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Fahrräder aus Bambus von Geflüchteten und Einheimischen
Geflüchtete und Einheimische begegnen sich auf Augenhöhe, während sie unter Anleitung von fachkundigen Ehrenamtlichen und eines Workshopleiters den Bau von Fahrrädern aus Bambus und die anschließende regionale Vermarktung ihrer Produkte erlernen. Beide Gruppen sind Lernende und unterstützen sich gegenseitig. Das Projekt Bamboo-Bike gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Das ist besonders für die Geflüchteten wichtig. Sie arbeiten intensiv mit Einheimischen zusammen, sei es beim gemeinsamen 'Schrauben' am Fahrrad oder beim Verkauf der Endprodukte auf lokalen Märkten. Nach Abschluss der ersten Bau-Phase können die Teilnehmer sogar selbst als Mentoren fungieren und neue Teilnehmer beim Bau von Bamboo-Bikes unterstützen. So können sich Geflüchtete als aktiver Teil der Gesellschaft erleben.
Die Fahrradwerkstatt mit gespendeten und preisgünstig erworbenen Fahrrädern
Eine Fahrradwerkstatt wird hergerichtet und mit einem Grundbestand aus gespendeten und preisgünstig erworbenen Fahrrädern ausgestattet. Geflüchtete in Porta Westfalica sind über verschiedene Stadtteile verteilt, die häufig nur über schlechte Busverbindungen erreicht werden können und teilweise eine eher schlechte Infrastruktur (Einkaufen, Versorgung, Schulformen) aufweisen. Durch Bereitstellung kostenloser oder kostengünstiger Fahrräder wird den Geflüchteten gesellschaftliche Teilhabe über den unmittelbaren Nahbereich hinaus ermöglicht, z.B. auch der Besuch von Deutschkursen. Die Fahrradwerkstatt bietet auch Platz zum Treffen und Austausch mit den Geflüchteten. Eine gemütliche Sitzecke dient nicht nur zum Warten, sondern auch zu diversen Beratungsgesprächen und zur Hilfe bei der Wohnungssuche.
Ehrenamtliche Fahrdienste in der Flüchtlingsarbeit - Unterstützung zur Fahrprüfung
Zwei Geflüchtete, die längerfristig in Oberaula bleiben möchten, werden bei der Vorbereitung auf die Fahrprüfung (PKW) unterstützt. Dadurch wird deren Integration in die Gesellschaft gefördert. So übernehmen sie z.B. ehrenamtliche Fahrdienste, u.a. im Rahmen der Flüchtlingsarbeit bzw. des Bürgerbusses. Auch die Teilnahme an Integrationsmaßnahmen wird so für die Geflüchteten erleichtert bzw. möglich gemacht. Die örtliche Volks- und Raiffeisenbank unterstützt das Projekt durch die Bereitstellung eines Autos.
Sprachförderung mit Hilfe von Computern
Die ehrenamtliche Sprachförderung wird durch die Anschaffung von PCs unterstützt und durch Selbstlernangebote für Geflüchtete flankiert. In einem bereits vorhandenen Gemeinschaftsraum werden PC-Arbeitsplätze aufgebaut. Nach der Einrichtung der PCs werden für diesen Bereich geschulte Ehrenamtliche die Geflüchteten in die Nutzung von Online-Lernplattformen einführen und sie in der ersten Zeit der Nutzung begleiten. Dass den Gefüchteten auch außerhalb von bzw. zusätzlich zu offiziellen Sprachkursen ein Erlernen der deutschen Sprache ermöglicht wird, trägt zu deren sozialen Teilhabe bei. Ebenso können sie auf diese Weise Kontakt mit Beratungsstellen und offiziellen Sprachkursträgern aufnehmen bzw. halten.
PKW für Behördengänge und zum Erreichen von Integrationsmaßnahmen
Im Rahmen des Projekts wird ein PKW zur Erhöhung der Mobilität von Geflüchteten bereitgestellt. Dadurch können Behörden- und Arztgänge flexibler gestaltet werden. Nicht nur Ehrenamtliche, sondern auch Geflüchtete mit Führerschein erledigen eigenständig Fahrten, sowohl zur Unterstützung anderer Geflüchteter als auch zur Erreichung von Integrationsmaßnahmen. Die Koordination des Fahrzeugeinsatzes wird zentral durch einen Ehrenamtlichen übernommen. Das Fahrzeug ist für die Geflüchteten eine Möglichkeit, trotz der im Bereich des ÖPNV nur unzureichenden Versorgung viele wichtige Fahrten selbst oder in Begleitung durchführen zu können.
Seminarraum für Austausch, Diskussion und Bildung
In gemeinschaftlicher Arbeit zusammen mit Geflüchteten wird ein Seminarraum eingerichtet. Es soll für Diskussion, Austausch und Bildung genutzt werden. Geplant sind dort regelmäßige Infoabende, Seminare und Workshops. Alle Einwohner sind eingeladen, zu diesen Veranstaltungen zu kommen, als Eintritt wird eine Spende erbeten. Die Veranstaltungen werden auch zusammen mit den Geflüchteten organisiert und durchgeführt. So können sie die jeweilige Thematik vorgeben und in der Durchführung können einzelne Aspekte berücksichtigt werden, z.B. Übersetzung in bestimmte Sprachen. Der Raum ist stark renovierungsbedürftig und muss hergerichtet und ausgestattet werden.
Gemeinsame Fahrradwerkstatt
Einheimische und Geflüchtete betreiben gemeinsam eine Fahrradwerkstatt. Gespendete Fahrräder werden unter Anleitung betriebsfertig instand gesetzt und an Geflüchtete verteilt, um deren Mobilität im ländlichen Raum zu erhöhen. Die Werkstatt dient zudem als Kommunikationstreffpunkt von Alteinwohnern und Geflüchteten, was Integrationseffekte mit sich bringt. Außerdem erhalten Geflüchtete die Möglichkeit, ihre Fahrräder unter Anleitung selbst zu reparieren.
Computer-AG für Geflüchtete
Ergänzend zur bestehenden Integrationsarbeit wird eine Computer AG (Einstiegskurs) für Geflüchtete zum Einstieg in Praktikum, Ausbildung/Studium und Beruf sowie zur Teilhabe/Integration ins öffentliche Leben in Deutschland durchgeführt. Dabei werden Basiskenntnisse der wichtigen IT-Werkzeuge (PC-Grundkenntnisse, Textverarbeitung, Mail und Internet) vermittelt. IT-erfahrene Ehrenamtliche betreuen die kleinen Teilnehmergruppen. Da von unterschiedlichen Wissensständen der Teilnehmenden auszugehen ist, erfolgt die Wissensvermittlung nicht im Frontalunterricht, sondern durch die gezielte Unterstützung der einzelnen Teilnehmer. Dadurch ist die Computer AG jederzeit offen für neue Teilnehmer.
Schrebergarten als Ort der Begegnung
Im Rahmen des Projekts wird ein Schrebergarten gepachtet, für die langfristige Nutzung durch die Geflüchteten gestaltet und als Treffpunkt eingerichtet. Ein Nutzgarten kann den Geflüchteten wieder das Gefühl geben, ein Produkt ihrer Arbeit zu sehen und in Kontakt mit der Umwelt zu sein. Außerdem bietet er Raum für den Kontakt der Geflüchteten untereinander und ein Ort des ungezwungenen, informellen Zusammenseins. Durch das Gartenprojekt werden interkulturelle Kontakte gefördert, die Kommunikation der Geflüchteten untereinander und mit der Bevölkerung nimmt zu.
Veranstaltungsraum für regelmäßige Kulturabende
Neubürger/innen aller Nationalitäten sowie Einheimische stellen sich bzw. ihr Land bei regelmäßigen Kulturabenden, den 'Nationalitäten-Abenden', durch kulturelle, landestypische bzw. regionale Beiträge (z.B. Singen, Musizieren oder Musik, Tanz, Vortrag mit Fotos, kulinarische Spezialitäten) vor. Als Veranstaltungsort dient ein Raum in der Anschlussunterbringung, der mit den Fördermitteln hergerichtet und ausgestattet wird. Damit wird langfristig ein Begegnungsraum für Einheimische und Geflüchtete etabliert. Die Kulturabende finden einmal monatlich statt. Um einen möglichst großen Personenkreis der Geflüchteten und Einheimischen im ländlichen Raum für das Angebot zu gewinnen, wird ein Fahrdienst eingerichtet.