Suchergebnisse für:
2266 Ergebnisse
Hauptamt stärkt Ehrenamt - Ehrenamt? Läuft!
Unter dem Titel 'Ehrenamt? Läuft!' schlägt der Landkreis Waldeck-Frankenberg zur Stärkung des Ehrenamtes neue Wege ein. In Zusammenarbeit mit Vereinen entwickelt und erprobt das Projektteam auf seiner 'Spielwiese für Experimente' innovative Ansätze der Nachwuchsgewinnung für Vereine. Der 'Marktplatz für Wissen' bildet das Zentrum einer umfassenden Qualifizierungsoffensive. Mit Informationsveranstaltungen, einer regelmäßigen Vereinssprechstunde und auf der Internetseite abrufbaren Informationsmaterialien zu verschiedenen Themenbereichen schafft der Landkreis eine solide Wissensgrundlage für Ehrenamtliche. Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens 'Hauptamt stärkt Ehrenamt'. Ziel dieses Verbundvorhabens ist es, verschiedene Formen hauptamtlicher Begleitstrukturen für das Ehrenamt in ländlichen Regionen zu erproben.
Hauptamt stärkt Ehrenamt - Koordination des Verbundes
Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat der Deutsche Landkreistag (DLT) das Verbundvorhaben 'Hauptamt stärkt Ehrenamt' initiiert. Ziel des Verbundes ist es, verschiedene Formen hauptamtlicher Begleitstrukturen für das Ehrenamt in ländlichen Regionen zu erproben. Im Projekt probieren 18 Landkreise aus, wie auf Landkreisebene erfolgversprechende und nachhaltige Strukturen zur Unterstützung und Begleitung von ehrenamtlich Engagierten aufgebaut bzw. verbessert werden können. Auf diese Weise wird untersucht, welche Organisationsformen und -strukturen sich unter unterschiedlichen regionalen Rahmenbedingungen bewähren. Der DLT nimmt die Rolle des Verbundkoordinators ein. Unter seiner Federführung entsteht ein Praxis-Leitfaden, in den die im Verbund gewonnenen Erkenntnisse einfließen, um so auch anderen Landkreisen bundesweit Hilfestellung bei der Stärkung des Ehrenamtes zu geben. Das Verbundprojekt wird in Zusammenarbeit mit folgenden Landkreisen durchgeführt: Bodenseekreis, Regensburg, Oberspreewald-Lausitz, Uckermark, Waldeck-Frankenberg, Ludwigslust-Parchim, Vorpommern-Greifwald, Emsland, Göttingen, Euskirchen, Höxter, Ahrweiler, Trier-Saarburg, St. Wendel, Erzgebirgskreis, Burgenlandkreis, Rendsburg-Eckernförde, Weimarer-Land
EAT-Regional (a) – Ehrenamtstool für die nachhaltige Versorgung von Freizeitmaßnahmen
In diesem Projekt wird ein integriertes, web-basiertes Tool für Bildungsmaßnahmen im ländlichen Umfeld bereitgestellt, welches den gesamten Arbeitsprozess - von der Rezeptauswahl, Mengenberechnung bis zur Bestellung der Lebensmittel - in einem Arbeitsgang ermöglicht. Freizeit- und Bildungsmaßnahmen können regionale Lebensmittel einfach beschaffen und verwenden. Die primäre Zielgruppe des Projekts stellen insbesondere ehrenamtliche Leiter/innen von Freizeit- und Bildungsmaßnahmen dar. Daneben sollen auch Verbraucherinnen und Verbraucher wie Bildungs- oder Freizeitstätten sowie andere Organisationen mit Gruppenverpflegung mit hauptamtlichen Strukturen dabei unterstützt werden, verstärkt regionale Lebensmittel einzusetzen. Mehrere Modellstandorte (Freizeit- und Tagungshäusern sowie Zeltplätze in ihrem regionalen Kontext) in Baden-Württemberg nehmen aktiv an diesem Projekt teil. Ein entsprechendes Regionalscreening zur flächendeckenden Identifikation von Anbieterinnen und Anbietern regionaler und Bio-Lebensmittel wird durchgeführt. Für die Erzeugerinnen und Erzeuger von Lebensmitteln eröffnet sich durch den Ansatz ein weiterer Vertriebskanal durch den dazugehörigen Webshop. Neue Programm- oder Schulungselemente z. B. durch Exkursionen zu Erzeugerinnen- und Erzeugerbetrieben oder gemeinsame Workshops auf Freizeitmaßnahmen schärfen das Bewusstsein für die Relevanz ländlicher Räume und landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten.
KanalDigital - auf den Spuren von Günter Grass
Günter Grass wurde durch den Zweiten Weltkrieg heimatlos. Seine Geburtsstadt Danzig mussten er und seine Familie nach 1945 verlassen, eine Ersatzheimat fand er im Alter im Lauenburgischen Land am Elbe-Lübeck-Kanal. Die Endmoränenlandschaft in der Nähe von Lübeck erinnerte ihn an Kaschubien im Danziger Hinterland. In einem Haus in Behlendorf lebte Günter Grass fast dreißig Jahre. Der kleine Ort und seine Umgebung fanden Eingang in das literarische und bildkünstlerische Schaffen des international bekannten Nobelpreisträgers. Als Verfechter, der häufig gescholtenen deutschen 'Provinz' wollte, Grass ganz bewusst in Behlendorf begraben werden. Darüber schrieb er sogar in seinem letzten Buch 'Vonne Endlichkait'. Mit Hilfe einer digitalen Tour erfahren Interessierte bei einer Wanderung oder Radtour mehr über Günter Grass. An verschiedenen Punkten in Behlendorf und Umgebung, die mit Günter Grass in enger Beziehung stehen, werden sich die Nutzerinnen und Nutzer mit Hilfe einer App vor Ort über das Leben und Werk des Grafikers, Malers, Bildhauers und Schriftstellers informieren. Ein bekannter Schauspieler führt in einzelnen Videos durch die App. Dieses innovative Angebot richtet sich sowohl an Einheimische als auch an Touristinnen und Touristen, Wanderinnen und Wanderer, Sportlerinnen und Sportler und Geflüchtete. Es hat Modellcharakter, auch für andere Kulturstandorte im ländlichen Raum, an denen deutsche Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Künstlerinnen und Künstler gewirkt haben.
Musikalische Bildungsarbeit mit Kindern
Das Projekt ermöglicht Unterrichtsangebote im Elementarbereich (musikalische Früherziehung) in Kindergärten sowie Instrumentalunterricht in Grundschulen im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Verschiedene Instrumente und musikpädagogische Elemente kommen dabei zum Einsatz. Ausgebildete Musikpädagoginnen und -pädagogen fahren als mobile Musikschule zu den Gruppen, um mit ihnen zu singen, zu tanzen und ihnen die unterschiedlichsten Instrumente näher zu bringen. Auf diese Weise wird erreicht, dass Kinder Freude am Musizieren entwickeln, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung haben und das aktive Musizieren mit anderen für sich entdecken. Zudem wird die kulturelle Daseinsvorsorge vor Ort unterstützt und musikalische Bildung auch in einer dünnbesiedelten Region zugänglich gemacht.
Adamstown - Inklusion meets Filmkunst
Ziel des Vorhabens ist die Verfilmung des Comics und Soundtracks 'Adamstown' von Verena Braun. Dies beinhaltet die Postproduktion, Umsetzung und Erstellung von pädagogischem Begleitmaterial, eine Workshopreihe, Peer-to-Peer-Training sowie Multiplikator- und Multiplikatorinnen-Schulungen für den im Vorhaben produzierten Spielfilm. Das Material soll Lehrern und Lehrerinnen sowie Pädagogen und Pädagoginnen in der außerschulischen Bildungsarbeit über eine Internetseite zur Verfügung stehen. Es sollen damit differenzierte Diskussionen rund um Themen wie Identität, Demokratie, Werte, Alltagsrassismus, Diskriminierung, Vorurteile, Land-und-Stadt-Gefälle und soziale Lebensräume angestoßen werden. Es werden Menschen und diverse Tierarten thematisiert, die in verschiedenen Konstellationen gegeneinander konkurrieren, miteinander kooperieren, sich bekämpfen, versöhnen und letztlich lernen, vernüftig miteinander umzugehen. Eine Beteiligung am Filmprojekt ist für jedermann offen: Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Fluchtgeschichte, alte und junge Menschen, Menschen mit verschiedenen, geschlechtlichen Identitäten, kulturellen oder religiösen Hintergründen und unterschiedlichen Begehren und Einstellungen. Im Film schlüpfen sie unabhängig von diesen 'realen' Kategorien in neue Rollen. Die Fabelwelt bricht mit bestehenden Dominanzkategorien und Stereotypen und trägt so zum gegenseitigen Verständnis bei.
Kultur an verborgenen Orten der Altmark
Mit diesem Vorhaben wird der dendrologische Park und seine alten Gebäude in Beetzendorf zum Ausgangsort für künstlerische und kulturelle Vorhaben, wie eine Theaterwerkstatt, Musikprojekte, Tanz, Film und bildende Kunst. Eine Bühne im Park, ein wilder Garten und ein geschichtsträchtiges Gebäude warten auf weitere Belebung durch Kunstschaffende aus der nahen Umgebung. Zusammen mit der Bevölkerung werden hier Kreativ-Werkstätte eröffnet. Der Park wird spielerisch durch waldpädagogische Führungen für die Schülerinnen und Schüler aus den Schulen im Ort neu erfahrbar. Wildkräuterstreifen und Bienenwiesen stärken den Blick in die Natur und weisen auf die Notwendigkeit der Biene in unserem Ökosystem hin. Verschiedene kleine Märkte im Park, verwoben mit künstlerischen Aktivitäten der Teilnehmenden aus den Werkstätten, führen zu einer Belebung des Parks und zur Vernetzung der Menschen untereinander. Künstlerische Sommerwerkstätte im nahe gelegenen Ökodorf Sieben Linden schaffen auch hier Brücken zu neuen, alternativen Lebens- und Handlungsweisen. Fortlaufende Ausstellungen ermöglichen es, künstlerische Aktivitäten aus der Region bekannter zu machen und geben dem Gestaltenden eine Ausdrucksmöglichkeit. Ebenfalls werden Filmabende/-nächte, ein Lesecafé und weitere Aktivitäten durchgeführt. Die Teilnehmenden werden von Beginn an in die Zeitstruktur und inhaltliche Ausgestaltung der Aktivitäten eingebunden, welche zudem vom offenen Kanal Salzwedel dokumentarisch begleitet werden. Im dritten Jahr wird mit allen Beteiligten ein partizipativer Planungsprozess gestartet, der sich der erfolgreichen Methode des 'Dragon Dreaming' bedient. Hier wird der Hauptfokus auf den Erhalt der Aktivitäten in den Gebäuden und im Park gelegt sowie der Erstellung eines weiterführenden Gesamtkonzeptes einschließlich Finanzierung.
Buschfunk Bäckerwagen
'Buschfunk Bäckerwagen - Nordwestuckermark macht DorfKULTUR' ist ein zweijähriges Projekt zur kulturellen Teilhabe der Bevölkerung in der Großgemeinde Nordwestuckermark im brandenburgischen Landkreis Uckermark. Eine Gemeinde mit 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die sich auf mehr als 35 Dörfer verteilt. Es werden im Projektzeitraum in 20 bis 25 Dörfern der Gemeinde künstlerische Aktionen unterschiedlicher Art (Impulse, Workshops, Kunstwerkstätten, Inszenierungen, Lesungen, Improvisationen, Performance, Installationen etc.) aus verschiedenen kulturellen Bereichen (z.B. Theater, bildende Kunst, Medienkunst, Literatur, Musik) durchgeführt. Dabei werden unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, die sonst im Alltag wenige Berührungspunkte haben, zusammengebracht und werden gemeinsam künstlerisch-kulturell aktiv. Dabei ermitteln die Künstlerinnen und Künstler die Geschichten und Themen der Bevölkerung und bringen diese dann mithilfe künstlerischer Impulse in einen gemeinsamen Dialog, um durch diesen Prozess einen Diskurs über das (Zusammen)Leben auf dem Land, verschiedene (Alltags)Kulturen, Migration, Identitäten oder sich veränderte Dorfstrukturen anzustoßen. Alle Projektphasen und der gesamte Prozess zielen darauf ab, Strukturen des Austauschs, der kulturellen Teilhabe und der Selbstbefähigung der lokalen Bevölkerung der Gemeinde Nordwestuckermark zu stärken und zu erreichen, dass Kultur zur Normalität in jedem noch so kleinen Ort gehört.
BürgerBühne Burg - KulturLandSchaf(f)t
In den Parks, die während der Landesgartenschau 2018 in der Stadt Burg bei Magdeburg angelegt wurden, tummeln sich Elfen und Trolle, Liebespaare werden verzaubert. Ganz im Sinne des 'Sommernachtstraum' von Shakespeare hauchen Bürgerinnen und Bürger, angeleitet von Profis, im Rahmen des Projektes eine Bürger-Bühne gründen, den verlassenen Parks mitten in der Stadt Leben ein. Dafür werden 'Open-Air'-Theaterstücke aufgeführt, die Mensch und Natur als Thema haben. Bürgerinnen und Bürgern wird die Chance gegeben, sich und ihre Heimatregion zu präsentieren und zu einer festen, kulturellen Größe im Landkreis Jerichower Land zu werden. Als Aufführungsort wird das ehemalige Landesgartenschaugelände genutzt, aber es wird auch auf einer mobilen Kulturbühne 'auf dem Lande' gespielt, um so das kulturelle Leben zu bereichern. Im Projekt werden sowohl Familien aus strukturschwachen Regionen als auch benachteiligte Kinder und Migrantinnen und Migranten eingebunden. Während der Laufzeit des Projektes ist eine Inszenierung pro Jahr vorgesehen und auch nach Ablauf des Vorhabens wird das geründete Ensemble fortbestehen und weitere Aufführungen geben.
ProvinzOffensive - Ein Tisch auf Reisen und das "Bewegungs-Kochbuch"
Das Team des Projektbüros ProvinzOffensive bringt ländliche Initiativen an einen Tisch, um in Interviews, Workshops und beim gemeinsamen Essen Erfahrungen und Rezepte für das langfristige Gelingen von Bürgerbewegungen zu sammeln. Hierfür besuchen sie, mit ihrem langen Tisch im Gepäck, sieben unterschiedliche Orte mit aktiven Bürgerbewegungen im Bundesgebiet. Dabei werden die folgenden Fragestellungen erörtert: Welche Strukturen, Prinzipien und Umgangsformen brauchen Initiativen, um langfristig erfolgreich die Gesellschaft demokratisch mitgestalten zu können? Was sind die Schwierigkeiten und Gefahren, denen sie sich immer wieder stellen müssen? Gibt es hilfreiche Handlungsmuster, die zu deren Meisterung entwickelt wurden? Aus dem Material der Reise und weiteren Recherchen entsteht ein Bewegungs-Kochbuch, welches als sinnlicher Begleiter für Aktivistinnen und Aktivisten gedacht ist. Neben den Zutaten und Rezepten für gelingende, demokratische Bewegungen werden auch Rezepte für Gerichte in großen Töpfen gesammelt – denn die These lautet: Gemeinschaftliches Essen gibt im doppelten Sinne der Bewegung Nahrung.