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Ehrenamtliches Engagement zur Integration von Geflüchteten
Den Geflüchteten werden verschiedene Integrationsangebote unterbreitet. Die Betreuung von ein- bis fünfjährigen Kindern ermöglicht den Müttern die Teilnahme an Sprachkursen. Eine Kunsttherapeutin bietet die Möglichkeit einer Traumabehandlung an und eine Logopädin unterstützt Geflüchtete mit besonderen Sprachproblemen. Gemeinsame Ausflüge und Treffen von Ehrenamtlichen und Geflüchteten fördern den kulturellen Austausch.
Einführung eines Bürgerbusses
In der Verwaltungsgemeinschaft Weitnau wird ein Bürgerbus eingeführt, um vor Ort ein zusätzliches Mobilitätsangebot für Flüchtlinge und Einheimische ohne Auto zu schaffen. Einmal wöchentlich wird für ca. zwei bis drei Stunden ein Kleinbus ausgeliehen, um in die nächstgrößere Stadt zu fahren. Die Fahrer sind ehrenamtlich tätig.
Interkultureller Foto- und Video-Workshop für Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung
Es wird ein einwöchiger Foto-Video-Workshop mit jungen Flüchtlingen und einheimischen Jugendlichen durchgeführt. Die Teilnehmenden werden durch einen Fotojournalisten, einen Medienpädagogen und einen Teamer betreut. Einheimische Firmen, die alle unter Nachwuchs- und Fachkräftemangel leiden, unterstützen das Projekt finanziell und bekommen Kontakt zu potentiellen künftigen Auszubildenden. Zum Abschluss des Projekts werden die entstandenen Filme in der 'Kulturscheune' präsentiert.
Treffpunkt für Geflüchtete und Einheimische
In Bad Karlshafen wird ein Treffpunkt in zentraler und gut wahrnehmbarer Lage neu eingerichtet. Er dient als Aufenthaltsort, an dem sich mehrere Generationen der im Ort wohnenden Geflüchteten und der Einheimischen treffen, um sich sprachlich, kulturell und kreativ auszutauschen. Darüber hinaus werden weitere ehrenamtliche Helfer akquiriert und Freizeitangebote und Aktivitäten (Workshops, Sprachförderung, Lesecafé, Wandertreff usw.) geplant.
Ergänzung des Treffpunktes, der Kleiderkammer und der Fahrradwerkstatt
Es wurden drei von der Gemeinde Salzbergen zur Verfügung gestellte Räumlichkeiten eingerichtet: ein Treffpunkt für jedermann, eine Kleiderkammer und eine Fahrradwerkstatt. Die Grundausstattung wurde durch Spendengelder und Eigenleistung ermöglicht. In dem Vorhaben werden nun notwendige Ersatz- und Ergänzungsanschaffungen getätigt, z.B. Fahrrad-Ersatzteile, Stromanschlüsse, Beleuchtung, sanitäre Anlagen und Heizung, Regale und Stehtische usw.
Gemeinsame Aktivitäten von deutschen und geflüchteten Jugendlichen
Deutsche und geflüchtete Jugendliche erleben gemeinsame Aktivitäten wie Fahrradreparaturen, Pflanz- und Kochaktionen, Anlegen eines Barfußpfades oder Nistkastenbau. Dabei erfolgt eine praktische Sprachvertiefung. Das Vorhaben ist als AG in die Grund- und Oberschule eingebunden.
Wochenende der Begegnung und Integration
Mit der professionellen Unterstützung des Instituts für Interkulturelle Kommunikation wird ein Wochenende der Begegnung und Integration in Eichenau gestaltet. Hierbei entstehen dauerhafte Kontakte zwischen Einheimischen und Geflüchteten.
Workshop zum Thema Rassismus, Förderung und Schulung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
Es wird ein Workshop zum Thema Rassismus durchgeführt. Dabei werden verschiedene Formen des Rassismus im Alltag herausgearbeitet und am Projektende einem breiten Publikum präsentiert. Außerdem werden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den Reihen potentieller junger Ehrenamtlicher aus dem Flüchtlings- und Nicht-Flüchtlingsbereich geschult und gefördert. Bei den regelmäßig stattfindenden Infoabenden erläutern Experten jeweils ein Thema (Zahlungsverkehr, Versicherungsschutz, Steuerfragen). Zudem begleiten einzelne Teilnehmende erfahrene Ehrenamtliche oder Hauptamtliche (z.B. bei Behördengängen), um Einblicke in deren Arbeit und in verschiedene Themen zu erhalten und sich so selbst als Unterstützende und Ehrenamtliche entwickeln zu können.
Seelsorgerliche Betreuung von geflüchteten Christen, Teilnahme an Gottesdiensten
Viele geflüchtete Christen, die in der Umgebung von Bramsche wohnen, benötigen dringend seelsorgerliche Hilfe von den Kirchen. Durch das Projekt erhalten sie die Möglichkeit, an übersetzten Gottesdiensten teilzunehmen und so seelsorgerlich begleitet zu werden. Zu diesem Zweck wird eine Übersetzungsanlage beschafft und installiert. Nach den Gottesdiensten und unter der Woche sind seelsorgerliche Beratungen und Gespräche vorgesehen.
Deutschkurse und Ausflüge für Flüchtlingskinder
Durch Deutschkurse am Nachmittag wird die Sprachpraxis der Flüchtlingskinder gestärkt. Ausflüge bringen ihnen die deutsche Kultur näher, mit dem Ziel, ihnen die Integration zu erleichtern. Die Kinder leben im Internat des Fördervereines und haben außer dem Schulunterricht wenig Kontakt zum Dorf oder zu Außenwelt. Das Abkapseln der Schüler von der Gesellschaft wird durch die Deutschkurse, durch Mentoring bei Arztbesuchen oder Einkauf von Lebensmitteln, durch Ausflüge in Museen, zu Bauernhöfen und Theater und durch das Mitwirken bei örtlichen Veranstaltungen verhindert.