Kultur in ländlichen Räumen

12.09.2026

KennenLernenUmwelt

Ziel des Projektes KennenLernenUmwelt (KLU) ist die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an kulturellen Bildungsangeboten in der ländlichen Region im Rhein-Sieg Kreis und Rheinisch-Bergischen Kreis und die Stärkung regionaler Identitätsbildung. Bereits bei den Heranwachsenden wird das Bewusstsein für die kulturellen Besonderheiten ihrer Umgebung geweckt, indem sie in der Naturschule Aggerbogen Natur erfahren und erforschen, in der Archäologiewerkstatt Gut Eichthal Heimatgeschichte entdecken, in der Performance- und Medienwerkstatt Schloss Eulenbroich Musik, Bewegung und Rollenspiele erproben und in der Literatur- und Kunstwerkstatt Burg Wissem Geschichten erleben und sie mit künstlerischen Mitteln umsetzen können. Die Teilnahme an kulturellen Aktivitäten in vertrauter Umgebung erleichtert nicht nur den Zugang zur Kultur, sondern macht auch das Lebensumfeld als eigenständigen Kulturraum erfahrbar. Bei den geplanten Reisen zu allen Standorten wird der gesamte Landschaftsraum greifbar, was bei Einzelbesuchen während der Unterrichtszeit nur punktuell gelingen kann. Über die Kinder als Multiplikatoren werden auch die Eltern sowie Betreuerinnen und Betreuer erreicht. Durch die Ferienwochen können Familien bei der schwierigen Frage nach sinnvoller Ferienbetreuung entlastet werden. Kinder und Eltern erhalten einen kulturellen Mehrwert und der ländliche Raum wird von klein auf als attraktiver Lebensraum erfahren. Die interkommunale Zusammenarbeit von Behörden, Kulturorten, Trägern der Jugendhilfe und Unternehmen bietet die Chance, die Vernetzung in der Region und das Bewusstsein für lokale Kompetenzen voranzubringen.

Kultur in ländlichen Räumen

12.09.2026

Leuchten der Moderne - Sonderausstellung und Workshops

Mit diesem Vorhaben werden in praktischen, zeitgenössisch-künstlerischen Projekten die Gestaltung von Beleuchtungsglas unmittelbar aus dem Herstellungsprozess und dem Umgang mit dem Material entwickelt. Das Projekt wird analog zur Ausstellung 'Leuchten der Moderne' in Petershagen durchgeführt, in der Technikgeschichte, bekanntes Design und Alltagskultur der 1920er und 30er Jahre miteinander verbunden werden. Ausgehend von den Gedanken von Werkbund und Bauhaus initiiert das Museum eine gemeinsame Schaufenstergestaltung in den Ortskernen Petershagen und Petershagen-Lahde mit historischen Fotografien der Gebäude aus der Gründungszeit des Bauhauses, die aus dem Stadtarchiv entnommen werden. Ziel ist es, Synergieeffekte in Ortschaften zu tragen.

Kultur in ländlichen Räumen

12.09.2026

SE-KulturDorf und SE-KulturNacht

Das Vorhaben mit den Formaten 'SE-KulturDorf' und 'SE-KulturNacht' setzt eigene Akzente im Rahmen des Festivals SE-KulturTage und bringt damit gezielt Kulturformen abseits der vorhandenen Strukturen in den ländlichen Raum. Lokale Kulturschaffende werden einbezogen und in den Fokus gerückt. Zusätzlich werden externe Kulturschaffende eingeladen, die neue kulturelle Impulse mitbringen. Im jährlichen Wechsel wird ein Dorf im Kreis Segeberg zum SE-KulturDorf ausgerufen und mit vielfältigen kulturellen Veranstaltungen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Mit der 'SE-KulturNacht' wird eine Reihe kreiert, die Kultur mit experimentellem Charakter in eine Kirche der Region bringt. Nach Besichtigung des Ortes wird ein passendes Programm zusammengestellt, das die Kirche und ihre Besonderheiten herausstellt. Hier sollen auch nicht-öffentliche Räume wie Dachböden, Glockenturm, Kirchenuhr, Orgelraum, ggfs. eine Gruft oder auch das Außengelände etc. in Szene gesetzt werden. Mit den beiden Formaten wandert das 'Auge' durch die Region und schärft den Blick für ungewöhnliche Kulturorte. Beide Formate sind als Reihe konzipiert und sorgen für kulturelle Nachhaltigkeit.

Digitalisierung auf dem Land

12.09.2026

VOLISCO - Engagementförderung online lernen

Das Projekt unterstützt gemeinnütze Organisationen wie z. B. Vereine dabei, im Ehrenamt aktive Menschen in ländlichen Räumen besser einzubinden und bei Bedarf entsprechende Veränderungen anzustoßen. Es hilft dabei, ehrenamtliches Engagement allgemein besser zu fördern und Antworten auf die besonderen Herausforderungen zu finden, die damit auf dem Land verbunden sind. Dabei geht es um ganz praktische Fragen wie: Wie können wir unsere Zusammenarbeit im Verein verbessern? Wie können neue engagierte Menschen gewonnen und insbesondere Zugezogene in den Verein integriert werden? Wie gehen wir mit Konflikten und der hohen Arbeitsbelastung für ehrenamtlich Aktive in unserer Organisation um? Im Rahmen des Projekts wurde zu diesem Zweck eine digitale Lernplattform erstellt, mit deren Hilfe sich in gemeinnützigen Organisationen aktive Menschen zum Thema Engagementförderung weiterbilden können. Sie finden dort einen digitalen Fragebogen, der sie in einem ersten Schritt dabei unterstützt, besser einzuschätzen, wie gut ihre Organisation schon mit freiwillige oder ehrenamtlich engagierten Menschen umgeht. Wo sich Verbesserungsbedarf zeigt, geben zehn interaktive Handreichungen mit einführenden Texten, Videos, Tutorials und Übungen Anregungen, was verändert werden könnte. Natürlich können diese Handreichungen auch ohne konkreten Anlass genutzt werden.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Engagement und Ehrenamt

12.09.2026

Inklusive Gemeinde

Die Gemeinde Langenmosen in Bayern steht angesichts der demografischen Veränderungen vor der Frage, wie eine adäquate Versorgung und Teilhabe für ihre Bevölkerung langfristig sichergestellt werden können. Nachdem sich die Gemeinde dem Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder gewidmet hatte, verfolgt sie mit dem Projektvorhaben die Stärkung Langenmosens als inklusive Gemeinde. Mit den Mitteln aus dem Projekt finanziert der Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen e. V. die Einrichtung eines Inklusionsbüros und eine Fachkraft der Sozialpädagogik als Koordinatorin (15 Stunden, Hauptamt). Das Inklusionsbüro dient als lokale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger. Die Koordinatorin hilft vor Ort, organisiert das bürgerschaftliche Engagement (Freiwilligenmanagement) und bildet die Schnittstelle zur professionellen Beratungsstruktur der Caritas. Zu Beginn wird ein umfassender Beteiligungsprozess zur Erfassung von Bedarfen durchgeführt. Langfristig werden die in der Projektlaufzeit gesammelten Erkenntnisse und Ergebnisse umgesetzt. Ziel ist es, das Inklusionsbüro als bürgernahe Anlauf- und Koordinationsstelle in die kommunale Regelstruktur zu überführen. Eine Unterstützung des Freiwilligenmanagements kann durch das landkreisweite Nachbarschaftsnetzwerk sichergestellt werden.

Engagement und Ehrenamt | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

12.09.2026

Engagement mit Zukunft

Das Projekt sichert langfristig die Arbeit der ehrenamtlichen Vereine im Altenburger Land und macht diese fit für die Herausforderungen des demografischen Wandels. Die Basis der Gemeinwesenarbeit im ländlichen Bereich wird erhalten und ausgebaut. Es wird eine Untersuchung durchgeführt, welche die Basis für zukünftige Vermeidungsstrategien bildet. Hierfür wird eine Altersstrukturanalyse durchgeführt. Im Unternehmensbereich ist dies ein erprobtes Mittel der Personalentwicklung. Aus den vorhandenen Instrumenten der Wirtschaft werden geeignete Module für die Vereine ausgewählt. Auf der Grundlage der erhobenen Daten werden Handlungsfelder, Maßnahmen und Handlungsmodelle abgeleitet. Die erarbeiteten und erprobten Instrumente werden in einer Toolbox zusammengefasst und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

12.09.2026

Ackerbürgerhaus

Ein seit 40 Jahren leerstehendes typisches Ackerbürgerhaus wird in Bärnau zu einer Zukunftswerkstatt für innovative Ideen umfunktioniert. Es wird ein Ort geschaffen, wo unternehmerische Menschen zusammenkommen und gemeinsam neue Initiativen/Unternehmungen für die Region auf den Weg bringen. Bärnau ist durch das ArchaeoCentrum Bayern – Böhmen erster Bayerisch-Tschechischer Universitätsstandort. Das Ackerbürgerhaus spielt für ein lebendiges Campusleben künftig eine zentrale Rolle. Die internationalen Studierenden in Bärnau und Umgebung, finden im ‚Ackerbürgerhaus einen Ort, in dem 'etwas los ist'. Die Möglichkeit des Mitgestaltens und des Angenommenseins macht die Region attraktiv Die Stadt Bärnau und der Ackerbürgerhaus e.V. schaffen mit der Wiederbelebung des Ackerbürgerhauses den geeigneten Rahmen. Es entstehen unter anderem eine Mitmachbrauerei und eine Gemeinschaftsküche. Der Raum im Obergeschoss wird so gestaltet, dass er vielen verschiedenen Aktivitäten dient: als Co-Working-Space mit ruhigen Arbeitsbereichen, Raum für Ausstellungen, als Regionalvermarktungsplattform oder als Kleinkunstbühne.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Digitalisierung auf dem Land

12.09.2026

Online-Informationsplattform zu Versorgungsstrukturen pflege- und hilfsbedürftiger Menschen

Der Landkreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim ist eine ländlich strukturierte Region Bayerns, in der der demografische Wandel voraussichtlich rasch voranschreiten wird. Direkt damit assoziiert sind eine höhere Zahl pflege- und hilfsbedürftiger Menschen sowie die Perspektive, dass immer weniger Angehörige für deren Unterstützung im Alltag vor Ort sein werden. Somit besteht dringender Bedarf für eine noch wirksamere Unterstützung von Senioren und deren Angehörigen im Alltag. Zu den großen Schwierigkeiten für Betroffene und Angehörige gehört es, aus den schon heute bestehenden Hilfen und Angeboten die individuell hilfreichen Angebote zu identifizieren. Beratungsstellen halten hierzu eine Vielzahl von Informationen und Adressen bereit, pflegen diese aber jeweils individuell, was viel Zeit in Anspruch nimmt und letztlich nicht zu einem einheitlichen Informationsstand führt. Ziel des Vorhabens ist ein besserer Informationsaustausch zwischen Betroffenen (Senioren und Angehörigen), ehrenamtlichen und professionellen Leistungserbringern über vorhandene Versorgungsstrukturen für pflege- und hilfsbedürftige Menschen im Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim im Landkreis. Hierzu soll im Vorhaben eine internetbasierte, frei verfügbare und fortlaufend aktualisierte Informationsplattform aufgebaut, getestet und betrieben werden. Die Plattform soll ratsuchende Patienten und Angehörige sowie Beratungsstellen wirksam unterstützen. Als besonders innovatives Element soll ein digitaler 'Persönlicher Organisationsassistent' eine unmittelbare Entlastung für Angehörige bewirken. Er soll Betroffenen die Handlungsstrukturierung erleichtern, beispielsweise im Fall einer plötzlich auftretenden Pflege- und Hilfsbedürftigkeit. Weitere Elemente sind eine Zusammenschau der regionalen Versorgungsstrukturen und –angebote ('Öffentlicher Wegweiser') sowie eine an Alltagsproblemen orientierte zielgruppengerechte Informationssammlung ('Orientierungshilfe').

Digitalisierung auf dem Land

12.09.2026

Digitale Dorf.Mitte

Ziel des Projektes ist die Stärkung von Orten, die wichtig für die Identität und das Gemeinschaftsgefühl der Menschen in ländlichen Regionen sind. Hierfür werden einfach nutzbare technische Lösungen gesucht und auch gefunden. Umgesetzt wird das Vorhaben in Raumland und Arfeld (Ortsteile der Stadt Bad Berleburg) sowie Puderbach (Stadtteil von Bad Laasphe) im Kreis Siegen-Wittgenstein, NRW: In Raumland wird eine solarbetriebene Statusanzeige für die ehrenamtlich betriebene Dorfkneipe und das Schieferschaubergwerk eingerichtet. Sie zeigt an, ob geöffnet ist und welche Angebote zur Verfügung stehen. Zudem wird für die Kirchengemeinde Raumland eine 'Kirchenkamera' installiert, damit alle Mitglieder auch in Zeiten von Corona die Gottesdienste über das Internet verfolgen können. In Puderbach wird ein 'digitales schwarzes Brett' im Dorfgemeinschaftshaus aufgebaut. Der Bildschirm zeigt alle Termine und Aktivitäten des Dorfes und seiner Vereine an. Diese können mit wenig Aufwand per App aktualisiert werden. In Arfeld entsteht eine offene Werkstatt mit 3D-Drucker für das neue Zentrum 'Via Adrina'. Zudem wird die bestehende Mitfahrerbank durch eine digitale Fahrten- und Bedarfsanzeige auf nebenan.de ergänzt. Technische Hilfe und Unterstützung bekommen die Bürgerinnen und Bürger in offenen 'Technik-Cafés'. Über die 'digitale Dorfplattform', in das drei weitere Dörfer im Kreis – Dotzlar, Niederlaasphe und Richstein - einbezogen sind, wurde zudem eine zusätzliche Möglichkeit eröffnet, sich innerhalb der Region auszutauschen und miteinander in Kontakt zu kommen.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

12.09.2026

Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen, Teilprojekt 1

Das Forschungsprojekt befasst sich in unterschiedlichen Teilprojekten mit der Integration Geflüchteter in den ländlichen Regionen Deutschlands. Es untersucht, unter welchen Voraussetzungen und wie humanitäres Engagement und ländliche Entwicklung erfolgreich verbunden werden können und wie dies von Politik und Zivilgesellschaft positiv beeinflusst werden kann. Entsprechend dieser Orientierung an Fragen der politischen Steuerung identifiziert das Projekt auch politischen Handlungsbedarf in Bezug auf das Thema Integration von Geflüchteten in ländlichen Räumen und formuliert Handlungsempfehlungen an die Politik. Als Untersuchungsregionen dienen je zwei ländliche Landkreisen in Bayern (Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim und Regen), Hessen (Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner-Kreis), Niedersachsen (Vechta und Nordheim) und Sachsen (Nordsachsen und Bautzen). Die vier Teilprojekte befassen sich jeweils mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Thema: Integrationspotenziale ländlicher Räume in Deutschland (Teilprojekt 1), die Sichtweise der Geflüchteten (Teilprojekt 2), die lokale Integrationspolitik und deren Unterstützung durch Land, Bund und EU (Teilprojekt 3) und das zivilgesellschaftliche Engagement und die Einstellung der Aufnahmegesellschaft (Teilprojekt 4).