Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

ProvinzOffensive - Ein Tisch auf Reisen und das "Bewegungs-Kochbuch"

Das Team des Projektbüros ProvinzOffensive bringt ländliche Initiativen an einen Tisch, um in Interviews, Workshops und beim gemeinsamen Essen Erfahrungen und Rezepte für das langfristige Gelingen von Bürgerbewegungen zu sammeln. Hierfür besuchen sie, mit ihrem langen Tisch im Gepäck, sieben unterschiedliche Orte mit aktiven Bürgerbewegungen im Bundesgebiet. Dabei werden die folgenden Fragestellungen erörtert: Welche Strukturen, Prinzipien und Umgangsformen brauchen Initiativen, um langfristig erfolgreich die Gesellschaft demokratisch mitgestalten zu können? Was sind die Schwierigkeiten und Gefahren, denen sie sich immer wieder stellen müssen? Gibt es hilfreiche Handlungsmuster, die zu deren Meisterung entwickelt wurden? Aus dem Material der Reise und weiteren Recherchen entsteht ein Bewegungs-Kochbuch, welches als sinnlicher Begleiter für Aktivistinnen und Aktivisten gedacht ist. Neben den Zutaten und Rezepten für gelingende, demokratische Bewegungen werden auch Rezepte für Gerichte in großen Töpfen gesammelt – denn die These lautet: Gemeinschaftliches Essen gibt im doppelten Sinne der Bewegung Nahrung.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

Community Dance auf dem Land

Mit dem Vorhaben 'Community Dance auf dem Lande' vereint die 'Tanz Compagnie Fredeweß' ihre langjährigen Erfahrungen im zeitgenössischen, modernen Tanz und in der kulturellen Bildungsarbeit. Mit einem erprobten, dreitägigen Workshopformat (3 days for dance) werden, in Kooperation mit lokalen Akteurinnen und Akteuren, zunächst vor allem Kinder und Jugendliche angesprochen. Im weiteren Verlauf richtet sich das Angebot zur Teilnahme am Community Dance Projekt und an der finalen Präsentation an Begeisterte aller Altersklassen. Das Besondere an diesem Projekt ist zum einen der gemeinschaftliche, künstlerische Arbeitsprozess, in dem generationsübergreifende und individuelle Kompetenzen für neuartige Verbindungen und Selbstbewusstsein in Gruppen und Gemeinden sorgen sowie Vorurteile und Kategorisierungen grundsätzlich hinterfragt und neugestaltet werden. Zum anderen ermöglicht die künstlerische Herangehensweise des zeitgenössischen, modernen Tanzes das Neudenken einer Gemeinschaft. Die Intention des Community Dance ist es, möglichst viele und diverse Mitglieder einer Gemeinde zu erreichen und ein gemeinschaftliches Erfolgserlebnis zu ermöglichen. Neben den Teilnehmenden sollen auch die lokalen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner von einem nachhaltigen Netzwerk profitieren.

Digitalisierung auf dem Land

13.03.2026

Digitales Gästekarten-System

Im Rahmen des Projekts wird zusammen mit ausgewählten Gemeinden an der Westküste Schleswig-Holsteins die App 'WELCMpass' zur digitalen Erhebung und Abrechnung von Kurabgaben entwickelt. Sie macht den Umgang mit der Kurtaxe einfacher und effizienter, da die herkömmlichen Verfahren speziell bei Übernachtungsgästen mit viel bürokratischem Aufwand verbunden sind. Zudem sorgt die App dafür, dass die Kurtaxe von allen zahlungspflichtigen Gästen zuverlässig entrichtet wird. Als Anreiz für Ihre Nutzung ermöglicht die App den Gästen einen vergünstigten Eintritt zu Veranstaltungen, Ermäßigungen im ÖPNV und gibt Hinweise auf spezielle lokale Aktionen und Angebote. Dies fördert zugleich die regionale Wirtschaft. Die App 'WELCMpass' ermöglich die parallele Verwaltung mehrerer Gästekarten für Personen, die ihren Urlaub in mehreren verschiedenen Kurorten verbringen. In Reaktion auf das Feedback aus den an dem Projekt beteiligten Kommen wird zudem die digitale Erstellung und Übermittlung des ebenfalls nötigen Meldescheins sowie einige ergänzende Service-Funktionen (Jahreskurkarte, Offline-Funktionalitäten, Übertragung auf andere Smartphones, etc.) in die Anwendung integriert. Die App ist bei Projektende die einzige durchgängig digitale und dem europäischen Datenschutzrecht, der DSGVO, entsprechende Lösung (ohne Medienbrüche) für Kurabgabe und Meldeschein und kann auch von Tagesgästen genutzt werden.

Digitalisierung auf dem Land

13.03.2026

TeleMedicon

In diesem Projekt werden Praxen mit speziellen telemedizinischen Geräten ausgestattet, die es den teilnehmenden Haus- und Fachärztinnen und -ärzten erlauben, sowohl eine Videosprechstunde mit den Patientinnen und Patienten durchzuführen als auch eine große Anzahl diagnostischer Verfahren telemedizinisch durchzuführen. Die Zielgruppe des Projekts stellen Patientinnen und Patienten dar, insbesondere diejenigen, die nicht mobil sind und daher Schwierigkeiten haben, Ärztinnen und Ärzte in den umliegenden Gemeinden zu erreichen. In mehreren Gemeinden wurden Erprobungszentren für telemedizinische Innovationen in diesen sogenannten 'OhneArztPraxen' im Rahmen des Projektes 'Telemedicon-Praxen' mit einem festen Sprechstundenplan in mehreren Gemeinden eingerichtet und angetestet. Die Terminvereinbarung erfolgt dabei ausschließlich direkt über die angebundenen Arztpraxen. Die 'Telemedicon-Praxen' bieten sowohl ein hausärztliches als auch ein fachärztliches (Neurologie, Gynäkologie) Behandlungsspektrum an. Wichtige Partnerinnen und Partner für dieses Projekt sind die Ärztekammern, die kassenärztlichen Vereinigungen sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und Landrätinnen und Landräte.

Regionale Wirtschaft | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

13.03.2026

SAIL - Steigerung der Azubi-Mobilität, Teilprojekt 1

Mit dem Projekt werden passgenaue Mobilitätslösungen für Auszubildende erprobt, die es auch Betrieben in einer ländlichen Region wie dem Kreis Coesfeld angesichts erhöhter Wohnort-Arbeitsplatz-Distanzen und einem ausgedünnten ÖPNV-Angebot ermöglichen, im Wettbewerb um Nachwuchskräfte zu bestehen. Das Projekt zielt damit sowohl auf die Verbesserung des Mobilitätsangebotes als auch auf die Fachkräftesicherung und den Erhalt der regionalen Wirtschaftkraft ab. Im Rahmen von SAIL werden in Kooperation der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH und der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH fünf Pilotvorhaben umgesetzt: 1. Privatnutzung von Firmenfahrzeugen, insbes. E-Bikes und Leichtkraftfahrzeuge 2. Bürgerbusmodell mit erweitertem Einsatzspektrum 3. Mitfahrverkehre für Auszubildende und Angestellte 4. Schaffung von Mobilstationen an ÖPNV-Knotenpunkten 5. Weiterentwicklung der ÖPNV-Ticketstrukturen für Auszubildende

Digitalisierung auf dem Land

13.03.2026

DiNeNa - Digitales Netzwerk Nahversorgung

Das Projekt dient der Optimierung der Nahversorgung durch die digitale Vernetzung von mobilen und stationären Nahversorgungsangeboten im Landkreis Harz, sowie der Stärkung der Wertschöpfung in der Region und der Stärkung der regionalen Händlerinnen und Händler sowie Anbieterinnen und Anbieter. Außerdem wird die Attraktivität des ländlichen Raums verbessert. Durch die Nutzung digitaler Möglichkeiten werden kleine, mobile und stationäre Anbieterinnen und Anbieter unterstützt und vernetzt, z.B. durch gemeinsame und neue Angebote, eine abgestimmte Tourenplanung und den Aufbau eines Online-Bestellsystems. Gleichzeitig wird damit ein verbesserter Zugang der Bevölkerung zu Angeboten erreicht. Die Zielgruppe des Projekts stellen regionale Anbieterinnen und Anbieter/Händlerinnen und Händler und Anwohnerinnen und Anwohner dar. Wichtige Partnerinnen und Partner sind derzeit regionale stationäre Händlerinnen und Händler und der Landkreis Harz. Das Ergebnis ist eine komfortable und langfristige Daseinsvorsorge für die Bevölkerung. Für die Anbieterinnen und Anbieter ergibt sich eine verbesserte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, eine erhöhte Wertschöpfung und somit langfristige Sicherung des regionalen Angebots. Es werden neue Kooperationen aufgebaut, insbesondere unter Einbezug regionaler Produkte.

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

Kultur- und Mitmach-Garten

Das Vorhaben errichtet einen barrierefreien Kultur- und Mitmach-Garten auf dem zirka 2,5 Hektar großen, denkmalgeschützten Hof-Ensemble der Wassermühle Karoxbostel in der Gemeinde Seevetal. Besuchenden aller Altersstufen wird ermöglicht, die Natur- und Kulturlandschaften mit allen Sinnen wahrzunehmen. Die Vielfalt der Region zwischen Marsch und Geest wird erlebbar gemacht und viele Menschen begeistern. Bestandteil des Gartens sind ein Nutzgarten, kleine, naturnahe Lebensräume, Spielmöglichkeiten, ein Sinnes-Parcours, ein umfangreiches Informationssystem für die Besuchenden, konkrete Anregungen für den eigenen Garten sowie das Erlernen von alten Handwerkstechniken. Außerdem werden Führungen über das Gartengelände angeboten. Die Pflege des Gartens und das Anlegen der Biotope erfolgt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnerinnen und -partnern. Zielgruppe des Vorhabens sind insbesondere Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Durch das Einbeziehen von Behinderten in die tägliche Projektarbeit stärkt das Vorhaben die Teilhabe von Menschen mit Handicap an der Gesellschaft.

Regionale Wirtschaft | Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

13.03.2026

Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben – eine sozioökonomische Analyse

Die Bedeutung der Frauen für die Landwirtschaft und den sozialen Zusammenhalt in ländlichen Räumen wird vielfach unterschätzt. Ob Bäuerin, Landwirtin, mitarbeitende Familienangehörige oder Landfrau – die Bezeichnungen sind genauso vielfältig wie auch die Positionen von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland. Über ihre Lebensentwürfe, Wünsche und Sorgen war bisher jedoch wenig bekannt. Trotz der großen Bedeutung der Frauen für die deutsche Landwirtschaft gibt es keine aktuelle bundesweite Studie, die sich mit dieser Thematik befasst. Das Projekt hat sich daher zum Ziel gesetzt, diese Forschungslücke zu schließen. Wissenschaftlerinnen des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft und des Lehrstuhls für Soziologie Ländlicher Räume der Georg-August-Universität Göttingen führen hierzu von 2019 bis 2022 deutschlandweit qualitative und quantitative Untersuchungen durch, dabei werden sie vom Deutschen LandFrauenverband e. V. (dlv) als Kooperationspartner unterstützt. Die Studie befasst sich mit folgenden zentralen Fragestellungen: Wie stellt sich die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in ländlichen Regionen gegenwärtig dar (Status quo)? Wie verändert die Transformation in Landwirtschaft und Gesellschaft das Leben der Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in ländlichen Regionen? Und welche Schlussfolgerungen sind aus den gewonnenen Erkenntnissen für die Politik und für die Landfrauenvertretungen zu ziehen?

Kultur in ländlichen Räumen

13.03.2026

Dreiecksbeziehungen - Menschen.Orte.Geschichten

Das Vorhaben stärkt die kulturelle Infrastruktur im ländlichen, strukturschwachen Landkreis Görlitz, indem Akteurinnen und Akteure vernetzt und Aufmerksamkeit auf ihr Wirken gelenkt wird. Der Förderverein Kulturstadt Görlitz – Zgorzelec e.V. (FVKS) greift dabei auf wertvolle, eigene Erfahrungen in der Kulturarbeit zurück. Anliegen des Projektes ist es, die Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen dadurch zu stärken, dass (a) die (kulturellen) Akteurinnen und Akteure sowie ihr Wirken vor Ort mehr Aufmerksamkeit - und damit Wertschätzung - erhalten; (b) diese sich besser vernetzen - und damit auch für Dritte attraktiver werden; (c) die Vielfalt der bestehenden (kulturellen) Aktivitäten und lokalen Besonderheiten für die überregionale Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Maßnahmen hierfür sind unter anderem Gespräche und Interviews, um die kulturelle Infrastruktur detaillierter zu erfassen sowie deren Analyse und Aufbereitung durch Aktive vor Ort. So wird eine 'Topografie der kulturellen Infrastruktur' im 'Neißeland' (Region im Landkreis Görlitz) erstellt, inklusive digitaler Landkarte, sowie der Aktionsplan 'Projekte und Vernetzung', auf dessen Grundlage zehn neue kulturelle Partnerschaften/ Projekte entstehen. Die Aktivitäten werden anschließend in die interaktive Karte integriert.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

13.03.2026

Haus der sozialen Dienste und Begegnungen

Der denkmalgeschützte Pfarrhof in Lohmen ist einer der wenigen vollständigen Dreiseitenhöfe Mecklenburg-Vorpommerns und bildet zusammen mit der fast 800jährigen Feldsteinkirche den Mittelpunkt des Dorfes und ist neben der Dorfbegegnungsstätte ein kulturelles Zentrum der Gemeinde Lohmen. Der dazugehörige ehemalige Pfarrhofstall ist 2016/17 im Rahmen der Dorferneuerung saniert worden. Für die zukünftige Nutzung dieses Pfarrhofstalls und des angrenzenden Hofbereichs wird ein Konzept entwickelt und teilweise umgesetzt. Kernpunkte des Konzepts sind die Erweiterung der Lebensqualität auch für junge Menschen durch kulturelle Elemente, die Untermauerung der zentralen öffentlichen Funktion des Pfarrhofes als kirchliche Institution sowie die Schaffung von funktionalen Wechselwirkungen zwischen Innen- und Außenbereichen. Dazu gehören z.B. die Integration von Bildung, Kunst, Religion und Kultur sowie die Schaffung technologischer Lösungen für die Kombination von Gebäude und Außenfläche als Basis für Nutzung und Begegnungen.