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Heimat Fichtelgebirge reloaded
Das Vorhaben 'Heimat Fichtelgebirge reloaded' erschließt das Fichtelgebirgsmuseum, Bewahrungsort des materiellen und immateriellen Kulturerbes der Region, für die schwierig erreichbare Bevölkerungsgruppe im Alter um die 20 Jahren. Dazu werden zunächst durch Ansprache der Kooperationspartnerinnen und -partner in Social Media, durch Werbemittel und öffentliche Einladung Jugend-Akteure gewonnen und Aktionsgruppen gebildet. Die Aktionsgruppen entwickeln neue Kulturformate, die auf die Lebenswirklichkeit von jungen Erwachsenen auf dem Land abgestimmt sind und machen diese öffentlich. Dies erfolgt in vier Aktivierungsworkshops zu den Themen Sprache (Fichtelslam), Volksmusik (Fichtelstadl), Kulinarik (Fichtelfood) und Lifestyle (Fichtelmade), auf denen Ziele formuliert und Initialveranstaltungen gemeinsam geplant werden. Die Ergebnisse werden öffentlich auf SocialMedia-Plattformen dokumentiert, um auf diese Weise Aufmerksamkeit zu erzielen und weitere Vernetzungspartnerinnen und -partnern zu gewinnen. Das Fichtelgebirgsmuseum stellt für die Dauer des Projektes Personal für die Koordinierung, Betreuung und Abwicklung zur Verfügung. Ab Frühjahr 2020 stehen eine Freiluftveranstaltungsfläche und eine, mit den Jugendlichen neu geschaffene, 'Fichtel-Lounge' zur Verfügung. Es entsteht ein Treffpunkt mit einem Ambiente, das die Jugendlichen zum Verweilen und Diskutieren einlädt. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die neu geschaffenen Kulturformate, die aus den Initialveranstaltungen hervorgehen, gemeinsam mit den Akteursgruppen weiterentwickelt und über das Projekt hinaus fortgeführt.
Theaterland Niederlausitz - Landtheater für alle
Mit diesem Vorhaben werden in sechs Gemeinden Theatergruppen unter Einbezug schon vorhandener Strukturen gebildet. Unter der Anleitung einer Theaterpädagogin und mit Unterstützung der TheaterLoge Luckau sowie des Bürgertheaters Lauchhammer werden in wöchentlichen Abständen Theaterworkshops und Proben durchgeführt, um ortsspezifische Stücke zu entwickeln und aufzuführen. Im Jahr 2019 wird die TheaterLoge Luckau in zwei Gemeinden des Landkreises Dahme-Spreewald aktiv, während das Bürgertheater Lauchhammer mit der Bürgerinitiative 'Weidendom Staupitz' zusammenarbeitet. So werden im September und Oktober 2019 Aufführungen in diesen drei Gemeinden veranstaltet. Im Jahr 2020 arbeitet die TheaterLoge Luckau mit zwei weiteren Gemeinden des Landkreises Dahme-Spreewald zusammen, während das Bürgertheater Lauchhammer dieses Mal die Gemeinde Plessa unterstützt. Schließlich findet im Jahr 2020 ein zweitägiges Theaterfest im Haus der TheaterLoge Luckau statt, bei dem alle sechs Stücke präsentiert werden, sowie eine weitere Aufführung in Lauchhammer. Das Vorhaben trägt dazu bei, das kulturelle Spektrum in den Gemeinden zu vergrößern und die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden zu animieren, sich an den Theaterprojekten zu beteiligen, um so die Identifikation mit der Region zu stärken. Dabei versteht sich das beantragte Projekt als Anschubinitiative, die in einer fortgesetzten Arbeit der neu geschaffenen Theatergruppen münden werden, um auf diese Weise die kulturelle Vielfalt für die Landbevölkerung zu vergrößern.
Kulturelle Bildungsangebote für Jugendliche
Das Vorhaben realisiert eine Kooperation des Kinder- und Jugendtheaters stellwerk e.V. mit der Regelschule in Berlstedt im Rahmen einer Schulpatenschaftn. Die Schülerinnen und Schüler werden zu Provinzforschenden und entwickeln gemeinsam mit dem stellwerk e.V. Kulturangebote für Berlstedt. Die Kooperation wird der Wegbereiter sein, um mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren, wie der Freiwilligen Feuerwehr oder der Kita, in Kontakt zu kommen und Angebote für das Weimarer Land zu entwickeln. Die zweijährige, geförderte Arbeit dient dazu, Vorurteile und Ängste abzubauen, sich kennenzulernen und ein Netzwerk aufzubauen, welches eine stetige und nachhaltige Kultur-Arbeit im ländlichen Raum möglich macht. Der Aufbau eines Büros mit einer Ansprechperson für den ländlichen Raum ist ein weiterer wichtiger Faktor, um diese Arbeit zu ermöglichen. Das Projekt trägt mit der Erhaltung und Wiederbelebung kultureller Freizeitangebote zur Stärkung der ländlichen Entwicklung sowie zur ausgewogenen Entwicklung von Stadt und Land bei. Damit entstehen übertragbare Lösungen auch für andere ländliche Regionen.
Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben – eine sozioökonomische Analyse
Die Bedeutung der Frauen für die Landwirtschaft und den sozialen Zusammenhalt in ländlichen Räumen wird vielfach unterschätzt. Ob Bäuerin, Landwirtin, mitarbeitende Familienangehörige oder Landfrau – die Bezeichnungen sind genauso vielfältig wie auch die Positionen von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland. Über ihre Lebensentwürfe, Wünsche und Sorgen war bisher jedoch wenig bekannt. Trotz der großen Bedeutung der Frauen für die deutsche Landwirtschaft gibt es keine aktuelle bundesweite Studie, die sich mit dieser Thematik befasst. Das Projekt hat sich daher zum Ziel gesetzt, diese Forschungslücke zu schließen. Wissenschaftlerinnen des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft und des Lehrstuhls für Soziologie Ländlicher Räume der Georg-August-Universität Göttingen führen hierzu von 2019 bis 2022 deutschlandweit qualitative und quantitative Untersuchungen durch, dabei werden sie vom Deutschen LandFrauenverband e. V. (dlv) als Kooperationspartner unterstützt. Die Studie befasst sich mit folgenden zentralen Fragestellungen: Wie stellt sich die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in ländlichen Regionen gegenwärtig dar (Status quo)? Wie verändert die Transformation in Landwirtschaft und Gesellschaft das Leben der Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in ländlichen Regionen? Und welche Schlussfolgerungen sind aus den gewonnenen Erkenntnissen für die Politik und für die Landfrauenvertretungen zu ziehen?
DritteStundeTheater
Mit dem Vorhaben der Theaterwerkstatt Pilkentafel werden die Kitas und Grundschulen der Kreise Nordfriesland und Schleswig-Holstein mit einem künstlerisch hochwertigen Angebot von Theaterstücken in der Kita und im Klassenzimmerversorgt (Wortspiel: 3.Stunde = Theater). Mobile Produktionen sind hierfür die unkomplizierteste Form des Theaters. Sie können ohne jede Vorbereitung direkt im Gruppenraum/ Klassenzimmer stattfinden. Die angebotenen Klassenzimmerstücke sind immer interaktiv, d.h. die Kinder werden ins Geschehen einbezogen. Mit dem frühen Theater-Angebot können Kinder die Erfahrung machen, dass dies ein Medium ist, über das eine Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit stattfindet. Das erste Modul beinhaltet die Aufführungen der mobilen Stücke in den Kitas und Grundschulen der Kreise. Das zweite Modul des Vorhabens erarbeitet mit den Kindern eine kleine Aufführung von 10 Minuten aus Elementen der Inszenierung. Das dritte Modul bildet eine Fortbildung für Lehrende und Pädagoginnen und Pädagogen, die es ihnen ermöglichen wird, die Arbeitsweise der Theaterwerkstatt besser kennenzulernen und Impulse für den eigenen Unterricht zu erhalten. Die Kulturknotenpunkte im Kreis Nordfriesland (Nordseeakademie Leck) und Kreis Schleswig-Flensburg (Internationale Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg) werden als Orte für die Fortbildung an diesem Projekt als Kooperationspartner beteiligt sein.
Königsspiel - Politisches Mitmach-Theater
Das Königsspiel bringt Menschen aus verschiedenen Alters-, Berufs- und Gesellschaftsbereichen zusammen und ermöglicht Begegnungen mit Politikerinnen und Politikern aus Bad Belzig und Umgebung. Die Teilnehmenden entwickeln zusammen mit Theatermachenden ihr eigenes Königsspiel - eine Performance, die versucht, sich den Themen 'Demokratische Wahlen', 'Frieden' und 'Trug und Täuschung' zu nähern. Die regionalen Fragen der Menschen, ihre Bedürfnisse und Ängste sowie die Ideen für die konkrete Umsetzung vor Ort sind Hauptaugenmerk des Vorhabens. Es wird mit verschiedenen Gruppen aus Schulen, Altersheimen, Frauengruppen, Flüchtlingsheimen, gemischten Theatergruppen und anderen Vereinen gearbeitet. Hierdurch entsteht eine Vernetzung unterschiedlicher Individuen, die selten innerhalb der Interessengemeinschaft Kleinstadt zusammenkommen. Ob Jung und Alt, benachteiligt oder nicht, politisch interessiert oder desinteressiert – sie dürfen ihre eigenen Vertreterinnen und Vertreter aus ihrer Gruppe wählen: ihre Königinnen und Könige. Das politische Planspiel nutzt Theater, Tanz und politische Bildung für ein partizipatives Vorhaben, das allen Beteiligten die größtmögliche Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen, politischen Meinungsbildung bietet. Die Ergebnisse des Vorhabens werden innerhalb eines großen Abschlussevents in Bad Belzig der Öffentlichkeit präsentiert.
Wertschöpfung in ländlichen Räumen mit alten Sorten und alten Rassen
Ziel dieses Projekts ist, übertragbare Erfolgsfaktoren zu identifizieren, wie Betriebe in ländlichen Regionen mit alten Sorten und alten Rassen erfolgreich zum Wohlergehen ihrer Gebiete beitragen können, sowohl im Hinblick auf Wertschöpfung und Beschäftigung als auch auf regionale Identität und Imagebildung. Dabei soll deutlich werden, inwieweit alte Sorten und Rassen zu positiven Entwicklungen in ländlichen Regionen beitragen und über welche Potenziale sie dabei verfügen. Bei der Identifizierung übertragbarer Erfolgsfaktoren finden Vernetzungen und Kooperationen besondere Beachtung, sowohl im Hinblick auf regionale Wertschöpfungsketten und Netzwerke als auch auf regionale Vermarktung und Regionalmarken. Im Ergebnis sollen geeignete Instrumente und Methoden gefunden bzw. entwickelt werden, die es erlauben, die Erfolgsfaktoren zu nutzen und damit die Wertschöpfung mit alten Sorten und Rassen bzw. ihre Inwertsetzung in ländlichen Regionen zu stärken und damit gleichzeitig ihre Erhaltung zu fördern. Neben diesen Aspekten von Landwirtschaft und ländlicher Entwicklung werden wir auch weitere Strukturen und Möglichkeiten anderer wichtiger Bereiche betrachten, wie z.B. handwerkliche Verarbeitung, Gastronomie und Handel. Schließlich soll die Verbreitung der Ergebnisse dazu beitragen, mehr Bewusstsein für die Chancen, die alte Sorten und alte Rassen den ländlichen Regionen bieten, sowie konkrete Handlungs- und Kontaktmöglichkeiten mit den Akteuren zu schaffen.
Cinevoyage local
Mit diesem Vorhaben bekommen Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum Sachsens Zugang zu anspruchsvollen und pädagogisch wertvollen Kinofilmen. Lediglich auf Filmfestivals, abseits des amerikanischen Blockbuster-Kinos, sind noch cineastische Perlen für Heranwachsende zu finden, jedoch werden diese aufgrund mangelnder Vermarktungsaussichten nicht synchronisiert. Während es in den 90er-Jahren noch mehr als 120 Kinos in Sachsen gab, zählte man 2014 gut 30 Prozent weniger. Speziell im ländlichen Raum waren und sind viele Filmtheater von Schließungen betroffen. Für Kinder und Jugendliche, die fernab von Großstädten und Multiplex-Kinos leben, nicht mobil sind und nur begrenzt Geld zur Verfügung haben, stellt diese Situation ein Problem dar, da sie langfristig nicht am Kulturleben teilhaben können. Im Rahmen des Vorhabens werden von vorwiegend europäischen Filmproduktionen Filmlizenzen angekauft sowie neun Film-Synchronisationen und medienpädagogische Nachbereitungsmodelle angefertigt. Mit diesen Filmen und mobiler Filmtechnik werden Kindergärten, Schulen, Horte sowie Freizeiteinrichtungen in den Landkreisen Zwickau, Erzgebirge und Mittelsachsen besucht. Damit wird den Heranwachsenden vor Ort ein völlig neues Kinoerlebnis im ländlichen Raum ermöglicht. Gleichzeitig bieten diese Veranstaltungen einzigartige Gemeinschaftserlebnisse sowie die Möglichkeit für Diskussion und Austausch im Nachgang. Die überwiegend europäischen Produktionen versprechen Filmgenuss und bieten höchste Filmkultur, zudem informieren sie Kinder und Jugendliche und bilden sie weiter. Nach Abschluss des Vorhabens werden die aufbereiteten Filme auch deutschlandweit eingesetzt.
Bildung eines kollektiven Dorf-Gedächtnisses
Ziel des Projektes ist die Bildung eines kollektiven Dorf-Gedächtnisses nach dem Motto 'WIR gestalten GESCHICHTE' mittels Aufzeichnung von ca. 20 Einzelinterviews mit Melchinger Bürgerinnen und Bürgern. Zunächst wird in einem möglichst breiten Bürgerdialog ein Fragenkatalog erstellt. Es folgt die Durchführung der Interviews, die filmisch dokumentiert werden. Die Interviews werden anschließend für die Internetseite des Dorfmuseums aufbereitet und als Zeitzeugnis der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel ist es, die vielfältigen, subjektiven Perspektiven eines kollektiven Alltags-Gedächtnisses in ein kulturelles, bleibendes Gedächtnis zu überführen und auch zukünftige Generationen an der tatsächlichen, gemeinsamen Dorfidentität teilhaben zu lassen. Im Projekt geht es darum, die Unterschiedlichkeiten wahrzunehmen, festzuhalten, zu diskutieren und zu akzeptieren. Die Geschichten sind letztendlich der gemeinsame kulturelle Nährboden. Auf seiner Grundlage kann die Zukunft im ländlichen Raum gestaltet und Geschichte fortgeschrieben werden. Parallel wird ein künstlerischer Dokumentarfilm, basierend auf den Inhalten der Einzelinterviews, erstellt, der nach Abschluss des Projektes als Dauerleihgabe ebenfalls Teil des Dorfmuseums wird. Als Abschluss wird eine interaktive Ausstellung zu den Interviews und Kurzfilmen durchgeführt, deren genaue Ausgestaltung gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt wird.
Confugium - Kultureller Treffpunkt
Im Vorhaben wird das ungenutzte Pfarrhaus in Pouch umgestaltet und zu einem geistlichen, kulturellen, sozialen und bildungspolitischen Treffpunkt weiterentwickelt. Um in Zukunft eine multifunktionale Nutzung zu ermöglichen, werden die unteren drei Räume des Hauses im Rahmen des Projektes komplett umgebaut und barrierefrei gestaltet. Das Pfarrhaus bietet zukünftig ein Zufluchtsort für Initiativen und fördert durch ein breites Teilhabeangebot soziale Prozesse im Dorf. Dafür werden folgende Angebote umgesetzt: Seniorenfrühstück, Beschäftigungs- und Bildungsangebote für Seniorinnen und Senioren sowie Yoga- und Tanzkurse. Ab 2020 kommen zudem Instrumentalunterricht, Konzerte und Lesungen am Kamin, Sofakonzerte und ein Adventsmarkt in und um das Pfarrhaus hinzu. Außerdem werden die sehr gut angenommenen Weiterbildungsangebote zu den Themen Kindererziehung, Landwirtschaft/Gartenbau, Umweltbildung und religiöser Bildung ausgebaut. Das Projekt bietet einen neuartigen Ansatz im Umgang mit dem Leerstand von dörflichen Pfarrhäusern und innovative Lösungen für Bildungs- und Kulturangebote auf dem Land.