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Online-basiertes Selbstlernzentrums für Deutsch für Geflüchtete
Einrichtung eines online-basierten Selbstlernzentrums für Deutsch für Geflüchtete. Ziel des Projekts ist ein eigenständiges Erlernen der deutschen Sprache sowie die Vorbereitung auf Prüfungen, um das notwendige Level für den Hauptschulabschluss zu erreichen. Es werden Kompetenzen zur eigenständigen Erledigung von Schriftverkehr, z.B. mit Ämtern, Vermietern, Kaufverträgen usw. vermittelt. Elemente des Projekts sind der Erwerb von Notebooks, ein mehrstündiger Workshop zur Einführung, zweimal wöchentlich gemeinsames, begleitetes Lernen und damit verbunden gemeinsames Bearbeiten von Behörden- und Amtsgeschäften durch Telefonate, Schriftwechsel und E-Mail. Auch Kinderbetreuung wird angeboten.
Inklusion und Akzeptanz durch Events und Sprachvermittlung
Ziel des Projekts ist die Aufnahme neu zugezogener Menschen in der Gemeinde Geithain durch regelmäßige Begegnungsveranstaltungen von deutschen und nicht-deutschen Menschen im Rahmen von ehrenamtlich organisiertem und durchgeführtem Sprachunterricht, Kulturaustausch, Sportevents und dem Einsatz für und Begleitung von hilfsbedürftigen Personen.
Internationales, integratives Fußballturnier
Ziel des Vorhabens ist die Integration von Asylbewerbern und behinderten Menschen bei einem dreitägigen internationalen und integrativen Fußballturnier mit 25 Mannschaften. Von den 225 Asylbewerbern in Kirchberg spielen ca. 30 in den Mannschaften des FC Durcheinander. Sie spielen gerne in Turnieren mit Mannschaften aus anderen Flüchtlingsunterkünften und aus anderen Bereichen wie Behinderteneinrichtungen. Die Menschen sollen lernen, miteinander fair zu spielen und gegenseitig aufeinander Rücksicht zu nehmen. Die Ausschreibung und die Einladung zu dem Turnier erfolgt an viele Gruppen, die bei anderen Fußballturnieren schon mitgespielt haben.
Zehn Bildungsausflüge
Gegenstand des Vorhabens ist die Organisation von 10 eintägigen Bildungsausflügen in die Region. Hauptsächliche Ziele sind Museen, Großbetriebe, historische Orte und Naturparks. Einheimische und Geflüchtete nehmen gemeinsam teil. Mit den Bildungsausflügen werden Grundlagen der Kultur exemplarisch erkundet und anschaulich vermittelt. Zugleich soll Neugier geweckt und Methodenkompetenz erworben werden, sich die deutsche Kultur auch selbst erschließen zu können. Die Ausflüge finden jeweils gemeinsam mit einigen deutschen Unterstützern statt. Ein besonderes Anliegen ist, diejenigen Geflüchteten einzubeziehen, die bisher nur schwer zu erreichen sind, u.a. Frauen ab 30 Jahren. Für jede Unternehmung wird es mindestens zwei Verantwortliche geben (Geflüchteter und Pate aus den Reihen der Einheimischen). Alle in der Gemeinde Wohnenden (Geflüchtete und Einheimische) sind eingeladen, daran teilzunehmen und so gemeinsame Erfahrungen zu machen und darüber ins Gespräch zu kommen. Es sollen kleine Berichte für die örtliche Presse und für das gemeinsame Kommunikationsmittel, den Blog 'Willkommen in Bienenbüttel', geschrieben werden. Fahrkosten und Eintritt für alle Beteiligten werden aus Projektmitteln bestritten.
Treffpunkt für interkulturelle Aktivitäten
Ein bisher ungenutzter Raum wird schrittweise zu einem Treffpunkt für interkulturelle Aktivitäten umgestaltet. Dazu werden u. a. Tische, Stühle, Beamer und Leinwand benötigt, auch einige Instrumente sollen angeschafft werden. Der bereitgestellte multifunktional zu nutzende Raum dient als Treffpunkt für gemeinsame, interessengeleitete Freizeitaktivitäten zwischen Bürgern der Kommune und jungen Menschen mit Migrationshintergrund (z. B. zusammen musizieren, Deutsch lernen, Schach spielen, gemeinsam Kochen). Durch die gemeinsam durchgeführten Aktivitäten erhalten die Jugendlichen die Gelegenheit, 'normale' Kontakte zu pflegen und ihr eigenes Netzwerk im Gemeinwesen zu knüpfen, zu erweitern und zu pflegen. Ehrenamtliche Helfer unterstützen durch gezielte Aktivitäten die jungen Geflüchteten aktiv beim Einleben in die Gemeinde und beim Erlernen der deutschen Sprache.
Kultur, Lebenshilfe, gemeinsames bürgerschaftliches Engagement sowie Netzwerkstrukturen
Das Ziel des Projekts ist es, für Frauen mit Fluchtgeschichte und Frauen anderer Herkunft Orte für Begegnungen zu schaffen sowie diesen Frauen eine Plattform zu bieten, ihre Produkte zu veröffentlichen. Es geht auch darum, neue Wege zu finden, um die Frauen mit Fluchtgeschichte für die Belange der Selbsthilfe und Zusammenhalt zu 'Seelische Gesundheit', gesunde Ernährung, kreative Beschäftigung, bürgerschaftliches Engagement in der Selbsthilfe oder gewaltfreie Kommunikation. Angebote und Aktivitäten sollen niederschwellig sein, in einer einfachen Sprache sowie in kleinen (5-10) und großen (10-30) Gruppen stattfinden. Die Inhalte werden mit Interessierten abgesprochen. Das Gesamtkonzept wird mit dem methodischen Schwerpunkt des biografischen Arbeitens verknüpft (Profil-PASS/Kompetenzfeststellung). Die Teilnahme ist freiwillig, ein Einstieg ist jederzeit möglich. Die Tätigkeit der Gruppe soll gemeinnützig, das Engagement des Projektteams ehrenamtlich sein und Kinderbetreuung angeboten werden. Die Arbeitssprache ist Deutsch.
Sprachcafé für Flüchtlingsfrauen mit Kinderbetreuung
Das Projekt leistet Integrationshilfe durch ein Sprachcafé für Flüchtlingsfrauen mit Kinderbetreuung. Frauen sollen in einer entspannt sicheren Atmosphäre deutsch hören und reden, deutsche Kultur und Werte kennenlernen, Wertschätzung als Frau erleben, Hilfestellung für den Alltag in Deutschland bekommen, auch außerhalb des Sprachcafés mit im Ort lebenden Frauen in Kontakt kommen, Freundschaften schließen sowie Seelsorge und Begleitung in unterschiedlichen Bereichen erfahren.
Ein multifunktionales Sportfeld
Im Rahmen des Projekts soll in der Gemeinschaftsunterkunft ein Ort geschaffen werden, an dem sich geflüchtete Menschen, Anwohner sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Rudolstadt bei sportlichen Aktivitäten begegnen können. Der Sportplatz soll für Sportturniere und Sportfeste ebenso genutzt werden wie zum regelmäßigen Training. Ziel ist es, den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft die Möglichkeit zu geben, ihrem Alltagstrott zu entfliehen, sich gemeinsam sportlich zu betätigen und gleichzeitig Anlässe zu schaffen, bei denen sich alte und neue Nachbarn begegnen können. Im Vorfeld der Mittelverwendung wurden Geflüchtete aus verschiedenen Herkunftsländern zu ihren Vorstellungen befragt und in die Planung und Umsetzung des Projektes integriert. Somit konnten sie noch mehr Einblick in die Ehrenamtsarbeit der Initiative erhalten und manche dazu animiert werden, mehr Verantwortung in der Ehrenamtsarbeit zu übernehmen.
Gemeinsame kreative Aktionen von Geflüchteten und Einheimischen
Das Projekt zielte darauf ab, dass durch Begegnung und einen gemeinsamen kreativen Schaffungsprozess Ängste abgebaut und gemeinsam Freude erlebt werden. In Aktionen wie gemeinsam Osterkerzen für die Osterfeier in der Pfarrgemeinde gestalten, ein Workshop zum Malen mit Acryl und Ölpastell zum Thema Ankommen und Begegnung sowie der Handarbeitsaktion 'Urban Knitting - Ostbevern wird bunt' arbeiteten die Teilnehmer gemeinsam in einem Kunstprojekt mit der Botschaft 'Ostbevern - das sind WIR und IHR', das auch von außen wahrgenommen wird. Zum abschließenden interkulturellen Begegnungsfest kamen Menschen mit völlig unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, die aber eine Gemeinsamkeit feiern wolten: Sie leben an einem Ort und schätzen ihre Unterschiedlichkeiten.
Kultur-Ausflüge mit Flüchtlings-Familien
Etwa alle zwei Monate werden verschiedene Kultur-Ausflüge (Hessenpark, Zoo, landwirtschaftliche Einrichtung usw.) mit Flüchtlings-Familien organisiert. Hierzu sollen auch benachbarte deutsche Familien und die deutschen Betreuer eingeladen werden. Die Flüchtlings-Familien sollen mit der hessischen Kultur-Landschaft vertraut gemacht und damit besser integriert werden. Die Flüchtlingskinder sind inzwischen sehr gut in die Schulen, die KiTas und einen örtlichen Sportverein integriert. Aber die Integration über bereitgestellten Wohnraum fehlt noch. Es soll daher zudem versucht werden, diese Situation über häufigere Begegnungen mit deutschen Familien zu lösen. Die Bereitschaft Deutscher, sich der Sorgen der Geflüchteten, insbesondere des Wohnungsproblems, anzunehmen und ihnen auch bei alltäglichen Problemen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, nimmt im Laufe des Projektes deutlich zu. Die Geflüchteten ihrerseits belohnen ihre deutschen Bekannten mit Einladungen zum Ramadan und zum muslimischen Zuckerfest.