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Flotte Bürger im Jugendhaus Röbel
Das Ziel des Projekts ist die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes für die Stadt Röbel, in dessen Zentrum das örtliche Mehrfunktions- bzw. Jugendhaus steht. Das Konzept beinhaltet neben der Sammlung und Aufzeichnung eines Wegenetzes, dem Aufbau eines E-Lastenrad-Leihsystems, der Entwicklung eines Nutzungskonzeptes für das Mehrfunktionshaus auch die Einrichtung einer 'Verweilstation' und eines Servicepunktes für die Lastenräder am Mehrfunktionshaus. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Mobilitätsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen gelegt. In Arbeits- und Themengruppen können die Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen ihre Ideen ergebnisoffen einbringen, um daraus die verschiedenen Mobilitätselemente zu entwickeln. An geeigneten Standorten für den Lastenradverleih werden entsprechende Servicestationen in Röbel und den umliegenden Dörfern angelegt. Außerdem wird ein Wissensspeicher für ein Wegenetz erstellt, um die Radverbindungen in der Kommune zu verbessern. Sämtliche Schritte zur Konzepterstellung werden in Abstimmung mit einer Arbeitsgruppe durchgeführt, die sich aus Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, der Stiftung Akademie Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern (ANE MV) und den Mitarbeitenden des Projekts zusammensetzt.
Mobilitätszentrum Oderland-Spree
Mit dem Konzept eines Systems von Mobilitätszentren im direkten Umfeld von Dorfgemeinschafts- und Mehrfunktionshäusern beabsichtigen die Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland mit ausgewählten kreisangehörigen Gemeinden und Städten den Anforderungen an eine attraktive und wirtschaftsfördernde Region gerecht zu werden. Beide Landkreise verfügen über einen gut ausgebauten Schienenpersonennahverkehr. Jedoch orientiert sich der kommunale öffentliche Personennahverkehr weitestgehend an der Schülerbeförderung. Erklärtes Ziel der Landkreise ist es, die Erhöhung des Umweltverbundes am Modal Split stärker zu fördern und auf mehr Zielgruppen auszurichten. Dafür werden Mobilitätsbedürfnisse verschiedener Nutzergruppen aufgegriffen und Synergien kommunaler sowie privatwirtschaftlicher Angebotsstrukturen stärker ausgenutzt. Das Projektziel ist es, zu untersuchen, wie durch die stationäre Bündelung aller vorhandener Mobilitätsformen die Herausforderungen privater wie betrieblicher Mobilität im ländlichen Wirtschaftsraum besser und nachhaltiger gemeistert werden können.
Regionale Hülsenfrüchte (Leguminosen) werden vom vorherrschenden Futteranbau zurück in die menschliche Ernährung integriert und damit der Anbau, die Verarbeitung und der Verzehr von Leguminosen gefördert. Im Projekt wird eine Wertschöpfungskette aufgebaut, um hochwertige regionale Rohstoffe aufzubereiten und für die Weiterverarbeitung und Vermarktung bereitzustellen. Dadurch wird gesunde und nachhaltige Ernährung gefördert, da Leguminosen durch ihren natürlichen Eiweißgehalt zu einer gesunden und klimatisch nachhaltigeren Ernährung beitragen, indem sie die Abhängigkeit von Tierproteinen reduzieren und die Regionalität fördern. Der Marktzugang für Hülsenfrüchte in der menschlichen Ernährung bietet den Landwirtinnen und Landwirten eine alternative Ernteoption, erweitert ihr Portfolio und ermöglicht ihnen lukrativere Margen als beim reinen Futteranbau. Die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft wird bei Hülsenfrüchten durch Stickstoffbindung, Durchwurzelung und die Verbesserung des Infiltrationsvermögens des Bodens gestärkt. Eine Reduktion von Importen und Schaffung regionaler Wertschöpfung wird im Bereich durch die einheimische Wertschöpfung etabliert. Es werden Lücken entlang der Wertschöpfungskette geschlossen. Durch Kooperationen mit regionalen Akteuren wird aktiv zur Lösung dieser Herausforderungen in dieser Region beigetragen.
Um regionale Vermarktung zu ermöglichen, werden das Verbraucherinteresse und die regionale Wertschöpfung durch Bündelung erhöht. Eine zentrale digitale Bestellung für viele Produkte einer Region wird mit Abholung an einem bestimmten Tag definiert. Durch Kundenvorbestellungen für fest terminierte Abholtage entsteht Plan- und Kalkulierbarkeit für Erzeugerinnen und Erzeuger. Der verfügbare Warenbestand wird auf Wunschbestellungen verteilt und die Kundinnen und Kunden informiert, was sie tatsächlich an einem Abholtag bekommen. Durch das System wird die kostenaufwändige Bereitstellung von immer verfügbarer Ware (Hofladen) und eine nicht kalkulierbare Absatzmenge (Wochenmarkt) umgangen. Zunächst wird eine Wissensbasis geschaffen, indem mögliche (über)regionale Projektpartnerschaften und marktbestimmende Faktoren aus Sicht der Stakeholder eruiert werden. Anhand der Analyse der Daten wird ein Warensortiment mit Lieferantenvorgaben entwickelt. Die Inhalte für Online-Medien werden festgelegt. Für die Konzeption der Umsetzung wird eine strukturierte Basis aus Kundenbefragungsergebnissen generiert, die Rückschlüsse auf die Kundenmotivation für Anfahrtsweg und Bestellprozedere liefert. Im Anschluss erfolgt die Bündelung der Ergebnisse: Viele regionale (Bio)-Lieferanten werden auf einen Ort und Tag durch Vorbestellung konzentriert. Das Regional-(Öko-)Sortiment wird vergrößert und damit die Einkaufs-Schwelle gesenkt, denn die Kundin bzw. der Kunde erhält mehr und hat ein besseres Aufwand-Nutzen-Verhältnis. Es entsteht Planungssicherheit für Kundinnen bzw. Kunden und Lieferantinnen bzw. Lieferanten durch Vorbestellung. Kundenbindung wird durch die Erzielung maximaler Lieferfähigkeit erzeugt. Die regionalen Produkte werden durch gemeinsame Kommunikation aufgewertet. Eine Reduktion der Anfahrtskilometer und des CO2-Abdrucks bei regionalem Einkauf wird erreicht. Die Datenauswertung ermöglicht Einblicke hinsichtlich einer Übertragbarkeit auf andere Regionen.
Mit dem Initialisierungsmanagement werden Wirtschaftlichkeit, technische sowie hygienische Umsetzbarkeit und Marktpotentiale beleuchtet, um daraufhin ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Angesiedelt im Auetal, wird eine regionale, norddeutsche Weiterverarbeitungsstruktur für ökologisch erzeugte Mähdrusch-Sonderkulturen wie zum Beispiel Buchweizen, Linsen, Hanf, Körnerleguminosen und viele weitere aufgebaut. Die geernteten Kulturen in kleinen Mengen werden nach der Ernte aufbereitet, veredelt und für Kundinnen und Kunden zielgenau verpackt. Dazu wird ein Netzwerk zwischen Akteuren aus Landwirtschaft, Vermarktung bzw. Weiterverarbeitung sowie Endkundinnen und Endkunden erzeugt.
Es wird eine möglichst flächendeckende Belieferung der Kindergärten und Kindertagesstätten in der Gemeinde Selfkant (ggf. zusätzlich auch in den umliegenden Gemeinden Waldfeucht und Gangelt) mit regionalen Lebensmitteln aus dem Kreis Heinsberg erreicht. Dazu wird in einer ersten Phase eng mit den KITAs zusammengearbeitet, um ihre Bedarfe zu ermitteln und um diese sowohl Prozess- als auch IT-seitig in das Konzept einfließen zu lassen. Des Weiteren werden weitere Produzenten für das Lieferantennetzwerk gewonnen, um eine möglichst hohe Abdeckung der Bedarfe der KITAs durch regionale Lebensmittel erreichen zu können. Die Initialisierungsphase endet mit dem Erstellen von Marketingmaterialien für Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Kinder und der Durchführung von Informationsveranstaltungen innerhalb der teilnehmenden KITAs sowie der Schaffung eines technischen Prototypens für die Belieferung der Kitas.
Die Entwicklung von Innovationen und die Förderung von Transformation im Ernährungssystem Richtung Regionalität und Nachhaltigkeit erfordert neue Räume. Räume, in denen es möglich ist, gemeinsam - über Berufsgruppen hinweg - zu experimentieren und neue Ansätze dafür zu finden, wie wir Ernährung denken, organisieren und umsetzen. Das Rural Food Lab wird ein solcher Ort im ländlichen Raum sein, der innovativ und integriert die Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel auf mehreren Ebenen fördert. Der Fokus liegt hier auf sozialen Innovationen, die aus vertikaler Kommunikation und Kooperation in der Wertschöpfungskette entstehen. Dabei baut die Idee auf bestehenden Erkenntnissen und Projekten aus der Region Kassel auf und nutzt vorhandene Strukturen der Gemeinde Calden. Einfach ausgedrückt ist ein Rural Food Lab eine umfassend eingerichtete Gastro-Küche an einem zentralen Punkt der Lebensmittelwertschöpfungskette. Diese Küche wird als multifunktionaler Raum konzipiert und trägt zur Vernetzung und Ausbildung relevanter Akteure bei, dient als Labor zur Entwicklung innovativer, regionaler Food-Produkte und wird ein Inkubator für neue Geschäftsmodelle im Food-Sektor sein. Das Initialisierungsmanagement wird dazu beitragen, das Konzept des Rural Food Labs zu konkretisieren und von einer innovativen Idee in eine wirtschaftlich tragfähige Form zu überführen, die im besten Falle zu einer praktischen Umsetzung eines Prototyps führt. Dazu zählt die Konzeptionierung der Idee des Rural Food Lab, die Entwicklung eines konkreten Geschäftsmodells sowie die Prüfung der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit, ein Fahrplan für die praktische Umsetzung eines Prototypens auf dem Hof Tolle in Calden-Fürstenwald sowie die Inspiration anderer Akteure der Land- und Ernährungswirtschaft, ähnliche, multifunktionale Strukturen aufzubauen.
Frudist ist ein Food-Tech-Startup, das eine innovative Technik zur schonenden und energiesparenden Gefriertrocknung von Früchten (derzeit Apfel, Birne, Erdbeere, Himbeere) entwickelt hat und darauf basierend haltbare und qualitativ hochwertige Fruchtsnacks und -toppings in eigener Produktion herstellt. Mit diesem Verfahren bleiben die Form, Farbe, der Geschmack sowie alle Vitamine und Nährstoffe der frischen Frucht auch im getrockneten Zustand vollständig erhalten. Die Verarbeitungstechnologie bietet das Potential, neue Einsatzmöglichkeiten und attraktive Absatzwege zur Verwertung vollreifer und schnell verderblicher regionaler Erzeugnisse zu erschließen. Als Überschuss und B-Ware deklarierte regionale Erzeugnisse werden im Obst- und Gemüseanbau nutzbar gemacht und folglich neue Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung und Vermarktung entwickelt, um den produzierenden Betrieben finanziell ertragreiche Wirtschaftswege aufzuzeigen sowie horizontale und vertikale Wertschöpfungsketten in der Region um Quakenbrück aufzubauen und zu stärken. In der Initialisierungsphase wird dazu ein lokales Netzwerk aus regionalen Erzeugern und weiterverarbeitenden Herstellern von Obst und Gemüse aufgebaut, welches allen Beteiligten Raum zum Austausch und zur Kooperation bietet. Dadurch werden neue Marktpotenziale zur Verarbeitung und Vermarktung von gemeinsam entwickelten und regional erzeugten Produkten erkannt und eröffnet sowie damit verbunden Absatzwege erschlossen. Die spätere Umsetzungsphase sieht vor, die regional gefriergetrockneten Obst- und Gemüsesorten sowohl in ihrer eigenen Form als auch in verarbeiteten Lebensmitteln im Raum Quakenbrück und der Weser-Ems-Region zu vermarkten und der Verbraucherschaft zugänglich zu machen.
Zielsetzung ist die Stärkung der regionalen Wertschöpfung, eine erhöhte Ernährungssicherheit in der Region und die Öffnung neuer Absatzmärkte für regionale Erzeugerinnen und Erzeuger, Verarbeitende und das Lebensmittelhandwerk. Regionale Wirtschaftskreisläufe schaffen gerade in strukturschwächeren Regionen stabile Einkommensmöglichkeiten, die in vielfältiger Weise der eigenen Region zu Gute kommen. Es wird eine regionale Wertschöpfungskette für Hülsenfrüchte in der Gemeinschaftsverpflegung auf- und ausgebaut. Dies beinhaltet den Anbau, die Ernte, die Verarbeitung und den Vertrieb entsprechender Körnerleguminosenarten und -sorten, die Entwicklung von auf diesen Hülsenfrüchten basierenden sowie den Erfordernissen der Gemeinschaftsverpflegung entsprechenden Produktideen, die Herstellung dieser Produkte in regional ansässigen Betrieben des Lebensmittelhandwerks sowie deren Einsatz in der Gemeinschaftsverpflegung in der Region. Mit der Initialisierungsförderung werden Akteure der Region zusammengeführt und Kooperationsstrukturen geschaffen, die langfristig eine regionale Wertschöpfungskette für Hülsenfrüchte sicherstellen und regionalen Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung verlässlich die Möglichkeit geben, auf pflanzenbetonte Produkte mit Hülsenfrüchten als Zutat aus der Region zurückzugreifen. Dabei werden Produkte entwickelt, die kostengünstig, hochwertig und großküchengeeignet sind und nicht zuletzt von den Zielgruppen akzeptiert werden.
Wertschöpfungspartnerschaft Spessart
Um die Wertschöpfungskette Fleisch in der Region Bayerischer Untermain/Spessart zu erhalten und weiterzuentwickeln, gründen die Marktakteure mit Unterstützung der regionalen Gebietskörperschaften ein gemeinsames Unternehmen als regionale Wertschöpfungspartnerschaft. Der Unternehmenszweck sind die Planung, der Bau, die Bereitstellung und der Betrieb gemeinsam genutzter landwirtschaftlicher Infrastruktur entlang der regionalen Wertschöpfungskette 'Fleischerzeugung'. Im Mittelpunkt steht dabei ein moderner, bedarfsgerechter, zertifizierter Erzeugerschlachthof, dem eine Schlüsselstellung der regionalen Wertschöpfungskette zukommt. Der Schlachthof wird eine zentrale regionale Selbstversorgungsfunktion übernehmen und die vorhandenen Potentiale der Region heben. Zudem wird er für angrenzende Teile des Rhein-Main-Gebietes ebenfalls als landwirtschaftliche Versorgungseinrichtung dienen.