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Gesellschaftliche Teilhabe von jungen Geflüchteten
Mit dem Integrationsprojekt GeTeZu - 'Gesellschaftliche Teilhabe Zusammen' werden Aktivitäten der Ehrenamtsinitiative 'Flüchtlingshilfe Neunkirchen' gestärkt und erweitert. Es wird die Motivation von Geflüchteten gefördert, Kultur-und Wissensaustausch sowie Begegnungen werden ermöglicht, Geflüchtete werden zu verschiedenen aktuellen gesellschaftlichen Themen sensibilisiert und die neue Heimat erkundet. Junge Geflüchtete werden mit jugendgerechten und außerschulischen Angeboten gestärkt. Das Projekt ermöglicht den Projektteilnehmern entsprechende organisierte Lernprozesse. Z.B. gibt es saarlandweit verschiedene solcher Angebote, sie sind kostenfrei oder günstig, aber es entstehen Fahrtkosten. Diese Fahrtkosten werden für aktive ProjektteilnehmerInnen erstattet. Bestandteile des Projekts sind die Begleitung und Unterstützung von Geflüchteten in Sachen Schule und Kindergarten sowie Alltag durch gemeinsame sowie individuelle Einzelcoachings, Hausaufgaben- und Sprachhilfe. Es erfolgt eine Wissensvermittlung und ein Informationsaustausch für Geflüchtete, Migranten, Flüchtlingshelfer sowie Interessierte durch Infoveranstaltungen zu verschiedenen Themen oder niederschwelige Workshops/Coachings zu praktischer Arbeit. Ausflüge, Exkursionen und erlebnispädagogische Orientierungen in der neuen Heimat, z.B. Besuche eines Bauernhofs, von Landwirtschaftsbetrieben, Naturparks, kulturellen und historischen Einrichtungen, Saarschleife oder den Schlossberghöhlen in Homburg. Die Öffentlichkeitsarbeit umfasst u.a. eine eigene Facebook-Seite, Einladungen sowie Flyer in Deutsch und in 2-3 von den Geflüchteten verwendeten Sprachen.
Treffen von Geflüchteten und Einheimischen, Unterstützung für Einstellungstests und Alltag
Bei einem Treffen lernen sich Geflüchtete und Einwohner aus Pfungstadt niedrigschwellig kennen und knüpfen Kontakte. Ängste und Vorurteile können überwunden werden, Einheimische unterstützen Geflüchtete bei Hausaufgaben, vertiefen das im Deutschunterricht Gelernte und bieten Hilfestellung bei Alltagsfragen (Vereine, Vernetzung in Pfungstadt usw.) an. Nach einer Anfangsphase in städtischen Räumen (Kinder- und Jugendförderung) läuft eine Probephase, in der direkt eine der Unterkünfte von Ehrenamtlern besucht wird. Das Angebot soll auch auf die anderen Unterkünfte übertragen werden. Wöchentlich geht eine kleine Gruppe Menschen für zwei Stunden in die Gemeinschaftsunterkunft. Weiterhin hilft Rechenunterricht, Lücken zu schließen und sich auf Einstellungstests/Berufsausbildung vorzubereiten. Es sollen Gruppen gebildet werden, deren Zusammensetzung sich am Können der Menschen orientieren; eine Heranführung an die verschiedenen Schwierigkeitsstufen von Rechnen im Alltag findet statt.
Wohnwerkstatt
Im Landkreis Göttingen in Niedersachsen zeigt sich ein fortschreitender demografischer Wandel, der sich in einem hohen Leerstand und einer ausdünnenden Infrastruktur in den Dörfern niederschlägt. Ziel des Vorhabens ist die Schaffung nachhaltiger sozialer Infrastrukturen und neuer Wohnformen für Ältere in ländlichen Räumen. Hierdurch werden auch Leerstände in den Dörfern einer neuen Nutzung zugeführt. Mit den Projektmitteln wird eine Art mobile Wohnberatung mit Aspekten einer Dorfmoderation finanziert. In drei Dörfern finden Treffen und Workshops mit lokalen Akteuren zur Bedarfsermittlung und Zielformulierung statt. Im Rahmen eines Immobilienchecks werden potenzielle Immobilien im Dorf ausfindig gemacht. Für diese werden verschiedene Projektideen auf Umsetzbarkeit überprüft. Während der Projektlaufzeit werden keine konkreten baulichen Maßnahmen umgesetzt. Der Entwicklungsprozess innerhalb der Dörfer ist angestoßen: In einem Dorf wird nach Ende der Projektförderung ein Bürgerverein ins Leben gerufen mit dem Ziel, eine Sozialgenossenschaft zum Erwerb einer Immobilie zu gründen.
Verbesserung des Betreuungsschlüssels mit Hebammenhilfe
Ziel des Projektes ist die Verbesserung des quantitativen und qualitativen Betreuungsschlüssels mit Hebammenhilfe im ländlich geprägten Ortenaukreis. Dafür wird der Verein 'Netzwerk für Hebammen und Familie e.V.' gegründet, der alle relevanten Akteure rund um das Thema Hebammenhilfe identifiziert und in die Ausarbeitung von Vorschlägen zur Verbesserung des Betreuungsschlüssels mit Hebammen einbindet. Weiterhin wird der gegenwärtige, quantitative und qualitative Betreuungsschlüssel im ländlichen Ortenaukreis durch eine Datenerhebung analysiert. Dafür wird ein Fragebogen entwickelt und Befragungen und Datenerhebungen unter Hebammen, jungen und werdenden Eltern sowie Gemeinden und Städten im Ortenaukreis durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen der Datenerhebung und der Umfragen sowie unter Einbezug wissenschaftlicher Literatur wird ein Konzept zur Verbesserung des Betreuungsschlüssels mit Hebammen im Ortenaukreis erarbeitet, welches als Puzzle-Lösung konzipiert werden kann und aus vier Maßnahmenpaketen sowie einer langfristigen Lösungsstrategie besteht.
Anbindung an die örtlichen Vereine und Schaffung eines Treffpunkts
Im Rahmen des Projekts werden die Geflüchteten integriert und ihre Selbstständigkeit durch Anbindung an die örtlichen Vereine und die Schaffung eines Treffpunkts auf dem Freigelände der Unterkunft gefördert. Dabei soll der Outdoorbereich offen gelegen sein, so dass auch Jugendliche vom Dorf mit Jugendlichen aus der vorläufigen Unterkunft gemeinsame Aktivitäten erleben können. Das Ziel ist, die Gemeinsamkeit in den Teilorten und das Miteinander zu fördern.
Medienkompetenz für Geflüchtete und einheimische Mütter
In Visbek wird Geflüchteten und einheimischen Müttern durch das niederschwellige Kursangebot 'Kennenlernen von facebook, twitter, youtube und Instagram. Wie begleite ich meine Kinder kompetent im Internet?' eine Qualifizierung im Bereich Medienkompetenz angeboten. Darüber hinaus bietet die von einem Dozenten der KVHS Vechta durchgeführte Internetschulung den Frauen die Chance, sich zu vernetzen. Als Dolmetscher stehen Geflüchtete zur Verfügung, die einen Sprachkurs (Sprachniveau B1) besuchen. Die Tätigkeiten als Dozenten ermöglichen ihnen, das Gelernte in einer Art Arbeitsumfeld umzusetzen.
Multifunktionstreffpunkte für interkulturelle Begegnung und Selbsthilfe
In Vetschau werden Multifunktionstreffpunkte mit einer mobilen Küche, Sitzgelegenheiten, Tischen, Schrankboxen, Werkzeug, Tischtennisplatte, Trampolin, Beleuchtung und Unterhaltungselektronik ausgestattet. Damit werden Möglichkeiten der interkulturellen Begegnung, des Austauschs sowie von Freizeitbeschäftigungen und Selbsthilfe geschaffen, um gemeinsam zu essen, zu feiern und zu arbeiten.
Interkulturelle Kontakt- und Begegnungsstätte
In Vetschau richten Geflüchtete und alteingesessene Dorfbewohner gemeinsam eine interkulturelle Kontakt- und Begegnungsstätte her. Diese besteht aus einer Küche, einer Kleiderkammer, einem Schulungs- und Treffpunktraum, einer Teestube, einer Fahrradwerkstatt, einer Grill- und Feuerstelle und einem Freigelände. Genutzt werden die Räumlichkeiten und Flächen für Freizeitaktivitäten wie gemeinsames Kochen, individueller Deutschunterricht (besonders für Frauen), Ausführung kleinerer Reparaturen, die Zusammenlegung der Kleiderkammern sowie Grill- und Sportfeste.
Verschiedene gemeinsame Veranstaltungen
Das Projekt beinhaltet verschiedene gemeinsame Veranstaltungen, die durch die Arbeitsgruppe vorher organisiert werden: Durch Mitwirkung bei der 1250-Jahr-Feier am 02.07.2017 in Gimbsheim wird die Wahrnehmung der Geflüchteten als Teil der Ortsgemeinde gesteigert. Beim Ausflug in das Museumsdorf Bad Sobernheim erfolgt ein Kennenlernen früherer Wohnkulturen in Deutschland und ein Vergleich mit der eigenen Situation im Heimatland. Beim Oktoberfest der Kulturen in Gimbsheim werden durch gemeinsame Aktivität (gemeinsamer Einkauf von Lebensmitteln und deren Zubereitung und anschließendem Verzehr) Vorurteile abgebaut und Kommunikation gefördert.
Interkultureller Workshop, Familien-Projektarbeit und Gestaltung eines Internetauftritts
Das Projekt soll die Integrationsarbeit vor Ort wirksam unterstützen und beinhaltet die Aspekte Sichtbarkeit der Hilfen, Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements und Bedürfnisse der Hilfesuchenden. Die Verwirklichung der Ziele wird in drei Schritten umgesetzt und so zur Schaffung von Perspektiven und zu mehr Nachhaltigkeit für alle Beteiligten beigetragen. Es besteht aus drei Bausteinen unter Einbindung externer Experten: 1. Interkultureller Workshop 2. Kunst und Handwerk Familien-Projektarbeit 3. Gestaltung eines Internetauftritts