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InnoWERK - Innovationsnetzwerk zur Veredelung und Vermarktung von (bio-)regionalen Lebensmitteln
In vier ausgewählten Kommunen im Werra-Meißner-Kreis werden neue Betriebs- und Geschäftsmodelle für die Logistik und den Vertrieb (z.B. Lebensmittelautomaten) regionaler Lebensmittel entwickelt. Gemeinsam mit Unternehmen des Lebensmittelhandwerks entstehen konkrete technische Lösungen und nachhaltige Umsetzungskonzepte. Außerdem werden neue Wertschöpfungsketten im Bereich der Produktveredelung ermittelt und deren mögliche Potentiale herausgearbeitet. Auf diese Weise entstehen neue Produktlinien. Um neue Vermarktungsstrategien zur Stärkung regionaler Produkte zu entwickeln, wird eine interaktive App konzipiert, die insbesondere Kinder und Jugendliche anspricht und einen Beitrag zur regionalen Identität über regionale Produkte leistet. Zudem werden in der Kita- und Grundschulverpflegung regionale und bioregionale Produkte stärker mit aufgenommen und es wird untersucht, ob Lebensmittelautomaten für regionale Produkte (Regiomaten) in Kitas oder Schulen zu einem neuen Verbraucherverhalten führen. Für alle zu konzipierenden Ideen wird der Einsatz moderner Technologien und digitalen Innovationen geprüft, beispielweise durch die Integration von Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI).
Digitale Lösung zur Vermarktung regionaler Produkte und zur Gewährleistung der Logistik
Ein digitales Logistikkonzept wird zur Gewährleistung der Versorgung des ländlichen Raumes, der Sicherung der letzten Meile, eingesetzt. Hierdurch werden regionale Produkte durch die Bereitstellung einer digitalen Vermarktungsplattform sichtbar gemacht und mittels intelligentem Zusammenspiel von 'sowieso'- Fahrten und externen Lagern für Vermarktungs- und Verarbeitungsstätten verfügbar gemacht. Durch die Dezentralisierung der Logistik, der Kommissionierung und Verpackung werden die Kosten der Vermarktung und Belieferung reduziert. Eine Softwarelösung koordiniert übergeordnet das Zusammenspiel zwischen den Einheiten Vermarktungsplattform, Logistik, externe Lager und der digitalen Einheiten der Abnehmenden (online-Shop etc.). In der Initialisierungsphase wird die Idee des Logistikkonzeptes von regionalen Akteuren der IT, Vermarktung und Logistik geprüft und um deren Erfahrung erweitert, optimiert und fortentwickelt. Dazu werden gemeinschaftlich Erfolgsfaktoren einer Digitallösung ermittelt und Erfolgsfaktoren zusammengestellt. Als Ergebnis wird die Entwicklung einer Grundstruktur der digitalen Lösung erarbeitet (Vorarbeit Lastenheft). Aus dem Kreis der Partnerschaft entsteht eine verbindliche Kooperation, die in Folge gemeinschaftlich die digitale Lösung programmieren lässt und zunächst im Raum Südthüringen durchführt. Mögliche Formen einer gemeinschaftlichen, wirtschaftlichen Zusammenarbeit werden diskutiert und gegebenenfalls bereits entwickelt. Ebenso wird das Konzept in den späteren Regionen durch Teilhabe verankert. Zur betriebswirtschaftlichen Einordnung der digitalen Lösung wird eine Machbarkeitsstudie als Masterarbeit beauftragt und begleitet.
Ökologische Convenience-Produkte mit Fokus auf das Reduzieren von Lebensmittelverschwendung
Ökologisch produzierte Convenience-Produkte werden entwickelt und von den regional ansässigen Verbundpartnern direkt vertrieben. Die Rohstoffe stammen aus ökologischen landwirtschaftlichen Betrieben der Region und werden von kleinen, handwerklichen Unternehmen und gastronomischen Betrieben verarbeitet. Die Produktentwicklung basiert auf einer fundierten Marktanalyse, die aktuelle Lebensmitteltrends und das regionale Potenzial berücksichtigt. Innovative Herstellungsverfahren orientieren sich an traditionellen Methoden verschiedener Kulturkreise, priorisieren lokale Rohstoffe und verwenden bisher ungenutzte Pflanzenteile. Eine bessere, nachhaltigere Verwertung wird durch besonderes Augenmerk auf Haltbarkeit fördernde Verarbeitungsmethoden wie zum Beispiel Fermentation erzielt, wodurch der CO²-Ausstoß reduziert wird. Bestehende Partnerschaften der Regionalwert AG in den Projektorten werden genutzt, während potenzielle Beteiligte aus der Produktion lokal in den Landkreisen identifiziert werden.
Weiterverarbeitungs- und Vermarktungsstruktur ökologisch erzeugter Mähdrusch-Sonderkulturen
Mit dem Initialisierungsmanagement werden Wirtschaftlichkeit, technische sowie hygienische Umsetzbarkeit und Marktpotentiale beleuchtet, um daraufhin ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Angesiedelt im Auetal, wird eine regionale, norddeutsche Weiterverarbeitungsstruktur für ökologisch erzeugte Mähdrusch-Sonderkulturen wie zum Beispiel Buchweizen, Linsen, Hanf, Körnerleguminosen und viele weitere aufgebaut. Die geernteten Kulturen in kleinen Mengen werden nach der Ernte aufbereitet, veredelt und für Kundinnen und Kunden zielgenau verpackt. Dazu wird ein Netzwerk zwischen Akteuren aus Landwirtschaft, Vermarktung bzw. Weiterverarbeitung sowie Endkundinnen und Endkunden erzeugt.
Entwicklung, Herstellung und Vermarktung veganer Lebensmittel in der Region
Es werden regionale, pflanzenbasierte Brotaufstriche und weitere vegane Convenience-Produkte - aus Leguminosen - entwickelt, verarbeitet und vermarktet, die vorrangig aus ökologischen Rohstoffen bestehen und zum Frühstück, Abendessen oder als Pausen-Snack in der AHV (Außer-Haus-Verpflegung) konsumiert werden können. Dazu wird ein Netzwerk geschaffen aus Akteuren der Erzeugung, Vorverarbeitung, Logistik, Wissenschaft und Vermarktung. Die Beteiligten des Netzwerks treten regelmäßig über neue Verarbeitungs- und Lösungswege in Dialog. Die Rohstoffe der Produkte werden Bio-Standards entsprechen und in der Region, im circa 60 Kilometer Umkreis zu Oschatz, erzeugt. Die Verarbeitung und Vermarktung der Produkte wird vorrangig in Oschatz-Dahlen stattfinden, sich aber auch auf das städtische Gebiet Leipzig erstrecken. Hierzu werden Prozesse umstrukturiert und neu geschaffen und ein betriebliches Change-Management wird eingeführt. Gegenüber der bisherigen, eher traditionellen Vermarktung über eigene Verkaufsstellen im ländlichen Raum, wird mit einem ausgewogenen Produktprogramm aus regionalen Bio-Produkten stärker differenziert und damit eine Botschaft für mehr regionale, gesunde Erzeugnisse im Marktgebiet Oschatz-Dahlen gesendet. Eine kompetente Dienstleistung steht hier für die Verarbeitung regionaler, fleisch- und pflanzenbasierter Produkte inklusive der Vermarktung, und zeigt exemplarisch, dass eine Neuausrichtung von traditionellen Fleischereibetrieben hin zu nachhaltigeren Wirtschaftspraktiken auf organischem Wege funktionieren kann. Damit wird die Region dem immer stärkeren Umschwung in Ernährungstrends hin zu einer nachhaltigen Ernährungsweise (weniger Fleischprodukte) gerecht.
Aufbau eines Tierwohl Netzwerks
Die Schlachtung von Schweinen, Geflügel und Rindern sowie anderen Wiederkäuern findet überwiegend außerhalb der Region und des Landes statt. Aktuell verlassen, über lange Transportwege, ca. 90 Prozent der Absetzer Brandenburg. Dort werden sie gemästet und geschlachtet. Nach der Verarbeitung wird ein Teil der Endprodukte zurück transportiert und den Endkundinnen bzw. Endkunden im Supermarkt, unter dem Label aus der Region oder ähnlich klingendem verkauft. Die Anzahl an Siegeln, Zertifizierungen und Labels sind so zahlreich, dass Endverbrauchende eine klare transparente Information zur Herkunft und Tierschutzstandards nicht oder nur schwierig zur Verfügung stehen. In der Region werden 50 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen als Grünland genutzt. Vor Ort existieren aktuell zwei Schlachtbetriebe mit geringer Kapazität. Eine Autonomie der Betriebe und der Region ist zum heutigen Zeitpunkt nicht sichergestellt. Hier sind viele kleine und mittlere Betriebe tätig. In der Initialisierungsphase wird ein Netzwerk der Akteure in der Region aktiviert und Zusammenschlüsse kleinerer und mittlerer Betriebe gefördert. Außerdem wird der Fragestellung nachgegangen, wie das regionale Produkt in das Sortiment des Handels gelangen kann und wie moderne Vermarktungsstrukturen geschaffen werden. Hierzu gehören gemeinsame Strategien zur Vermarktung und möglichst IT-gestützte Systeme, um die Endverbrauchenden zu erreichen. Die Erprobung der regionalen Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen wird in einem Musterbetrieb durchgeführt. Dabei entsteht ein Umsetzungskonzept und Leitfaden zur Schaffung und Erhaltung von regionalen Wertschöpfungsketten. Durch die gewonnenen Erkenntnisse wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess sichergestellt und Optimierungen fließen direkt in Umsetzungskonzept und Leitfaden ein.
Handwerkliche Dienstleistungszentren im ländlichen Raum, Teilprojekt Kreishandwerkerschaft ODW
Das Verbundprojekt 'Konzeption und Erprobung von handwerklichen Dienstleistungszentren im ländlichen Raum' erprobt mit wissenschaftlicher Fundierung und Begleitung in einer Modellregion, ob der Kreislauf von Abwanderung, wirtschaftlicher Schwächung und Unterversorgung der verbliebenen (oft älteren) Bevölkerung im ländlichen Raum mithilfe von handwerklichen Dienstleistungszentren zu durchbrechen ist. Das Institut für Betriebsführung im DHI e. V. (itb) übernimmt in dem Forschungs-Praxis-Verbund die (herausgehobene) Rolle des wissenschaftlichen Forschungspartners, während seine Praxispartner vor allem umsetzungsorientierte Rollen haben. Im Mittelpunkt der Forschung steht in diesem Projekt die Entwicklung eines theoretischen Fundamentes für innovative handwerkliche Dienstleistungszentren im ländlichen Raum. Dabei werden in dem Projekt wissenschaftliche Erkenntnisse über handwerkliche Dienstleistungszentren gewonnen, die die Dienstleistungsforschung erstmalig um die räumliche Dimension erweitert. Das itb wird fördernde und hemmende Faktoren für den Aufbau, die innovative Ausgestaltung und den dauerhaften Betrieb der Dienstleistungszentren kritisch erforschen und detailliert analysieren. Der ländlich geprägte Untersuchungsraum, den das itb in dem Projekt exemplarisch in den Fokus nimmt, liegt im hessischen Odenwaldkreis. Der Fokus des Projekts liegt auf handwerklichen Kleinstbetrieben (unter 10 Beschäftigte) und personennahen Produkten und Dienstleistungen.
Außenarbeit: 5G-vernetzte digitale multimediale Arbeitsassistenzsysteme
Mit dem ausgebauten 5G-Netz im Märkischen Kreis bietet sich zum ersten Mal die Möglichkeit, auch im ländlichen Raum Arbeit 4.0 umzusetzen: Durch die Kopplung einzelner Campusnetze mit dem öffentlichen 5G-Netz können neue Formen der digitalen Arbeitsunterstützung, aber auch Teilhabe und Daseinsvorsorge organisiert werden – sei es in der Pflege, im Handwerk, in der Montagearbeit an dezentralen Arbeitsorten oder für Menschen mit spezifischen Beeinträchtigungen. Das hierzu geplante Modell- und Demonstrationsvorhaben '5G-Außenarbeit' steht auf drei Standbeinen: Ein 5G Demonstrations- und Reallabor am Standort der Iserlohner Werkstätten (ISWE), eine mobile Roadshow für Demonstrationen und Vorträge sowie leihweise zur Verfügung gestellte 5G-Campusnetze und 5G-fähige Endgeräte. Darüber hinaus werden für die wissenschaftliche Begleitung des Verbundprojekts die Bedarfe und Wünsche für 5G-basierte Arbeitsunterstützung als Beitrag zur Teilhabe und Daseinsvorsorge des Mittelstands analysiert. Kernzielgruppe im MK-Land sind somit KMU und ihre Beschäftigten mit (geplanten )Außenarbeitsplätzen im Märkischen Kreis außerhalb von Iserlohn, Lüdenscheid und Menden. Ein Schwerpunkt bilden KMU, die in der Außenarbeit arbeitssuchende Menschen, Menschen mit bisher prekären Beschäftigungsverhältnissen, Menschen mit spezifischen Einschränkungen (Un- und Angelernte, Behinderte usw.) und Menschen in spezifischen sozialen Lagen (Alleinerziehend, Flüchtling usw.) mit Hilfe von 5G basierten Unterstützungssystemen beschäftigen wollen. Im Rahmen des Transfers der Projektergebnisse sind KMU/Arbeitnehmer in anderen ländlichen Regionen Zielgruppe des Projektes. GBB übernimmt dabei schwerpunktmäßig die Bedarfsanalyse, Evaluation und Transfer der Projektergebnisse sowie das Management des Gesamtprojektes.
5G-Außenarbeit: 5G-vernetzte digitale multimediale Arbeitsassistenzsysteme
Mit dem ausgebauten 5G-Netz im Märkischen Kreis bietet sich zum ersten Mal die Möglichkeit, auch im ländlichen Raum Arbeit 4.0 umzusetzen: Durch die Kopplung einzelner Campusnetze mit dem öffentlichen 5G-Netz können neue Formen der digitalen Arbeitsunterstützung, aber auch Teilhabe und Daseinsvorsorge organisiert werden – sei es in der Pflege, im Handwerk, in der Montagearbeit an dezentralen Arbeitsorten oder für Menschen mit spezifischen Beeinträchtigungen. Das hierzu geplante Modell- und Demonstrationsvorhaben '5G-Außenarbeit' steht auf drei Standbeinen: Ein 5G Demonstrations- und Reallabor am Standort der Iserlohner Werkstätten (ISWE), eine mobile Roadshow für Demonstrationen und Vorträge sowie leihweise zur Verfügung gestellte 5G-Campusnetze und 5G-fähige Endgeräte. Darüber hinaus werden für die wissenschaftliche Begleitung des Verbundprojekts die Bedarfe und Wünsche für 5G-basierte Arbeitsunterstützung als Beitrag zur Teilhabe und Daseinsvorsorge des Mittelstands analysiert. Kernzielgruppe im MK-Land sind somit KMU und ihre Beschäftigten mit (geplanten) Außenarbeitsplätzen im Märkischen Kreis außerhalb von Iserlohn, Lüdenscheid und Menden. Ein Schwerpunkt bilden KMU, die in der Außenarbeit arbeitssuchende Menschen, Menschen mit bisher prekären Beschäftigungsverhältnissen, Menschen mit spezifischen Einschränkungen (Un- und Angelernte, Behinderte usw.) und Menschen in spezifischen sozialen Lagen (Alleinerziehend, Flüchtling usw.) mit Hilfe von 5G basierten Unterstützungssystemen beschäftigen wollen. Im Rahmen des Transfers der Projektergebnisse sind KMU/Arbeitnehmer in anderen ländlichen Regionen Zielgruppe des Projektes. GBB übernimmt dabei schwerpunktmäßig die Bedarfsanalyse, Evaluation und Transfer der Projektergebnisse sowie das Management des Gesamtprojektes.
Bürgerbeteiligter Betrieb eines Gemeindebusses und Pedelec-Stationen
Durch die Einrichtung eines Gemeindebusses wird eine bessere und flexiblere Erreichbarkeit der bestehenden ÖPNV-Angebote am Stollberger Bahnhof erreicht. Versorgungs-, Kultur- und Freizeitangebote sowie Märkte und Arzttermine in den Ortsteilen und in der Kernstadt können alters- und konstitutionsunabhängig besser wahrgenommen werden. Vereine, Eltern und die Umwelt werden durch Sammelfahrten zum Trainings- und Spielbetrieb entlastet. Mit der Schaffung flexibler und bedarfsgerechter Mobilitätsangebote wird eine lokale Reduzierung von Emissionen erreicht und die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger hin zu einer nachhaltigen Mobilität langfristig positiv beeinflusst. Der Gemeindebus wurde während der Projektlaufzeit für verschiedene Einsatzszenarien verwendet. Während der Baustellenphasen in den Ortsteilen und der teilweisen Streichung des Schülerverkehrs wurden Kinder zur Grundschule nach Beutha gefahren. Schülerinnen und Schüler mit späterem Unterrichtsbeginn aus den Ortsteilen erhielten durch den Gemeindebus eine flexible Transportmöglichkeit zur Altstadtschule. Viele Vereine nutzten den Gemeindebus am Wochenende, um mit Kindern zu Wettkämpfen oder anderen Veranstaltungen zu fahren. Regelmäßig ist der Gemeindebus bei Fußballern des FC Stollberg und FSV Mitteldorf im Einsatz, aber auch der Schnitz- und Klöppelverein sowie der Karnevalsverein nutzten bereits das Angebot. Fahrten zum Kindersport für die Kleinsten oder im Rahmen von Ehrungen der Freiwilligen Feuerwehr sind ebenfalls Bestandteil des Buchungskalenders. Der Pink Panther e.V. transportierte auch schon erfolgreich Hilfsgüter mit dem Gemeindebus.