Kultur in ländlichen Räumen

15.06.2026

Community Dance auf dem Land

Mit dem Vorhaben 'Community Dance auf dem Lande' vereint die 'Tanz Compagnie Fredeweß' ihre langjährigen Erfahrungen im zeitgenössischen, modernen Tanz und in der kulturellen Bildungsarbeit. Mit einem erprobten, dreitägigen Workshopformat (3 days for dance) werden, in Kooperation mit lokalen Akteurinnen und Akteuren, zunächst vor allem Kinder und Jugendliche angesprochen. Im weiteren Verlauf richtet sich das Angebot zur Teilnahme am Community Dance Projekt und an der finalen Präsentation an Begeisterte aller Altersklassen. Das Besondere an diesem Projekt ist zum einen der gemeinschaftliche, künstlerische Arbeitsprozess, in dem generationsübergreifende und individuelle Kompetenzen für neuartige Verbindungen und Selbstbewusstsein in Gruppen und Gemeinden sorgen sowie Vorurteile und Kategorisierungen grundsätzlich hinterfragt und neugestaltet werden. Zum anderen ermöglicht die künstlerische Herangehensweise des zeitgenössischen, modernen Tanzes das Neudenken einer Gemeinschaft. Die Intention des Community Dance ist es, möglichst viele und diverse Mitglieder einer Gemeinde zu erreichen und ein gemeinschaftliches Erfolgserlebnis zu ermöglichen. Neben den Teilnehmenden sollen auch die lokalen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner von einem nachhaltigen Netzwerk profitieren.

Digitalisierung auf dem Land

15.06.2026

Digitales Gästekarten-System

Im Rahmen des Projekts wird zusammen mit ausgewählten Gemeinden an der Westküste Schleswig-Holsteins die App 'WELCMpass' zur digitalen Erhebung und Abrechnung von Kurabgaben entwickelt. Sie macht den Umgang mit der Kurtaxe einfacher und effizienter, da die herkömmlichen Verfahren speziell bei Übernachtungsgästen mit viel bürokratischem Aufwand verbunden sind. Zudem sorgt die App dafür, dass die Kurtaxe von allen zahlungspflichtigen Gästen zuverlässig entrichtet wird. Als Anreiz für Ihre Nutzung ermöglicht die App den Gästen einen vergünstigten Eintritt zu Veranstaltungen, Ermäßigungen im ÖPNV und gibt Hinweise auf spezielle lokale Aktionen und Angebote. Dies fördert zugleich die regionale Wirtschaft. Die App 'WELCMpass' ermöglich die parallele Verwaltung mehrerer Gästekarten für Personen, die ihren Urlaub in mehreren verschiedenen Kurorten verbringen. In Reaktion auf das Feedback aus den an dem Projekt beteiligten Kommen wird zudem die digitale Erstellung und Übermittlung des ebenfalls nötigen Meldescheins sowie einige ergänzende Service-Funktionen (Jahreskurkarte, Offline-Funktionalitäten, Übertragung auf andere Smartphones, etc.) in die Anwendung integriert. Die App ist bei Projektende die einzige durchgängig digitale und dem europäischen Datenschutzrecht, der DSGVO, entsprechende Lösung (ohne Medienbrüche) für Kurabgabe und Meldeschein und kann auch von Tagesgästen genutzt werden.

Digitalisierung auf dem Land

15.06.2026

TeleMedicon

In diesem Projekt werden Praxen mit speziellen telemedizinischen Geräten ausgestattet, die es den teilnehmenden Haus- und Fachärztinnen und -ärzten erlauben, sowohl eine Videosprechstunde mit den Patientinnen und Patienten durchzuführen als auch eine große Anzahl diagnostischer Verfahren telemedizinisch durchzuführen. Die Zielgruppe des Projekts stellen Patientinnen und Patienten dar, insbesondere diejenigen, die nicht mobil sind und daher Schwierigkeiten haben, Ärztinnen und Ärzte in den umliegenden Gemeinden zu erreichen. In mehreren Gemeinden wurden Erprobungszentren für telemedizinische Innovationen in diesen sogenannten 'OhneArztPraxen' im Rahmen des Projektes 'Telemedicon-Praxen' mit einem festen Sprechstundenplan in mehreren Gemeinden eingerichtet und angetestet. Die Terminvereinbarung erfolgt dabei ausschließlich direkt über die angebundenen Arztpraxen. Die 'Telemedicon-Praxen' bieten sowohl ein hausärztliches als auch ein fachärztliches (Neurologie, Gynäkologie) Behandlungsspektrum an. Wichtige Partnerinnen und Partner für dieses Projekt sind die Ärztekammern, die kassenärztlichen Vereinigungen sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und Landrätinnen und Landräte.

Kultur in ländlichen Räumen

15.06.2026

Kindererlebnis Schloss Wespenstein

Das Vorhaben vernetzt das Museum Schloss Wespenstein mit den Schulen der Umgebung, um neue Formen projektbasierter Bildungsangebote umzusetzenn. Im gesamten Einzugsgebiet des Projektes befinden sich 43 Schulen (davon 22 Grundschulen, 12 Regelschulen und 7 Gymnasien). In der Grundschule beinhaltet der Heimat- und Sachkundeunterricht viele Themen, die durch einen Besuch auf dem Schloss bereichert werden können. So ist der Heimatbezug besonders stark ausgeprägt. In den Klassenstufe 7 und 8 der Gymnasien sind das Mittelalter, die Renaissance und die Reformation Gegenstand des Geschichtsunterrichts. Aus diesen Inhalten des Lehrplans ergibt sich der perfekte Bezug zu einem Schlussmuseum. Es werden neue Programme entwickelt, je nach Zielgruppe, mit einer neuen Dauerausstellung, beispielsweise mit Bezug zur Stadtgeschichte. Um ein abwechslungsreiches Angebot zu kreieren, gibt es auch aktuelle, museumspädagogische Programme mit hohem wissenschaftlichem Bezug. Ein Beispiel ist das 'Nachbrennen von Scherben zu ihrer Klassifizierung'. Es werden Programme und Aktivitäten zu 10 Themen entwickelt. Zudem werden Aus- und Umbaumaßnahmen im Museum umgesetzt zur Schaffung von museumspädagogischen Räumen sowie der Erwerb von technischer Ausstattung, um das Kindererlebnis Schloss Wespenstein zu realisieren.

Regionale Wirtschaft | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

15.06.2026

SAIL - Steigerung der Azubi-Mobilität, Teilprojekt 2

Mit dem Projekt werden passgenaue Mobilitätslösungen für Auszubildende erprobt, die es auch Betrieben in einer ländlichen Region wie dem Kreis Coesfeld angesichts erhöhter Wohnort-Arbeitsplatz-Distanzen und einem ausgedünnten ÖPNV-Angebot ermöglichen, im Wettbewerb um Nachwuchskräfte zu bestehen. Das Projekt zielt damit sowohl auf die Verbesserung des Mobilitätsangebotes als auch auf die Fachkräftesicherung und den Erhalt der regionalen Wirtschaftkraft ab. Im Rahmen von SAIL werden in Kooperation der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH und der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH fünf Pilotvorhaben umgesetzt: 1. Privatnutzung von Firmenfahrzeugen, insbes. E-Bikes und Leichtkraftfahrzeuge 2. Bürgerbusmodell mit erweitertem Einsatzspektrum 3. Mitfahrverkehre für Auszubildende und Angestellte 4. Schaffung von Mobilstationen an ÖPNV-Knotenpunkten 5. Weiterentwicklung der ÖPNV-Ticketstrukturen für Auszubildende

Kultur in ländlichen Räumen

15.06.2026

Mehr als Brot und Wein - Intergenerationelle Kulturarbeit anhand der antiken Essenskultur

Das Vorhaben zielt darauf ab, intergenerationelle Kulturarbeit in den ländlichen Räumen Thüringens und Sachsens zu fördern, indem Kinder, Jugendliche und Senioren im Rahmen eines museumspädagogischen Konzepts in die Vermittlung kulturhistorischen Wissens aktiv eingebunden werden. Der Lehrstuhl für Klassische Archäologie der Universität Jena möchte in Zusammenarbeit mit vier kleinen Museen in der Region Senioren und junge Menschen langfristig auf ehrenamtlicher Basis in die Museumsarbeit einbeziehen. Die Teilnehmer werden im Rahmen von Projektwochen methodisch geschult und bekommen anschließend die Möglichkeit, museumspädagogische Veranstaltungen zu Sonderausstellungen selbstständig durchzuführen. Der inhaltliche Ansatz des Projekts ist die Vermittlung von Kenntnissen der Essenskultur in der Antike. Das Projekt wird im Rahmen universitärer Lehrveranstaltungen konzipiert und ausgewertet. Zur Präsentation der Ergebnisse ist eine Sonderausstellung in den Räumen des Instituts für Altertumswissenschaften vorgesehen. Die Universität erhofft sich nicht nur neue Erkenntnisse über generationenübergreifendes Lernen, sondern möchte zugleich einen Beitrag leisten, das Ehrenamt in der Kulturarbeit langfristig zu stärken.

Digitalisierung auf dem Land | Regionale Wirtschaft

15.06.2026

Smarte.Land.Regionen

Mit dem Modellvorhaben Smarte.Land.Regionen wird die Digitalisierung in ländlichen Räumen im Hinblick auf Themen der Daseinsvorsorge und der Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen vorangetrieben. Durch den Einsatz digitaler Technologien werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Bevölkerung deutlich verbessert. Der Einsatz neuer technischer Möglichkeiten ist entscheidend, um das Lebens- und Arbeitsumfeld gerade in ländlichen Regionen attraktiv zu halten. Das Fraunhofer IESE baut hierfür eine digitale Plattform (»Digitales Ökosystem«) auf, auf welcher neue von IESE gemeinsam mit den Modellregionen entwickelte Lösungen (z.B. Apps) entwickelt und bereits bestehende Lösungen miteinander vernetzt werden. Dabei wird beispielsweise erforscht , welche Rolle ein Landkreis in einem Digitalen Ökosystem spielen kann und wie der Wissenstransfer zwischen den Beteiligten am besten gelingt. Die Plattform wird die zukünftige Übertragbarkeit der digitalen Lösungen in die breite Nutzung sicherstellen – über die Anwendung in den Modellregionen hinaus. Die Modellregionen werden darüber hinaus u.a. bei der Umsetzung ihrer digitalen Lösungen sowie bei der Gestaltung von Prozessen der Bürgerbeteiligung, Kompetenzvermittlung und Strategieumsetzung beraten.

Kultur in ländlichen Räumen

15.06.2026

Landkino2021 - Wandel zum Kulturzentrum

Im Rahmen des Vorhabens wird sich das Kino 'Capitol' mehr und mehr zu einem kulturellen Zentrum entwickeln und eine zentrale Rolle bei der kulturell-künstlerischen Versorgung der Kleinstadt Witzenhausen spielen. Neben dem alltäglichen Filmprogramm wird es fortan Veranstaltungen auf der Bühne des großen Saals geben, die ihren Ausklang im neu gestalteten Thekenbereich des Foyers finden. Um den Gästen ein möglichst breites Veranstaltungsspektrum im modernen Kinoambiente zu ermöglichen, wird im Projektverlauf ein Austausch der Bestuhlung durchgeführt. Das Capitol wird als Ort der Kultur wahrgenommen, an dem es weit über die Filmvorführungen hinaus interessante, kulturelle Angebote zu erleben gibt. Neben Livekonzerten werden Gastspiele von Theatergruppen, Ausstellungen, Lesungen und Diskussionsrunden veranstaltet. Der Nutzen für die Bewohnerinnen und Bewohner liegt in einer klaren Aufwertung ihrer Heimatregion. Fortan können wohnortnah kulturelle Veranstaltungen in einer ganz besonderen Atmosphäre besucht werden.

Kultur in ländlichen Räumen

15.06.2026

Musik der Generationen

Ältere Menschen, besonders in Heimen, und Schülerinnen und Schüler an Hauptschulen sind häufig durch fehlende Mobilität und Unterstützung aus dem familiären Umfeld von kultureller Teilhabe nahezu ausgeschlossen. Im ländlichen Raum kommt erschwerend die räumliche Distanz zu kulturellen Angeboten hinzu. Mit 'Musik der Generationen' werden beide Zielgruppen angesprochen, um bereichernde Erlebnisse und einen Austausch unter den Generationen zu ermöglichen. In Hinblick auf die demographische Entwicklung ist wechselseitiges Verständnis der jeweiligen Lebenssituation gesamtgesellschaftlich von enormer Bedeutung. Als Mittel dienen dazu klassische Musik und gemeinsames Musizieren. Im Projektverlauf gibt es regelmäßig Konzerte von professionellen Musikerinnen und Musikern in räumlich nahen Schulen und Altenheimen, die beide Gruppen wechselseitig besuchen können. Die Schülerinnen und Schüler werden regelmäßig in Altenheimen musikalisch auftreten und gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren musizieren. Vor allem den Schulchören kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Diese, aber auch Instrumentalschülerinnen und -schüler, werden im Projekt besonders intensiv gefördert und unterstützt, sodass ein regelmäßiger Austausch stattfindet, der gemeinsame Aktivitäten anstoßen und dauerhafte Patenschaften zwischen Schulen und Seniorenheimen bewirken wird. Besonderes Highlight wird eine Aufführung von Profimusikern und Schülern zum Schuljahresende sein.

Kultur in ländlichen Räumen

15.06.2026

Künstlerisches Denkmal - Theaterstück "Das Ehepaar List"

Ziel des Vorhabens ist es, dem Ehepaar List aus dem Odenwald ein künstlerisches Denkmal zu setzen. Zentraler Gegenstand ist die Produktion eines Bühnenwerks mit einer ehrenamtlichen, generationsübergreifenden Projektgruppe aus 30 Schauspielerinnen und Schauspielern. Durchgeführt werden zwei Freilichtaufführungen mit insgesamt 1.000 Zuschauerinnen und Zuschauern. Flankierend wird der Weg zur Produktion des Bühnenwerks – insbesondere die inhaltlichen Recherchen zur Geschichte des Ehepaars List sowie das erarbeitete Konzept für die Aufführung– im Landratsamt Odenwaldkreis in Erbach ausgestellt. Des weiteren werden die Vorhabenergebnisse in Form einer Broschüre veröffentlicht. Das Ehepaar List schützte im November 1941 einen jungen Mann, Ferdinand Strauss, vor der Nazi-Verfolgung als Jude. Im März 1942 wurde Heinrich List von einem polnischen Zwangsarbeiter angezeigt, im Oktober 1942 starb er im Konzentrationslager Dachau. Das Vorhaben zeigt exemplarisch, wie sich gelebter Gemeinsinn zu einem gesunden, offenen Regionalstolz entwickeln kann.