Regionale Wirtschaft

29.04.2026

Food Hub Wittenhagen – Stärkung der regionalen Wertschöpfung in Vorpommern über Getreide und Brotprodukte

Das Verbundprojekt stärkt die regionale Wertschöpfungskette für Brot- und Getreideprodukte in der Region Vorpommern-Rügen bis einschließlich Usedom. Dazu wird ein kooperativer Food-Hub aufgebaut, der von drei Projektpartnern gemeinsam betrieben wird und die konsumfähige Vorbereitung von Rohstoffen sowie die Bündelung von Lieferwegen ermöglicht. Der Food-Hub dient als zentraler Standort für die Verarbeitung und Veredelung von Getreide- und Hülsenfrüchteprodukten sowie als Knotenpunkt für Logistik, Lagerhaltung und Qualitätskontrolle. Hier entstehen Produktinnovation für Brot und regionale Müslisorten. Durch die neu errichtete Infrastruktur des Hubs werden zudem Qualitäts- und Transparenzsteigerungen entlang der durch das Vorhaben geschaffenen Wertschöpfungskette gewährleistet. Außerdem ist er Ausgangspunkt für die Erschließung neuer Absatzmärkte. Das Vorhaben erhöht nicht nur die Sichtbarkeit der regionalen Produkte, sondern auch die des ländlichen Raumes in Vorpommern als attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten. Es erweitert die regionale Produktpalette im Brot- und Cerealienbereich, erhöht die Versorgungsqualität der Menschen vor Ort und erschließt neue Absatzkanäle zu Lebensmitteleinzelhandel, Außerhausverpflegung sowie Gastronomie und Hotellerie. Zudem stärken die Produkte aus regionalen Sorten das Identifikationspotential mit der Region.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

29.04.2026

Gemeinschaftsküche

Das Projekt Gemeinschaftsküche im Landkreis Ludwigslust-Parchim verbindet regionale Lebensmittelverarbeitung für die Außer-Haus-Verpflegung, Ernährungsbildung und Gemeinschaftsförderung zu einem innovativen, nachhaltigen Gesamtkonzept. Es zielt darauf ab, lokales Obst und Gemüse, insbesondere aus Streuobstwiesen und Solidarischen Landwirtschaften (SoLaWis), gemeinsam zu ernten, zu verarbeiten und zu vermarkten. Ernte und Herstellung wird hauptsächlich von ehrenamtlich Engagierten in gemeinschaftlicher Atmosphäre übernommen. Es soll ein Begegnungs- und Bildungsort entstehen, der frische und vorverarbeitete, regionale Lebensmittel bereitstellen kann. Um langfristig die Ernährungssouveränität der Region zu stärken und die wirtschaftliche Perspektive für kleine Betriebe zu verbessern soll das Konzept schrittweise ausgebaut und erweitert werden.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

29.04.2026

Wino Bio - Verarbeitung regionaler Bio-Erzeugnisse

Das Vorhaben verfolgt den Aufbau einer kleinen, praxisnahen Verarbeitungsstruktur für regionale Bio- Produkte, die eng mit einem bestehenden Bio-Lieferservice verbunden ist. Überschüssige oder schwer vermarktbare Produkte werden aus der regionalen Bio-Landwirtschaft verarbeitet – etwa zu Suppen, Saucen oder küchenfertigen Zutaten. Die verarbeiteten Produkte werden über bestehende Logistikstrukturen direkt an Haushalte sowie Einrichtungen der Außer-Haus-Verpflegung ausgeliefert. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen Modells zur Lebensmittelverarbeitung im ländlichen Raum. Dabei werden Methoden aus der betrieblichen Organisation sowie Grundsätze der ökologischen Produktion angewendet. Ergänzend finden Workshops für das Küchenpersonal statt, um Wissen zur Bio-Küche praxisnah zu vermitteln und deren Einsatz in Kitas, Schulen oder Kantinen zu fördern.

Regionale Wirtschaft

29.04.2026

Vollmobile Schlachtung Schaf/Ziege

Im Landkreis Goslar fehlen schlanke, tierwohlgerechte Schlacht- und Verarbeitungswege für kleine Wiederkäuer. Teilmobile Verfahren scheitern in der Fläche an zeitkritischen Transporten; ein biozertifizierter Schlachtbetrieb ist im Landkreis nicht verfügbar. Das Projekt entwickelt, zulässt und erprobt eine vollmobile Schlachteinheit (PKW-Anhänger) für Schaf/Ziege mit integrierter Kühlung und Ausstattung bis zur Fleischbeschau. Die komplette Prozesskette findet direkt am Hof statt – ohne Eiltransport zum Schlachthof. Der Prototyp wird gemeinsam von Kommune Zukunft (Projektleitung, Administration, Netzwerk, ÖA, Veranstaltungen) und Uria e. V. (fachlich-operative Umsetzung, Behördenabstimmung, Prototypenbau) realisiert und in einem Pilotbetrieb mit Betrieben der Region getestet. Das Vorhaben adressiert Tierwohl (Stressreduktion), kurze Wertschöpfungsketten (Direktvermarktung, Gastronomie/AHV) und regionale Resilienz. Ergebnisse sind: (1) Entwicklung eines Prototyp + behördliches Go, (2) erprobte SOP/HACCP-Abläufe, (3) Logistik- und Auslastungskonzept mit = 25 % weniger Transport-km/Tier ggü. Baseline, (4) Skalierungs- und Geschäftsmodell inkl. Serienbau-Kalkulation, (5) offener Best-Practice-Leitfaden und Demo-/Transferformate. Ziel ist der kostendeckende Musterbetrieb ab 06/2027 und die Übertragbarkeit auf weitere Regionen/Betriebe.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

OpenData.Lab.Herzberg (OPEN.HERZ)

In der Stadt Herzberg (Elster) bilden zukünftig qualitativ hochwertige und leicht zugängliche Daten eine wichtige Grundlage für die Planungs- und Entscheidungsprozesse der nachhaltigen Kommunalentwicklung. Mit dem Projekt OpenData.Lab.Herzberg (OPEN.HERZ) werden hierfür die notwendigen Weichenstellungen vorgenommen, um die Potenziale von Daten für die Stadtentwicklungsthemen Bildung, New Work, Klimaschutz, Mobilität und Beteiligung wissenschaftlich und praxisorientiert aufzuzeigen. So können die auf offenen Daten basierenden Planungs- und Entscheidungsprozesse'ohne Umwege' zielgruppengerecht kommuniziert werden. In einer engen Kooperation zwischen Forschenden und Studierenden der FH Potsdam und Verwaltungs-mitarbeitenden sowie Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Herzberg (Elster) werden Möglichkeitsräume der partizipativen und innovativen Datennutzung für die Verwaltung und Zivilgesellschaft exploriert. Die wissenschaftlich validierten Datenschätze werden bezüglich Datenqualität und -vollständigkeit sowie rechtlicher Rahmenbedingungen überprüft, veredelt und mit der Modularen Open Source Infrastruktur MOSIDI4 sichtbar gemacht.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Merzenich im Wandel: Open Data als Schlüssel zur Dorfentwicklung der Zukunft 

Das Projekt nutzt die systematische Aufbereitung offener Daten, um im Zuge der bevorstehenden Dorfentwicklung in Merzenich – angestoßen durch den Strukturwandel im Rheinischen Revier – die besonderen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger vor Ort besser zu erfassen und in Dorfentwicklungsmaßnahmen zu integrieren zu können. Es wird ein Werkzeug in Form eines Daten-Dashboards entwickelt, welches die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung in der Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung von Beteiligungsmaßnahmen unterstützt und mit objektiv, fundierten Informationen versorgt. Vorhandene Datenbestände werden systematisch geordnet und analysiert, damit die immer größer werdenden Datenmengen genutzt werden können, um bedarfsgerechte und wirksame Entscheidungen zu treffen. Zunächst erfolgen Bestandsaufnahme und Aufbereitung der vorhandenen Datenquellen. Dann folgt eine Validierung des Dashboards zur Nutzung der Daten. Zuletzt wird ein Use Case zur konkreten Nutzung für Entscheidungen im Rahmen der Dorfentwicklung durchgeführt. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung ist dieser beispielhafte Use Case in das Projekt eingebunden. Ziel ist es, alle Bürgerinnen und Bürger in Entwicklungen ihrer Kommune zu integrieren und somit die Akzeptanz für Projekte zu erhöhen und Demokratiebildung zu fördern. Ein weiteres Ziel ist es, die systematische Nutzung durch Verknüpfung verschiedener offener Datenquellen auf andere ländliche Kommunen mit ähnlichen Herausforderungen übertragbar zu gestalten.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Haaner SC-Basis

Ziel des Projekts 'Haaner SC-Basis' ist die Erstellung eines Umsetzungskonzepts von Open Data in der Gartenstadt Haan. Hierfür werden smarte Füllstandsensoren für öffentliche Mülltonnen in der Stadt Haan auf Basis von LoRaWAN-Netzen erprobt. Die Gemeinde Haan baut ein LoRaWAN-Netz auf, um smarte Mülltonnensensoren im öffentlichen Raum einzurichten. Dabei wird der Erwerb von insgesamt 80 Mülltonnensensoren sowie die mit der Einrichtung des Sensornetzes verbundenen Dienstleistungstätigkeiten gefördert (zum Beispiel Beratungsdienstleistung, Sensorlizenzen, Visualisierung der Sensordaten). Es werden passende Standorte ausgewählt und mit Antennen ausgestattet. Dabei stellt die bergige Topographie Haans eine Herausforderung für einen optimalen, sicheren Empfang dar. Im Anschluss wird in Zusammenarbeit mit dem Betriebshof die entsprechende Sensorik ausgesucht und angebunden. Weiterhin werden die Bereiche Sicherheit, Klimaschutz und Verkehr an den weiteren Schritten des Projektes beteiligt.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

RTS-Graph

Für Rothenburg ob der Tauber ist der Tourismus von enormer Bedeutung. Mit dem RTS-Graph werden touristisch relevante offene Daten eingesetzt, um allen Mediennutzern einen intuitiven, interaktiven und attraktiven Lebensraum digital zu vermitteln. Als technische Grundlage für das beantragte Projekt dient der 'Social Knowledge Graph' (SKG), eine Open-Source-Plattform, die durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und von einem Projektverbund erstellt wurde. Der SKG nutzt künstliche Intelligenz, um komplexe und umfangreiche Informationen aufzubereiten und in leichte Sprache zu übersetzen. Im Projekt wird der sogenannte 'Rothenburg Tourismus Service Knowledge Graph', kurz: 'RTS-Graph', entwickelt, in dem alle für den touristischen Sektor relevanten offenen Daten zusammengeführt, semantisch angereichert und strukturiert dargestellt werden. Die für den RTS-Graph aufbereiteten, semantisch wertvollen Daten werden genutzt, um Bürgern und touristischen Gästen gleichermaßen einen intuitiven, interaktiven und attraktiven Lebensraum digital zu vermitteln. Im Anschluss des Pilotprojektes ist eine Übertragung des Systems in andere Sektoren hinein vorgesehen.

Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

Bilder des Ländlichen in der Kultur- und Kreativwirtschaft (KulturLandBilder)

Das Verbundvorhaben hinterfragt, wie selbst- und fremd zugeschriebene Bilder, Narrative und Imaginationen von Land, Ländlichkeit und ländlicher Kultur das kulturelle Leben und kreative Arbeiten in ländlichen Räumen prägen, es befördern und/oder behindern. Das Projekt untersucht diese Frage aus zwei Perspektiven: der der kultur- und kreativwirtschaftlichen Akteure und der der Nutzerinnen und Nutzer sowie der Kundinnen und Kunden. Das Projektteam analysiert dabei, wie sich Bilder von Ländlichkeit und ländlicher Kultur zwischen den beiden Gruppen unterscheiden, wie die Akteure mit möglicherweise negativen Zuschreibungen umgehen und welche Rolle Imaginationen des Urbanen und des Ländlichen für kreative Akteure in ländlichen Räumen spielen. Untersucht werden diese Fragen durch vier Fallstudien in der Kultur- und Kreativwirtschaft, die in Kooperation mit dem Projekt 'KreativLandTransfer' ausgewählt wurden. Dabei werden anhand einer Social Media Analyse zunächst Bilder und Narrationen aus dem Umfeld der Fallstudien identifiziert, bevor diese sowie ihre Auswirkungen in Experten- und Gruppeninterviews vertieft besprochen werden. Zudem werden durch lokale Workshops sowie einer begleitenden Projektdokumentation neue und eigene Bilder generiert und diskutiert. Einen weiteren Baustein nimmt der Transfer der Projektergebnisse über die Ausrichtung eines Musikwettbewerbs sowie ein Journalist in Residency Programm ein. Diese werfen neben der wissenschaftlichen Sicht eine weitere Perspektive auf Ländlichkeit und ländliche Kultur. Das Leibniz-Institut für Länderkunde e.V. befasst sich mit Bildern des Ländlichen in Kulturinitiativen an Beispielen aus Ostdeutschland (Teilprojekt). Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg befasst sich mit Bildern des Ländlichen in der Kreativwirtschaft am Beispiel der Regionen Fichtelgebirge und Schwarzwald (Teilprojekt).

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Haushaltsdaten meets SDG – Transparenz und Nachhaltigkeit im Amt Hohe Elbgeest

Im Rahmen der Förderung wird die Transparenz und Nachvollziehbarkeit öffentlicher Mittel gewährleistet. Durch die verständliche Darstellung der Daten wird die Zivilgesellschaft motiviert, einen aktiven Beitrag am Beteiligungsprozessen zu leisten. Dem kommunalpolitischen Ehrenamt dienen die Daten als Diskussions- und Entscheidungsgrundlage. Auch Wirtschaft und Forschung nutzen die gesammelten Daten gut. Im Bereich der Verwaltung werden die Bereiche identifiziert, in denen Verbesserungen zur Erfüllung der SDGs möglich sind. Dies führt zu einer gezielteren Planung und Ressourcennutzung.