Kultur in ländlichen Räumen

12.03.2026

KULTUR LAND BILDEN

'KULTUR LAND BILDEN' ist ein Weiterbildungs- und Mentoringprojekt für kulturelle Akteure und Teilhabeinitiativen in den ländlichen Räumen Thüringens. Mithilfe des Projekts werden die Potentiale des Eigenengagements der ländlichen Bevölkerung, die aktive kulturelle Teilhabe und die Vielfalt der Kultur auf dem Land gestärkt. Ziel ist die Weiterbildung und Professionalisierung der vor Ort engagierten Bürgerinnen und Bürger. Die darüber qualifizierten, ehrenamtlichen Kulturarbeiterinnen und Kulturarbeiter tragen erworbene Kenntnisse und Kompetenzen in ihre Vereine und Regionen. Sie sind nicht nur Nutzerinnen bzw. Nutzer dieses Projektes, sondern auch dessen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Mit dem Projekt werden diverse Seminare zur kulturellen Praxis im ländlichen Raum, modular aufgebaute Fachworkshops in den Regionen sowie Fachtage, Austausch- und Mentoringformate speziell für die Bedingungen in ehrenamtlich organisierten Vereinen und in der freien Kulturszene angeboten. Ziel ist es, die zumeist ehrenamtlichen Nicht-Fachleute zu qualifizieren, um ihre Arbeit organisatorisch zu verbessern und sie zu informieren, damit sie rechtlich und organisatorisch sicher agieren können. Außerdem werden sie pädagogisch und methodisch trainiert, um Nachwuchsprojekte initiieren und sich miteinander vernetzen zu können, um gemeinsame materielle und personelle Ressourcen nutzbar zu machen. Mit den geplanten Maßnahmen dieses Projekts werden ca. 500 Teilnehmende erreicht. Es wird erwartet, dass damit weit über 100 vorhandene Gruppen und Vereine nachhaltig gestärkt werden. Dabei werden nicht nur bestehende Vorhaben gefördert, sondern auch neue Projekte ermöglicht.

Kultur in ländlichen Räumen

12.03.2026

KulTour-CLP - Digitale Stadttour - Cloppenburgs kulturelles Erbe

Mit dem Projekt wird eine digitale Stadttour für die Stadt Cloppenburg entwickelt, die das kulturelle Erbe der Stadt den unterschiedlichen, gesellschaftlichen Gruppen näherbringt. Unter Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Initiativen, Schülerinnen und Schülern sowie Studierendengruppen werden zunächst Orte des Interesses, sogenannte Points of Interest, definiert. Eine App ermöglicht es, die zielgruppengerecht aufbereiteten Informationen mit dem Smartphone abzurufen und eigene Informationen hochzuladen. Durch die Anwendung partizipativer Methoden bei der Bestimmung und inhaltlichen Beschreibung der Points of Interest wird der Dialog zwischen Wissenschaft und lokaler Zivilgesellschaft gefördert. Das Interesse unterschiedlicher Zielgruppen am lokalen, kulturellen Erbe und dem aktuellen, kulturellen Leben in der Stadt wird aktiviert. Dies erfolgt einerseits durch die Mitwirkung an der Bestimmung der Points of Interest, als auch durch die spätere Nutzung der digitalen Stadttour durch wesentlich breitere Zielgruppen. Vor allem bei jüngeren Menschen kann die Verbindung von Ortskultur und Smartphone-Anwendung zu einem größeren Interesse am lokalen, kulturellen Erbe führen.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

12.03.2026

Vom Kommen, Gehen und Bleiben: Wanderungsgeschehen und Wohnstandortentscheidungen

Das Forschungsvorhaben untersucht das aktuelle Binnenwanderungsgeschehens in Deutschland aus der Perspektive ländlicher Räume und befasst sich mit unterschiedlichen Typen von Wohnstandortentscheidungen. Wanderungen innerhalb und zwischen verschiedenen Regionen sowie Regionstypen sind ein wesentlicher Teil des Wanderungsgeschehens. Hierzu analysiert das Projekt auf Basis amtlicher Wanderungsstatistiken das bundesweite Wanderungsgeschehen auf Kreisebene im Zeitraum 2000 bis 2019 unter besonderer Berücksichtigung ländlicher Räume. Daneben untersucht das Projekt auf Befragungsbasis die unterschiedlichen Wohnstandortentscheidungen zugrundliegenden Motive sowie die Vielfalt und Prozesshaftigkeit möglicher Haushaltsentscheidungen für oder gegen ländliche Räume. Mittels Methodentriangulation werden Schlussfolgerungen hinsichtlich der Folgen unterschiedlicher Wanderungs- und Bleibeentscheidungen für ländliche Räume gezogen sowie Handlungsempfehlungen für die verschiedenen Akteure der Raumentwicklung abgeleitet.

Kultur in ländlichen Räumen

12.03.2026

Leuchten der Moderne - Sonderausstellung und Workshops

Mit diesem Vorhaben werden in praktischen, zeitgenössisch-künstlerischen Projekten die Gestaltung von Beleuchtungsglas unmittelbar aus dem Herstellungsprozess und dem Umgang mit dem Material entwickelt. Das Projekt wird analog zur Ausstellung 'Leuchten der Moderne' in Petershagen durchgeführt, in der Technikgeschichte, bekanntes Design und Alltagskultur der 1920er und 30er Jahre miteinander verbunden werden. Ausgehend von den Gedanken von Werkbund und Bauhaus initiiert das Museum eine gemeinsame Schaufenstergestaltung in den Ortskernen Petershagen und Petershagen-Lahde mit historischen Fotografien der Gebäude aus der Gründungszeit des Bauhauses, die aus dem Stadtarchiv entnommen werden. Ziel ist es, Synergieeffekte in Ortschaften zu tragen.

Kultur in ländlichen Räumen

12.03.2026

SE-KulturDorf und SE-KulturNacht

Das Vorhaben mit den Formaten 'SE-KulturDorf' und 'SE-KulturNacht' setzt eigene Akzente im Rahmen des Festivals SE-KulturTage und bringt damit gezielt Kulturformen abseits der vorhandenen Strukturen in den ländlichen Raum. Lokale Kulturschaffende werden einbezogen und in den Fokus gerückt. Zusätzlich werden externe Kulturschaffende eingeladen, die neue kulturelle Impulse mitbringen. Im jährlichen Wechsel wird ein Dorf im Kreis Segeberg zum SE-KulturDorf ausgerufen und mit vielfältigen kulturellen Veranstaltungen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Mit der 'SE-KulturNacht' wird eine Reihe kreiert, die Kultur mit experimentellem Charakter in eine Kirche der Region bringt. Nach Besichtigung des Ortes wird ein passendes Programm zusammengestellt, das die Kirche und ihre Besonderheiten herausstellt. Hier sollen auch nicht-öffentliche Räume wie Dachböden, Glockenturm, Kirchenuhr, Orgelraum, ggfs. eine Gruft oder auch das Außengelände etc. in Szene gesetzt werden. Mit den beiden Formaten wandert das 'Auge' durch die Region und schärft den Blick für ungewöhnliche Kulturorte. Beide Formate sind als Reihe konzipiert und sorgen für kulturelle Nachhaltigkeit.

Digitalisierung auf dem Land

12.03.2026

ILE.Digital

Im Rahmen des Projektes werden verschiedene Funktionen eines Dorfplatzes als soziales und wirtschaftliches Zentrum auf einer Online-Plattform nachgebildet. Diese wirbt für die Region Ilzer Land, bestehend aus zwölf Gemeinden im Bayrischen Wald, und trägt dazu bei, verschiedene Standortnachteile des Ilzer Lands als ländlicher Raum auszugleichen. Zentrales Instrument der Plattform ist ein umfangreiches Online-Verwaltungssystem für Vereine, durch das diese in ihrer Arbeit unterstützt werden. Zudem werden Informationen vor allem rund um das Thema Ehrenamt sowie zu Mobilität und Nahversorgung auf regionaler Ebene zusammengeführt. Dies ist nicht zuletzt aufgrund der höheren Reichweite effizienter und effektiver ist als ein Nebeneinander vieler lokaler Einzellösungen. Indem die Plattform auf regionale Nahversorger und deren Lieferangebote hinweist, werden zudem die regionalen Wirtschaftskreisläufe und die regionale Wertschöpfung gestärkt. Ergänzend hierzu finden sich auf der Plattform zudem Informationen aus den Kommunalverwaltungen, zu Veranstaltungen in der Region, zu örtlichen Firmen einschließlich Job- und Praktikumsbörsen sowie zu Bildungs- und Immobilienangeboten und zur Gesundheitsversorgung im Ilzer Land.

Digitalisierung auf dem Land

12.03.2026

Die VoluMap

In diesem Projekt steht eine App für Spontanlösungen und spontane Helfer im Vordergrund. 'Volu' ist die Ableitung von Volunteer (= Freiwillige) und 'Map' steht für die kartengebundene Darstellung von Maßnahmen oder Projekten, für die akut Freiwillige benötigt und gesucht werden. Neben der Aktivierung von professionellen Organisationen und ehrenamtlich aufgestellten Hilfsorganisationen kann auch eine Einbindung sogenannter freier und ungebundener Helferinnen und Helfer erfolgen. Dadurch können auch Zielgruppen, die sich nicht langfristig binden wollen (z.B. junge Menschen) für ehrenamtliches Engagement für kurze Zeiträume bzw. einzelne Projekte gewonnen werden. Die Zielgruppe des Projekts stellen Spontanhelferinnen und -helfer dar. Darunter fallen in erster Linie die jüngeren Generationen. Generell ist die App ebenfalls für Menschen mit Behinderung sowie ältere Menschen ausgelegt. Eine Stärkung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements wird zukukunftsfähig gestaltet. Zum Projektkonsortium zählen: DRK, Malteser, Die Johanniter, Stadtsportverband, Bürgerstiftung Gütersloh, SV Avenwedde, Die Tafel, Stadtbibliothek, Die Morgenmacher (Jugendliche, die sich für die Digitalisierung begeistern und einbringen), AK Digitalisierung (Politik), Stadt Gütersloh: Ehrenamtskoordinatorin, Integrationsbeauftragter, Jugendparlament, Seniorenbeirat, Behindertenbeirat.

Kultur in ländlichen Räumen

12.03.2026

Das Wunderkammerschiff – Kulturelle Bildung von und für Kinder

Sammlungen sind bedeutende, kostbare, wertvolle Zusammenstellungen von mehreren Einzelobjekten (z.B. von Gemälden, Münzen, Waffen usw.). Der inhaltliche Fokus des Projektes beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung 'Sammlungen' im Wandel der Zeit haben und was sie über die Menschen und ihre Zeitepochen aussagen. Als anschauliches Beispiel dient das Wunderkammerschiff, auf dem eine Sammlung aus Renaissance- und Barockobjekten der Stiftung Olbricht und des Bode Museums zu finden ist. Das Wunderkammerschiff bildet den Auftakt einer Projektwoche, in der Kinder aus Projektpartnerschulen in Begleitung einer Künstlerin oder eines Künstlers und Lehrkräften das Sammelsurium des Schiffes aus historischen Wunderkammerexponaten und persönlichen Gegenständen vor anderen Grundschulklassen präsentieren. Die Besucherklassen bringen eigene Objekte mit, um diese vorzustellen und sich in unterschiedlichen Workshop-Formaten dem Thema des Sammelns vor Ort zuwidmen. Hierbei starten sie u.a. Streifzüge durch ihren Ort und befragen Anwohnende zu ihren Sammlungen. Die Projektergebnisse werden mit unterschiedlichen, künstlerischen Methoden (bspw. Fotografie, Zeichnung, Collage) dokumentiert. Alle Teilnehmenden suchen nach einem kulturell interessanten Präsentationsort (z. B. Stadtarchiv, Heimatmuseum oder einer Sammlung im Hinterzimmer), an dem sie ihre Sammlungen präsentieren und als Ort des kulturellen Austauschs ggf. auch langfristig etablieren und weiterentwickeln können. Alle Beteiligten erlangen nicht nur umfangreiches Wissen rund um das Thema der Wunderkammer - die Spurensuche ist zugleich auch eine Suche nach Identität und fördert durch die Einbeziehung unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure den Austausch und die Vernetzung.

Digitalisierung auf dem Land

12.03.2026

Hütti macht mobil

In diesem Projekt wird eine digitale Plattform für ein bedarfsgesteuertes, routen- und auslastungsoptimiertes ganzheitliches Mobilitätsangebot bereitgestellt. Die Zielgruppe des Projekts stellen die Bürgerinnen und Bürger sowie die Touristinnen und Touristen dar. Ein wichtiger Aspekt bei der Verbesserung der Mobilitätsangebote sind die spezifischen Anforderungen an eine sichere Beförderung aus Sicht der Einwohnerinnen und Einwohner, vor allem bei der Integration von Beförderungsoptionen auf privater Basis. Schrittweise werden alle in der Region verfügbaren Mobilitätsoptionen (z.B. Mitfahrgelegenheiten, eCar- und eBikesharing, Bürgerbusse, eDörpsmobil, ÖPNV) in diese Plattform integriert um die Nutzung der bestehenden Mobilitätsangebote in der Region zu verbessern. Langfristig wird ein bedarfsgesteuertes, routen- und auslastungsoptimiertes ganzheitliches Mobilitätsangebot geschaffen. In Zukunft werden sowohl die Gebietskulisse deutlich erweitert als auch Taxiunternehmen und ggf. weitere Mobilitätsangebote in das Portal integriert werden.

Digitalisierung auf dem Land

12.03.2026

IoT-Pilot

Das 'Internet der Dinge' (engl.: Internet of Things, IoT), d. h. die Vernetzung von Geräten über das Internet, liegt vielen neuen Anwendungsideen und Geschäftsmodelle zugrunde, die die digitale Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft vorantreiben. Unternehmen in ländlichen Räumen können das Potential dieser Technologie jedoch meist nur eingeschränkt nutzen, da vor Ort oft nur wenig entsprechend geschulte Fachkräfte verfügbar sind. Zusammen mit Partnern aus der Region wird daher im Rahmen des Projekts auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier eine Plattform für Rapid-Prototyping, d. h. für die schnelle Entwicklung von konkreten IoT-Anwendungen, entwickelt und erprobt. Ergänzend dazu wird ein entsprechendes Weiterbildungskonzept für Selbstlerner erstellt. Mithilfe der grafischen Entwicklungsumgebung können auch Fachkräfte ohne tiefgehende Programmierkenntnisse eigene Ideen zum 'Internet der Dinge' umzusetzen. Es entstehen mehrere Demonstratoren, die sich in ihrer Funktion an den Bedarfen mittelständischer Unternehmen aus verschiedenen Branchen orientieren. Zudem werden Funktionen zur Erfassung, Aufbereitung und Analyse von Daten implementiert, die ebenfalls über einfach zu handhabende grafische Programmierbausteine genutzt werden können.