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Adamstown - Inklusion meets Filmkunst
Ziel des Vorhabens ist die Verfilmung des Comics und Soundtracks 'Adamstown' von Verena Braun. Dies beinhaltet die Postproduktion, Umsetzung und Erstellung von pädagogischem Begleitmaterial, eine Workshopreihe, Peer-to-Peer-Training sowie Multiplikator- und Multiplikatorinnen-Schulungen für den im Vorhaben produzierten Spielfilm. Das Material soll Lehrern und Lehrerinnen sowie Pädagogen und Pädagoginnen in der außerschulischen Bildungsarbeit über eine Internetseite zur Verfügung stehen. Es sollen damit differenzierte Diskussionen rund um Themen wie Identität, Demokratie, Werte, Alltagsrassismus, Diskriminierung, Vorurteile, Land-und-Stadt-Gefälle und soziale Lebensräume angestoßen werden. Es werden Menschen und diverse Tierarten thematisiert, die in verschiedenen Konstellationen gegeneinander konkurrieren, miteinander kooperieren, sich bekämpfen, versöhnen und letztlich lernen, vernüftig miteinander umzugehen. Eine Beteiligung am Filmprojekt ist für jedermann offen: Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Fluchtgeschichte, alte und junge Menschen, Menschen mit verschiedenen, geschlechtlichen Identitäten, kulturellen oder religiösen Hintergründen und unterschiedlichen Begehren und Einstellungen. Im Film schlüpfen sie unabhängig von diesen 'realen' Kategorien in neue Rollen. Die Fabelwelt bricht mit bestehenden Dominanzkategorien und Stereotypen und trägt so zum gegenseitigen Verständnis bei.
Bukimobil | Mobile Buchkinderwerkstatt
Das Vorhaben bietet mit mobilen Schreib- und Druckwerkstätten ('Buchkinderwerkstätten') an drei Orten in ländlichen Regionen Kindern und Jugendlichen einen vorbereiteten Raum an, in dem sie spielerisch zum eigenen Ausdruck finden können. Im Mittelpunkt steht die schöpferische Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern und Texten. Die Kinder (er)finden Geschichten, diskutieren sie in der Gruppe, schreiben sie auf, illustrieren sie und lassen so in einem schöpferischen Prozess ihr eigenes Buch entstehen. Aufgrund der Bedingungen vor Ort hinsichtlich der gewonnenen institutionellen Partner, der beteiligten Kinder (Altersstruktur, soziales Umfeld, Elternmitarbeit, Kinder von Geflüchteten), des zur Verfügung stehenden Raumes, der Mitarbeiter (Ehrenamt/Honorar) und anderer, sich stetig unterscheidender Faktoren, wird mit dem Terminus 'Flexible Druckwerkstätten' der Prozesscharakter des Projektes betont. Die Buchkinderwerkstatt mit ihren unterschiedlichen Angeboten für Kinder, Jugendlichen und auch Erwachsenen wird jeweils ein fester kultureller Treffpunkt im Ort sein und darüber hinaus auch Ausgangspunkt für zeitlich abgegrenzte Buchkinderaktivitäten mit Schulen und Kitas. Dem Wissenstransfer kommt im BULEplus eine herausragende Rolle zu, daher wird dieses Projekt 2025 dabei unterstützt, die gesammelten Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die Breite zu tragen.
"JuKuZ"- Umgestaltung eines ehemaligen Gasthofes zum Jugendkulturzentrum
Mit diesem Vorhaben wird ein ehemaliger Gasthof saniert und zum Jugendzentrum 'JuKuZ' umgestaltet. Der ehemalige Gasthof 'Weißes Ross' war über Jahrhunderte hinweg das kulturelle und soziale Zentrum der Stadt Harzgerode im Harz. Die seit 1990 dem Verfall überlassenen Räumlichkeiten des Gasthofes und der 250 qm große Saaltrakt sowie der Garten bedürfen nun einer groß angelegten Renovierung. Die für zwei Jahre angesetzten Arbeiten werden im Rahmen einer inklusiven Zukunftsbaustelle für Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen oder mit Problemen beim Berufseinstieg, der Ausbildung oder der Schule realisiert. Die Jugendlichen werden in Bauhütten zusammenleben und durch die begleitenden Mitarbeitenden die notwendigen, handwerklichen, lebenspraktischen und individuellen Orientierungen erlernen.
Musikschultaxi
Ziel des Projektes 'Musikschultaxi' ist die Verbesserung der Teilhabe am kulturellen Leben durch den Transport von Musikschülerinnen und -schülern zur Musikschule in Rodewisch und ihren Außenstellen. Durch die unzureichende Anbindung an den ÖPNV und das große Einzugsgebiet der Schule wird der Zugang zu außerschulischer, insbesondere musischer Bildung in der Region erschwert. Die Musikschule Rodewisch e.V. erprobt mit diesem Vorhaben die Einrichtung eines 'Sammeltaxis', um die Erreichbarkeit der Schule zu verbessern. Zunächst wird eine kostenfreie Fahrgelegenheit angeboten, um das Interesse und Gelingen der Idee zu erproben. Nach Ende der Projektlaufzeit wird eine Fortführung des Angebots unter finanzieller Beteiligung der Eltern durchgeführt. Durch die Bündelung von Fahrten wird auch eine Entlastung des Straßenverkehrs erreicht. Das Projekt leistet zudem einen Beitrag zur Reduktion von Schadstoffemissionen im ländlichen Raum.
Gründung des "Großer Garten Ensembles"
Das Dorf Gerswalde in der Uckermark zieht seit einigen Jahren immer mehr Kunst-, Kultur- und Filmschaffende an und bietet so den Nährboden für vielfältige, kulturelle Aktivitäten. Um diese Aktivitäten zu stärken, zu bereichern, zu bündeln und miteinander zu vernetzen, wird das 'Großer Garten Ensemble' ins Leben gerufen. Dafür wird die denkmalgeschützte Scheune der ehemaligen Schlossgärtnerei von Gerswalde zu einem multifunktionalen Veranstaltungsraum umgebaut und auf dem Gartengelände eine Freiluftbühne errichtet. In den Sommermonaten finden interdisziplinäre Veranstaltungen statt, bei denen es um neue Formen des Lebens und Arbeitens auf dem Land gehen wird und mit spielerischem Ansatz gesellschaftlich relevante Fragen gestellt und utopische Szenarien entworfen werden. Die Formate dieser Veranstaltungen beinhalten Theaterstücke, Lesungen, Talkrunden, Diskussionen, Ausstellungen, Filmvorführungen, Workshops sowie verschiedene Performances.
MKB-E4 | Multifunktionales Kultur- und Bildungszentrum im historischen Dreiseithof "Einigkeit 4"
Der denkmalgeschützte Dreiseithof in Polenz im nördlichen Sachsen spielt bereits eine große Rolle im kulturellen Leben des Muldentals, vor allem in der Aufführung klassischer und außereuropäischer Musik auf professioneller aber auch auf Amateurebene. Der Verein weitet im Rahmen des Projektes diese Aktivitäten aus und nutzt noch nicht erschöpfte Potenziale. Das historisch gut erhaltene 200 Jahre alte Ensemble mit seinen weitestgehend restaurierten Gebäuden wie der Scheune mit Heuboden und dem Kuhstall bietet eine ideale Voraussetzung für den Aufbau eines Bildungszentrums mit Fokus auf die Geschichte der Landwirtschaft und des ländlichen Lebens. Vorgesehen sind einerseits die Restauration der Fußböden und der Beleuchtung sowie andererseits die Dokumentation, Instandsetzung und Präsentation der vorhandenen heimatkundlichen Sammlungen zu Ortsgeschichte, landwirtschaftlichen Geräten und Landschaftsmalerei im Rahmen einer Überarbeitung des museumspädagogischen Konzeptes. Die Vielfältigkeit des kulturellen Angebotes dient dazu, den Dreiseithof langfristig über das Muldental hinaus als Ort der Begegnung, der Erinnerung und des ästhetischen Erlebnisses zu etablieren. Durch die Verknüpfung von Musik und Kunst mit Ausstellungen zur Heimatkunde sowie Landwirtschafts- und Technikgeschichte kann das Projekt als modellhaft für die Umgestaltung von historischen Anwesen zu vielschichtigen Kulturstandorten angesehen werden.
KIDP |"Kunst in der Platte" - Aufbau einer kulturellen Infrastruktur in der Uckermark
Im Rahmen des Vorhabens 'Kunst in der Platte' entsteht in der ländlichen Region Uckermark eine kulturelle Schaffensstätte, um das kulturelle Leben vor Ort nachhaltig zu bereichern. Zunächst werden Teile des ehemaligen Wohnblocks Libken (englisch für Haus oder Häuschen) für künstlerische und kulturelle Nutzungen umgebaut und revitalisiert. Die baulichen Maßnahmen schaffen die Voraussetzung dafür, dass Libken als offener Ort der Beteiligung wahrgenommen und genutzt wird. So werden unter anderem ganzjährig wechselnde Künstlerinnen und Künstler in der Kulturstätte leben, welche gleichzeitig als Veranstaltungs- und Begegnungsort fungiert. Regelmäßige Kulturveranstaltungen für die lokale und regionale Bevölkerung, künstlerische Workshops und Seminare werden angeboten und zur Beteiligung einladen. Als Begegnungsstätte und Dialograum wird zudem ein saisonalen Kulturcafés eröffnet, in welchem wechselnde künstlerische Arbeiten ausgestellt und so für alle Gäste Berührungspunkte mit dem kreativen Potenzial des künstlerischen Schaffens im Wohnblock Libken geschaffen werden. Nach der Eröffnung wird eine feste Anlaufstelle mit regelmäßigen Öffnungszeiten entstehen. Die Kulturstätte wird als Kristallisationspunkt einer pluralistischen, dörflichen Gemeinschaft freie Denk- und Erfahrungsräume eröffnen, zum Mitmachen einladen und als Plattform für lokale Initiativen und Projekte im ländlichen Raum dienen. Mit dem Ansatz eines in die Zukunft gerichteten Dorf- und Libken-Archivs, entwickelt das Projekt ein Modell für diskursive Praxis im ländlichen Raum, das auch auf andere Regionen angewendet werden kann. Über das Nutzungskonzept und ein offenes, partizipatives Kulturangebot wird nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen und der Eröffnungsveranstaltung langfristig und gezielt für ein Leben in der Region geworben und deutlich gemacht, dass der ländliche Raum auch heute für viele Menschen attraktiv und lebenswert ist.
Muspaed | Planung und Durchführung eines museumspädagogischen Programms zum Thema Moorkolonisation für jung und alt
Das Vorhaben sensibilisiert die Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Esens, insbesondere Schülerinnen und Schüler, für die lokale und regionale Kulturlandschaft der sogenannten Moorkolonien und deren Historie. Viele Schülerinnen und Schüler wohnen in ehemaligen Kolonaten, verfügen aber über lediglich geringes Wissen darüber. Auch ältere Menschen haben kaum noch Erinnerungen daran und so geht das kulturelle Gedächtnis zunehmend verloren. Durch Wissensvermittlung und Bewusstseinsbildung bei der jüngeren Generation wird der kulturhistorische Wert der Landschaft der Moorkolonien und die Lebensweise der Vorfahren vermittelt und ein Beitrag zu deren Erhalt geleistet. Da die Kulturlandschaft der Moorkolonien auch einen touristischen Aspekt besitzt, werden durch die Aufnahme entsprechender Inhalte im örtlichen Museum dessen Attraktivität erhöht und auf diese Weise die Region gestärkt. In Zusammenarbeit mit zwei pädagogischen Fachkräften wird zudem ein museumspädagogisches Programm entwickelt, um Schülerinnen und Schülern ihre Kulturlandschaft und ihre Geschichte näher zu bringen, indem sie die Zeit der Moorkolonisten spielerisch nacherleben können. Das Programm besteht aus zwei zentralen Bausteinen: Zum einen lernen Schülerinnen und Schüler, wie das wichtigste Nahrungsmittel der damaligen Zeit, der Buchweizen, unter den vorherrschenden Bedingungen angebaut und verarbeitet wurde. Sie backen zusammen Brot und erleben so, welchen Bedingungen die Menschen ausgesetzt waren. Zum zweiten werden Arbeitsblätter sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt und anschließend zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine mobile 'Lern-Kiste' entwickelt, mit der die Inhalte auch außerhalb des Museums, etwa in den Schulen, vermittelt werden können.
KUBA (KulturBahnhof Viktoria) - Kultur mit Zugang für alle
Mit dem Vorhaben wird das bereits bestehende soziokulturelle Zentrum in Itzehoe und der Region weiter gefördert und die meist ehrenamtlichen Projekte in Bezug auf lebendige Kultur von und für Menschen gestärkt. Durch Öffnung und Vernetzung der vorhandenen Engagementlandschaft ermöglicht das Projekt den Menschen in strukturschwacher Region eine Aktivierung 'guten Lebens statt Abwanderung'. Das Projekt setzt Aktivierungsimpulse in den Bereichen Kommunikation und Teilhabe, inhaltlich unmittelbar ausgerichtet auf das Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger. Als Zusammenschluss verschiedener Bündnisse ermöglicht das Vorhaben eine Teilhabe wie auch den Zugang für alle zur Kultur und der Nutzung moderner Medienwelten. Im Ergebnis soll eine aktive Mitgestaltung des eigenen Lebensumfeldes in der Einrichtung eines Zukunftsarchivs für ein besseres Leben im ländlichen Raum führen und eine höhere Identifikation mit sich bringen.
Wiederaufgebaute Landdiskothek "Zum Sonnenstein" als kulturelles Erbe
Das Museumsdorf Cloppenburg wagt mit dem Wiederaufbau und der Wiedernutzung der 'Diskothek Sonnenstein' in sein Ensemble einen Neuaufschlag in der Dokumentation und Vermittlung der jüngeren ländlichen Kulturgeschichte Nordwestdeutschlands. Die Wiedererrichtung des Gebäudes mitsamt seiner Einrichtung erfolgt auf dem museumseigenen Gelände und wird in die neue Baugruppe – mit dem Schwerpunkt der Nachkriegszeit – des Museums integriert. Das Museum legt damit einen Meilenstein für ein innovatives, synergetisch angelegtes Projekt zur Bewahrung eines wichtigen Segments unseres jüngeren kulturellen Erbes. Beispielhaft für die jüngere Geschichte lässt sich durch den Neuaufbau der Diskothek das neuere, kulturelle Erbe, gepaart mit aktueller Live-Musik erleben. Damit setzt das Projekt sowohl in denkmalpflegerischer, kulturtouristischer wie auch in didaktischer Hinsicht völlig neue Akzente im ländlichen Umfeld Niedersachsens: ein hochattraktives, begehbares und partizipativ nutzbares 'Schaufenster' für das Freilichtmuseum und ein aktives Forum für musikinteressierte Menschen in der gesamten Region.