Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Bauern-Hippies-Feuerwehr! Ein Bürger und Bürgerinnen Theater

Innerhalb des Vorhabens entwickelt die Freie Bühne Wendland ein Theaterstück, inspiriert von Peter Handkes 'Die Stunde da wir nichts voneinander wussten'. Diese Produktion wird sechs Mal in den beiden größeren Orten Lüchow und Dannenberg auf den Marktplätzen aufgeführt. Das Stück wird 2020 als Theater von Bürgerinnen und Bürger mit 100 regionalen 'Wendland-typischen' Figuren inszeniert. Es zeigt damit die heutige Vielfalt einer ländlich geprägten und abgeschieden Region, die durch politische Prozesse auch ein politisches Bewusstsein entwickelte, denn bis 1989 war das Wendland Zonenrandgebiet und nahezu 'Niemandsland'. Durch die Anti-Atom Protestbewegung entwickelte sich quer durch alle gesellschaftlichen Zusammenhänge ein solidarisches und tolerantes Nebeneinander. Ein Platz irgendwo im Wendland, wo zahllose Passanten, die kommen und gehen, ob allein, zu zweit oder in Gruppen, einander begegnen oder auch nicht, wird zur Bühne des Alltags der Menschen in der Region. Sie alle haben ihre Geschichten, Gedanken, Erlebnisse und hinterlassen Spuren. Durch die gezielte Beteiligung unterschiedlicher, gesellschaftlicher Gruppen werden neue lokale Zusammenhänge gefördert oder traditionelle Konkurrenzsituationen aufgeweicht. Aber nicht nur Laien, auch professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler werden mitspielen, um besondere Figuren und Vorgänge sowie feine, poetische Szenen darstellen zu können. Begleitet wird das gesamte Projekt von einer Dokumentarfilmerin, die in Kontakt mit dem NDR und ARTE steht und eine Ausstrahlung der Dokumentation verhandelt. Das Projekt regt die Diskussion in anderen strukturschwachen Regionen an, über künstlerische Prozesse und kulturelle Partizipation neue Perspektiven für ländliche Entwicklung zugeben.

Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Kunst Schaufenster

Ziel des Vorhabens 'Kunst Schaufenster' ist es, leerstehende Schaufenster wieder einer Bedeutung zurückzuführen. Diese werden Bestandteil und Erweiterung des Projektes 'Orientierungsraum Landschaft' und beziehen sich auf die geografische Region des Höhenzugs Huy. Viele der Schaufenster zumeist kleiner Einkaufsläden innerhalb von Ortslagen, haben ihre Aufgabe und den Zusammenhang, in dem sie standen, im Strukturwandel der letzten Jahre verloren. Das 'Kunst-Schaufenster' wird im Gebiet sukzessiv etabliert. Zu diesem Zweck werden vier noch vorhandene, aber nicht mehr genutzte Schaufenster zeitgebunden angemietet, je zwei Schaufenster pro Projektjahr. Jedes Schaufenster wird ein eigenständiges Kunstwerk, entweder als Diorama, kabinettartig oder als plastische Skulptur, die einen materiellen und geistigen Bezug zur erlebten Umwelt anregt. Die Schaufenster werden von den Künstlerinnen und Künstlern im Rahmen von dafür vorgesehenen, zeitlich begrenzten Stipendien gestaltet und auch umgestaltet.

Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Kunst auf dem Land – nur mit der Jugend!

Mithilfe des Projekts werden Jugendliche für die ehrenamtlich organisierte Kultur in der Raiffeisen-Region gewonnen und so gemeinsam mit ihnen das kulturelle Angebot nachhaltig gestaltet. Auf diese Weise werden die regionale Identität der Jugendlichen und damit die Verbundenheit mit der Region gestärkt. In der ersten Phase geht es um die professionelle Einbindung, Motivation und Beratung der Jugendlichen. Dazu werden Schulklassen gewonnen, um gemeinsam Umfragen zu entwickelt, mit denen die Jugendlichen dann gezielt angesprochen werden. Auf Grundlage dieser Umfragen werden die Motivationen und Wünsche der Jugendlichen erarbeitet, bevor in einem Planspiel Schulklassen für zwei Tage in die Rolle von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern und der Medien schlüpfen, um über kulturelle Projekte zu beraten und zu entscheiden. Im Anschluss werden Teams gebildet, die jeweils eine Projektidee mit professioneller Unterstützung ausarbeiten. In der zweiten Phase wird ein regionaler Kultur-Wettbewerb vorbereitet und durchgeführt, in dem Jugendliche sich mit ihren Projektideen bewerben können. Eine Jury wählt die besten Kandidaten anhand im Vorfeld festgelegter und veröffentlichter Kriterien aus. Die ausgewählten Projekte werden mit einem Budget ausgestattet und bekommen einen erwachsenen Paten aus der Region zu Seite gestellt, welcher bei der Umsetzung des Projektes unterstützt. Die Ergebnisse werden dann jährlich in der regionalen Kultur-Werkstatt vorgestellt. So können die teilnehmenden Jugendlichen der nächsten Jahrgänge schon einmal einen ersten Eindruck bekommen und Kulturluft 'schnuppern'.

Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Zukunft Glasgestaltung

Mit dem Vorhaben werden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte für die gestalterische Arbeit mit Glas begeistert und über Berufsperspektiven in der Glasbranche informiert. Zu den Maßnahmen zählen Schülerworkshops, Lehrerfortbildungen, ein Designwettbewerb für Schülerinnen und Schüler sowie die Teilnahme an Karrieremessen. Das Projekt gliedert sich in drei Arbeitspakete, erstens die Konzeptionierung und Durchführung von Fortbildungen für Pädagogen, zweitens die Konzeptionierung und Durchführung von praktischen Schülerworkshops und drittens die Veranstaltung eines Wettbewerbs 'Glas und Design'. Flankiert wird das Projektziel durch die Teilnahme des im Vorhaben beauftragten Glasgestalters auf Karrieremessen, um dort für den alten Beruf des Glasmachers zu werben. Das Konzept für Lehrerfortbildungen zur Glasgestaltung umfasst auch Handreichungen für Lehrkräfte mit Anwendungsbeispielen. Damit stehen den Lehrkräften pädagogisch aufbereitete Informationen zur Vermittlung der Bedeutung des Werkstoffs Glas, seiner Geschichte und wirtschaftlichen Bedeutung, den Fertigungs- und Bearbeitungsmöglichkeiten, Berufsperspektiven sowie ausgewählte Praxisbeispiele für die gestalterische Arbeit mit Glas im Unterricht zur Verfügung. Das Konzept der Schüler-Workshops zielt auf den gestalterischen Prozess, die Methodenvermittlung und die Förderung der Kreativität bei den Schülerinnen und Schülern ab. Die Schülerworkshop-Materialien werden zusammen mit den Lehrermaterialien zum Projektende in einem Kompendium veröffentlicht. Im Rahmen des Wettbewerbs können die Schülerinnen und Schüler Beiträge zum Produktdesign einreichen, die 5 besten werden von einer Jury ausgewählt und im Rahmen eines Projekttages an der Glasfachschule Zwiesel in Glas gefertigt und als Preis übergeben.

Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Kultur mobil: Natur trifft Kunst und Kultur in Coswig (Anhalt)

Das Vorhaben entwickelt eine Organisationshilfe in der Stadt Coswig, durch die alle Menschen, trotz Alters- oder Gesundheitsbarrieren, Altersarmut und fehlender Mobilität direkt in den Ortschaften zusammenkommen, um das Gemeinschaftsgefühl wieder mehr aufleben. Zentrale Bausteine des Vorhabens sind die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen (u.a. kreative Kurse unter Anleitung von Künstlerinnen und Künstlern, Vorträge zu Kunst und Kultur, Konzerte) in den verschiedenen Ortschaften, Erarbeitung von Hilfestellungen für die Durchführung von Veranstaltungen sowie der Aufbau eines Netzwerks von Kunstschaffenden, Vereinen und Laien, die mit Veranstaltungen das kulturelle Leben der Stadt bereichern wollen. Im Projektzeitraum wird dafür der Grundstein gelegt. So wird in möglichst vielen Ortschaften wieder ein kleines Netzwerk von Akteuren entstehen, die auch nach der Projektlaufzeit ihre Angebote weiterführen. Hierzu werden im Rahmen des Vorhabens Kreativität und Eigeninitiative gefördert. Die Stadtverwaltung, Ortschaftsräte und auch der Naturpark Fläming e. V. bleiben dabei Unterstützer und können weiterhin Input geben. Damit wird über den Vorhabenzeitraum hinaus eine neue Verbindung zwischen vorhandener Infrastruktur auf dem Land mit neuen kreativen Angeboten aus dem Spektrum Kunst und Kultur geschaffen, die beispielgebend für andere ländliche Regionen sein können.

Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Internationale Musiktage Wörrstädter Land - Historische Musik in Dorfkirchen

Ziel dieses Vorhabens ist die Verbindung von historischen Dorfkirchenbauwerken mit hochwertigen Kulturangeboten, wodurch die kulturelle Teilhabe gewährleistet und qualitativ weiterentwickelt wird. Zudem werden Bürgerinnen und Bürger angeregt, am Kulturgeschehen teilzunehmen und sich mit ihrer eigenen kulturellen Vergangenheit zu beschäftigen. Generell wird dadurch das Kulturangebot innerhalb der Verbandsgemeinde Wörrstadt gesteigert und Strahlkraft auf den angrenzenden Großraum Rhein-Main-Frankfurt ausgeübt. Mit diesem Vorhaben wird pro Jahr eine historisch-musikalische Veranstaltungsreihe an vier Sonntagen in jeweils einer anderen Dorfkirche im Zeitraum von September bis Oktober durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Musizieren mit historischen Instrumenten, der Beteiligung von nationalen sowie internationalen Künstlerinnen und Künstler und jungen Musikstudierenden. Kinder aus Grund- und weiterführenden Schulen der Verbandsgemeinde Wörrstadt werden in das kulturelle Programm miteingebunden.

Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Bodenwerder MACHT selbst – kultuerelle Teilhabe für mehr Miteinander

Mit diesem Vorhaben erinnert die Kleinstadt Bodenwerder, die Bürgerinnen und Bürger an ihre Möglichkeiten der Mitgestaltung in ihrer Stadt. Hierfür bietet Bodenwerder über zwei Jahre hinweg Projekte zum Mitmachen an - so wird Selbstwirksamkeit erfahrbar. Mithilfe von Expertinnen und Experten werden lokale Legenden aufgearbeitet und ins 'Hier und Jetzt' geholt. Mithilfe von Vereinen und Initiativen werden kulturelle Veranstaltungen, wie 'Kino an der Weser' und 'Disco im Leerstand' organisiert. Zudem werden Geräusche gesammelt und damit ein Theaterstück inszeniert bei dem Kunstschaffende aus Berlin, Hannover und Bodenwerder zusammengebracht werden. Personen mit Migrationshintergrund und Jugendliche werden kulturelle Teilhabe erfahren und zusammen mit anderen Beteiligten einen leerstehenden Drogeriemarkt in der Fußgängerzone zu einem Zentrum für Kultur und Bürgerdienste umgestalten.

Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Museumspädagogisches Programm zum Thema Moorkolonisation

Das Vorhaben sensibilisiert die Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Esens, insbesondere Schülerinnen und Schüler, für die lokale und regionale Kulturlandschaft der sogenannten Moorkolonien und deren Historie. Viele Schülerinnen und Schüler wohnen in ehemaligen Kolonaten, verfügen aber über lediglich geringes Wissen darüber. Auch ältere Menschen haben kaum noch Erinnerungen daran und so geht das kulturelle Gedächtnis zunehmend verloren. Durch Wissensvermittlung und Bewusstseinsbildung bei der jüngeren Generation wird der kulturhistorische Wert der Landschaft der Moorkolonien und die Lebensweise der Vorfahren vermittelt und ein Beitrag zu deren Erhalt geleistet. Da die Kulturlandschaft der Moorkolonien auch einen touristischen Aspekt besitzt, werden durch die Aufnahme entsprechender Inhalte im örtlichen Museum dessen Attraktivität erhöht und auf diese Weise die Region gestärkt. In Zusammenarbeit mit zwei pädagogischen Fachkräften wird zudem ein museumspädagogisches Programm entwickelt, um Schülerinnen und Schülern ihre Kulturlandschaft und ihre Geschichte näher zu bringen, indem sie die Zeit der Moorkolonisten spielerisch nacherleben können. Das Programm besteht aus zwei zentralen Bausteinen: Zum einen lernen Schülerinnen und Schüler, wie das wichtigste Nahrungsmittel der damaligen Zeit, der Buchweizen, unter den vorherrschenden Bedingungen angebaut und verarbeitet wurde. Sie backen zusammen Brot und erleben so, welchen Bedingungen die Menschen ausgesetzt waren. Zum zweiten werden Arbeitsblätter sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt und anschließend zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine mobile 'Lern-Kiste' entwickelt, mit der die Inhalte auch außerhalb des Museums, etwa in den Schulen, vermittelt werden können.

Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Film. Buch. Foto.

Das Vorhaben beinhaltet die Errichtung eines 'Medien- und Vermittlungszentrums Ländliche Kultur' in der bereits vorhandenen Umweltbibliothek Großhennersdorf. Mit dem Vermittlungszentrum wird eine Debatte zum Thema ländliche Kultur angestoßen, um den laufenden Industrialisierungsprozess der Landwirtschaft gemeinsam zu reflektieren und gemeinsame Formen der zukünftigen ländlichen Kultur zu erwägen. Für die Umsetzung dieses Vorhabens werden einerseits Medien wie Fachbücher, Bildbände, Fotos und Filme sowie Musik gesammelt und zugänglich gemacht werden (online und offline, auch mit Multimedia-Ansätzen). Andererseits werden hierzu Veranstaltungen angeboten (Vorträge, Seminare), um eine gemeinsame Auseinandersetzung mit der ländlichen Kultur anzustoßen. Darüber hinaus wird eine Ausstellung konzipiert und als Wanderausstellung umgesetzt.

Kultur in ländlichen Räumen

11.03.2026

Below_1 - Gutshauskultur und Zeitzeugenerbe - Teil 1

Das Projekt 'Gutshauskultur und Zeitzeugenerbe' weckt das Interesse der Landbevölkerung an den lokalen, kulturellen Ereignissen. Dafür werden in einem ehemaligen Gesindehaus Angebote aus Musik, Literatur und Ausstellungen bildender Künste etabliert. Das Projekt besteht aus zwei Teilen, im ersten Teil 'Restaurierung Außenhülle' wird das Gebäude ökologisch und mit historischen Baumaterialien restauriert. Aufgrund des Zustandes des Gebäudes ist eine Komplettsanierung, unter anderem mit der Restaurierung des Eichenfachwerks, der historischen Strohmatten, Fenster und Türen, und der Elektro- und Sanitärinstallation notwendig. Ein weiterer Bestandteil des Projektes ist es, Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner zu Wort kommen zu lassen, die das immaterielle, kulturhistorische Erbe bewahrt haben und dieses als Zeitzeugen an die nachfolgenden Generationen weitergeben wollen, z. B. in Form von aufgeschriebenen Erzählungen, Interviews und fotodokumentierten Chroniken. Im Projekt werden außerdem eine Reihe von Großveranstaltungen umgesetzt, wie Aufführungen französischer Chansons, ein Open Air Konzert, Live Jazz und die erwähnten Zeitzeugengespräche. Durch dieses breite Angebot wird eine Basis für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Below geschaffen.