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Portal "Hütti macht mobil!" 1.0
In diesem Projekt wird eine digitale Plattform für ein bedarfsgesteuertes, routen- und auslastungsoptimiertes ganzheitliches Mobilitätsangebot bereitgestellt. Die Zielgruppe des Projekts stellen die Bürgerinnen und Bürger sowie die Touristinnen und Touristen dar. Ein wichtiger Aspekt bei der Verbesserung der Mobilitätsangebote sind die spezifischen Anforderungen an eine sichere Beförderung aus Sicht der Einwohnerinnen und Einwohner, vor allem bei der Integration von Beförderungsoptionen auf privater Basis. Schrittweise werden alle in der Region verfügbaren Mobilitätsoptionen (z.B. Mitfahrgelegenheiten, eCar- und eBikesharing, Bürgerbusse, eDörpsmobil, ÖPNV) in diese Plattform integriert um die Nutzung der bestehenden Mobilitätsangebote in der Region zu verbessern. Langfristig wird ein bedarfsgesteuertes, routen- und auslastungsoptimiertes ganzheitliches Mobilitätsangebot geschaffen. In Zukunft werden sowohl die Gebietskulisse deutlich erweitert als auch Taxiunternehmen und ggf. weitere Mobilitätsangebote in das Portal integriert werden.
Ehrenamtliche Bürgerbahn Altshausen - Pfullendorf
Durch den Aufbau eines ehrenamtlichen Bürgerbahn-Fahrbetriebs wird das Angebot des bestehenden Bahnverkehrs in der Region Pfullendorf-Ostrach-Altshausen (südliches Baden-Württemberg) erweitert. Um die Kostenstrukturen im Rahmen zu halten, erfolgt die Organisation der zusätzlichen Züge weitestgehend ehrenamtlich. Hierzu wurde als Organisationseinheit der Förderverein Räuberbahn e. V. gegründet. Dieser Verein akquiriert ehrenamtliche Triebfahrzeugführer und setzt diese ein, um an zusätzlichen Verkehrstagen Bürgerbahn-Züge zu fahren. Diese zusätzlichen Verkehrstage ergänzen den bisherigen, von der Deutschen Bahn durchgeführten Räuberbahn-Saisonverkehr, der weiterhin an Sonntagen und Feiertagen von Mai bis Oktober fährt. Daneben werden mittels 'Erlebnis-Zugbegleitern' neue touristische Angebote und Fahrtanreize im Freizeitverkehr geschaffen. Mögliche Zugangshemmnisse für potenzielle Fahrgäste sollen abgebaut und die Bahnhaltepunkte einladender gestaltet werden.
IoT-Pilot - Internet of Things Plattform zur Stärkung der Innovationskraft
Das 'Internet der Dinge' (engl.: Internet of Things, IoT), d. h. die Vernetzung von Geräten über das Internet, liegt vielen neuen Anwendungsideen und Geschäftsmodelle zugrunde, die die digitale Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft vorantreiben. Unternehmen in ländlichen Räumen können das Potential dieser Technologie jedoch meist nur eingeschränkt nutzen, da vor Ort oft nur wenig entsprechend geschulte Fachkräfte verfügbar sind. Zusammen mit Partnern aus der Region wird daher im Rahmen des Projekts auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier eine Plattform für Rapid-Prototyping, d. h. für die schnelle Entwicklung von konkreten IoT-Anwendungen, entwickelt und erprobt. Ergänzend dazu wird ein entsprechendes Weiterbildungskonzept für Selbstlerner erstellt. Mithilfe der grafischen Entwicklungsumgebung können auch Fachkräfte ohne tiefgehende Programmierkenntnisse eigene Ideen zum 'Internet der Dinge' umzusetzen. Es entstehen mehrere Demonstratoren, die sich in ihrer Funktion an den Bedarfen mittelständischer Unternehmen aus verschiedenen Branchen orientieren. Zudem werden Funktionen zur Erfassung, Aufbereitung und Analyse von Daten implementiert, die ebenfalls über einfach zu handhabende grafische Programmierbausteine genutzt werden können.
Integration von Taxi- und Mietwagenverkehren in den ÖPNV
Taxi- und Mietwagenfahrten sollen als 'ÖPNV-Taxi' Teil des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Vechta werden. Dadurch wird sich insbesondere an Abenden und Wochenenden das öffentliche Mobilitätsangebot im Landkreis deutlich erhöhen. Mobilitätseingeschränkte Personen sollen auch von Adresse zu Adresse befördert werden. Fahrgästen der ÖPNV-Taxis soll der gleiche Zugang zum Fahrangebot zur Verfügung stehen wie er bereits für die moobil+-Rufbus-Fahrten etabliert ist. Dies betrifft Beauskunftung, Buchung und bargeldlose Bezahlung sowohl über den Online-Zugang als auch den Zugang per Telefon über die Mobilitätszentrale. Durch die Bündelung mehrerer Fahrtwünsche zu einer gemeinsamen Tour und die finanzielle Beteiligung Dritter lassen sich die Kosten für die Fahrgäste reduzieren. ÖPNV-Taxi-Fahrten sollen zusammen mit anderen ÖPNV-Angeboten zu intermodalen Reiseketten mit Anschlusssicherung verbunden werden. Die Bezahlung der Fahrten basiert auf einem integrierten ÖPNV-Tarif. Um die Branche der Taxi- und Mietwagenunternehmen zu stärken, sollen sich alle Taxi- und Mietwagen-Unternehmen im Landkreis beteiligen können, wobei eine gleichmäßige Beauftragung aller Unternehmen angestrebt wird. Das Mobilitätsangebot im Landkreis Vechta wurde über die bereits etablierte Plattform moobil+ um ein ÖPNV-Taxi erweitert, so dass auch für bisher nicht abgedeckte Zeiten und Ziele Mobilitätsoptionen im On-Demand-Verkehr verfügbar werden. Vertragliche Grundlage zur Erbringung der benötigten Verkehrsleistung stellt eine Sondervereinbarung zwischen dem Landkreis und den Unternehmen im Landkreis mit Taxi-Konzessionen dar, die gleichzeitig als allgemeine Vorschrift gilt. Mietwagenunternehmen können per Mischkonzession beteiligt werden. Um zu unterstreichen, dass es sich bei dem neuen Verkehrsangebot um einen in den ÖPNV integrierten Baustein handelt, wird das ÖPNV-Taxi im Landkreis Vechta als 'moobil+Taxi' kommuniziert.
mobil@leine
Ziel des Projekts ist es, maximale Flexibilität im ÖPNV im ländlichen Raum zu ermöglichen. Die Kinder und Jugendlichen sollen elternunabhängig am Freizeit- und Kulturleben teilhaben können. Gleichzeitig sollen Eltern von Fahrdiensten entlastet und nachhaltige Mobilität im Umweltverbund weiter etabliert werden. Dafür wurde ein Busangebot als On-Demand-Verkehr für die Kinder und Jugendlichen (12-18 Jahre) in der Samtgemeinde Leinebergland geschaffen. Als On-Demand-Verkehr folgt mobil@leine keinem festen Fahrplan oder Linienwegen, sondern kommt ausschließlich auf Bestellung. Die Buchung einer Fahrt kann dabei telefonisch oder über die mobil@leine-App erfolgen. Mehrere Fahrtbuchungen in dieselbe Richtung werden zu einer Fahrt gebündelt. Zusätzlich ist das Angebot den Linienbusverkehr integriert, indem passende Linienfahrten angezeigt werden. In diesen Fällen ist mobil@leine dann nicht buchbar. mobil@leine bedient alle Ortschaften der Samtgemeinde Leinebergland. Neben den baulichen Haltestellen wurden weitere 'virtuelle' Haltestellen eingerichtet. Die Bedienung erfolgt mit zwei Kleinbussen, welche vom etablierten Busunternehmen im Landkreis (der Regionalverkehr Hildesheim GmbH) betrieben werden. Die Betriebszeiten liegen in den Nachmittagsstunden, um den Freizeitverkehr von Kindern und Jugendlichen abzubilden (Mo-Fr 14.30 bis 21.00 Uhr). Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert. In der Pilotphase 1 (März 2022 bis Juli 2022) wird das Angebot mit einer kleinen Gruppe getestet. In der zweiten Pilotphase (August 2022 bis April 2023) ist das Angebot für alle Kinder und Jugendlichen aus der Samtgemeinde geöffnet.
Bedarfsorientierte ÖPNV-Flächenerschließung im Landkreis Mühldorf a. Inn
Ein auf Elektromobilität basierendes und in die ÖPNV-Gesamtkonzeption des Landkreises integriertes Sharing-Modell wird in sechs ausgewählten Kommunen etabliert und erprobt. Hierzu werden Carsharing- und Bikesharing-Stationen, die neben E-Pkw auch E-Roller, E-Bikes oder E-Scooter anbieten, eingerichtet. Die Fahrzeuge stehen der Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Sharing-Fahrzeuge in Nachbarschaftshilfen etabliert, die damit z. B. Hol- und Bringservice für ältere oder kranke Personen anbieten können.
Verbesserung des Außenbereichs an zwei Flüchtlingswohnheimen
Die Außenbereiche von zwei Flüchtlingswohnheimen werden attraktiver gestaltet. Die Maßnahmen umfassen: Herrichtung der Rasenfläche für Ballspiele, Anlegen eines Schachbrett- und eines Boule-Platzes, Aufstellen eines Beton-Kickers, Schaffung von Sitzgelegenheiten und einem Unterstand. Dadurch wird der Aufenthaltscharakter und die Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen gestärkt.
Community Collaboration Platform – Mein Marienberg
Dieses Projekt beruht auf der erfolgreich etablierten analogen 'Mein Marienberg'-Karte. Die drei bisherigen Säulen (stadtweites Kundenbindungsprogramm, Stadtgutschein und Kundenkarte auf einer analogen Plastikkarte) werden mit der App 'Mein Marienberg' digitalisiert und funktional ausgebaut. Die 'Mein-Marienberg-App' stellt das Gesicht dieser Plattform für Bürgerinnen und Bürger, Kundinnen und Kunden und Touristinnen und Touristen dar. Mit dem Aufbau einer Kommunikations-Plattform wird die ganze Kleinstadt 'zusammengefasst'. Das Gesamtsystem ist also nicht nur ein Informations- sondern vor allem eine Transaktions-Hub. Beispielsweise wird die integrierte Event-Funktion eine direkte Anmeldung des Nutzenden zu einer Veranstaltung eines Partners ermöglichen oder die Charity-Funktion die Unterstützung lokaler Projekte und sozialer Einrichtungen zulassen. Über dieses Gesamtsystem wird der lokale Wirtschaftskreislauf nachhaltig gestärkt werden, um trotz demografischer und struktureller Schwächen ein vielfältiges, modernes Handels-, Dienstleistungs-, Kultur- und Freizeitangebot bereitzustellen, was zum Erhalt und Ausbau der Lebensqualität in Marienberg beiträgt. Wichtige Kooperations- und Vernetzungspartnerinnen und -partner sind dabei insbesondere die Stadtverwaltung sowie die Innenstadtinitiative.
Geschärt mobil - flächendeckende Entwicklung eines pulsierenden CarSharings
Mit dem Projekt wird die flächendeckende Entwicklung des pulsierenden Carsharings in Homberg (Efze) und in den angrenzenden Umlandgemeinden beschleunigt. Pulsierendes Carsharing bietet die Möglichkeit, Hin- und Rückfahrt zu unterbrechen und damit praktisch zwei Oneway-Fahrten zwischen Carsharing-Stationen zu ermöglichen. Ziel des Projekts ist jedoch nicht alleine die Förderung des Carsharings, sondern vielmehr dessen Integration in das bestehende Angebot alternativer Verkehrsmittel, wie eine bessere Erreichbarkeit des Busbahnhofs in Homberg (Efze) oder des Bahnhofs in Wabern. Im Rahmen des Projekts sollten ursprünglich drei Außenstadtteile bei der Etablierung eines Carsharing-Angebots über einen Wettbewerb gewonnen und unterstützt werden. Während des Förderzeitraums konnten jedoch nur zwei Stadtteile gewonnen werden. Um eine hohe Nutzung und ein langfristiges Bestehen des Angebots zu erreichen, wird das Carsharing-Angebot in einem partizipativen Prozess konkretisiert. Da ein einzelnes pulsierendes Carsharing-Fahrzeug je Wohnort noch keine ausreichende Motivation für den Verzicht auf ein eigenes Auto darstellt, wird das Ziel verfolgt, dass pro Stadtteil mindestens drei Fahrzeuge verfügbar sind: Ein Fahrzeug aus der Dorfgemeinschaft, ein zweites durch die Stadt und ein drittes durch Sponsoren. Auch über die eigentliche Projektlaufzeit hinaus stellt die Stadt Homberg (Efze) weiterhin Mittel zur Aufrechterhaltung des Carsharing-Angebots in den Ortsteilen zur Verfügung, um die Mobilitätsoptionen im ländlichen Raum zu verbessern und einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität in den Außenstadtteilen Hombergs zu leisten.
Digitales Gästekarten-System
Im Rahmen des Projekts wird zusammen mit ausgewählten Gemeinden an der Westküste Schleswig-Holsteins die App 'WELCMpass' zur digitalen Erhebung und Abrechnung von Kurabgaben entwickelt. Sie macht den Umgang mit der Kurtaxe einfacher und effizienter, da die herkömmlichen Verfahren speziell bei Übernachtungsgästen mit viel bürokratischem Aufwand verbunden sind. Zudem sorgt die App dafür, dass die Kurtaxe von allen zahlungspflichtigen Gästen zuverlässig entrichtet wird. Als Anreiz für Ihre Nutzung ermöglicht die App den Gästen einen vergünstigten Eintritt zu Veranstaltungen, Ermäßigungen im ÖPNV und gibt Hinweise auf spezielle lokale Aktionen und Angebote. Dies fördert zugleich die regionale Wirtschaft. Die App 'WELCMpass' ermöglich die parallele Verwaltung mehrerer Gästekarten für Personen, die ihren Urlaub in mehreren verschiedenen Kurorten verbringen. In Reaktion auf das Feedback aus den an dem Projekt beteiligten Kommen wird zudem die digitale Erstellung und Übermittlung des ebenfalls nötigen Meldescheins sowie einige ergänzende Service-Funktionen (Jahreskurkarte, Offline-Funktionalitäten, Übertragung auf andere Smartphones, etc.) in die Anwendung integriert. Die App ist bei Projektende die einzige durchgängig digitale und dem europäischen Datenschutzrecht, der DSGVO, entsprechende Lösung (ohne Medienbrüche) für Kurabgabe und Meldeschein und kann auch von Tagesgästen genutzt werden.