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Nähstube für Geflüchtete und Einheimische
In Selent wird eine Nähstube für Geflüchtete und Einheimische eingerichtet. An diesem Ort können Menschen verschiedener Herkunft sowohl Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände anfertigen als auch Reparaturarbeiten durchführen. Bisher fehlten Orte der Begegnung in Selent und Umgebung, wo sich die Menschen austauschen und näher kennenlernen können. Das Nähen erscheint als sinnvolle Beschäftigung, vor allem für Menschen ohne Arbeitserlaubnis oder Arbeitsplatz. Außerdem besteht großer Bedarf, die erworbenen Kenntnisse in der deutschen Sprache aktiv einzusetzen. Das gemeinsame Handeln verbindet und hilft, Barrieren zu überwinden.
"Viele Länder, eine Welt" - ein Sommerfest
Das Flüchtlingsnetzwerk Hückeswagen führt ein Sommerfest unter dem Motto 'Viele Länder, eine Welt' durch. Dabei präsentieren die Geflüchteten sich und ihr Herkunftsland. Durch den Kontakt zwischen den Festbesuchern, dem Flüchtlingsnetzwerk und den Geflüchteten werden weitere Integrationsmöglichkeiten für die Geflüchteten und Angebote von Praktika und Arbeitsmöglichkeiten erwartet. Im Organisationsteam, bei den geplanten Darbietungen und Aufführungen der Organisationen und Vereine und bei der Bereitstellung und Zubereitung der Verköstigung sind Geflüchtete und Ehrenamtliche beteiligt.
Musik- und Instrumentalunterricht für Geflüchtete
Geflüchtete Menschen erhalten ein Jahr lang Musikunterricht mit dem Ziel, dass sie mit dem neuen Hobby einen regelmäßigen Kontakt zu Einheimischen herstellen und damit die Möglichkeit zur Anwendung der deutschen Sprache erhalten. Nach Erlernen des Instruments könnte die Integration durch Eingliederung in einheimische Ensembles und Orchester vertieft werden. Die Projektteilnehmer können verschiedene Instrumente ausprobieren und bekommen Leihinstrumente gestellt.
Taekwondo-Training von Flüchtlingskindern zusammen mit deutschen Kindern
Geflüchtete Kinder aus Syrien werden in Taekwondo-Trainigsgruppen eines Kampfsportvereins aufgenommen. Ziele sind eine bessere Integration der Kinder in unsere Gesellschaft, die Entwicklung von Freundschaften zwischen Kindern unterschiedlicher Nationalitäten und die Vermittlung einer sinnvollen Freizeitgesteltung. Während des Trainigs wird nur deutsch gesprochen, was einen positiven Effekt auf das Erlernen der Sprache hat.
Fachkräftesicherung in "Grünen Berufen"
Zielgruppe des Projekts sind Geflüchtete im Alter von 19 bis 35 Jahren. Die Erfahrungen von Migranten aus ihrer Heimat sollen dazu genutzt werden, sie in Beschäftigung oder Ausbildung zu bringen. Interessierte Arbeitgeber werden über Rechts- und Verfahrensregelungen bei der Beschäftigung und Ausbildung beraten. Außerdem werden Praktika, die vorzugsweise in Ausbildung und evtl. auch in Beschäftigung münden, vorbereitet und vermittelt, ein Netzwerk aus beteiligten Betrieben wird aufgebaut. Ebenso werden Veranstaltungen auf Bauernhöfen organisiert und Geflüchteten der Erwerb des Führerscheins T (Mofa) als Voraussetzung für einen Ausbildungsvertrag und für mehr Mobilität ermöglicht.
Gemeinsam in der Kinderfeuerwehr - Verkehrsregeln, Erste Hilfe und Freizeitaktivitäten
Migranten- und deutsche Kinder werden in der Kinderfeuerwehr zusammengeführt. In Unterrichtseinheiten werden ihnen Kenntnisse unter anderen in den Bereichen Verkehrserziehung und Erste Hilfe vermittelt. Mit dem Projekt will die Jugend- und Kinderfeuerwehr Nachwuchs gewinnen und den Zusammenhalt stärken. Gemeinsame Freizeitaktivitäten, das Zusammensein und die gemeinsamen Mahlzeiten fördern die Integration und das Vereinsleben. Im Rahmen des Projekts werden benötigte Materialien und Gerätschaften für die Feuerwehrerziehung und die Freizeitaktivitäten angeschafft sowie die Aufenthaltsräume renoviert und ausgestattet.
Frauentreff mit Sprach-, Kultur- und Informationsvermittlung
Das Projekt stärkt und ermutigt geflüchtete Frauen und zeigt ihnen Perspektiven auf. Dazu werden regelmäßige Frauentreffs mit afghanischen, irakischen, somalischen und eritreischen Frauen durchgeführt. Durch den Kontakt wird der Bedarf an Deutschunterricht für Frauen mit Kleinkindern deutlich. Mit einer Sprachschule konnte ein regulärer Deutschkurs mit Kinderbetreuung organisiert werden. Für die Frauen, die aufgrund ihres Statuses keine Teilnahmeberechtigung haben, wird weiterhin ehrenamtlicher Deutschunterricht angeboten. So werden die geflüchteten Frauen in ihrem Integrationsbemühen gestärkt. Dabei geht es nicht nur um Sprach-, sondern auch Kulturvermittlung. Außerdem werden Informationen zu Schule und Kindergarten, Frauenrechten, medizinischer Betreuung, Wohnungssuche und Behördenangelegenheiten vermittelt.
Vertiefung des Engagements bei der Integration von Geflüchteten
Durch das Projekt wird das Engagement des KESS Familienzentrums bei der Fortführung der überregionalen Koordination der Flüchtlingsarbeit in der LEADER-Region 'Aller-Fuhse-Aue' unterstützt und gestärkt. Bei der Durchführung und Organisation der Fachtagung 'Geflüchtete im ländlichen Raum – Strukturen zwischen Haupt- und Ehrenamt neu denken' war maßgeblich das Familienzentrum in Nienhagen beteiligt, das von den Mitgliedskommunen mit der Koordination der Flüchtlingsarbeit in zwei Samtgemeinden betraut worden war. Zudem wurde bereits im Rahmen der Organisation der Flüchtlingstagung eine Projektgruppe gegründet, die alle Projekte, die sich mit dem Thema 'Geflüchtete' innerhalb der LEADER-Region beschäftigen, begleitet.
Gemeinsames Reiten und Pflegen von Ponys
Flüchtlings- und einheimische Kinder werden durch gemeinsames Reiten und Pflege von Ponys in Kontakt zueinander gebracht. Zielgruppe sind dabei ca. 40 geflüchtete Kinder und Jugendliche aus einer Gemeinschaftsunterkunft, die kaum außerschulischen Kontakt zu Einheimischen haben. Durch den gemeinsamen Umgang mit den Ponys und das Reiten über einen längeren, regelmäßigen Zeitraum ergeben sich dauerhafte Freundschaften. Das Kennenlernen der Ponys und deren Bedürfnisse, die Pflege und der Umgang mit ihnen, das Reitenlernen, gemeinsame Spaziergänge mit geführten Ponys, Ausritte und weitere Veranstaltungen in der Gemeinde sind Bestandteil des Programms.
Pflege von Bäumen und Außenanlagen
Einheimische und Migranten pflegen gemeinsam, mit Unterstützung der Bauhöfe, Bäume und Außenanlagen in Kindergärten und im öffentlichen Raum. Durch entsprechenden Sprach- und Theorieunterricht wird Wissen über die Natur aufgebaut. Damit wird den Migranten auch die wichtige Rolle bürgerschaftlichen Engagements und von Vereinen vermittelt. Die Integration von Geflüchteten wird durch die öffentliche Präsenz als Ehrenamtliche vorangebracht.