Suchergebnisse für:
3859 Ergebnisse
"Rainer Winkel Kulturforum" - Vernetzung und Unterstützung der regionalen Kulturszene
Mit diesem Vorhaben entwickelt das 'Rainer Winkel Kulturforum' eine Plattform für regionale Akteurinnen und Akteure der Kulturszene. Die altbairischen Kulturwurzeln, einst zersplittert durch Verwaltungsreformen, ermöglichen einen Brückenschlag zwischen den trennenden Verwaltungsgrenzen hinweg und bilden den Nährboden für eine gelebte, regionale Identität. Ziel des Kulturforums ist die gemeinsame Weiterentwicklung der gewachsenen Kultur dieses Raumes über Dialogplattformen und einen effizienten Kultur-Dienstleister. Über das neue Netzwerk werden Grundlagen von Wissen und die technisch notwendige Ausstattung zur Verfügung gestellt, damit Kultur aus und im 'Rainer Winkel' weiter aktiv gelebt werden kann. Der 'Rainer Winkel' als Region demonstriert damit modellhaft auch für andere Regionen, dass sich Tradition und Moderne gut verbinden lassen und kulturelle Identität grenzüberschreitend gestärkt werden kann.
KanalDigital | Smart unterwegs auf den Spuren von Günter Grass im Lauenburgischen Land
Günter Grass wurde durch den Zweiten Weltkrieg heimatlos. Seine Geburtsstadt Danzig mussten er und seine Familie nach 1945 verlassen, eine Ersatzheimat fand er im Alter im Lauenburgischen Land am Elbe-Lübeck-Kanal. Die Endmoränenlandschaft in der Nähe von Lübeck erinnerte ihn an Kaschubien im Danziger Hinterland. In einem Haus in Behlendorf lebte Günter Grass fast dreißig Jahre. Der kleine Ort und seine Umgebung fanden Eingang in das literarische und bildkünstlerische Schaffen des international bekannten Nobelpreisträgers. Als Verfechter, der häufig gescholtenen deutschen 'Provinz' wollte, Grass ganz bewusst in Behlendorf begraben werden. Darüber schrieb er sogar in seinem letzten Buch 'Vonne Endlichkait'. Mit Hilfe einer digitalen Tour erfahren Interessierte bei einer Wanderung oder Radtour mehr über Günter Grass. An verschiedenen Punkten in Behlendorf und Umgebung, die mit Günter Grass in enger Beziehung stehen, werden sich die Nutzerinnen und Nutzer mit Hilfe einer App vor Ort über das Leben und Werk des Grafikers, Malers, Bildhauers und Schriftstellers informieren. Ein bekannter Schauspieler führt in einzelnen Videos durch die App. Dieses innovative Angebot richtet sich sowohl an Einheimische als auch an Touristinnen und Touristen, Wanderinnen und Wanderer, Sportlerinnen und Sportler und Geflüchtete. Es hat Modellcharakter, auch für andere Kulturstandorte im ländlichen Raum, an denen deutsche Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Künstlerinnen und Künstler gewirkt haben.
JAKOB – Projekt zur Entwicklung eines aktiven Kulturnetzwerkes im Markt Mömbris
Im Projekt JAKOB wird die Vernetzung im Bereich der kulturellen Arbeit im Markt Mömbris gestärkt. Dafür werden neue Formate gemeinschaftlich entwickelt und für die Kulturarbeit auf dem Land umgesetzt. Hierzu werden, gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Vereinen, Initiativen und Kulturschaffenden der Region, insgesamt vier Kunstaktionen entwickelt und durch interdisziplinäres Arbeiten gemeinsam inszeniert und umgesetzt. Im ersten Teilprojekt werden architektonisch oder topographisch besondere Orte in der Marktgemeinde in einer Lichtinstallation sichtbar gemacht. Es ist so konzipiert, dass mit einer niedrigschwelligen Beteiligungsform viele Menschen im Markt Mömbris die Möglichkeit haben, sich einzubringen. Im zweiten Teilprojekt wird ein mobiles Museum geschaffen, das über ein Jahr verteilt in mehreren der insgesamt 18 Ortsteile, an Kindergärten, Schulen und bei verschiedenen Veranstaltungen im Marktgebiet eine möglichst breite Masse der Bevölkerung anspricht. Gegenstand des mobilen Museums sind zwei Sammlungsbestände in der Marktgemeinde Mömbris. Zum einen sind dies die historische Sammlung des Marktes Mömbris und zum zweiten die jungen Funde aus der Ausgrabung der Burg Hauenstein. Hierfür wird ein Bauwagen umgebaut und ein größeres Gemeinschaftszelt genutzt. Neben diesen beiden 'Impulsprojekten' werden zwei weitere Projekte durchgeführt, die gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelt werden. Abgeschlossen wird das Projekt JAKOB zum einen mit einer gemeinsamen Veranstaltung als Kunstfest. Des Weiteren findet eine Zukunftswerkstatt statt, um die Erfahrungen aus dem Projekt nutzbar zu machen und weiterzuführen.
KulturKloster Duderstadt
Die Stiftung der Ursulinen Duderstadt initiiert mit dem Projekt KulturKloster eine neue Art der Kulturarbeit. Zusammen mit maßgeblichen Kultureinrichtungen in der Region, die als Kooperationspartner agieren, wird ein Zentrum der spartenübergreifenden, professionellen Kulturvermittlung für Kinder und Jugendliche jeder Schulform und jeder Herkunft entwickelt. Unterstützt wird das Projekt durch die Stadt Duderstadt, die eine Kulturreferentin für diesen Zweck eingestellt hat. In der Pilotphase werden Organisationsstrukturen und Netzwerke aufgebaut und beispielhafte, kulturpädagogische Angebote entwickelt und umgesetzt. Im Rahmen des Projektes werden Materialien im Bereich Musik und Theater als Grundausstattung angeschafft und drei Workshops mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Ziel ist es das kulturelle Leben der Stadt Duderstadt durch neue Kooperationsformen zu erneuern und zu stärken, was langfristig zu einer Stärkung der Identifikation und Attraktivität beiträgt. Zudem werden Schulen und Kultureinrichtungen im KulturKloster Ansprechpersonen und Konzepte zur Verfügung gestellt bekommen, um Widerstände, Träume und Probleme im Alltag durch Kulturarbeit verständlich zu machen und mit ihren Zielgruppen kreativ zu bearbeiten.
Kunstlandschaft vs. Landschaftskunst – in ländlicher Region sollen bereits verschwundene Pflanzen wieder gedeihen
Das Projekt 'Kunstlandschaft vs. Landschaftskunst' stößt durch künstlerische Intervention in der Landschaft und Bürgerbeteiligung ein Prozess an, der zur Wertschätzung der Landschaft und ihren Ressourcen beiträgt. Dadurch wird ein positiver Wandel in Gang gebracht, der zu einer ökologischeren Land(wirt)schaft führt und Modellcharakter für andere Regionen besitzt. Das Künstlerhaus Thüringen e.V. kooperiert seit 2015 mit einem örtlichen Landwirt, der Internationalen Bauausstellung IBA Thüringen (Projekt: 1.500 ha Zukunft) und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, die den Veränderungsprozess tragen. Im Projekt werden 30, von Urban Gardening inspirierte, Kleinstgärten in der Landschaft verteilt, die durch eine Wanderroute erschlossen werden. In den Kleinstgärten, die Gartenzwerge genannt werden, wachsen Pflanzen, die durch intensive Bewirtschaftung bereits aus der Landschaft verschwunden waren. In einer zweiten Phase lädt das Künstlerhaus acht Landschaftskünstlerinnen und -künstler zu Arbeitsaufenthalten ein, die sich mit dem Landschaftswandel auseinandersetzen und ihre Ergebnisse in unterschiedlicher Dimension öffentlich präsentieren. Das Projekt wird von einem Symposium begleitet, die Ergebnisse werden in einer Publikation und auf einer Website dokumentiert, welche etwa 20.000 Menschen erreicht.
kunstroe | "Kunst Schaufenster": Leerstehende Schaufenster durch Kunst wieder bedeutsam machen
Ziel des Vorhabens 'Kunst Schaufenster' ist es, leerstehende Schaufenster wieder einer Bedeutung zurückzuführen. Diese werden Bestandteil und Erweiterung des Projektes 'Orientierungsraum Landschaft' und beziehen sich auf die geografische Region des Höhenzugs Huy. Viele der Schaufenster zumeist kleiner Einkaufsläden innerhalb von Ortslagen, haben ihre Aufgabe und den Zusammenhang, in dem sie standen, im Strukturwandel der letzten Jahre verloren. Das 'Kunst-Schaufenster' wird im Gebiet sukzessiv etabliert. Zu diesem Zweck werden vier noch vorhandene, aber nicht mehr genutzte Schaufenster zeitgebunden angemietet, je zwei Schaufenster pro Projektjahr. Jedes Schaufenster wird ein eigenständiges Kunstwerk, entweder als Diorama, kabinettartig oder als plastische Skulptur, die einen materiellen und geistigen Bezug zur erlebten Umwelt anregt. Die Schaufenster werden von den Künstlerinnen und Künstlern im Rahmen von dafür vorgesehenen, zeitlich begrenzten Stipendien gestaltet und auch umgestaltet.
Filmteam | Inklusion im Kultur- und Sportbereich – eine Vereinsdokumentation
Mit dem Vorhaben wird eine Film- und Technik-Gruppe zur Langzeit-Dokumentation der vielfältigen, inklusiven Kultur- und Sportaktivitäten des Vereins TABALINGO Sport & Kultur integrativ e.V. aufgebaut. So vereinigt das Vorhaben viele verschiedene Aktivitäten und führt zu einer weitreichenden Zusammenarbeit mehrerer Kultur- und Sportaktivitäten inklusive Inklusionsarbeit. Der im Vorhaben entstehende Abschlussfilm verschafft dem Thema Inklusion eine größere Beachtung im Kultur- und Sportbereich. Bisher bietet der Verein Aktivitäten für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen bzw. mit besonderem Förderbedarf im Bereich Sport und Kultur an. Mit der Film- und Technik-Gruppe wird Mitgliedern der einzelnen Kultur- und Sportgruppen die Möglichkeit gegeben, eine Einführung in die Medienbildung zu erhalten und einen Film über die Aktivitäten des Vereins zu produzieren. Das Vorhaben ist bundeweit von Interesse, da gelebte Inklusion und Menschen mit Förderbedarf überregionale Beachtung verdienen. Mit dem Abschlussfilm, dem Produkt dieses Vorhabens, werden die inklusiven Kultur- und Sportaktivitäten des Vereins TABALINGO Sport & Kultur integrativ e.V. bundesweit bekannt gemacht und so für Inklusion geworben.
"MO(NU)MENT MAL!" – Schulkinder werden Kulturlotsen im und für den ländlichen Kulturraum
Das Vorhaben vermittelt Schülerinnen und Schüler im Bildungsprozess an Schulen die Bedeutung des kulturellen Erbes zu und begeistert sie für den Erhalt der Denkmäler. Ein weiteres Ziel ist außerdem, dass sie ihr Wissen auch, aber nicht nur, an Gleichaltrige weitergeben können, dafür werden sie Geschäftsideen erarbeiten und eine Schülerfirma gründen. In einem benachbarten Kulturraum wird diese Firma bei allen Generationen Interesse wecken und frei zugänglich sein. Auf diese Weise werden Kinder und Jugendliche in das historische Beziehungsgeflecht ihres Lebensortes eingebunden werden und die Relevanz von Selbständigkeit im kulturellen Handeln im ländlichen Raum erleben.
Theatergeschichten im Museum
Das Vorhaben verbindet die Anwohnerinnen und Anwohner der Region Teltow-Fläming mit dem bereits bestehenden Kulturangebot und vernetzt die verschiedenen, vorhandenen Institutionen, insbesondere die Schulen und Museen, miteinander. In den umliegenden Schulen und Horten werden Theaterworkshops angeboten, die ein von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickeltes, kleines Stück bzw. eine Collage mit dem Thema 'Heimat' bzw. 'meine Region' zum Inhalt haben. Die Stücke entstehen auf Grundlage von Erfahrungen der 'Alten', also jener Einwohnerinnen und Einwohnern, die seit Jahrzenten in den Dörfern leben und deren Geschichte stark von der dörflichen Gemeinschaft geprägt wurde. Es werden mehrere Besuche in den einzelnen Orten durchgeführt, um dort über ansässige Vereine oder auch durch Klingeln an den Haustüren Geschichten und Erlebnisse der Anwohner zu sammeln. Diese so entwickelten Stücke werden dann im Rahmen eines großen Festes in den verschiedenen Museen der Region aufgeführt. Über das gesamte Vorhaben sind die Anwohnerinnen und Anwohnern eingeladen, sich aktiv zu beteiligen und einen Beitrag zu den Theaterstücken und dem abschließenden Fest zu leisten. Ergänzt wird das Projekt durch eine Fotoausstellung, die Eindrücke und den Dialog mit der lokalen Bevölkerung zeigt.
Spinnalto – Ideenspinnerei in ehemaliger Weberei
Das Vorhaben erschafft in einer leerstehenden Halle der ehemaligen Weberei Mainleus in einem kreativen Prozess gemeinsam Kunstwerke. Es steht Material zur Verfügung, dieses ist entweder Müll oder auf dem Wege zur Entsorgung oder es wird nach dem Projekt weiterverwendet. Das Material inspiriert die Mitwirkenden zu ihren Kreationen. Dabei leistet jeder nach seinen oder ihren Talenten einen Beitrag, sei es als Handwerker oder -werkerin, als Kunstschaffende oder als Kommunikations- und Organisationstalent. Auf dem Weg von der Idee bis zur Realisierung werden Menschen zusammenwirken, sich gegenseitig sowie eigene und die Potenziale Anderer kennenlernen und somit ein regionales Netzwerk erschaffen. Um das Vorhaben umzusetzen, wird im ersten Schritt Kontakt zu Kunstschaffenden, Handwerkern und -werkerinnen, Betrieben, Schulen und der Bevölkerung in der Region hergestellt, um für das Vorhaben zu werben. Über mehrere Wochen entstehen durch die Teilnehmenden verschiedene Elemente wie Objekte, Texte, Musik, Bilder und andere darstellende Kunstformen. Diese Elemente werden in verschiedenen Sequenzen in Szene gesetzt und miteinander verbunden, sodass insgesamt ca. fünf bis zehn Sequenzen entstehen, die maximal zehn Minuten andauern und schließlich in einer Aufführung münden. Das gesamte Vorhaben wird außerdem dokumentiert und in einer Ausstellung präsentiert.