Digitalisierung auf dem Land

13.03.2026

VIBS (a) – Vorpommersches Informations- und Buchungssystem

Das Projekt stellt sich der Herausforderung, dass touristische Angebote im ländlichen Raum oftmals sehr kleinteilig und eher unregelmäßig verfügbar sind – nicht zuletzt, weil viele Anbieter nebengewerblich tätig sind. So bleiben selbst die tollsten Angebote 'Geheimtipps', die leider nur von wenigen Menschen genutzt werden. Eine bessere Sichtbarkeit und einfache Buchung lassen sich über das Internet erreichen, waren bisher aber für Klein- und Kleinstanbieter im touristischen Bereich viel zu teuer und aufwendig. Das im Rahmen des Projekts entwickelte System bietet nun allen Anbieterinnen und Anbietern die Möglichkeit, ihre Angebote und Ressourcen (Mitarbeiter, Leihobjekt oder Sitzplatz) digital zu verwalten und einfach online buchbar zu machen. Durch die Vernetzung können einzelne Angebote sogar miteinander kombiniert werden – entweder durch die Anbieterinnen und Anbieter selbst, eine regionale Agentur oder durch die Kundinnen und Kunden. VIBS stellt sowohl eine eigene Webseite als auch sogenannte 'Widgets' – kleine interaktive Bildschirmelemente – bereit, die in Webseiten anderer Anbieterinnen und Anbieter sowie von Tourismusvereinen integriert werden können.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

Kultur Bewegt Heimat

Das Projekt veranstaltet regelmäßige, über das Jahr verteilte, modellhafte Kulturaktionen. Dazu fahren zwei behindertengerecht ausgebaute Kulturbusse durchs Land. Sie laden zum Mitfahren ein und bringen Kunstschaffende sowie Besucherinnen und Besucher zu jenen Orten, die durch menschliche Bedeutungszuweisung und Wahrnehmung zu Kulturorten werden. Dazu werden unterschiedliche Kulturveranstaltungen durchgeführt, die von den Kulturbussen angesteuert werden. Diese Veranstaltungen behandeln die Themen Heimat, Identität, Selbstbewusstsein, Umgang miteinander, Achtung des Anderen, partizipativer Austausch und Kommunikation durch künstlerisches Schaffen und kulturelle Handlungsformen der Zivilgesellschaft, die in ihrem sinnstiftenden Charakter sowohl individuelle Persönlichkeitsentwicklung fördern als auch den kollektiven Freiheits- und Gemeinschaftsgeist formen. Zum Besuch des Kulturbusses sind alle Bewohnerinnen und Bewohner der Region eingeladen.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

kuhoka - Kulturhof Kalbe

Mit dem Umbau und der Sanierung des Kulturhofes wird in Kalbe ein Ort der generationenübergreifenden, internationalen und kulturellen Begegnung geschaffen. Mit verschiedensten Angeboten bietet er Menschen jeden Alters und jeder Nationalität eine Möglichkeit des kulturellen Ausdrucks und Austausches. Von hier aus strahlt kulturelles Leben in die gesamte Stadt und Region hinaus. Dies macht Kalbe lebenswerter und den Standort attraktiver sowohl für die jetzt hier Lebenden als auch für Menschen, die einen lebendigen Ort im ländlichen Raum zum Leben und sich Heimisch-fühlen suchen. Gezielt werden die Angebote niedrigschwellig gehalten, damit sich die gesamte Bevölkerung eingeladen fühlt, den Kulturhof zu nutzen - sei es in Richtung des Kulturkonsums oder die der Kulturproduktion. Im Vorderhaus finden Workshops und Seminare mit kleinen Gruppen statt, die dort entstehenden Wohnungen dienen aber auch der Unterbringung von Zielgruppen, die ohne diese keine Angebote nutzen könnten. Hier werden Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sowie eine Stipendiatenwohnung untergebracht. Kindern und Jugendlichen wird es so möglich, im ländlichen Raum an kulturellen Workshops teilzunehmen. Nationale und internationale Akteure im Kultur- und Kunstbereich erhalten die Möglichkeit, Kalbe zu entdecken und sich in die soziale Struktur der Künstlerstadt einzubringen.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

Tanzprojekt Hoyerswerda

Das Vorhaben präsentiert, mittels einer spartenübergreifenden, multimedialen Inszenierung eine Momentaufnahme des derzeitig vorherrschenden Lebensgefühls zum Thema Wegzug aus der Region. Es wird ein Tanzstück mit 65 Amateurtänzerinnen und –tänzern entwickelt und im Rahmen von fünf Aufführungen vorgeführt. Basis des Tanzstücks ist der persönliche Umgang mit dem Thema soziale Vereinsamung im Kontext mit dem Wegzug aus der Region. Ab April 2019 vermitteln Trainingseinheiten die Grundlagen des modernen Tanzes, anschließend werden choreographische Szenen mit den Tänzerinnen und Tänzern erarbeitet. Ab Mai 2019 finden die Erarbeitung der Bühnenchoreographie und erste Proben der einzelnen Szenen statt. Im Zeitraum April-Mai 2019 werden mehrtägige Dreharbeiten durchgeführt. Das Videomaterial aus Impressionen der Stadt, Luftaufnahmen und vereinzelte Tanzszenen wird als Einspieler für das Bühnenstück genutzt. Ab Mai 2019 sind Bürgerflashmobs und tänzerische Einlagen auf öffentlichen Plätzen geplant. Das Bühnenstück wird im November 2019 fünfmal aufgeführt. Begleitet werden die Aufführungen von einem Cello-Konzert und einer Kunstinstallation.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

Ein Dorf singt

Das Projekt vereinigt Menschen aller Alters-, Bildungs- und sozialer Schichten, die Freude am gemeinsamen Singen haben. In diesem Chor wird nicht nur gemeinsam auf das Ziel eines Konzertes hingearbeitet, es gibt auch viel Raum für zwischenmenschliche Begegnungen, sei es vor und nach der Probe oder bei Ausfahrten, Vereinsfesten und anderen, gemeinsamen Aktivitäten. Das Besondere an diesem Vorhaben ist, dass die meisten Sängerinnen und Sänger tatsächlich aus den umliegenden Dörfern kommen und die Konzerte in diesen Dörfern stattfinden. Nicht die Landbevölkerung reist in die Kulturmetropolen, sondern die Hochkultur hält Einzug auf dem Dorf. Zusätzlichen Anreiz bekommt das Vorhaben durch die Mitwirkung eines professionellen Sinfonieorchesters und professioneller Solisten. Der gemeinsame Auftritt mit den Profis und die Reaktionen des überregionalen Publikums wird das Selbstwertgefühl aller Mitwirkenden steigern und eine positive Dynamik in den Dorfgemeinschaften auslösen.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

KulturRING Demmin

In Demmin gibt es keine feste Kulturinstitution, somit fehlt Raum und Nährboden, um vorhandene Potenziale zu professionalisieren und zu verknüpfen. Ziel des Verbundprojektes ist es, ein regionales Kulturnetzwerk KulturRING und eine Datenbank mit Kultur- und Kreativschaffenden aufzubauen. Durch die bessere Vernetzung werden Kooperationen leichter ermöglicht, Synergien geschaffen und bestehende Initiativen in ihren Aktivitäten gestärkt und zu weiteren Angeboten ermutigt. Der Saal des Lübecker Speichers wird eine bessere Ausstattung, insbesondere eine Heizmöglichkeit zur ganzjährigen Nutzung erhalten. Projekte mit den Schwerpunkten Kunst im urbanen/öffentlichen Raum, Kunst im/am/auf dem Wasser und Kunstteilhabe im Alter werden durchgeführt. Den Projektabschluss bildet 2022 eine große Vereins- und Aktivenbörse in Demmin, um Anschlussperspektiven zu erarbeiten.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

HOF - Heimatfestival Oderbruch

Das Projekt HEIMATFESTIVAL ODERBRUCH trägt beispielhaft die Idee der Werkstatt ländlicher Kultur in die sogenannten Heimatstuben: Künstlerinnen und Künstler aus der Region werden gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern mit den Sammlungen der Heimatstuben aus fünf Dörfern der Region arbeiten, sie neu interpretieren, ergänzen, eventuell auch fortschreiben. Die Ergebnisse ihrer kollektiven, künstlerisch-kulturellen Arbeit werden anschließend der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt ist eine temporäre Kunstaktion unter Federführung des Oderbruch Museum Altranft, bei dem regionale Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit Heimatstuben und/oder Dorfmuseen sowie der gesamten Dorfbevölkerung von Jung bis Alt ihre Vorstellungen und Bilder ländlicher Kultur inszenieren. Die Kunstaktion findet in den Dörfern im Oderbruch an jeweils einem öffentlich zugänglichen Ort an einem langen Wochenende im Mai 2020 statt. Sie fördert auf spielerisch-freie und attraktive Weise die Selbstbeschreibung der Dörfer als Orte des Lebens, spiegelt die Vielfalt ländlicher Handlungsperspektiven und weitet den Blick auf die Widersprüche, Grenzen und Freiräume ländlichen Lebens. Da ausgewählte Sammlungsobjekte in die künstlerische Arbeit einbezogen werden, bringt das HEIMATFESTIVAL ODERBRUCH die Heimatstuben und Dorfmuseen als Kulturakteure und -akteurinnen für die ländliche Entwicklung ins Spiel. Als Festival bietet das Kunstprojekt seinen Gästen einmalige Einblicke und Gesprächsmöglichkeiten über gegenwärtige ländliche Kultur.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

Pfarrscheune Ummendorf

Mit dem Vorhaben wird eine Pfarrscheune in eine Kultur- und Begegnungsstätte umgebaut. Die Pfarrscheune befindet sich in einem historischen Ensemble im Ortskern von Ummendorf in der Magdeburger Börde und besteht aus einer mittelalterlichen Burganlage, der Kirche, dem ehemaligen Pfarrhof und dem Heinemanns Hof, einem regionaltypischen Vierseithof. Zusammen mit der angelaufenen Realisierung des 'Multiplen Hauses' auf dem Grundstück wird in baulicher Hinsicht ein einzigartiges denkmal-geschütztes Ensemble vor dem drohenden Verfall bewahrt. Das neue Kultur- und Theaterzentrum bildet sich aus der bestehenden, westlich gelegenen Pfarrscheune sowie dem Erweiterungsneubau auf der Südseite des Grundstückes. Das Ummendorfer Pfarrgehöft war und ist ein zentraler kirchlicher und kultureller Ort des Dorfes Ummendorf. Das Nutzungskonzept sieht vor, den wichtigen Vereinen im Dorf, vor allem dem Theater- und dem Brauchtumsverein, ein ganzjährig nutzbares Domizil zu geben. Mit dem Investitionsvorhaben werden in enger Kooperation mit der Grundschule außerdem dauerhafte vielfältige schulische und außerschulische Angebote im musikalischen, künstlerischen und handwerklichen Bereich multifunktional nutzbare Räume bereitgestellt. Zudem steht mit der neuen Begegnungsstätte den Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinde erstmals nach Jahrzehnten wieder eine Räumlichkeit für Feiern zu Verfügung.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

Speierhaus - Zentrum "Landjudentum"

Im Rahmen des Vorhabens wird ein Zentrum zur Geschichte des Landjudentums im Dorf Angerod errichtet, in welchem früher 42 Prozent der Bevölkerung jüdischen Glaubens waren. Angerod dient damit als Beispiel für ein wenig bearbeitetes Thema deutscher Geschichte. Museen in größeren Städten stellen vor allem die Geschichte von bürgerlich-städtischen Jüdinnen und Juden dar, dabei lebten zahlreiche Menschen auf dem Land. Im Verlauf des Projektes wird ein Denkmal der Geschichte, zum Anfassen und Begehen entstehen. Ort des Zentrums wird das 1845 errichtete Wohnhaus der jüdischen Familie Speier. Zielgruppe der Erinnerungsstätte sind vor allem Schulklassen und Konfirmandengruppen. Auf Grundlage einer entstehenden Dokumentation über das jüdische Leben in Angerod und Umgebung werden Kurzfilme und Erklärstücke entwickelt. Per Tablet informieren sich die Besucherinnen und Besucher dann über das Zusammenleben von Menschen mit jüdischem und christlichen Glaubens im Dorf, Antisemitismus, Toleranz und Intoleranz. Zum Start im Sommer 2020 werden etwa 15 Kurzfilme unter anderem zu den Themen Religion, Wirtschaft, Schulbildung und Familienleben präsentiert. Zudem wird eine Foto-Dokumentation der Haussanierung, Informationen über die Familie Speier und die anderen Orte jüdischen Lebens in der Region erstellt. Auch auf der Internetseite des Speierhauses werden Informationen zum Haus und zur Familiengeschichte von jüdischen Vogelsbergern veröffentlicht.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

Heimat Fichtelgebirge reloaded

Das Vorhaben 'Heimat Fichtelgebirge reloaded' erschließt das Fichtelgebirgsmuseum, Bewahrungsort des materiellen und immateriellen Kulturerbes der Region, für die schwierig erreichbare Bevölkerungsgruppe im Alter um die 20 Jahren. Dazu werden zunächst durch Ansprache der Kooperationspartnerinnen und -partner in Social Media, durch Werbemittel und öffentliche Einladung Jugend-Akteure gewonnen und Aktionsgruppen gebildet. Die Aktionsgruppen entwickeln neue Kulturformate, die auf die Lebenswirklichkeit von jungen Erwachsenen auf dem Land abgestimmt sind und machen diese öffentlich. Dies erfolgt in vier Aktivierungsworkshops zu den Themen Sprache (Fichtelslam), Volksmusik (Fichtelstadl), Kulinarik (Fichtelfood) und Lifestyle (Fichtelmade), auf denen Ziele formuliert und Initialveranstaltungen gemeinsam geplant werden. Die Ergebnisse werden öffentlich auf SocialMedia-Plattformen dokumentiert, um auf diese Weise Aufmerksamkeit zu erzielen und weitere Vernetzungspartnerinnen und -partnern zu gewinnen. Das Fichtelgebirgsmuseum stellt für die Dauer des Projektes Personal für die Koordinierung, Betreuung und Abwicklung zur Verfügung. Ab Frühjahr 2020 stehen eine Freiluftveranstaltungsfläche und eine, mit den Jugendlichen neu geschaffene, 'Fichtel-Lounge' zur Verfügung. Es entsteht ein Treffpunkt mit einem Ambiente, das die Jugendlichen zum Verweilen und Diskutieren einlädt. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die neu geschaffenen Kulturformate, die aus den Initialveranstaltungen hervorgehen, gemeinsam mit den Akteursgruppen weiterentwickelt und über das Projekt hinaus fortgeführt.