Begegnungsorte für Dialog auf dem Land

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Laufzeit

03/2026 – 12/2026

Förderung

BULEplus-Einzelprojekt

Projektakteur

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (als staatliche Einrichtung)

Website Projektakteur

Projektort

Erlangen

Im Projekt 'Begegnungsorte für Dialog auf dem Land' (DIALAND) werden Begegnungsorte identifiziert, die den Kontakt über soziale Milieus hinweg fördern sowie sichere Rückzugsräume für bestimmte Gruppen bieten. Das Projekt zielt darauf ab: (1) inklusive und exklusive Begegnungsorte in exemplarisch ausgewählten Kleinstädten und Landgemeinden nach dem Ansatz von Spenger et al. (2023) für benachteiligte Personengruppen am Beispiel von Neuzugewanderten und Rückkehrern zu identifizieren und dabei sowohl Inter-aktionen über Milieugrenzen hinweg (social bridges) also auch innerhalb von Rückzugsräumen von communities (social bonds) zu berücksichtigen; (2) ein Bewertungsraster (score) zur Relevanz von identifizierten dritten, sozialen Orte für benachteiligte Personengruppen zu erstellen von vielfältigen lokalen Akteuren zu validieren; (3) ein Monitoring-Instrument für Begegnungsorte zu entwickeln, das Kommunen und weitere Akteure der sozialen Dorf- und ländlichen Entwicklung dazu befähigt, die Dynamiken dieser Orte (Relevanz, materiell-strukturelle Merkmale, Zielgruppen) im Zeitverlauf zu beobachten und sie für ländliche Gesellschaften zu erschließen. Das Projekt schließt an die Beobachtungen an, dass sich Begegnungsorte in ländlichen Räumen wandeln und neue, dritte und soziale Orte von unterschiedlichen Akteuren initiiert werden – teils auch mit vorübergehendem, temporärem Charakter. Die Sensibilisierung für inklusive Begegnungsorte als wichtige Voraussetzung für sozialen Zu-sammenhalt und exklusive, nur bestimmten Personengruppen zugängliche Orte als Orte des Wohlbefindens, kann der sozialen Dorf- und die ländliche Entwicklung bisher wenig beachtete Handlungsfelder erschließen.