Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Merzenich im Wandel: Open Data als Schlüssel zur Dorfentwicklung der Zukunft 

Das Projekt nutzt die systematische Aufbereitung offener Daten, um im Zuge der bevorstehenden Dorfentwicklung in Merzenich – angestoßen durch den Strukturwandel im Rheinischen Revier – die besonderen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger vor Ort besser zu erfassen und in Dorfentwicklungsmaßnahmen zu integrieren zu können. Es wird ein Werkzeug in Form eines Daten-Dashboards entwickelt, welches die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung in der Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung von Beteiligungsmaßnahmen unterstützt und mit objektiv, fundierten Informationen versorgt. Vorhandene Datenbestände werden systematisch geordnet und analysiert, damit die immer größer werdenden Datenmengen genutzt werden können, um bedarfsgerechte und wirksame Entscheidungen zu treffen. Zunächst erfolgen Bestandsaufnahme und Aufbereitung der vorhandenen Datenquellen. Dann folgt eine Validierung des Dashboards zur Nutzung der Daten. Zuletzt wird ein Use Case zur konkreten Nutzung für Entscheidungen im Rahmen der Dorfentwicklung durchgeführt. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung ist dieser beispielhafte Use Case in das Projekt eingebunden. Ziel ist es, alle Bürgerinnen und Bürger in Entwicklungen ihrer Kommune zu integrieren und somit die Akzeptanz für Projekte zu erhöhen und Demokratiebildung zu fördern. Ein weiteres Ziel ist es, die systematische Nutzung durch Verknüpfung verschiedener offener Datenquellen auf andere ländliche Kommunen mit ähnlichen Herausforderungen übertragbar zu gestalten.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Haaner SC-Basis

Ziel des Projekts 'Haaner SC-Basis' ist die Erstellung eines Umsetzungskonzepts von Open Data in der Gartenstadt Haan. Hierfür werden smarte Füllstandsensoren für öffentliche Mülltonnen in der Stadt Haan auf Basis von LoRaWAN-Netzen erprobt. Die Gemeinde Haan baut ein LoRaWAN-Netz auf, um smarte Mülltonnensensoren im öffentlichen Raum einzurichten. Dabei wird der Erwerb von insgesamt 80 Mülltonnensensoren sowie die mit der Einrichtung des Sensornetzes verbundenen Dienstleistungstätigkeiten gefördert (zum Beispiel Beratungsdienstleistung, Sensorlizenzen, Visualisierung der Sensordaten). Es werden passende Standorte ausgewählt und mit Antennen ausgestattet. Dabei stellt die bergige Topographie Haans eine Herausforderung für einen optimalen, sicheren Empfang dar. Im Anschluss wird in Zusammenarbeit mit dem Betriebshof die entsprechende Sensorik ausgesucht und angebunden. Weiterhin werden die Bereiche Sicherheit, Klimaschutz und Verkehr an den weiteren Schritten des Projektes beteiligt.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

RTS-Graph

Für Rothenburg ob der Tauber ist der Tourismus von enormer Bedeutung. Mit dem RTS-Graph werden touristisch relevante offene Daten eingesetzt, um allen Mediennutzern einen intuitiven, interaktiven und attraktiven Lebensraum digital zu vermitteln. Als technische Grundlage für das beantragte Projekt dient der 'Social Knowledge Graph' (SKG), eine Open-Source-Plattform, die durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und von einem Projektverbund erstellt wurde. Der SKG nutzt künstliche Intelligenz, um komplexe und umfangreiche Informationen aufzubereiten und in leichte Sprache zu übersetzen. Im Projekt wird der sogenannte 'Rothenburg Tourismus Service Knowledge Graph', kurz: 'RTS-Graph', entwickelt, in dem alle für den touristischen Sektor relevanten offenen Daten zusammengeführt, semantisch angereichert und strukturiert dargestellt werden. Die für den RTS-Graph aufbereiteten, semantisch wertvollen Daten werden genutzt, um Bürgern und touristischen Gästen gleichermaßen einen intuitiven, interaktiven und attraktiven Lebensraum digital zu vermitteln. Im Anschluss des Pilotprojektes ist eine Übertragung des Systems in andere Sektoren hinein vorgesehen.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

Bilder des Ländlichen in der Kultur- und Kreativwirtschaft (KulturLandBilder)

Das Verbundvorhaben hinterfragt, wie selbst- und fremd zugeschriebene Bilder, Narrative und Imaginationen von Land, Ländlichkeit und ländlicher Kultur das kulturelle Leben und kreative Arbeiten in ländlichen Räumen prägen, es befördern und/oder behindern. Das Projekt untersucht diese Frage aus zwei Perspektiven: der der kultur- und kreativwirtschaftlichen Akteure und der der Nutzerinnen und Nutzer sowie der Kundinnen und Kunden. Das Projektteam analysiert dabei, wie sich Bilder von Ländlichkeit und ländlicher Kultur zwischen den beiden Gruppen unterscheiden, wie die Akteure mit möglicherweise negativen Zuschreibungen umgehen und welche Rolle Imaginationen des Urbanen und des Ländlichen für kreative Akteure in ländlichen Räumen spielen. Untersucht werden diese Fragen durch vier Fallstudien in der Kultur- und Kreativwirtschaft, die in Kooperation mit dem Projekt 'KreativLandTransfer' ausgewählt wurden. Dabei werden anhand einer Social Media Analyse zunächst Bilder und Narrationen aus dem Umfeld der Fallstudien identifiziert, bevor diese sowie ihre Auswirkungen in Experten- und Gruppeninterviews vertieft besprochen werden. Zudem werden durch lokale Workshops sowie einer begleitenden Projektdokumentation neue und eigene Bilder generiert und diskutiert. Einen weiteren Baustein nimmt der Transfer der Projektergebnisse über die Ausrichtung eines Musikwettbewerbs sowie ein Journalist in Residency Programm ein. Diese werfen neben der wissenschaftlichen Sicht eine weitere Perspektive auf Ländlichkeit und ländliche Kultur. Das Leibniz-Institut für Länderkunde e.V. befasst sich mit Bildern des Ländlichen in Kulturinitiativen an Beispielen aus Ostdeutschland (Teilprojekt). Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg befasst sich mit Bildern des Ländlichen in der Kreativwirtschaft am Beispiel der Regionen Fichtelgebirge und Schwarzwald (Teilprojekt).

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Haushaltsdaten meets SDG – Transparenz und Nachhaltigkeit im Amt Hohe Elbgeest

Im Rahmen der Förderung wird die Transparenz und Nachvollziehbarkeit öffentlicher Mittel gewährleistet. Durch die verständliche Darstellung der Daten wird die Zivilgesellschaft motiviert, einen aktiven Beitrag am Beteiligungsprozessen zu leisten. Dem kommunalpolitischen Ehrenamt dienen die Daten als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage. Auch Wirtschaft und Forschung nutzen die gesammelten Daten gut. Im Bereich der Verwaltung werden die Bereiche identifiziert, in denen Verbesserungen zur Erfüllung der SDGs möglich sind. Dies führt zu einer gezielteren Planung und Ressourcennutzung.

Regionale Wirtschaft | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

29.04.2026

Selfkant KITAs essen regional

Es wird eine möglichst flächendeckende Belieferung der Kindergärten und Kindertagesstätten in der Gemeinde Selfkant (ggf. zusätzlich auch in den umliegenden Gemeinden Waldfeucht und Gangelt) mit regionalen Lebensmitteln aus dem Kreis Heinsberg erreicht. Dazu wird in einer ersten Phase eng mit den KITAs zusammengearbeitet, um ihre Bedarfe zu ermitteln und um diese sowohl Prozess- als auch IT-seitig in das Konzept einfließen zu lassen. Des Weiteren werden weitere Produzenten für das Lieferantennetzwerk gewonnen, um eine möglichst hohe Abdeckung der Bedarfe der KITAs durch regionale Lebensmittel erreichen zu können. Die Initialisierungsphase endet mit dem Erstellen von Marketingmaterialien für Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Kinder und der Durchführung von Informationsveranstaltungen innerhalb der teilnehmenden KITAs sowie der Schaffung eines technischen Prototypens für die Belieferung der Kitas.

Regionale Wirtschaft | Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Effiziente Warenströme im Naturpark Lüneburger Heide

Der Naturpark Lüneburger Heide wird zwischen den Naturpark-Partnern, den Betrieben in der RegioApp, weiteren Händlerinnen und Händlern und der Gastronomie ein effizientes und möglichst klimafreundliches Logistikangebot entwickeln und die Nahversorgung auf dem Land stärken. Dadurch werden Erzeuger, Produzenten und deren Geschäftskundinnen und -kunden entlastet, die Vielfalt der Produktpalette in der Naturparkregion erhöht, zahlreiche Einzelfahrten gebündelt und das Klima geschützt. Der Ansatz ist konsequent partizipativ. So werden analog stattfindende Messen dem Bedürfnis der Adressierten nach direktem Austausch gerecht. Alle Geschäftstätigkeiten bleiben in der Hand der Partner. Durch das Sich-Kennenlernen wird die Basis für mögliche Kooperationen gelegt. Verkäuferinnen bzw. Verkäufer und Käuferinnen bzw. Käufer müssen keine zusätzliche Plattform pflegen. Der Austausch fördert die Identifikation mit der Region. Die Transporte, die sich aus den Messegesprächen und Kooperationen ergeben, werden mit Hilfe einer innovative Software digital gemanagt. Hierfür wird es auch Runde Tische mit Fachleuten aus Wirtschaft und Logistik geben. Der Blick über den Tellerrand zu anderen Ansätzen in der Region und in anderen Bundesländern trägt zur bestmöglichen Lösung für die Naturparkregion bei. Externe Dienstleister, auch aus dem Bereich Steuern und Unternehmensberatung, unterstützen das Projekt. Die Verzahnung von analoger und digitaler Welt erhält den Geschäftspartnern alle Handlungen ihres 'Business' und ergänzt es um ein effizientes und effektives Logistikangebot.

Regionale Wirtschaft | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

29.04.2026

Rural Food Lab - ein multifunktionaler Raum, der die regionale Ernährung integriert bearbeitet

Die Entwicklung von Innovationen und die Förderung von Transformation im Ernährungssystem Richtung Regionalität und Nachhaltigkeit erfordert neue Räume. Räume, in denen es möglich ist, gemeinsam - über Berufsgruppen hinweg - zu experimentieren und neue Ansätze dafür zu finden, wie wir Ernährung denken, organisieren und umsetzen. Das Rural Food Lab wird ein solcher Ort im ländlichen Raum sein, der innovativ und integriert die Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel auf mehreren Ebenen fördert. Der Fokus liegt hier auf sozialen Innovationen, die aus vertikaler Kommunikation und Kooperation in der Wertschöpfungskette entstehen. Dabei baut die Idee auf bestehenden Erkenntnissen und Projekten aus der Region Kassel auf und nutzt vorhandene Strukturen der Gemeinde Calden. Einfach ausgedrückt ist ein Rural Food Lab eine umfassend eingerichtete Gastro-Küche an einem zentralen Punkt der Lebensmittelwertschöpfungskette. Diese Küche wird als multifunktionaler Raum konzipiert und trägt zur Vernetzung und Ausbildung relevanter Akteure bei, dient als Labor zur Entwicklung innovativer, regionaler Food-Produkte und wird ein Inkubator für neue Geschäftsmodelle im Food-Sektor sein. Das Initialisierungsmanagement wird dazu beitragen, das Konzept des Rural Food Labs zu konkretisieren und von einer innovativen Idee in eine wirtschaftlich tragfähige Form zu überführen, die im besten Falle zu einer praktischen Umsetzung eines Prototyps führt. Dazu zählt die Konzeptionierung der Idee des Rural Food Lab, die Entwicklung eines konkreten Geschäftsmodells sowie die Prüfung der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit, ein Fahrplan für die praktische Umsetzung eines Prototypens auf dem Hof Tolle in Calden-Fürstenwald sowie die Inspiration anderer Akteure der Land- und Ernährungswirtschaft, ähnliche, multifunktionale Strukturen aufzubauen.

Regionale Wirtschaft | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

29.04.2026

Eine Gemeinschaftsmanufaktur für Obst und Gemüse

Es wird ein gemeinschaftlich getragenes Netzwerk zur Verarbeitung von regionalen Lebensmitteln etabliert, welches als Herzstück über eine Gemeinschaftsküche verfügt. In der Gemeinschaftsküche kann Obst verarbeitet werden, welches auf Streuobstwiesen, in privaten Gärten oder in Obstbaumalleen wächst und derzeit häufig nicht geerntet wird. Das Gemeinschaftsgefühl der Region wird enorm gestärkt, da bei diesem Projekt jeder einen Beitrag für den regionalen Absatz leisten kann. Sei es in der Erzeugung - Bereitstellung von Rohware, in der Verarbeitung - in der Gemeinschaftsküche oder im Absatz – in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Schulen, Seniorenheime oder in Restaurants und Geschäften. Durch die Aufwertung der Obstbaumbestände wird ein wichtiger Beitrag für die Artenvielfalt geleistet. Von Anfang an werden die Beteiligten in der Erzeugung sowie der Verarbeitung und die Abnehmerinnen und Abnehmer in die Wertschöpfung einbezogen und Verdienstmöglichkeiten für Vereine, Initiativen, Privatpersonen und soziale Einrichtungen geschaffen.

Regionale Wirtschaft

29.04.2026

ÖPNV für Regionalprodukte in der Mecklenburgischen Schweiz

In der Mecklenburgischen Schweiz gibt es viele Lieferverkehre regionaler Produkte und trotzdem spielt die Versorgung mit regionalen Produkten ein Schattendasein. Das Problem ist die fehlende koordinierte Logistik im Kurierbereich für Lebensmittel. Die Lieferverkehre werden von regionalen Betrieben mittels eines Online Erfassungssystem sichtbar gemacht und vernetzt und so die Basis für einen ÖPNV für Regionalprodukte in Mecklenburg-Vorpommern (MV) schaffen. Die niedrige Auslastung der Logistik und weite Wege im Flächenland MV sind eine Herausforderung für die Wirtschaftlichkeit der Betriebe. Mit ÖPNV-Untersuchungsmethoden werden Darstellungen zu den einzelnen Quelle-Zielbeziehungen erstellt, um mit vorhandenen Transportkapazitäten Linienverkehre und die damit verbundenen Dispositionssysteme vorzuschlagen. Eine Untersuchung über wichtige Verknüpfungspunkte erfolgt unter dem Aspekt vorhandener Kühllagerkapazitäten oder Schaffung solcher. Eine spätere Umsetzung erstellt Routen, Fahrpläne und die Einführung eines kooperativen regionalen Kurierdienstes für Regionalprodukte. Am Prozess werden viele regionale Betriebe beteiligt und ihre Lieferverkehre erfasst. Statt der Darstellung der Fahrgastströme werden Warenströme über eine Plattform dargestellt. Zur Vorgehensweise des Initialisierungsmanagements, erster Schritt: Betreiber von Lieferverkehren zum Dialog bitten. Zweiter Schritt: Erstellung der Erfassungsplattform. Dritter Schritt: Gestaltung der Projektdarstellung im Web und Integration der Erfassungsplattform. Vierter Schritt: 50 Prozent der bekannten Unternehmen sind auf der Plattform erfasst. Fünfter Schritt: Erstellung der Lieferketten mit dem Ziel der möglichen Bündelung von Transporten sowie Güterumschlagsplätzen mit Kühlkapazität. Sechster Schritt: Erstellung einer Gebietskarte mit dem Ziel der Unterbreitung einer dauerhaften Organisationsstruktur und einer digitalen Kurierdienstdarstellung bis hin zur Abrechnung (Versand-Software).