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Erschaffen eines Kleinspielfeldes
Ein bestehender Bolzplatz wird zu einem Kleinspielfeld mit Kunstrasen, einem Bandensystem und Ballfangzäunen umgebaut. Der Platz liegt direkt an dem Fahrradweg durch den Ort und kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad von den Geflüchteten, aber auch den heimischen Kindern und Jugendlichen erreicht werden. Der Bau des Kleinspielfeldes wird in gemeinschaftlicher Arbeit realisiert und wird nach Fertigstellung von Einheimischen und Geflüchteten gleichermaßen genutzt.
Ein Spiel- und Kommunikationsplatz auf dem Sportgelände
Gleich neben dem Sportplatz im Ort wird ein Spielplatz errichtet, der auch als ein 'Kommunikationsplatz' für Einheimische und Geflüchtete dient. Eltern, deren Kinder gerade am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen, können hier die Wartezeit mit den Geschwisterkindern verbringen. Ein Ort für Begegnungen zwischen den Einheimischen und Geflüchteten entsteht, an dem Vorbehalte abgebaut und die Neubürger in die Dorfgesellschaft integriert werden.
Kulturelle Busreisen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz
Für Geflüchtete werden mehrere Busreisen zu kulturellen Stätten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz veranstaltet, um ihnen einen kleinen Einblick in ihre neue Heimat zu vermitteln. Die Fahrten führen unter anderem nach Koblenz zum Deutschen Eck und mit der Gondel auf die Festung Ehrenbreitstein, nach Aachen sowie zum Landtag nach Düsseldorf. Während des Ausflugs wird den Geflüchteten zum Beispiel am Deutschen Eck und im Landtag die deutsche Geschichte nähergebracht bzw. das föderale System der Bundesrepublik erläutert. Gesellige Gespräche in den Parks fördern das Miteinander. Kurzweilige Momente lenken insbesondere die Kinder von ihrem tristen Leben in den Flüchtlingsunterkünften ab.
Gartenbau, Handwerk, Fahrradwerkstatt
Es werden drei Teilprojekte durchgeführt: 1. Gartenbau - zum Kennenlernen von Selbstversorgung. Paten begleiten längerfristig die Anpflanzungen. 2. Ort der Begegnung - Erlernen von Handwerk als Einstieg in die Arbeitswelt. Es bietet Geflüchteten die Möglichkeit, sich in verschiedenen Gewerken auszuprobieren. Dabei erfolgt auch Unterstützung zur Vermittlung in Praktika / Ausbildung 3. Fahrradwerkstatt – zum Schaffen von besserer Mobilität. In den drei Teilprojekten gibt es kurze, mittelfristige und länger andauernde Projekte und es entstehen viele einzelne Aktionen. Die Kommunikation zwischen Geflüchteten und Einheimischen wird verbessert, Sprachbarrieren können verringert werden. Die Fortführung einzelner Aktionen (Gemüseanbau, Maler-/Tapeziererarbeiten, Fahrradreparatur) erhöht längerfristig eine gewisse Eigenständigkeit. Die Fahrradwerkstatt hat regelmäßige Öffnungszeiten und wird von zwei Geflüchteten ehrenamtlich geleitet.
Kulturprojekt interkulturell - mit und für Frauen
Es wird ein interkulturelles Kulturprojekt mit und für Frauen unter Anleitung einer bildenden Künstlerin und Performancekünstlerin entwickelt. Daran nehmen viele Frauen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern, sozialen Schichten sowie mit und ohne Behinderung teil. So entstehen Diskussionen, Gespräche und Reflexionen über unterschiedliche Kulturen und den Erlebniswelten der Frauen, teilweise in Zweiergesprächen, teilweise in moderierten Gruppen oder beim gemeinsamen Essen. Durch erfolgreiche Erlebnisse, wie das Kreieren eines Bildes oder die Entwicklung und Darstellung einer Performance, wird das Selbstbewusstsein der Frauen gestärkt, Deutschkenntnisse und der sprachliche Ausdruck verbessert und ein sicheres Auftreten vor (vertrautem) Publikum möglich.
Unterstützung von Ehrenamtlichen, Festigung des lokalen Netzwerks
Im Rahmen des Projekts findet eine stärkere Vernetzung des lokalen Netzwerks (mit den Vereinen vor Ort und den Bildungsträgern) und eine Professionalisierung der ehrenamtlichen Arbeit statt. Hierzu wird ein regelmäßiges Angebot in Form von Workshops eingerichtet. Bei diesen Veranstaltungen wird den Teilnehmern neben einem fachlichen Input die Möglichkeit gegeben, individuelle Probleme und Fachfragen zu klären und sich auf allen Ebenen auszutauschen. Durch das Projekt sollen Integration und Inklusion der Asylsuchenden gefördert und die Ehrenamtler in ihrer Arbeit unterstützt werden. Zudem wird der interkulturelle Austausch gestärkt. Zielgruppe sind Ehrenamtler, Asylsuchende, werdende Pädagogen, ortsansässige Menschen und Firmen mit dem Interesse an interkulturellem Austausch.
Gemeinsames Planen und Bauen eines Streichelzoos
Gemeinsam planen und bauen zugewanderte und einheimische Ehrenamtliche einen Streichelzoo. Dieser wird auf dem pädagogisch betreuten Bau- und Abenteuerspielplatz errichtet, der seit elf Jahren ein Ort der Begegnung, der Integration und des Spiels ist. Mit der Beteiligung am Bau des Geheges finden zugewanderte Kinder und ihre Familien Zugang zu dem Bau- und Abenteuerspielplatz. An der Errichtung des neuen Stallgebäudes nehmen insgesamt fünf Einheimische und sechs Geflüchtete teil und arbeiten gemeinsam ehrenamtlich an dem Projekt mit. Alle Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat mit kurzer Einschätzung der handwerklichen Fähigkeiten durch die Bauleitung, um eine eventuelle berufliche Perspektive der Geflüchteten zu unterstützen. Weiterhin findet ein interkulturelles Fest statt, um den Neubau einzuweihen.
Hilfe und Beistand im Lebensalltag
Den in der Prignitz lebenden Geflüchteten wird bei möglichst vielen Belangen zur Seite gestanden, um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Mit regelmäßigen Besuchen und Gesprächen, durch gemeinsames Lesen und Verstehen von Behördenbriefen, durch Hilfe beim Deutschlernen und beim Lernen im Integrationskurs, durch Hilfe beim Einkaufen, durch Hilfe bei der Suche von Praktikumsplätzen und bei der Berufsbildfindung, durch Einrichten von Internetplätzen, durch Begleitung der Eltern zu Elternabenden und Lehrergesprächen, durch Sportangebote und gemeinsame kulturelle Aktivitäten in Wittenberge und Umgebung werden die Geflüchteten unterstützt und eingebunden.
ntegratives Fußballtraining von jugendlichen Geflüchteten mit Punktspielbetrieb
Unbegleiteten, jugendlichen, minderjährigen Geflüchteten wird durch integratives Fußballtraining die Teilnahme am Punktspielbetrieb und die Kontaktaufnahme mit anderen Vereinen und Jugendlichen ermöglicht. Durch die Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb übernehmen die Geflüchteten Verantwortung für die Mannschaft und ihr Tagesablauf erhält Struktur. Im Kontakt mit einheimischen Jugendlichen und Erwachsenen wird die Anwendung der deutschen Sprache gefördert. Die Geflüchteten fühlen sich durch die einheitliche Trainings-/ Spielkleidung nicht ausgegrenzt und sind stolz, dem Verein anzugehören. Durch sportliche Leistungen können sich die Geflüchteten präsentieren. Die neu geschaffene 3. Herren-Mannschaft zieht aufgrund der offensiven Spielweise viele Zuschauer an, die dadurch in Kontakt mit den Geflüchteten kommen.
Theaterprojekt für einheimische und geflüchtete junge Menschen
Mit dem Theaterprojekt entsteht ein Kennenlernprozess zwischen einheimischen und geflüchteten jungen Menschen, der in einem Schutzraum abseits von Alltags- und Sprachbarrieren stattfindet. Den jungen Menschen werden künstlerisch-kreative Ausdrucksformen angeboten, verbunden mit der Möglichkeit, gemeinsam ein Werk zu kreieren und der Öffentlichkeit darzubieten. Die kreative Probenphase eröffnet viel Raum zum gegenseitigen Kennenlernen, z.B. auch durch gemeinsames Kochen und Essen. Die Probenarbeit bringt für die Geflüchteten eine Sprachschulung, Erfahrungen zur Selbstwirksamkeit, eine Annäherung Geflüchteter unterschiedlicher Ethnien, einen Öffnungsprozess innerhalb von muslimischen Familien (aktive Mitwirkung von Frauen und Töchtern) und die Einbindung von einzelnen Geflüchteten in ehrenamtliche (Vereins-) Arbeit und in geringfügige entlohnte Beschäftigungsverhältnisse.