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KiKo - KI-Kompetenzen deutscher Unternehmen
Das Forschungsprojekt erfasst und analysiert den aktuellen Stand der KI-Kompetenzen in deutschen Unternehmen. Dabei wird eine Differenzierung nach verschiedenen KI-Technologien und Anwendungsbereichen vorgenommen, um ein detailliertes Bild der räumlichen Verteilung dieser Kompetenzen zu erstellen. Das Projekt wertet öffentlich zugängliche Texte von Unternehmenswebseiten aus, da diese eine differenzierte Darstellung der KI-Nutzung auf Unternehmensebene ermöglichen. Durch die Analyse unterschiedlicher Technologien und Anwendungsbereiche können zudem Rückschlüsse auf mögliche Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Räumen gezogen werden. Gleichzeitig erlaubt die Datenbasis eine Darstellung der zeitlichen Entwicklung der KI-Nutzung über mindestens fünf Jahre. Auf dieser Grundlage werden folgende Forschungsfragen beantwortet : • Wie sind unternehmensbezogene KI-Kompetenzen in Deutschland räumlich verteilt? • Wie haben sich die KI-Kompetenzen von Unternehmen über die Zeit entwickelt? Technisch wird hierbei die Datenbank 'CommonCrawl' (https://commoncrawl.org/) genutzt, in der Webseitentexte archiviert werden. Auf Basis der Texte identifiziert das Projekt die unternehmerischen KI-Kompetenzen anhand von Schlüsselwörtern und deren Einbettung. Ein Nebennutzen ist somit die Generierung eines systematischen Datensatzes von Unternehmenswebsite-Texten, die für weitere Analysen – unabhängig von der KI-Thematik – verwendet werden können.
Food Hub Wittenhagen – Stärkung der regionalen Wertschöpfung in Vorpommern über Getreide und Brotprodukte
Das Verbundprojekt stärkt die regionale Wertschöpfungskette für Brot- und Getreideprodukte in der Region Vorpommern-Rügen bis einschließlich Usedom. Dazu wird ein kooperativer Food-Hub aufgebaut, der von drei Projektpartnern gemeinsam betrieben wird und die konsumfähige Vorbereitung von Rohstoffen sowie die Bündelung von Lieferwegen ermöglicht. Der Food-Hub dient als zentraler Standort für die Verarbeitung und Veredelung von Getreide- und Hülsenfrüchteprodukten sowie als Knotenpunkt für Logistik, Lagerhaltung und Qualitätskontrolle. Hier entstehen Produktinnovation für Brot und regionale Müslisorten. Durch die neu errichtete Infrastruktur des Hubs werden zudem Qualitäts- und Transparenzsteigerungen entlang der durch das Vorhaben geschaffenen Wertschöpfungskette gewährleistet. Außerdem ist er Ausgangspunkt für die Erschließung neuer Absatzmärkte. Das Vorhaben erhöht nicht nur die Sichtbarkeit der regionalen Produkte, sondern auch die des ländlichen Raumes in Vorpommern als attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten. Es erweitert die regionale Produktpalette im Brot- und Cerealienbereich, erhöht die Versorgungsqualität der Menschen vor Ort und erschließt neue Absatzkanäle zu Lebensmitteleinzelhandel, Außerhausverpflegung sowie Gastronomie und Hotellerie. Zudem stärken die Produkte aus regionalen Sorten das Identifikationspotential mit der Region.
Gemeinschaftsküche
Das Projekt Gemeinschaftsküche im Landkreis Ludwigslust-Parchim verbindet regionale Lebensmittelverarbeitung für die Außer-Haus-Verpflegung, Ernährungsbildung und Gemeinschaftsförderung zu einem innovativen, nachhaltigen Gesamtkonzept. Es zielt darauf ab, lokales Obst und Gemüse, insbesondere aus Streuobstwiesen und Solidarischen Landwirtschaften (SoLaWis), gemeinsam zu ernten, zu verarbeiten und zu vermarkten. Ernte und Herstellung wird hauptsächlich von ehrenamtlich Engagierten in gemeinschaftlicher Atmosphäre übernommen. Es soll ein Begegnungs- und Bildungsort entstehen, der frische und vorverarbeitete, regionale Lebensmittel bereitstellen kann. Um langfristig die Ernährungssouveränität der Region zu stärken und die wirtschaftliche Perspektive für kleine Betriebe zu verbessern soll das Konzept schrittweise ausgebaut und erweitert werden.
Vernetztes Handeln für Kultur in ländlichen Räumen (NetKulaeR)
Im Zentrum des Interesses steht die Akteurskonstellation von drei regional wirkenden Institutionen: Kreiskulturverwaltungen, Geschäftsstellen von LEADER-Regionen sowie regionale Kulturbüros. In dünn besiedelten, ländlichen Räumen sind Kulturschaffende besonders auf regionale Vernetzung und Unterstützungsstrukturen angewiesen, sowohl für den fachlichen Austausch untereinander als auch für die sektor- und bereichsübergreifende Vernetzung mit Regionalentwicklung, Tourismus, Politik, Verwaltung etc. In diesem Projekt werden der sektor- und bereichsübergreifende Austausch und die Vernetzung als Schlüssel für die kulturelle Entwicklung ländlicher Räume verstanden. Dafür sind die genannten regional wirkenden Institutionstypen wichtige Scharnierstellen, können Schlüsselfunktionen übernehmen oder aber die Übernahme vernetzender Funktionen durch andere Akteure unterstützen. Erforscht wird, wie die genannten regional wirkenden Institutionen sich organisieren bzw. gestalten, um kulturelle Aktivitäten und Teilhabe in ländlichen Räumen zu stärken. Damit bietet das Projekt Akteuren der regionalen Netzwerkarbeit wie auch der kommunalen und Kreiskulturpolitik Beispiele guter Praxis und Anregungen zur Weiterentwicklung eigener Konzepte und Strategien. Zugleich werden Desiderate sowie ausbaufähige Schnittstellen zwischen dem Kulturbereich und der Regionalentwicklung aufgezeigt, woraus Förderpotenziale abgeleitet werden.
REGIOküche - zentrale Frischeküche zur Belieferung von Gemeinschaftsverpflegungen
Um eine Auslieferung warmer Mahlzeiten zu fairen Preisen zu ermöglichen, werden Machbarkeitsstudien und Potentialanalysen zur Verfügbarkeit regionaler Erzeugnisse und Analyse logistischer Strukturen zur Belieferung von Gemeinschaftsverpflegungen mit regionalen Lebensmitteln durchgeführt. Im Rahmen dessen wird auch die sich anschließende zentrale Verarbeitung durch Fachpersonal in einer Frischeküche sowie die Nutzung von Skaleneffekten und Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette geprüft. Geeignete Auslieferkonzepte für die warmen Mahlzeiten werden erarbeitet. Ein regionales Verpflegungskonzept inklusive Informationsveranstaltungen und Kochkursen zur Sensibilisierung aller Verbrauchergruppen für regionale Lebensmittel und Hervorhebung der Vorteile für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die eigene Nahversorgungsregion werden erstellt. Eine Bedarfsanalyse an warmen Mahlzeiten erfasst das Mengenpotential für eine warme Mittagsverpflegung sowie die gewünschten Verarbeitungsgrade der regionalen Lebensmittel. Zielführende Maßnahmenpläne zur Verfügungstellung regionaler Erzeugnisse in die Frischeküche begleiten die Analysen und erleichtern eine potenzielle Umsetzung. Passende Rechtsrahmen und -formen in Verbindung mit Trägerschaftsmodellen werden für eine Frischeküche geprüft. Die erforderliche Planung einer geeigneten Kücheninfrastruktur, angepasst an die Nachfrage sowie räumliche Küchenkonzepte, eine zielführende und nachhaltige Standortplanung erfolgen und finden im Businessplan Lösungsansätze. Beratend stehen Architekten und Kücheneinrichter mit Erfahrung in Großküchenabläufen und -gestaltung zur Seite.
Biosphäreobst am Schaalsee – Schutz durch kommerzielle Nutzung
Streuobstwiesen und Obstbaumalleen prägen nicht nur die Kulturlandschaft am Schaalsee, sie sind auch Hotspots der Biodiversität. Langfristig können sie allerdings nur durch eine extensive wirtschaftliche Nutzung effektiv erhalten werden. Durch die Nutzung von Streuobstwiesen und Obstalleen kann dem Verlust der Biodiversität und dem Verlust von Strukturreichtum in der Landschaft sowie der Bodenerosion und Austrocknung entgegengewirkt werden. Im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee wird das Potential des noch vorhandenen Streuobstes analysiert und für die Entwicklung innovativer Lebensmittelprodukte genutzt. Die so zu entwickelnden regionalen Produkte werden als Markenbotschafter des Schaalsees Konsumenten in der Metropolregion Hamburg erreichen, die sich im Gesundheits- und Fitnessmarkt wiederfinden. Lizenzgebühren der Produkte werden den Erhalt und den Ausbau des Streuobstes in der Region sichern. Die Initialisierungsphase dient zunächst dafür, mit Pomologen Art und Umfang des Streuobstes in der Schaalseeregion zu bestimmen, Kooperationen für die Produktentwicklung aufzubauen und geeignete Vertriebswege und -partner aufzuspüren.
Kompetenzzentrum für flexible Gemüseverarbeitung
Gemüse spielt eine zentrale Rolle auf den Mittagessen-Tellern der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung. Nach Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) ist Gemüse mengenmäßig die wichtigste Lebensmittelgruppe in der vollwertigen Ernährung. Immer mehr Träger der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung möchten dabei gezielt saisonale und regionale Bio-Produkte einsetzen. Diese Nachfrage kann in vielen Regionen nicht bedient werden, weil es an regionalen Wertschöpfungsketten fehlt. Das betrifft sowohl die Anbau-Kapazitäten wie die benötigten Verarbeitungsstrukturen. In diesem Vorhaben werden deshalb die notwendigen Grundlagen für die Errichtung eines Kompetenzzentrums für flexible Gemüseverarbeitung geschaffen. Damit wird eine Lücke geschlossen, um bedarfsgerecht Gemüse für die lokale und regionale Gemeinschaftsverpflegung bereitzustellen. Die Aufgabenstellung umfasst die Planung der anpassungsfähigen Produktionsprozesse, mit denen flexibel unterschiedliche Gemüsekulturen in verschiedenen Prozess- und Convenience-Stufen chargengetreu verarbeitet werden können. Die Planung wird Bestandteile der vorgelagerten und nachfolgenden Prozesskette enthalten und dabei auf die vorliegenden strukturellen Herausforderungen eingehen. Für den möglichen Betrieb werden für das potenzielle Konsortium Formen der Aufbauorganisation konzipiert und auf Machbarkeit geprüft.
Bio-Offensive Südkreis Herzogtum Lauenburg
Das Projekt fördert die verbesserte regionale Versorgung mit etablierten sowie neuen Bio-Produkten aus regionalen Wertschöpfungsketten. Aufbauend auf einer Markterhebung zur Ermittlung der Bedürfnisse der Menschen und Unternehmen in der Region wird durch neue innovative Vertriebswege der Absatz von regionalen Bio-Produkten - unter anderem vorverarbeitete, küchenfertige Lebensmittel, Convenience-Food, Außerhaus-Mahlzeiten - unter Berücksichtigung der Wertschöpfungsketten verbessert. Dafür werden Prototypen entwickelt, welche im Zuge des Initialisierungsmanagements in einem Pilotprojekt getestet werden. Am Ende steht eine fundierte Handlungsempfehlung zum Start des eigentlichen Projekts. Ziel ist die Steigerung des Bio-Angebotes, ihrer Verfügbarkeit und Sichtbarkeit im südlichen Herzogtum Lauenburg und darüber hinaus.
Plattform für ein B2B-Netzwerk mit Mikrologistik in Ostthüringen und Altmark
Um im Sinne einer kleinstrukturierten und vielfältigen Landwirtschaft mit einem starken regionalen Bezug die erzeugten Produkte auch in kleineren Mengen zu den Partnerinnen und Partnern aus Handel, Verarbeitung und Gastronomie wirtschaftlich tragfähig transportieren zu können, ist die Digitalisierung der Schlüssel. Durch die weitestgehend automatische Generierung von Transportangeboten aus den Bestandssystemen und die Optimierung der Transportbedarfe können die Kosten pro Transportgut so weit gesenkt werden, dass sich die Transporte auch wirtschaftlich lohnen. Mikro-Hubs, mobile oder stationäre Miniaturdepots, erweitern zudem die Möglichkeiten des Warenumschlags und tragen somit zu einer höheren Bündelung der Touren und dadurch schließlich ebenfalls zur Kostensenkung bei. Gesamt gesehen sollen Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Verarbeitung und Handel über eine B2B-Plattform regional erzeugte Lebensmittel bestellen und bezahlen können. Zudem wird eine Logistik die bestellten Lebensmittel von den Erzeugern zu den unter genannten Kundinnen und Kunden bringen, wobei der Transport durch Bündelung (Integration von Sowieso-Fahrten und Mikro-Hubs) insgesamt wirtschaftlich ist. Das Initialisierungsmanagement wird sich konzeptionell mit dem Gesamtsystem und seinen Komponenten befassen. Dazu gehören vor allem die Konkretisierung der Anforderungen und die eingehende Untersuchung des erwarteten Nutzens des PENOA-Systems per Simulation. Hierbei wird ein Modell der Transportangebote und Transportbedarfe in den Projektregionen erstellt und angewendet. Anhand verschiedener Szenarien wird ermittelt, welchen wirtschaftlichen Nutzen das PENOA-System bringt. Zeigt sich dabei eine dauerhaft wirtschaftliche Tragfähigkeit, wird im nächsten Schritt der technische, organisatorische und rechtliche Arbeitsaufwand für die Umsetzung detailliert abgeschätzt.
Kooperative Verarbeitung zur Inwertsetzung von biodiversen Anbausystemen
Es wird eine innovative und wirtschaftlich tragfähige Herangehensweise zur Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel aus Baumwirtschaft gemeinsam mit bereits interessierten Kooperationspartnern und weiteren lokalen Akteuren im Werra-Meißner-Kreis entwickelt. Dabei werden Rohprodukte aus Streuobstbeständen und aus gemischten Agroforstkulturen (Früchte, Nüsse) betrachtet, um diese zu erhalten und beständige Absatzmöglichkeiten zu bieten. Im Fokus steht die regionale, kooperative Herstellung von Müsli (erweiterbar um Müsliriegel und ähnliche Produkte) zusammen mit Getreideproduzierenden und Imkereien aus der Region. Betrachtet wird insbesondere die Möglichkeit der Gefriertrocknung für Obst. Denn Obstverarbeitung ist häufig mit Erhitzen und Pasteurisieren assoziiert, wobei viele der gesunden Inhaltsstoffe minimiert werden. Eine Gefriertrocknung hingegen erhält die Inhaltsstoffe und damit den gesundheitlichen Nutzen. Während der Initialisierungsphase wird eine Grundlage für die Kalkulation der Wirtschaftlichkeit der kooperativen Produktion zwischen allen Beteiligten von Streuobst- und Agroforstwirtschaft, Ackerbau, Imkerei und Verarbeitung geschaffen. Durch die Initialisierung wird die bestehende und für das Projekt benötigte Verarbeitungsinfrastruktur hinsichtlich der erforderlichen Produktionsmengen abgeglichen. Außerdem werden in der Initialisierungsphase erste Prototypen mit spezifischer Zusammensetzung und Erscheinungsform entwickelt. Zielgruppe für die Produktentwicklung sind insbesondere öffentliche Einrichtungen und Gastronomiebetriebe. Diese können während des Gestaltungsprozesses wichtige Hinweise auf die Produktgestaltung zu ihren Zwecken einbringen. Auch die interessierte Öffentlichkeit wird z. B. bei Verkostungen und im Zuge der Markenbildung, eingebunden. Zum Produkt wird ein Umweltbildungskonzept entworfen, das die Mehrwerte der Kooperation und der eingesetzten Anbausysteme vermittelt.