Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Engagement und Ehrenamt

11.09.2026

Junge LandFrauen

Gesellschaftliche und demografische Veränderungen erschweren zunehmend die Gewinnung neuer, vor allem jüngerer Mitglieder. Diese Entwicklung bewegt den Deutschen LandFrauenverband, eigene Strukturen kritisch zu hinterfragen und zu überlegen, wie die Zukunftsfähigkeit des ehrenamtlichen Engagements in der Breite durch die Stärkung der Interessen junger Landfrauen gesichert werden kann. Ziel ist es, mit der Initiative 'Junge LandFrauen' ein bundesweites Netzwerk und ein Forum für die gemeinsamen Interessen junger Landfrauen zu entwickeln. Mit den Projektmitteln finanziert der Deutsche LandFrauenverband e. V. die Durchführung von Veranstaltungen und Workshops mit externen Referierenden. In vier vertiefenden Regionalveranstaltungen setzt sich jede Region mit einem Themenschwerpunkt auseinander: Region Nord: Gemeinsam mehr erreichen: Wie finde ich Gehör für meine Anliegen? Region Süd: Weiblich, ländlich, innovativ: Junge Frauen braucht das Land! Region West: Junge Landfrauen für den Vorstand gewinnen und begeistern! Region Ost: Lebens- und Bleibeperspektiven junger Frauen in ländlichen Räumen Es nehmen mehr als 200 junge Landfrauen aus allen 22 Landesverbänden teil. Aus den Veranstaltungen geht ein großes informelles Netzwerk hervor, welches den Austausch junger Landfrauen auch nach Auslaufen der Projektförderung fördert und stärkt. Die Ergebnisbroschüre bietet eine Unterstützung für alle Ortsvereine des LandFrauenverbandes.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Engagement und Ehrenamt

11.09.2026

Aktivitätenhaus

Das in der Region aktive Diakonische Werk Hochtaunuskreis hat über die Projektfördermittel eine hauptamtliche soziale Fachkraft eingestellt, um insbesondere das vorhandene ehrenamtliche Engagement zu unterstützen und Nachbarschaftshilfen aufzubauen. Hierzu wird ein Begegnungsort, ein sogenanntes 'Aktivitätenhaus', in einem bestehenden Dorfgemeinschaftshaus geschaffen. Das Aktivitätenhaus wird als Anlaufstelle für soziale Fragen dienen. Die neu gestalteten Räume werden nun auch von Kirche, Flüchtlingshilfe und Vereinen genutzt. Die über das Projekt finanzierte Koordinatorin geht aktiv auf Ehrenamtliche aus Vereinen, Kitas und Schulen, Politik in Weilrod zu, um diese zu vernetzen und Ideen zur Stärkung der Begegnung zu sammeln. Insgesamt werden im Vorhaben zahlreiche Aktivitäten ins Leben gerufen, wie beispielsweise ein Literaturkreis, eine interkulturelle Woche, ein gemeinsames Frühstück von Kitakindern und dem Verein der Landfrauen sowie ein Elterncafé. Diese Ideen kommen aus der Bürgerschaft und werden mit Unterstützung der Koordinatorin umgesetzt. Dem Diakonischen Werk Hochtaunuskreis ist es gelungen, für die Personalstelle der sozialen Fachkraft in Weilrod eine Anschlussförderung im Programm 'Hessische Familienzentren' zu finden, sodass die Arbeit im Aktivitätenhaus fortgesetzt werden kann. Perspektivisch werden die Angebote des Aktivitätenhauses 'mobiler' aufgestellt, um noch mehr Bewohnerinnen- und Bewohnergruppen in den Dörfern zu erreichen.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Engagement und Ehrenamt

11.09.2026

EmslandDorfPlan

Das Vorhaben 'EmslandDorfPlan' hat das Ziel, mit einem kreativen Plangestaltungsprozess den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaften im Landkreis zu fördern. Über die Projektmittel finanziert der Landkreis Emsland externe Expertinnen und Experten zur Erarbeitung von grafischen Zukunftsplänen für die ausgewählten Dörfer. Der Prozess besteht aus einem dreistufigen Verfahren: Bestandsanalyse, Zukunftsvision und Formulierung von konkreten Projekten. Die Ergebnisse werden jeweils in 'DorfPlänen' dokumentiert und in abschließenden Bürgerversammlungen vorgestellt. An zentralen Orten in den Dörfern werden die DorfPläne sichtbar für die gesamte Dorfgemeinschaft platziert. Alle Dörfer sehen ihren DorfPlan als Handlungsauftrag für die Dorfgemeinschaft. Insgesamt werden pro Dorf mehr als zehn Maßnahmen entwickelt und teilweise noch in der Projektlaufzeit erste kleinere Maßnahmen umgesetzt (wie beispielsweise Sitzbänke als Ausgangspunkt für Mitfahrgelegenheiten). Durch den Landkreis wird die Realisierung von entwickelten Maßnahmen finanziell unterstützt (50 Prozent Förderung pro Dorf, maximal 5.000 Euro). Durch Jahrestreffen mit allen beteiligten Gemeinden wird der Prozess langfristig weiterentwickelt. Entstanden ist ein Handbuch, in dem die Methode dargestellt wird und das zur Übertragung auf weitere Dörfer genutzt werden kann. Darüber hinaus wird die Emsland-DorfApp als Informations- und Kommunikationstool mit Projektmitteln entwickelt, die von circa 20 Dörfern des Landkreises genutzt wird. Dem Wissenstransfer kommt im BULEplus eine herausragende Rolle zu, daher wird dieses Projekt 2025 dabei unterstützt, die gesammelten Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die Breite zu tragen.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Engagement und Ehrenamt

11.09.2026

Zukunft Landfrauenverbände

Der demografische Wandel führt in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs zu einem Bevölkerungsrückgang. Dies zeigt sich auch in den Mitgliederzahlen der Landfrauenverbände. Gleichzeitig spüren sie eine Ehrenamtsmüdigkeit. Der Brandenburger Landfrauenverband e. V. und der Landfrauenverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. werden gemeinsam ihre Zukunftsfähigkeit und die der Frauen in ländlichen Räumen stärken. Ziel des Vorhabens ist die Gewinnung neuer Mitglieder und die zeitgemäße Neustrukturierung der Verbandsstruktur. Mithilfe der Projektmittel wird eine externe Organisationsberatung mit der Analyse der Ausgangssituation beauftragt. Im Rahmen von Workshops, Interviews und Recherchen werden fünf Handlungsfelder abgeleitet: Sichtbarkeit erhöhen, Ressourcen managen, Veränderungen innerhalb der Mitgliederstruktur gestalten, in die Offensive gehen und verhärtete Strukturen neu denken und anpassen. Das Ergebnis zeigt, dass es Orte/Räume braucht, in denen Treffen stattfinden können, und neue ehrenamtliche Formen, wie zum Beispiel eine stärkere Projektorientierung oder eine zeitlich klar begrenzte Aktivität. Außerdem werden Engagement durch hauptamtliche Strukturen im Hintergrund gestärkt und die interne Vernetzung intensiviert. Im Anschluss an die Projektförderung sind alle Kreis- und Ortsgruppen der Landfrauenverbände in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen, sich mithilfe der erarbeiteten Handlungsempfehlungen zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

11.09.2026

Generationenbahnhof Erlau

Der denkmalgeschützte ehemalige Bahnhof in Erlau in Sachsen wird als multifunktionaler Generationenbahnhof mit Bürgerbereich und Dienstleistungsbereich (medizinisch, Pflege) umgebaut. Im Bürgerbereich werden Räumlichkeiten für vielerlei Nutzungen, z.B. Seminare, Märkte, Freizeitangebote und Kulturveranstaltungen geschaffen. Der Dienstleistungsbereich mit Seniorentagespflege, Pflegestützpunkt und Zahnarztpraxis sichert die Versorgung im Bereich Pflege und medizinische Betreuung der älteren Menschen. Ein wichtiger Bestandteil ist das vom Verein getragene Bürger-/ Servicebüro zum Aufbau der Vernetzung, zur Koordination und Begleitung bürgerschaftlichen Engagements. Der Verein 'Generationenbahnhof Erlau e.V.' widmet sich dem inhaltlichen Aufbau des Zentrums. Es soll ein Ort entstehen, der Bürgern aktive Mitwirkung und Mitgestaltung am Gemeindeleben ermöglicht. Die Angebote des Zentrums sind vielfältig und basieren auf den Wünschen und Bedürfnissen der Einwohner. Ein geschicktes Raumkonzept ermöglicht eine multifunktionale Nutzung mit inhaltlichen und räumlichen Synergien und Überschneidungen. So werden sich neue Formen des Zusammen-Lebens und der gegenseitigen Unterstützung im ländlichen Raum entwickeln. Dem Wissenstransfer kommt im BULEplus eine herausragende Rolle zu, daher wird dieses Projekt 2025 dabei unterstützt, die gesammelten Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die Breite zu tragen.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Engagement und Ehrenamt

11.09.2026

Mobiler generationsübergreifender Treffpunkt

Die gesellschaftliche Teilhabe im Flächenlandkreis Holzminden in Niedersachsen ist von einer individuellen Mobilität abhängig. Auch Mitgliedsbeiträge sowie regelmäßige verbindliche Trainingszeiten lokaler Sportvereine stellen für Kinder mit Fluchthintergrund häufig eine Hürde dar. Deswegen wird die STEP gGmbH ein mobiles Angebot schaffen, mit dem verschiedene Ortsteile und damit eine neue und breitere Zielgruppe erreicht werden können. Mit Projektmitteln wird ein Wohnmobil gekauft, zu einem Treffpunkt umgebaut und mit Sport- und Spielutensilien ausgestattet (das 'Gelbe Mobil'). Es wird eine Viertel-Personalstelle einer sozialpädagogischen Fachkraft finanziert, um das Angebot vor Ort zu betreuen. Das Gelbe Mobil steht jede Woche an zwei festen Standorten im Landkreis. An beiden Standorten haben sich relativ feste Gruppen mit rund 20 bis 25 Kindern und Jugendlichen gebildet, die das Gelbe Mobil regelmäßig besuchen. Neben Sport- und Spielangeboten gibt es auch Getränke und Platz für einen generationenübergreifenden Austausch. Das mobile Angebot ermöglicht den Kindern und Jugendlichen, Erfahrungen und Identifikation mit einer Gruppe jenseits einer Vereinszugehörigkeit zu sammeln. Der Treffpunkt bietet auch die Möglichkeit, persönliche Probleme mit der sozialpädagogischen Fachkraft anzusprechen und niederschwellige erste Hilfen zu erhalten. Nach Ende der Projektförderung übernimmt der Landkreis Holzminden die Kosten für eine halbe Personalstelle und den Betrieb des Gelben Mobils.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

11.09.2026

Neue Dorfgemeinschaft Heiligengrabe

In der Gemeinde Heiligengrabe in Brandenburg werden sporadisch genutzte Dorfgemeinschaftshäuser zu zentralen Treffpunkten und Anlaufstellen für Dienstleistungen weiterentwickelt. Beispiele dafür können u.a. medizinische Dienstleistungen (z.B. fahrende Krankenschwester), Einkaufservices (Anlieferung durch regionale Produzenten), Zustellservice für Pakete, mobile Verwaltung sowie die Vermittlung von Mobilitätsdienstleistungen (z.B. Fahrgemeinschaften) sein. Zum Projekt gehört eine Analyse zur Durchführung, die Erstellung eines Konzeptes und die pilothafte Umsetzung in einem Ortsteil, mit Umbau, Herrichtung und Ausstattung des Gebäudes. In der Projektphase wird mit dem Bürgerhaus Blumenthal begonnen. Das Konzept wird sich im Weiteren auf andere Dorfgemeinschaftshäuser ausgeweitet. Für das Projekt wird eine hauptamtliche Person (Dorfkümmerer) zur Dienstleistungs-Vermittlung eingestellt. Sie vernetzt, ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und organisiert neue Angebote, z.B. Seminarreihen, Infoabende und Veranstaltungen.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

11.09.2026

Integrationswerkstatt

Die Integrationswerkstatt verfolgt das Ziel, arbeitsberechtigten Asylbewerbern und anderen Personen aus sozial benachteiligten Gruppen Arbeitsverhältnisse und Praktika vermitteln Die Integrationswerkstatt befindet sich in der Gemeinde Nebelschütz im sächsischen Landkreis Bautzen. Initiatorin und Organisatorin ist die Kamenzer Bildungsgesellschaft gGmbH (KaBi), eine Tochtergesellschaft des Landkreises. Ferner beteiligen sich an dem Projekt vor allem das Bündnis für Demokratie und Toleranz mit vielen Ehrenamtlichen, das Ausländeramt, die Gemeinde Nebelschütz sowie ein Unternehmensnetzwerk. In zehnmonatigen Kursen erhalten die Teilnehmenden Grundkenntnisse in verschiedenen Arbeitsfeldern (z. B. Holzwirtschaft, Landwirtschaft/Gartenbau, Hauswirtschaft) sowie berufsbezogene Sprachkenntnisse. In Betrieben sammeln sie erste praktische Erfahrungen. Die am Projekt teilnehmenden Personen – je ca. 10 pro Projektjahr – durchlaufen mehrere Schritte, wie eine konkrete Arbeitserprobung zur Motivationsfeststellung, eine Ermittlung der persönlichen Kompetenzen, grundlegende Weiterbildungen (z.B. Zeitmanagement, Erste Hilfe) und praktische Phasen zur Erprobung von je mindestens zwei Arbeitsfeldern. Betriebe werden durch Exkursionen kennengelernt, zudem finden Bewerbungstrainings und PC-Schulungen statt. All dies mündet in (z.T. mehreren) Betriebspraktika in lokalen Unternehmen mit dem Ziel, geeignete Bewerberinnen und Bewerber vor Ort in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

11.09.2026

Ludgerushof Spork

Innerhalb des Projekts 'Mehrfunktionshaus Bocholt-Spork (Ludgerus-Hof) - Entwicklung und Erprobung eines multifunktionalen Filialbetriebs' wird die ehemalige Schule in Bocholt-Spork in Verbindung mit dem Neubau eines Seniorenwohnhofes (Ludgerushof) umgenutzt. Der Investor stellt neben Gemeinschaftsräumen für die Mieter und Mieterinnen der Wohnanlage Räume für die Dorfgemeinschaft zur Verfügung, unter anderem für den Dorfverein Spork Aktiv e.V., für Beratungs- und Infoangebote des Vereins Leben im Alter sowie weitere ergänzende Nutzungen, beispielsweise ein interdisziplinärer Filialbetrieb professioneller Dienstleister oder andere ehrenamtliche Angebote. Die multifunktionale und interdisziplinäre Nutzung der Räumlichkeiten des ehemaligen Schulgebäudes verbessert die Versorgungssituation der Bürgerinnen und Bürger in Spork, die lokale Wertschöpfung wird gefördert und langfristig die Lebensqualität erhöht. Dabei werden rund um das Mehrfunktionshaus professionelle und ehrenamtliche Angebote verzahnt. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet.

Regionale Wirtschaft

11.09.2026

Die Erwerbssituation von Frauen in ländlichen Regionen, Teilprojekt III

Das Forschungsprojekt untersucht die Chancen und Risiken für Erwerbstätige im ländlichen Raum durch die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt. Der Fokus liegt hierbei vor allem auf den Frauen in ländlichen Regionen. In fünf verschiedenen Regionen auf Landkreisebene in drei westdeutschen und zwei ostdeutschen Bundesländern werden leitfadengestützte Interviews durchgeführt. Hierbei werden Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Branchen und branchenübergreifende Expertinnen und Experten befragt. Beispielhaft werden erfolgreiche Unternehmerinnen in der digitalen Wirtschaft untersucht und die besonderen Bedingungen in ländlichen Regionen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung bestimmt. Das Teilprojekt III von SOESTRA GmbH Berlin untersucht schwerpunktmäßig das verarbeitende Gewerbe mit seinen vielfältigen Industriezweigen. Das Verbundvorhaben zeigt, wie verschiedenste ländliche Räume, unterschiedliche Branchen und Frauen (und Männer) vom Digitalisierungsprozess der Arbeitswelt profitieren und wie mögliche Risiken gemindert werden können. Das Projekt erarbeitet Vorschläge für die politische Umsetzung. Ländliche Räume können folglich (wieder) attraktiv für Frauen und junge Familien werden. Der Abwanderung von Fachkräften in Städte kann somit entgegengewirkt werden. Das Projekt zeigt auf, wie die Digitalisierung chancen- und auch geschlechtergerecht erfolgen und Risiken vermieden werden können.