musikinszenierungen mit Kindern im ländlichen Raum dar. Gemeinsam mit über hundert Kindern und Jugendlichen aus Scheidegg und Umgebung wird das Märchen Aschenputtel als Ballett inszeniert. Dadurch erhalten die Kinder u. a. einen spielerischen Zugang zu eher als schwierig und anspruchsvoll eingeschätzten Kunstformen der Klassik und des klassischen Balletts, üben sich an szenischen Darstellungen und lernen sich selbst als die zukünftigen Profis kennen. Doch die Inszenierung hat nicht nur für die beteiligten Kinder und Jugendlichen einen großen Mehrwert. Scheidegger BürgerInnen und Gäste sowie generell die ländliche Bevölkerung können für wenig Eintrittsgeld ein kurzweiliges Kinderklassikballett – ohne lange Fahrt in weit entferne Opernhäuser – besuchen.

Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

FLIO - Frauen Leben in Ostfriesland

Das Vorhaben 'Modellregion FrauenLeben in Ostfriesland' zeigt historisch, aktuell und perspektivisch das Leben der Frauen im Wandel der Zeit, um die Themen Landflucht, demographischer Wandel und Fachkräftemangel aus diesem Blickwinkel zu verstehen und Gegenimpulse zu setzen. Es ist ein kulturelles Vernetzungsprojekt im ländlichen Raum mit Beispielcharakter und aus dem Runden Tisch 'FrauenLeben in Ostfriesland; gestern – heute – morgen' hervorgegangen. Dieser wurde 2014 auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten der Städte Aurich, Emden, Leer und Norden gegründet und setzt sich aus kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sowie Vertreterinnen von Kultur-, Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen aus der Region zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, das Thema Frauenleben kulturell, wissenschaftlich, touristisch und didaktisch aufzubereiten, darzustellen und allgemein zugänglich zu machen. Mit dem verstärkten Einbinden der vielfältigen Kompetenzen von Frauen, deren Fachwissen sowie deren Alltagserfahrungen, die bisher kaum oder wenig genutzt wurden, wird ein konstruktiver Beitrag geleistet. Gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus Kommunen, Vereinen, Fachverbänden und kulturellen Institutionen will die Ostfriesische Landschaft, gemeinsam mit den Netzwerkpartnerinnen und -partnern, Konzepte entwickeln, welche für die großen Herausforderungen auf der Ostfriesischen Halbinsel neue Aspekte und Impulse bieten.

Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

Kulturwerkstatt Kircheib

Mit dem Vorhaben wird der Grundstein für die nachhaltige Etablierung eines kleinen, regionalen Zentrums zur Verbreitung und Vermittlung der Künste gelegt. Es werden sieben bis neun größere Veranstaltungen pro Jahr organisiert und durchgeführt, z. B. Lesungen, Konzerte oder Vernissagen. Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist die kulturelle Bildung, die Kulturvermittlung sowie der Austausch überregionaler und internationaler Kulturproduzierender mit regionalen Kulturinteressierten. Die Veranstaltungen werden von Einführungen, Workshops und Gesprächen gerahmt. Des Weiteren wird eine Künstlerresidenz ausgeschrieben und eine kleine Sommerakademie mit verschiedenen Workshopangeboten im Bereich der ästhetischen Bildung veranstaltet. Damit trägt das experimentelle Projekt zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur in der Region Westerwald bei. Ziel ist es die 'Kulturwerkstatt Kircheib' auf lange Sicht nachhaltig als kulturelle Institution zu etablieren.

Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

Familiengeschichten - Jüdisches Leben

Im Dokumentationszentrum 'Familiengeschichten – Jüdisches Leben in Colmberg' werden die Lebensbedingungen des mittelfränkischen Landjudentums seit dem Dreißigjährigen Krieg exemplarisch anhand von Familiengeschichten wie beispielsweise die der Vorfahren von Billy Joel oder Arno Hamburger erzählt. Das Dokumentationszentrum wird sich im Gebäude der örtlichen VR-Bank befinden. Das von einer Historikerin erstellte Grobkonzept sieht die Realisierung eines Inforaums mit 'Hörbar' und 'Stammbaum-Kino' vor. Die Gestaltung des Dokumentationszentrums wird flexibel gehandhabt, sodass der Raum auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Ein Stadtplan mit Hinweisen zu Lage und Aussehen der Synagoge sowie den Häusern der jüdischen Familien lädt zu einem Spaziergang durch Colmberg ein.

Kultur in ländlichen Räumen

30.07.2026

Kunststrom Kraftwerk

Mit dem Vorhaben wird ein leerstehendes Kohlekraftwerk im brandenburgischen Luckenwalde in ein Kunststrom Kraftwerk umgewandelt und eine ganze Region mit Kultur, Kunst und Kunststrom versorgt. Das Projekt steht ganz im Zeichen von kreativen Energien. Das alte Kraftwerk bietet mit seinen architektonischen und räumlichen Voraussetzungen ideale Bedingungen. In der Turbinenhalle wird ein Kulturzentrum entstehen und das original erhaltene Kesselhaus einen Energie-Campus beherbergen, der als Plattform für die zukünftigen Herausforderungen im Energiesektor dienen wird. Die E-Factory im Seitenflügel bietet zudem Platz für Offene Werkstätten, Ateliers und Studios und trägt zur Vernetzung bei. Außerdem werden die Stromproduktion durch Skulpturen, die Energie erzeugen, sichergestellt, welche dann als Kunststrom durch das Stromnetz fließt, um so Luckenwalde mit anderen innovativen Projekten in ländlichen Regionen zu verbinden. Weiterhin werden die Nachtspeichermodule 'Grenzpunkte' als Prototypen von Schlafplätzen für Gäste des Kunststrom Kraftwerks gestaltet. Sie werden gemeinsam von Kunstschaffenden und Menschen vor Ort unter der Fragestellung entworfen, wie wir in Zukunft leben wollen. Dabei wird zudem modellhaft untersucht, wie die identitätsstiftende Vergangenheit eines Ortes mit einer innovativen künstlerischen Perspektive verknüpft werden kann. Die vielfältigen Teile des Kunststrom Kraftwerks mit ihrer künstlerischen Herangehensweise schaffen einen lebendigen Ort der kulturellen Teilhabe. Die Kunst kann Energie freisetzen und damit eine ganze Region beleben.