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Mobilität und Soziale Teilhabe (MOSTA)
Das Projekt macht kulturelle Angebote in der nordfriesischen Region Mittleres Eiderstedt besser zugänglich und verbessert die Möglichkeiten der sozialen Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen. Im Verlauf des Projektes werden vorhandene, kulturelle Angebote auf ihre Erreichbarkeit mit dem ÖPNV überprüft und ggf. angepasst, indem etwa das Mobilitätsangebot noch besser darauf abgestimmt und bei Bedarf durch weitere Angebote in der Fläche ergänzt wird. Darüber hinaus werden zusätzliche kulturelle Angebote entwickelt und das Mobilitätsangebot erweitert, indem auch außerhalb des Kooperationsraums gelegene Einrichtungen wie Theater, Museen oder Kinos eingebunden werden. Zusätzlich werden eine höhere Auslastung und ein höherer Bekanntheitsgrad der vorhandenen kulturellen Angebote angestrebt. Eine bessere Zielgruppenorientierung des Mobilitätsangebots trägt somit zu einer Erhöhung der Auslastung des ÖPNV bei. Die Erfahrungen aus dem Projekt MOSTA werden in den Regelbetrieb für einen RufBUS ab Mitte 2019 im gesamten Kreis Nordfriesland übertragen.
Kurierschachspiel
Die Gemeinde Schachdorf Ströbeck verfügt über ein Lebendschach-ensemble, das sowohl in Ströbeck auftritt, aber auch auswärtige Termine wahrnimmt. Das Ensemble führt neben traditionellen Schachpartien auch das sogenannte Kurierschachspiel, eine historische Sonderform des Schachspiels mit 96 statt 64 Feldern und vier zusätzlichen Bauern und vier 'Offizieren' aufn. Dafür werden neue Kostüme und ein erweitertes Spielfeld benötigt. So ausgestattet bringt das Ensemble den Zuschauerinnen und Zuschauern diese Spielart näher, die Interessierte dann auch im Verein bei Trainings und Workshops erlernen können. Folgende beiden methodischen Ansätze werden im Rahmen des Projekts verfolgt. Zum einen das Vorführen und Erklären des Kurierschachspiels mit Hilfe der lebenden Schachfiguren und zum anderen die Unterrichtung von Schülerinnen und Schülern sowohl in den Regeln des Schachs und insbesondere auch in denen des Kurierschachs. Dazu werden Lehrangebote durch den Traditionsverein erstellt und verbreitet, sowie neue Schachfiguren nach bestehenden Vorbildern entworfen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Kurierschachspiel stellt ein Alleinstellungsmerkmal der Schachtradition in Ströbeck dar, wo diese historische Variante nachweislich noch wesentlich länger aktiv gespielt wurde als in anderen Orten. Die Wiederbelebung des Kurierschachspiels ist daher auch für die laufende Antragstellung zur Anerkennung als immaterielles Kulturerbe der UNESCO von erheblicher Bedeutung.
AKA – Atelier für Kulturelle Angelegenheiten
Das Vorhaben schafft mit dem 'AKA – Atelier für Kulturelle Angelegenheiten' einen Ort für die Produktion und Präsentation zeitgenössischer Kultur in Weseke. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf neueren Formen künstlerischer Produktionen, etwa transmedialen Strategien, performative Projekte sowie Beteiligung lokaler Akteure. Schwerpunkte hierbei bilden die Bereiche Musik, Bildende Kunst, Filmkunst und transmediale Formate, wie mediengestützte Performances. In regelmäßigen Ausstellungen und Veranstaltungen werden dem Publikum im Dorf und der Region ein Einblick in die Gegenwartskunst und zeitgenössische Musik geboten. Mindestens ein Künstler oder eine Künstlerin wird gemeinsam mit dem Heimatverein daran arbeiten, Szenen aus der Lokalgeschichte bildhaft zu inszenieren. Das AKA dient mit dem offenen Atelier nicht nur der Präsentation der Werke, sondern auch deren Produktion. Für die Dauer von zwei Jahren werden, neben dem öffentlichen Atelierbereich, jeweils acht Veranstaltungen künstlerischer, musikalischer oder performativer Art pro Jahr stattfinden. Der Ort wird so auch ein sozialer Treffpunkt, der sich wie eine Zukunftswerkstatt mit ortspezifischen Themen auseinandersetzt.
Erlebnis: Steinzeit!
Das Projekt bringt Schülerinnen und Schülern sowie Erwachsenen aus Heringen und Umgebung mit vielfältigen Aktionen wie Exkursionen, Installationen in einzelnen Ortsteilen, Präsenz in digitalen Medien, Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sowie in Sonderausstellungen, die Besiedlungsgeschichte Heringens näher und lassen sie auf diese Weise ihre Heimat neu entdecken. Die Interessengemeinschaft Schloss Heringen e.V. wird im Rahmen des Projektes zudem das Museum im Schloss in Zusammenarbeit mit der Stadt sowie verschiedenen weiteren Institutionen des Landes und des Bundes grundlegend umgestalten. Ein wesentlicher Aspekt der neuen Konzeption wird die Einbeziehung der Menschen in der Region und das Hinaustragen von musealen Konzepten in die umliegenden Gemeinden sein. Die emotionale und inhaltliche Bindung an das Museum wird so verstärkt und die regionale Identität der Menschen vor Ort gesteigert.
LeseMENÜ - Literaturveranstaltungen für Jung und Alt
Das Vorhaben LeseMENÜ bringt Literaturschaffende und ihre Werke in ländliche Regionen, damit das Publikum vor Ort erlebt, wie und durch wen Literatur entsteht. Lesungen und Vorträge werden Personen, die vergleichbare städtische Veranstaltungen nicht besuchen können, einen Zugang zur Literatur und Teilhabe an diesem Kulturgut in ländlicher Umgebung ermöglichen. Die Besonderheit des Projektes ist dabei der genreübergreifende Inhalt der angebotenen Lesungen sowie der Charakter der Veranstaltungen, die nicht an feste Orte gebunden sind, sondern an den unterschiedlichsten Örtlichkeiten den Zugang zur Literatur atmosphärisch bereichern. Vom Gasthof über das Gemeindeamt, den landwirtschaftlichen Betrieb, die Kindertagesstätte, den Seniorentreff bis hin zum eigenen Wohnzimmer gibt es keine Grenzen. Die Programme innerhalb des Projektes erreichen zudem alle Altersgruppen. Kinder werden früh an das Lesen und Schreiben herangeführt. Programme für Schulkinder verstärken den Lernstoff der jeweiligen Klassenstufen, angefangen von regionalen Themen bis hin zum Schreiben von Geschichten und der Vermittlung ethischer Grundwerte. Angebote für Erwachsene reichen von historischen Romanen bis zu Krimis.
KOS - Kultur ohne Schwelle
Das Vorhaben schafft mittels kultureller Veranstaltungen Begegnung zwischen Generationen aber auch zwischen der dörflichen Bevölkerung und gesellschaftlichen Minderheiten. Kultur wird in ihrer kommunikativen und vernetzenden Funktion ins Dorf geholt. Dabei geht es um beteiligende Formate. Es gibt nicht nur Aufführungen von Künstlerinnen und Künstlern, sondern auch die Gelegenheit von Mitwirkung und eigenem Kulturschaffen. Die Kulturangebote haben deshalb den Charakter von offenen Abenden in Form von Kulturdarbietungen mit anschließender Diskussionsmöglichkeit in geselliger Runde. Dafür werden Workshops in regelmäßigen Abständen durchgeführt, bei denen zunächst etwas miteinander erarbeitet wird, welches später zur Aufführung kommt. Veranstaltungsort wird die alte Pfarrscheune als neutrale Fläche sein. Das Projekt zielt auf Integration von gesellschaftlichen Randgruppen und Horizonterweiterung der vor Ort lebenden Menschen ab. Eine Besonderheit ist die Niedrigschwelligkeit in mehrerlei Hinsicht: Es geht nicht darum, der Kunst großer Orchester und professioneller Ensembles Konkurrenz zu machen, sondern 'Breitenkultur' zu betreiben, indem Laien in Kontakt mit Kultur gebracht werden.
Theatergeschichten im Museum
Das Vorhaben verbindet die Anwohnerinnen und Anwohner der Region Teltow-Fläming mit dem bereits bestehenden Kulturangebot und vernetzt die verschiedenen, vorhandenen Institutionen, insbesondere die Schulen und Museen, miteinander. In den umliegenden Schulen und Horten werden Theaterworkshops angeboten, die ein von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickeltes, kleines Stück bzw. eine Collage mit dem Thema 'Heimat' bzw. 'meine Region' zum Inhalt haben. Die Stücke entstehen auf Grundlage von Erfahrungen der 'Alten', also jener Einwohnerinnen und Einwohnern, die seit Jahrzenten in den Dörfern leben und deren Geschichte stark von der dörflichen Gemeinschaft geprägt wurde. Es werden mehrere Besuche in den einzelnen Orten durchgeführt, um dort über ansässige Vereine oder auch durch Klingeln an den Haustüren Geschichten und Erlebnisse der Anwohner zu sammeln. Diese so entwickelten Stücke werden dann im Rahmen eines großen Festes in den verschiedenen Museen der Region aufgeführt. Über das gesamte Vorhaben sind die Anwohnerinnen und Anwohnern eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und einen Beitrag zu den Theaterstücken und dem abschließenden Fest zu leisten. Ergänzt wird das Projekt durch eine Fotoausstellung, die Eindrücke und den Dialog mit der lokalen Bevölkerung zeigt.
KulTourMobil für die Jugendbildung
Das Vorhaben KulTourMobil mit dem Bus JKS Mobil verbessert den Zugang zu Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum. In Form einer mobilen Kunstwerkstatt wird ein dauerhaft angelegtes Bildungsangebot geschaffen, das zur Persönlichkeitsbildung beiträgt und kulturelle Teilhabemöglichkeiten stärkt. Ziel ist es, ästhetische Bildung, wie sie bereits erfolgreich mit der Jugendkunstschule in der Kernstadt betrieben wird, aufs Land zu bringen. Das KulTourMobil ist ein innovatives Konzept für den ländlichen Raum und ein Pilotprojekt für die Region. Dauerhafte und regelmäßige kunstpädagogische Angebote vor Ort unterstützen die Persönlichkeitsbildung von Kindern und Jugendlichen. So kommt es zur Begegnung zwischen den Generationen sowie zur Stärkung der Identifikation und emotionalen Bindung an den jeweiligen Ort. Teilhabe wird ermöglicht. Zudem werden alte Kulturtechniken wie Perlenstickerei und Schmieden wiederbelebt und durch 'Meisterinnen und Meister des Handwerks' an die nächste Generation vermittelt. Als 'Eyecatcher' wird das KulTourMobil regelmäßig und auch bei speziellen Veranstaltungen in 'Knotenpunkten' des regionalen Bildungszentrums als mobile Jugendkunstschule (JKS Mobil) zum Einsatz kommen.
DokuMaczków - Dokumentations- und Begegnungszentrum
In dem Vorhaben wird die einzigarte Nachkriegsgeschichte der Stadt Haren im Emsland aufgearbeitet. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges mussten die Bewohnerinnen und Bewohner Harens ihren Ort auf Befehl der britischen Militärregierung komplett räumen, um rund 6.000 polnische sogenannte 'displaced persons', zu denen ehemalige Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Internierte gehörten, aufzunehmen, die während der NS-Zeit nach Deutschland verschleppt worden waren. Innerhalb weniger Wochen entwickelte sich in Maczków, wie der Ort nun hieß, ein funktionierendes, polnisches Gemeinwesen mit einem reichhaltigen kulturellen Leben. Aus dem Kreis der polnischen Bewohnerinnen und Bewohner sind später einige namhafte Künstlerinnen und Künstler, Literatinnen und Literaten sowie Architektinnen und Architekten hervorgegangen. Im extremen Gegensatz dazu stand der Alltag der ausquartierten deutschen Bevölkerung, die für fast drei Jahre bis 1948 zumeist in Notunterkünften lebte und kaum über medizinische Versorgung und ausreichend Nahrung verfügte. Gegenwärtig wird in der unter Denkmalschutz stehenden, ehemaligen Kornmühle in exponierter Lage zur Stadt Haren (Ems) diese ambivalente deutsch-polnische Geschichte des Ortes im historischen Kontext beleuchtet, aufgearbeitet, archiviert und visualisiert, damit sie später allen Interessierten zur Verfügung steht. Dort wird die Vernetzung und der Austausch der Heimatforscherinnen und -forscher sowie Ahnenkundlerinnen und -kundler in den regionalen Heimatvereinen gefördert. Auch wird in den Schulen durch die Vermittlung eines lokalen Geschichtsansatzes und dessen Erlebbarmachen das Interesse der jüngeren Generation am geschichtlichen und politischen Geschehen nachhaltig geweckt.
DorfWohnen.digital
Bei diesem Projekt wird am Modell der Lia®-Wohngruppen eine Plattform entwickelt, die mit unterschiedlichen Geräten kompatibel und leicht zu bedienen sowie modifizierbar ist. Die digitale Plattform dient zur Vernetzung der Menschen innerhalb des Quartiers, zur örtlichen Nahversorgung sowie zum Erhalt und Ausbau der Infrastruktur. Es wird eine digitale und analoge Vernetzung und ein Austausch aller beteiligten örtlichen Akteure aus den Bereichen Gesundheit, Mobilität und Nahversorgung stattfinden, sowie deren Wohngemeinschaften untereinander und zu den Anbietern. Die Zielgruppe des Projekts sind alle Einwohnerinnen und Einwohner des Reichshofes, zunächst in der Entwicklungsphase im Schwerpunkt die Bewohnerinnen und Bewohner von Wildbergerhütte und der dazugehörigen Flecken. Das erarbeitete Modell wird sodann der gesamten Gemeinde ein hilfreiches Werkzeug sein. Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden durch das digitale Netz profitieren, denn die digitale Kontaktaufnahme kompensiert hohen Wegeaufwand. Zudem ermöglicht die Plattform einen auditiven und visuellen Austausch untereinander und stellt eine Teilhabe am Gemeinschaftsleben sicher. Für die Wirtschaft sind Nahversorger aus den Bereichen Leben und Wohnen, Mobilität und Gesundheit intensiv beteiligt und durch die Lia® Initiative mit der Wohngemeinschaft als Initiatorin ist die sog. Zivilgesellschaft beteiligt.