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"Kulinarische Straße der Nationen" auf dem Marktfest mit Rahmenprogramm sowie Schulungen für Ehrenamtliche
An der 'Kulinarischen Straße der Nationen' auf dem alljährlichen Marktfest beteiligen sich Einheimische und Geflüchtete aus insgesamt acht Nationen. Jede Nation erhält ihren eigenen Marktstand, an dem die traditionell zubereiteten Speisen angeboten werden. Das Gelände sowie die Marktstände werden gemeinsam mit Schülern der umliegenden Schulen dekoriert und gestaltet. Darüber hinaus ist ein buntes Rahmenprogramm mit musikalischen Auftritten sowie einer afrikanischen Kaffeezeremonie geplant. Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter findet eine Motivations- und Kommunikationsschulung statt. Ein Resilienz-Training hilft dabei, in Krisen und Stresssituationen angemessen reagieren zu können, handlungsfähig zu bleiben und Wege aus der Krise zu finden.
Schaffung eines Sportangebots für Geflüchtete
Es wird ein Sportangebot für die 220 Bewohner des Wohnübergangheimes geschaffen, das den Geflüchteten die Möglichkeit der Gesundheitsförderung eröffnet und außerdem dazu beiträgt, Kontakte zu knüpfen und die Region kennenzulernen. Im Rahmen des Projekts wird die Sportgruppe gegründet, ehrenamtliche Anleitung gegeben und das benötigte Equipment beschafft. Das Angebot, die Sportgeräte zu nutzen, führt in der Gemeinschaftsunterkunft zu mehr Aktivität.
Anschaffung einer Ballmaschine samt Zubehör
Im Rahmen des Projektes wird eine Ballmaschine samt Zubehör angeschafft, mit dem Ziel, jugendliche Geflüchtete, teilweise ohne Eltern, besser in den organisierten Trainingsbetrieb des Eutiner Tennisclubs zu integrieren.
Mobilität durch Fahrräder, Integration durch Zugang zur EDV sowie Bewerbungstraining für Frauen
Es wird ein Fahrradcafé eingerichtet. Geflüchtete werden mit Fahrrädern ausgestattet und lernen, sie zu reparieren und zu fahren. Das stärkt die Integration - durch besseres Verständnis für die Umgebung, leichteren Zugang zum Arbeitsmarkt und mehr Kontaktmöglichkeiten. Zudem werden Fahrradkurse gezielt für Frauen angeboten, um ihnen in einem geschützten Raum die Möglichkeit zu geben, das Fahrradfahren zu lernen und ihre Mobilität zu erhöhen. Das fördert die Emanzipation der Frauen. Darüber hinaus bekommen geflüchtete Frauen die Möglichkeit, kostenfrei den Umgang mit Computern zu erlernen und Fähigkeiten auszubauen. Es werden auch Bewerbungstrainings durchgeführt. Durch den Kontakt in der Fahrradwerkstatt mit Café werden die Geflüchteten in ein lokales Netzwerk von Ehrenamtlichen eingebunden und bestärkt, sich dort mit zu engagieren.
Reparatur und Instandsetzung von gespendeten Fahrrädern für Geflüchtete und Jugendliche
Im Rahmen des Projekts wird eine Fahrradwerkstatt zur Reparatur und Instandsetzung von gespendeten Fahrrädern eingerichtet. Die Geflüchteten leben in Wald-Michelbach und den neun Ortsteilen dezentral und sind auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel angewiesen. Durch das Projekt erhält jeder Einzelne mehr Mobilität, was auch mehr Möglichkeiten an Aktivitäten, Integration und Unabhängigkeit bedeutet. Es wurde ein Aufruf zur Spende von Fahrrädern gestartet, die Fahrradwerkstatt wird eingerichtet und Helfer für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Fahrradwerkstatt rekrutiert.
Renovierung eines vorhandenen Raums zur besseren integrativen Nutzung der Kinder- und Jugendbetreuung
Ziel des Projekts ist es, die Betreuungsmöglichkeiten für geflüchtete Kinder in bestehenden Gruppen zu erweitern und die Fördermöglichkeiten zu verbessern und damit eine Integration von Kindesalter an zu ermöglichen. Zu diesem Zweck werden die vorhandenen Räumlichkeiten an den erhöhten Betreuungsbedarf und die veränderten Anforderungen angepasst.
Zusätzlich zu einer Fahrradwerkstatt für Geflüchtete wird ein Integrationstreff angeboten
Ziele des Projekts sind die Fortführung einer bereits eingerichteten Fahrradwerkstatt und die Ergänzung von Angeboten für Geflüchtete und andere Hilfe suchenden Menschen, zum Beispiel Kurse zu Verkehrserziehung oder wöchentliche Treffs zum Austausch. Es wurde bereits eine Werkstatt zur Reparatur von Fahrrädern eingerichtet. Gespendete Fahrräder werden eingesammelt und repariert. Das Team der Monteure ist mittlerweile auf acht regelmäßige Helfer angewachsen. Das ursprünglich auf eine Fahrradwerkstatt beschränkte Projekt wird weitergeführt und ausgeweitet. Gleichzeitig zur Arbeit in der Werkstatt ist inzwischen ein Gesprächstreffpunkt entstanden, der die Möglichkeit zum Gespräch und damit zur besseren Integration der Geflüchteten bietet.
Entstehung eines Permakultur-Gartens
Im Rahmen des Projekts legen Einheimische und Geflüchtete gemeinsam einen Permakultur-Garten an, in dem Obst, Beeren, Gemüse und Kräuter auf ökologischer Basis angebaut werden. Ziel ist es, dass Asylbewerber Kontakt zu der einheimischen Bevölkerung bekommen, bestehende Berührungsängste abgebaut und sie in die Dorfgemeinschaft Hohenkammer integriert werden sowie im täglichen Umgang leichter die deutsche Sprache erlernen. Daneben werden gesunde Lebensmittel hergestellt und für die Beteiligten kostenlos bereitgestellt. Ein Bauer verpachtet rund 1.000 Quadratmeter Land. Dort werden gemeinsam Obstbäume, Beerenhecken, Gemüse und Kräuter angebaut.
Therapeutische Hilfe für traumatisierte Kinder
In der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen leben überproportional viele Flüchtlingsfamilien mit Kindern im Vorschulalter. Die Herkunftsländer sind vor allem Syrien, Irak, Iran und Afghanistan. Viele Kinder zeigen im Kindergarten auffälliges, offensichtlich durch Fluchttraumata hervorgerufenes Verhalten. Im Rahmen des Projekts wird für die zu betreuenden Kinder ein therapeutisches Angebot geschaffen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Kindern Ausdrucksmöglichkeiten für Trauma-Erfahrungen zu entwickeln und damit eine Stabilisierung der Persönlichkeit sowie eine Umlenkung des auffälligen Verhaltens zu begünstigen. Einmal in der Woche werden unter fachkompetenter Begleitung und mit liebevoller Unterstützung kreative Ausdrucksformen erprobt.
Fußballtrainingsgruppe für männliche Geflüchtete
Durch die Gründung einer Fußballgruppe werden (junge) männliche Geflüchtete mit Bleibeperspektive angesprochen, sich in ihrer Freizeit sinnvoll zu betätigen. Die Gruppe ist bei Interesse auch offen für Nicht-Geflüchtete, die so in Kontakt zu den Geflüchteten kommen und ebenfalls zur Integration beitragen können. Die Trainer kommen aus Irak und Syrien und haben selber Fluchthintergrund. Sie sind sowohl sprachlich als auch gesellschaftlich in der neuen Heimat verankert und fungieren neben ihrem Engagement als Trainer und Organisator als Kultur- und Integrationsmittler. Mit den hiesigen Fußballvereinen wird eine Kooperation angestrebt. Gute Spieler können identifiziert werden, in die Vereine eintreten und dort integriert werden, um dann auch am regulären Spielbetrieb in Ligaspielen teilnehmen zu können. Die Vereine erhalten Unterstützung bei diesem Transferprozess.