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Erarbeitung von internationaler Musikliteratur unter Berücksichtigung der Herkunftsländer
Unter musikalischer Leitung eines Musikdozenten wird internationale Musikliteratur unter Berücksichtigung der Herkunftsländer der Geflüchteten erarbeitet. Die Instrumentenkunde übernehmen im Vorfeld ehrenamtliche Ausbilder des Musikvereins. Traditionelle Blasmusikliteratur wird ebenso gespielt wie herkunftsspezifische Musikstücke. Den Musikern und Zuhörer wird so der Einfluss internationaler Musikrichtungen bewusst. Bei gemeinsamen Proben und Auftritten findet außer dem Austausch auf musikalischer Ebene auch eine verbale Kommunikation statt. Neben einer nachhaltigen Integration der Geflüchteten in das dörfliche Leben wird dadurch auch ein besseres Verständnis der örtlichen Bevölkerung für die Kulturen der Geflüchteten und auch deren Nöte erreicht.
Etablierung eines integrativen und kulturübergreifenden Orchesters aus Geflüchteten und Dorfbewohnern.
Es wird ein integratives und kulturübergreifendes Orchester etabliert. Durch gemeinsames Musizieren und den Austausch zwischen Geflüchteten und Dorfbewohnern werden Kontakthemmnisse abgebaut. Die Voraussetzung für das Erlernen eines Instruments bzw. des Mitspielens im Orchester ist mit der Bereitstellung der Instrumente gegeben. Durch die kontinuierliche wöchentliche Arbeit entsteht eine intensive Bindung zwischen den Musikern. Geflüchtete werden direkt in einheimische Gruppen integriert, sie erleben den dörflichen Jahresablauf mit Brauchtumsfesten usw. mit. Andererseits erfahren die einheimischen Musiker von den Sorgen und Nöten der Geflüchteten. Wohnungs- und Schulprobleme, Abschiebung usw. werden miteinander besprochen, das Verständnis wird gegenseitig geweckt. Der Kontakt zwischen den Geflüchteten und der ortsansässigen Bevölkerung wird durch das Projekt enorm gefördert und der Integrationsprozess angestoßen.
Geflüchtete und Einheimische spielen zusammen
Geflüchtete und Einheimische spielen gemeinsam überwiegend Brett- und Kartenspiele, im Sommer finden auch Spiele im Freien statt. In einer zentralen Flüchtlingsunterkunft in Beilngries wird von einem Kreis engagierter ehrenamtlicher Helfer ein regelmäßiger, wöchentlicher Spielenachmittag veranstaltet, bei dem oft Kinder mit Elternteilen von dem privaten Spieleangebot Gebrauch machen. Durch konsequente Hilfestellung bei der Benutzung der deutschen Begriffe/Sprache und Ausnutzung des positiven Lernverhaltens der Kinder und Jugendlichen, die ihre Eltern bei der Erlernung einzelner Begriffe unterstützen, nähern sich auch die Erwachsenen spielerisch der deutschen Sprache an. Flüchtlingskinder bringen auch deutsche Schulfreunde zum 'Wir Spielen' mit. Bei jugendlichen Geflüchteten entwickelt sich Interesse an den örtlichen Vereinen, teilweise kommt es zu Beitritten.
"meet & eat"-Sommerfest mit kulturellem Rahmen- und Mitmachprogramm
Beim 'meet & eat'-Sommerfest erhalten die in Krumbach lebenden Geflüchteten die Möglichkeit, ihre Kultur über kulinarische Spezialitäten vorzustellen. Zudem wird ein kulturelles Rahmen- und Mitmachprogramm angeboten, das Geflüchtete und verschiedene Krumbacher Vereine und Organisationen im Vorfeld gemeinsam vorbereiten. Dazu werden mehrere Workshops und Treffen organisiert. In diesen Planungstreffen wird besprochen, welche Nationalitäten teilnehmen und ihr Essen anbieten. In einem Tanzworkshop wird eine Choreographie für den Abend und im Chor ein Gesangsstück einstudiert. Außerdem gibt es einen Parcours zum Thema 'Kinderspiele aus aller Welt' und ein Künstler bietet ein Mitmachprogramm an. Dabei werden Andenken an dieses Fest gebastelt, um die Krumbacher auch im Nachgang an das gemeinsame Fest zu erinnern.
Sprachkurs für Flüchtlings-Frauen mit und ohne Kinder
Flüchtlings-Frauen wird ein Sprachkurs angeboten, der die Selbstständigkeit und das Kennenlernen der deutschen Kultur fördert. Zielgruppe sind Frauen mit und ohne Kinder, die keine andere Möglichkeit haben, einen Sprachkurs zu besuchen, da sie in Xanten und in den Ortschaften drumherum oftmals isoliert leben. Für etwa vier Stunden entfliehen sie der häuslichen Eintönigkeit, kommunizieren mit anderen Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und wissen ihre Kleinkinder in unmittelbarer räumlicher Nachbarschaft behütet. Sie sind nicht gezwungen, am Ende eine Sprachprüfung abzulegen. Am letzten Tag vor den Sommerferien, vor den Herbstferien, vor Weihnachten und am Ende des Sprachkurses findet jeweils ein gemeinsames festliches Essen statt.
Tagesfahrt mit Geflüchteten verschiedener Nationalitäten und deren Paten
Die in Bad Berleburg lebenden und betreuten Geflüchteten sollen die Region außerhalb ihres Ortes kennenlernen. Zusammen mit den sie betreuenden Personen verbringen sie einen sorgenfreien und ereignisreichen Tag. Wichtig ist dabei das gemeinsame Erleben von Geflüchteten, deren Familien und den Integrations-Paten. An den Fahrten nehmen ca. 25 erwachsene Geflüchtete, ca. 10 Kinder und Jugendliche sowie ca. 15 erwachsene Betreuer teil. Es findet eine Busfahrt von Bad Berleburg an den Edersee und zurück statt, eine Schiffsfahrt auf dem Edersee mit gemeinsamen Mittagessen und ein Besuch des Wildtierparks innerhalb des Nationalparks Kellerwald-Edersee.
Deutsch für ausländische Erwachsene, Alphabetisierung und Vorbereitung auf Sprachkurse und andere Fächer
Ziel des Projekts ist die Vermittlung von Grundkenntnissen in Deutsch für ausländische Erwachsene, eine Alphabetisierung und die Vorbereitung auf weitere Sprachkurse. Desweiteren sollen ausländische Schüler Hilfestellung in Deutsch und anderen Fächern erhalten. Durch die relativ große Anzahl an ehrenamtlichen Lehrern können viele Schüler unterstützt werden. Sehr gut angenommen wird auch die Betreuung von Kleinkindern, die zum Unterricht mitgebracht werden und die durch eine pensionierte Kindergärtnerin erfolgt. Das Ziel der Sprachförderung liegt bei den Erwachsenen vor allem darin, sie auf einen öffentlich geförderten Sprachkurs vorzubereiten. Für die Grundschulkinder wird das Sprachstandsniveau erheblich angehoben und somit auch deren Selbstvertrauen gesteigert.
Integration einer afghanischen Familie mit drei Kindern in das Dorf und die Region.
Vor allem einer afghanischen Familie mit drei Kindern, aber auch Geflüchteten und Migranten der Region soll eine nachhaltige Integration im ländlichen Raum ermöglicht werden. Dazu bedarf es der Teilhabe am Dorfleben, der Vermittlung von Kontakten zu hier lebenden Familien, der Vermittlung von deutscher Kultur und Lebensart - aber auch eines offenen und freundlichen Willkommensklimas im Dorf und der Region. Das interkulturelle Verstehen muss in beide Richtungen angeregt und entwickelt werden. Der Sprachförderung und dem Kennenlernen des Gesellschaftssystems kommt oberste Priorität zu. Praktische Hilfen, Patenschaften, Sprachtandems sowie Unterstützung bei Arzt und Behördenbesuchen und die Eingliederung in Arbeit in der Region werden umgesetzt.
Bereitstellung eines Fahrdienstes zur Verbesserung der Mobilität der Geflüchteten
Ein Fahrdienst wird zur Verbesserung der Mobilität der Geflüchteten und anderer Bedürftiger eingerichtet und bereitgestellt. Dazu soll ein Fahrzeug geleast werden. Fünf geeignete Personen aus dem Kreis der Geflüchteten, die bereits in ihren Heimatländern über eine Fahrerlaubnis verfügen, erhalten einen Zuschuss zur Erlangung einer Fahrerlaubnis in Deutschland, um die Fahrten des Fahrdienstes übernehmen zu können. Zusätzlich werden Freiwillige aus der Dorfgemeinschaft gewonnen, die ebenfalls den Fahrdienst unterstützen. Damit wird für die Geflüchteten, die in den unterschiedlichen Ortsteilen untergebracht sind, die Möglichkeit verbessert, am öffentlichen Leben teilzuhaben.
Eröffnung und Betreiben eines Junior-Cafés als inklusives-interkulturelles "Miniunternehmen" in Kooperation mit Ehrenamtlichen
In dem Projekt werden 10 junge Migranten mit deutschen Jugendlichen und ehrenamtlichen Erwachsenen zusammengebracht. Gemeinsam mit den deutschen SchülerInnen und einigen Jugendlichen aus Polen eröffnen und betreiben sie auf dem Gelände vom Schloß Trebnitz ein selbst konzipiertes Junior-Café. Dazu werden die Jugendlichen im Vorfeld in Lerneinheiten in den Bereichen Gastronomie, Buchhaltung, Floristik und Sprache ausgebildet. Sie können ihr in den Workshops erworbenes Wissen in realitätsnahen wirtschaftlichen Zusammenhängen einsetzen sowie Schlüsselqualifikationen für die erfolgreiche Bewältigung des Übergangs in den Beruf in der Praxis anwenden. Im Café arbeiten deutsche und geflüchtete Jugendliche gemeinsam mit ehrenamtlich tätigen Dorfbewohnern.