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Gemeinschaftsgarten - angelegt von Flüchtlingsfamilien und Einheimischen
Der 'Garten der Kulturen' ist vorrangig für Familien mit Kindern gedacht und bietet eine Plattform für ein natürliches Miteinander. Die Grünfläche der Gemeinde von ca. 240 m² in der Dorfmitte wird zunächst gemeinsam vorbereitet. Anschließend erfolgt die Einteilung der Fläche in Familien- und Gemeinschaftsbeete, danach die Einrichtung von Spiel- und Aufenthaltsflächen, wie z.B. Sandkasten, Sitzmöglichkeiten sowie Geräteschuppen, Pflanztisch und Kompostierung. Der dritte Schritt beinhaltet das Pflanzen von Sträuchern sowie Einsähen und Anlegen der Nutzgärten. Flüchtlingsfamilien und Einheimische lernen sich bei den wöchentlichen Begegnungsnachmittagen und beim regelmäßigen gemeinsamen Gärtnern und Arbeiten intensiv kennen und entwickeln gegenseitiges Verständnis füreinander.
Integration durch Kreativangebote
Den geflüchteten Menschen wird dabei geholfen, heimisch zu werden und eine Perspektive für die Zukunft zu sehen. Mit dem Kreativprogramm werden verschiedene Fähigkeiten der Geflüchteten erkannt, um für sie berufliche Perspektiven zu finden. Die vorhandenen Netzwerke und Strukturen werden genutzt, um auf die Angebote aufmerksam zu machen, mit Integrationskursen zu verknüpfen und um Geflüchtete zum Mitmachen zu animieren. Für Kinder und Jugendliche wird eine Sommerferiencard für das Schwimmbad, für Frauen ein Nähkurs mit Kreativangeboten und Sprachlernmöglichkeiten und für alleinstehende Männer und männliche unbegleitete Minderjährige ein Sport-/Fitnesstraining eingerichtet. Zudem werden ein Erste-Hilfe-Kurs und ein mobiles Café organisiert.
Aktionstage für Mannschafts-Schlauchboote
Unter dem Motto 'Wir sitzen alle in einem Boot' werden Schlauchboote zusammen von jungen Geflüchteten und einheimischen Jugendlichen, die vor allem aus sozial schwachen Familien kommen, gestaltet. Zur Durchführung des Projekts werden zwei gebrauchte Mannschaftsschlauchboote, Paddel, Schwimmwesten, Farbe und Pinsel zur Gestaltung der Bootsoberflächen angeschafft. Geplant sind Aktionstage in Zusammenarbeit mit Stadt und Vereinen, dabei insbesondere Kanuvereinen, und gemeinsame Ausflüge auf Elbe und Saale. Das Angebot ist als Ergänzung, nicht als Konkurrenz, zur örtlichen Vereinslandschaft zu sehen. Eine Öffnung des Angebots in Richtung bestehender Vereine und Organisationen ist erwünscht.
Durch Sport, Gewaltprävention und Kommunikation zu einem vielfältigen Miteinander
Der gemeinnützige Verein 'Nie Gewalt e.V.' will mit diesem Projekt auf Grundlage verschiedener Sportarten einen Prozess anstoßen, der dazu führen soll, die Integration zu fördern und das eventuell entstehende Gewaltpotenzial präventiv zu lösen. Dadurch können die zukünftig entstehenden Herausforderungen im Umgang mit Geflüchteten in unserer Gesellschaft friedlich und respektvoll gestaltet werden. So findet praxisorientierter und kommunikativer Deutschunterricht in Bewegung statt, er werden verschiedene Sportarten (vom Teamsport bis hin zur Selbstverteidigung) angeboten und Trainings in gewaltfreier und nonverbaler Kommunikation durchgeführt.
Fahrräder aus Bambus von Geflüchteten und Einheimischen
Geflüchtete und Einheimische begegnen sich auf Augenhöhe, während sie unter Anleitung von fachkundigen Ehrenamtlichen und eines Workshopleiters den Bau von Fahrrädern aus Bambus und die anschließende regionale Vermarktung ihrer Produkte erlernen. Beide Gruppen sind Lernende und unterstützen sich gegenseitig. Das Projekt Bamboo-Bike gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Das ist besonders für die Geflüchteten wichtig. Sie arbeiten intensiv mit Einheimischen zusammen, sei es beim gemeinsamen 'Schrauben' am Fahrrad oder beim Verkauf der Endprodukte auf lokalen Märkten. Nach Abschluss der ersten Bau-Phase können die Teilnehmer sogar selbst als Mentoren fungieren und neue Teilnehmer beim Bau von Bamboo-Bikes unterstützen. So können sich Geflüchtete als aktiver Teil der Gesellschaft erleben.
Die Fahrradwerkstatt mit gespendeten und preisgünstig erworbenen Fahrrädern
Eine Fahrradwerkstatt wird hergerichtet und mit einem Grundbestand aus gespendeten und preisgünstig erworbenen Fahrrädern ausgestattet. Geflüchtete in Porta Westfalica sind über verschiedene Stadtteile verteilt, die häufig nur über schlechte Busverbindungen erreicht werden können und teilweise eine eher schlechte Infrastruktur (Einkaufen, Versorgung, Schulformen) aufweisen. Durch Bereitstellung kostenloser oder kostengünstiger Fahrräder wird den Geflüchteten gesellschaftliche Teilhabe über den unmittelbaren Nahbereich hinaus ermöglicht, z.B. auch der Besuch von Deutschkursen. Die Fahrradwerkstatt bietet auch Platz zum Treffen und Austausch mit den Geflüchteten. Eine gemütliche Sitzecke dient nicht nur zum Warten, sondern auch zu diversen Beratungsgesprächen und zur Hilfe bei der Wohnungssuche.
Ehrenamtliche Fahrdienste in der Flüchtlingsarbeit - Unterstützung zur Fahrprüfung
Zwei Geflüchtete, die längerfristig in Oberaula bleiben möchten, werden bei der Vorbereitung auf die Fahrprüfung (PKW) unterstützt. Dadurch wird deren Integration in die Gesellschaft gefördert. So übernehmen sie z.B. ehrenamtliche Fahrdienste, u.a. im Rahmen der Flüchtlingsarbeit bzw. des Bürgerbusses. Auch die Teilnahme an Integrationsmaßnahmen wird so für die Geflüchteten erleichtert bzw. möglich gemacht. Die örtliche Volks- und Raiffeisenbank unterstützt das Projekt durch die Bereitstellung eines Autos.
Sprachförderung mit Hilfe von Computern
Die ehrenamtliche Sprachförderung wird durch die Anschaffung von PCs unterstützt und durch Selbstlernangebote für Geflüchtete flankiert. In einem bereits vorhandenen Gemeinschaftsraum werden PC-Arbeitsplätze aufgebaut. Nach der Einrichtung der PCs werden für diesen Bereich geschulte Ehrenamtliche die Geflüchteten in die Nutzung von Online-Lernplattformen einführen und sie in der ersten Zeit der Nutzung begleiten. Dass den Gefüchteten auch außerhalb von bzw. zusätzlich zu offiziellen Sprachkursen ein Erlernen der deutschen Sprache ermöglicht wird, trägt zu deren sozialen Teilhabe bei. Ebenso können sie auf diese Weise Kontakt mit Beratungsstellen und offiziellen Sprachkursträgern aufnehmen bzw. halten.
PKW für Behördengänge und zum Erreichen von Integrationsmaßnahmen
Im Rahmen des Projekts wird ein PKW zur Erhöhung der Mobilität von Geflüchteten bereitgestellt. Dadurch können Behörden- und Arztgänge flexibler gestaltet werden. Nicht nur Ehrenamtliche, sondern auch Geflüchtete mit Führerschein erledigen eigenständig Fahrten, sowohl zur Unterstützung anderer Geflüchteter als auch zur Erreichung von Integrationsmaßnahmen. Die Koordination des Fahrzeugeinsatzes wird zentral durch einen Ehrenamtlichen übernommen. Das Fahrzeug ist für die Geflüchteten eine Möglichkeit, trotz der im Bereich des ÖPNV nur unzureichenden Versorgung viele wichtige Fahrten selbst oder in Begleitung durchführen zu können.
Seminarraum für Austausch, Diskussion und Bildung
In gemeinschaftlicher Arbeit zusammen mit Geflüchteten wird ein Seminarraum eingerichtet. Es soll für Diskussion, Austausch und Bildung genutzt werden. Geplant sind dort regelmäßige Infoabende, Seminare und Workshops. Alle Einwohner sind eingeladen, zu diesen Veranstaltungen zu kommen, als Eintritt wird eine Spende erbeten. Die Veranstaltungen werden auch zusammen mit den Geflüchteten organisiert und durchgeführt. So können sie die jeweilige Thematik vorgeben und in der Durchführung können einzelne Aspekte berücksichtigt werden, z.B. Übersetzung in bestimmte Sprachen. Der Raum ist stark renovierungsbedürftig und muss hergerichtet und ausgestattet werden.