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Sicherung der Daseinsvorsorge und regionale Wertschöpfung im Landkreis Elbe-Elster
Mit dem Modellvorhaben 'Land(auf)Schwung' will das BMEL strukturschwache Regionen dabei unterstützen, neue Wege in der integrierten ländlichen Entwicklung zu erproben. Unterstützt wird die Umsetzung kreativer Ideen für die aktive Gestaltung des demografischen Wandels und der Regionalentwicklung. Entsprechend den beiden thematischen Schwerpunkten des Modellvorhabens werden in der Förderphase Lösungsansätze zur regionalen Wertschöpfung und zur Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum erprobt. Dies erfolgt eigenständig über die in der Förderregion initiierten bzw. genutzten Strukturen. So erfolgt die Auswahl der zu fördernden Projekte durch ein regionales Entscheidungsgremium. Die Projekte werden über ein Regionalbudget finanziert, für das die Förderregion die finanztechnische Verantwortung erhält. Der Landkreis Elbe-Elster schafft im Rahmen von Land(auf)Schwung Bildungsangebote für Jung und Alt und setzt dabei auf die Kooperation von Vereinen, Ehrenamtlichen, öffentlicher Hand und Unternehmen. Projekte zur Medienkompetenz ermöglichen Einwohnern kleiner Orte, real und virtuell an der Wissens- und Mediengesellschaft teilzuhaben.
REGIO KOMMUNE - Bundesweiter Wettbewerb
Im Rahmen eines Bundeswettbewerbes mit dem Titel 'REGIO-KOMMUNE' sind Städte und Kommunen in Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft dazu aufgerufen, innovative Maßnahmen zur Steigerung der Erzeugung, der Verarbeitung und des Absatzes von regionalen Produkten vorzustellen und damit einem größeren Publikum zur Nachahmung empfehlen. Weitere Bestandteile sind die Information und Verbraucherbewusstseinsbildung in städtischen und ländlichen Regionen über den Nutzen regionaler Produkterzeugung, -verarbeitung und –vermarktung und deren Beitrag für eine nachhaltige Regionalentwicklung und Arbeitsplatzsicherung sowie die Bewahrung der Nahversorgung und Daseinsvorsorge.
EmslandDorfPlan
Das Vorhaben 'EmslandDorfPlan' hat das Ziel, mit einem kreativen Plangestaltungsprozess den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaften im Landkreis zu fördern. Über die Projektmittel finanziert der Landkreis Emsland externe Expertinnen und Experten zur Erarbeitung von grafischen Zukunftsplänen für die ausgewählten Dörfer. Der Prozess besteht aus einem dreistufigen Verfahren: Bestandsanalyse, Zukunftsvision und Formulierung von konkreten Projekten. Die Ergebnisse werden jeweils in 'DorfPlänen' dokumentiert und in abschließenden Bürgerversammlungen vorgestellt. An zentralen Orten in den Dörfern werden die DorfPläne sichtbar für die gesamte Dorfgemeinschaft platziert. Alle Dörfer sehen ihren DorfPlan als Handlungsauftrag für die Dorfgemeinschaft. Insgesamt werden pro Dorf mehr als zehn Maßnahmen entwickelt und teilweise noch in der Projektlaufzeit erste kleinere Maßnahmen umgesetzt (wie beispielsweise Sitzbänke als Ausgangspunkt für Mitfahrgelegenheiten). Durch den Landkreis wird die Realisierung von entwickelten Maßnahmen finanziell unterstützt (50 Prozent Förderung pro Dorf, maximal 5.000 Euro). Durch Jahrestreffen mit allen beteiligten Gemeinden wird der Prozess langfristig weiterentwickelt. Entstanden ist ein Handbuch, in dem die Methode dargestellt wird und das zur Übertragung auf weitere Dörfer genutzt werden kann. Darüber hinaus wird die Emsland-DorfApp als Informations- und Kommunikationstool mit Projektmitteln entwickelt, die von circa 20 Dörfern des Landkreises genutzt wird. Dem Wissenstransfer kommt im BULEplus eine herausragende Rolle zu, daher wird dieses Projekt 2025 dabei unterstützt, die gesammelten Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die Breite zu tragen.
Zukunft Landfrauenverbände
Der demografische Wandel führt in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs zu einem Bevölkerungsrückgang. Dies zeigt sich auch in den Mitgliederzahlen der Landfrauenverbände. Gleichzeitig spüren sie eine Ehrenamtsmüdigkeit. Der Brandenburger Landfrauenverband e. V. und der Landfrauenverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. werden gemeinsam ihre Zukunftsfähigkeit und die der Frauen in ländlichen Räumen stärken. Ziel des Vorhabens ist die Gewinnung neuer Mitglieder und die zeitgemäße Neustrukturierung der Verbandsstruktur. Mithilfe der Projektmittel wird eine externe Organisationsberatung mit der Analyse der Ausgangssituation beauftragt. Im Rahmen von Workshops, Interviews und Recherchen werden fünf Handlungsfelder abgeleitet: Sichtbarkeit erhöhen, Ressourcen managen, Veränderungen innerhalb der Mitgliederstruktur gestalten, in die Offensive gehen und verhärtete Strukturen neu denken und anpassen. Das Ergebnis zeigt, dass es Orte/Räume braucht, in denen Treffen stattfinden können, und neue ehrenamtliche Formen, wie zum Beispiel eine stärkere Projektorientierung oder eine zeitlich klar begrenzte Aktivität. Außerdem werden Engagement durch hauptamtliche Strukturen im Hintergrund gestärkt und die interne Vernetzung intensiviert. Im Anschluss an die Projektförderung sind alle Kreis- und Ortsgruppen der Landfrauenverbände in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, sich mithilfe der erarbeiteten Handlungsempfehlungen zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Benroth: Ein Dorfverein für alle(s)
Burglemnitz: Schritt für Schritt als Team zum Erfolg
Marbeck: Vielseitiges Organisationsteam unter dem Dach des Heimatvereins
Gut vorbereitet in den Wettbewerb starten
Der Wettbewerb entfaltet seine Wirkung am besten dann, wenn er von Anfang an als gemeinsames Projekt verstanden wird. Eine erfolgreiche Teilnahme am Dorfwettbewerb beginnt mit einer guten Vorbereitung. Die ersten Schritte müssen aber nicht kompliziert sein, ganz nach dem Motto „Einfach mal (mit)machen“. Hier finden Sie Tipps und Praxisbeispiele zur gelungenen Wettbewerbsorganisation.
Neutrebbin: Hauptamt unterstützt Ehrenamt im Wettbewerb und darüber hinaus
Lassen Sie sich unterstützen: Beratung und Vernetzung
Eine erfolgreiche Teilnahme am Dorfwettbewerb lebt von guter Zusammenarbeit. Dabei kann es hilfreich sein, auf Unterstützung von vielen Seiten zu bauen und unterschiedliche Akteure auch über die Dorfgrenzen hinaus einzubinden. Hier finden Sie Tipps und Praxisbeispiele aus den vorherigen Wettbewerbsrunden, die zeigen, von welchen Seiten Unterstützung möglich ist und wie sie aussehen kann.