Regionale Wirtschaft

19.06.2026

Studie zur Gleichstellung in der Landwirtschaft

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, vorhandene Daten der amtlichen Statistik und weiterer nationaler Datenquellen zu zentralen Indikatoren der Gleichstellung der Geschlechter für die Landwirtschaft auszuwerten und in Form einer regelmäßig aktualisierbaren Publikation zu berichten. Bisher nicht erhobene Gleichstellungsindikatoren u.a. Gender Care Gap sollen in Form einer eigenen Befragung für den Bereich Landwirtschaft erhoben werden.

Regionale Wirtschaft

19.06.2026

Studie zur Situation von Gründerinnen und Unternehmerinnen in ländlichen Räumen

Das explorative Vorhaben nutzt Fokusgruppen in unterschiedlichen ländlichen Regionen Deutschlands, um zu identifizieren, welche Herausforderungen Gründerinnen und Unternehmerinnen in ländlichen Räumen überwinden mussten, was wichtige Faktoren für den Erfolg waren und in wie weit die Unterstützungs- und Förderangebote etwa der Kammern sowie der nationalen und EU-Förderprogramme den Bedarfen der Unternehmerinnen in verschiedenen Phasen der Gründung entsprechen. Im empirischen Teil der Studie werden die Sektoren Handwerk und Dienstleistungen berücksichtigt und mit bestehenden Ergebnissen aus dem Landwirtschaftssektor verglichen.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft

19.06.2026

Begegnungsorte für Dialog auf dem Land

Im Projekt 'Begegnungsorte für Dialog auf dem Land' (DIALAND) werden Begegnungsorte identifiziert, die den Kontakt über soziale Milieus hinweg fördern sowie sichere Rückzugsräume für bestimmte Gruppen bieten. Das Projekt zielt darauf ab: (1) inklusive und exklusive Begegnungsorte in exemplarisch ausgewählten Kleinstädten und Landgemeinden nach dem Ansatz von Spenger et al. (2023) für benachteiligte Personengruppen am Beispiel von Neuzugewanderten und Rückkehrern zu identifizieren und dabei sowohl Inter-aktionen über Milieugrenzen hinweg (social bridges) also auch innerhalb von Rückzugsräumen von communities (social bonds) zu berücksichtigen; (2) ein Bewertungsraster (score) zur Relevanz von identifizierten dritten, sozialen Orte für benachteiligte Personengruppen zu erstellen von vielfältigen lokalen Akteuren zu validieren; (3) ein Monitoring-Instrument für Begegnungsorte zu entwickeln, das Kommunen und weitere Akteure der sozialen Dorf- und ländlichen Entwicklung dazu befähigt, die Dynamiken dieser Orte (Relevanz, materiell-strukturelle Merkmale, Zielgruppen) im Zeitverlauf zu beobachten und sie für ländliche Gesellschaften zu erschließen. Das Projekt schließt an die Beobachtungen an, dass sich Begegnungsorte in ländlichen Räumen wandeln und neue, dritte und soziale Orte von unterschiedlichen Akteuren initiiert werden – teils auch mit vorübergehendem, temporärem Charakter. Die Sensibilisierung für inklusive Begegnungsorte als wichtige Voraussetzung für sozialen Zu-sammenhalt und exklusive, nur bestimmten Personengruppen zugängliche Orte als Orte des Wohlbefindens, kann der sozialen Dorf- und die ländliche Entwicklung bisher wenig beachtete Handlungsfelder erschließen.

Digitalisierung auf dem Land

19.06.2026

KiKo - KI-Kompetenzen deutscher Unternehmen

Das Forschungsprojekt erfasst und analysiert den aktuellen Stand der KI-Kompetenzen in deutschen Unternehmen. Dabei wird eine Differenzierung nach verschiedenen KI-Technologien und Anwendungsbereichen vorgenommen, um ein detailliertes Bild der räumlichen Verteilung dieser Kompetenzen zu erstellen. Das Projekt wertet öffentlich zugängliche Texte von Unternehmenswebseiten aus, da diese eine differenzierte Darstellung der KI-Nutzung auf Unternehmensebene ermöglichen. Durch die Analyse unterschiedlicher Technologien und Anwendungsbereiche können zudem Rückschlüsse auf mögliche Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Räumen gezogen werden. Gleichzeitig erlaubt die Datenbasis eine Darstellung der zeitlichen Entwicklung der KI-Nutzung über mindestens fünf Jahre. Auf dieser Grundlage werden folgende Forschungsfragen beantwortet : • Wie sind unternehmensbezogene KI-Kompetenzen in Deutschland räumlich verteilt? • Wie haben sich die KI-Kompetenzen von Unternehmen über die Zeit entwickelt? Technisch wird hierbei die Datenbank 'CommonCrawl' (https://commoncrawl.org/) genutzt, in der Webseitentexte archiviert werden. Auf Basis der Texte identifiziert das Projekt die unternehmerischen KI-Kompetenzen anhand von Schlüsselwörtern und deren Einbettung. Ein Nebennutzen ist somit die Generierung eines systematischen Datensatzes von Unternehmenswebsite-Texten, die für weitere Analysen – unabhängig von der KI-Thematik – verwendet werden können.

Digitalisierung auf dem Land

19.06.2026

KiKo - KI-Kompetenzen deutscher Unternehmen

Das Forschungsprojekt erfasst und analysiert den aktuellen Stand der KI-Kompetenzen in deutschen Unternehmen. Dabei wird eine Differenzierung nach verschiedenen KI-Technologien und Anwendungsbereichen vorgenommen, um ein detailliertes Bild der räumlichen Verteilung dieser Kompetenzen zu erstellen. Das Projekt wertet öffentlich zugängliche Texte von Unternehmenswebseiten aus, da diese eine differenzierte Darstellung der KI-Nutzung auf Unternehmensebene ermöglichen. Durch die Analyse unterschiedlicher Technologien und Anwendungsbereiche können zudem Rückschlüsse auf mögliche Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Räumen gezogen werden. Gleichzeitig erlaubt die Datenbasis eine Darstellung der zeitlichen Entwicklung der KI-Nutzung über mindestens fünf Jahre. Auf dieser Grundlage werden folgende Forschungsfragen beantwortet : • Wie sind unternehmensbezogene KI-Kompetenzen in Deutschland räumlich verteilt? • Wie haben sich die KI-Kompetenzen von Unternehmen über die Zeit entwickelt? Technisch wird hierbei die Datenbank 'CommonCrawl' (https://commoncrawl.org/) genutzt, in der Webseitentexte archiviert werden. Auf Basis der Texte identifiziert das Projekt die unternehmerischen KI-Kompetenzen anhand von Schlüsselwörtern und deren Einbettung. Ein Nebennutzen ist somit die Generierung eines systematischen Datensatzes von Unternehmenswebsite-Texten, die für weitere Analysen – unabhängig von der KI-Thematik – verwendet werden können.

Regionale Wirtschaft

19.06.2026

Food Hub Wittenhagen – Stärkung der regionalen Wertschöpfung in Vorpommern über Getreide und Brotprodukte

Das Verbundprojekt stärkt die regionale Wertschöpfungskette für Brot- und Getreideprodukte in der Region Vorpommern-Rügen bis einschließlich Usedom. Dazu wird ein kooperativer Food-Hub aufgebaut, der von drei Projektpartnern gemeinsam betrieben wird und die konsumfähige Vorbereitung von Rohstoffen sowie die Bündelung von Lieferwegen ermöglicht. Der Food-Hub dient als zentraler Standort für die Verarbeitung und Veredelung von Getreide- und Hülsenfrüchteprodukten sowie als Knotenpunkt für Logistik, Lagerhaltung und Qualitätskontrolle. Hier entstehen Produktinnovation für Brot und regionale Müslisorten. Durch die neu errichtete Infrastruktur des Hubs werden zudem Qualitäts- und Transparenzsteigerungen entlang der durch das Vorhaben geschaffenen Wertschöpfungskette gewährleistet. Außerdem ist er Ausgangspunkt für die Erschließung neuer Absatzmärkte. Das Vorhaben erhöht nicht nur die Sichtbarkeit der regionalen Produkte, sondern auch die des ländlichen Raumes in Vorpommern als attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten. Es erweitert die regionale Produktpalette im Brot- und Cerealienbereich, erhöht die Versorgungsqualität der Menschen vor Ort und erschließt neue Absatzkanäle zu Lebensmitteleinzelhandel, Außerhausverpflegung sowie Gastronomie und Hotellerie. Zudem stärken die Produkte aus regionalen Sorten das Identifikationspotential mit der Region.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

19.06.2026

Gemeinschaftsküche

Das Projekt Gemeinschaftsküche im Landkreis Ludwigslust-Parchim verbindet regionale Lebensmittelverarbeitung für die Außer-Haus-Verpflegung, Ernährungsbildung und Gemeinschaftsförderung zu einem innovativen, nachhaltigen Gesamtkonzept. Es zielt darauf ab, lokales Obst und Gemüse, insbesondere aus Streuobstwiesen und Solidarischen Landwirtschaften (SoLaWis), gemeinsam zu ernten, zu verarbeiten und zu vermarkten. Ernte und Herstellung wird hauptsächlich von ehrenamtlich Engagierten in gemeinschaftlicher Atmosphäre übernommen. Es soll ein Begegnungs- und Bildungsort entstehen, der frische und vorverarbeitete, regionale Lebensmittel bereitstellen kann. Um langfristig die Ernährungssouveränität der Region zu stärken und die wirtschaftliche Perspektive für kleine Betriebe zu verbessern soll das Konzept schrittweise ausgebaut und erweitert werden.

Nahversorgung/Soziales/Dorfgemeinschaft | Regionale Wirtschaft

19.06.2026

WierPro

Im Projekt WierPro setzt die Gemeinde Wiernsheim die Entwicklung eines finanziell selbsttragenden Verarbeitungs- und Bildungszentrums für proteinreiche Pflanzen um. Das Zentrum wird regionale Hülsenfrüchte, Hirse und weitere Proteinpflanzen vorverarbeiten um bioregionale pflanzliche Proteine attraktiv für die Außer-Haus-Verpflegung (AHV), Verarbeitungsbetriebe und den Endverbraucher bereitzustellen. Ziel ist es, die regionale Wertschöpfung zu stärken, inklusive Arbeitsplätze zu schaffen und Beiträge zu Ernährung, Klimaschutz und Biodiversität zu leisten. Kernbausteine sind der Aufbau einer Verarbeitungswerkstatt, die enge Kooperation mit lokalen Bioland-Betrieben aus Wiernsheim und Umgebung sowie die Einbettung in die Bio-Musterregion Enzkreis. Darüber hinaus werden Mehrwegverpackungen entwickelt, innovative Rezepturen erprobt und praxisnahe Bildungsangebote, wie Informations- und Kochveranstaltungen für Kantinen und andere Gastroeinrichtungen sowie Kinder- und Erwachsenenbildung angeboten. Die Logistik wird durch digitale Tools gemeinschaftlich organisiert, um die Kunden zuverlässig zu beliefern. Zudem werden Erfahrungsberichte, hilfreiche Informationen und ein Leitfaden für die Verarbeitungsprozesse erstellt.

Regionale Wirtschaft

19.06.2026

Fairkostbar

Das Umsetzungsprojekt 'Fairkostbar' stärkt die Nahversorgung, regionale Wirtschaftskreisläufe und das Engagement in der Projektregion. Im Mittelpunkt stehen 24/7-SB-Hofläden mit Smart-Store-Technologie, die keine Automaten sind, sondern begehbare Verkaufsräume. Dabei werden gezielt leerstehende Hofläden wiederbelebt, sodass bestehende Infrastruktur erhalten bleibt und neue Versorgungsorte entstehen. Kundinnen und Kunden können diese Hofläden rund um die Uhr betreten und selbstständig einkaufen. Ergänzend werden Food-Locker in den SB-Zonen der Sparda-Bank Berlin eingerichtet, die zusätzliche Abholmöglichkeiten schaffen. Über eine eigene App werden Hofläden und Food-Locker digital verknüpft. Sie ermöglicht Bestellung, Bezahlung sowie den Austausch innerhalb der Community, die Organisation gemeinsamer Aktivitäten und die Bewerbung von Bildungs- und Gesundheitsangeboten. Regionale Coaches und Fachreferenten stellen hier ihre Formate ein und erhalten Sichtbarkeit im ländlichen Raum. Mitglieder profitieren von Zugang zu Kursen und Vergünstigungen bei Veranstaltungen. Zur Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe werden Erzeuger und Verarbeiter aktiv eingebunden. In Kooperation mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung entsteht ein ressourcenschonendes Logistikkonzept. Die Partner Ostwerk GmbH und Sparda-Bank Berlin eG bringen Standorte, Reichweite und Netzwerkarbeit ein, während SmartStore24 die technologische Umsetzung begleitet. Ein begleitendes Monitoring stellt sicher, dass Nutzung, Beteiligung und ökologische Wirkung erfasst werden. Die Ergebnisse werden dokumentiert und in einem Transferhandbuch aufbereitet, sodass eine Blaupause für weitere Standorte in Brandenburg und andere Regionen in Deutschland entsteht. Zur Verstetigung dienen ein solidarisches Mitgliedschaftsmodell, ein Provisionsmodell für Hofläden und Produkte sowie Kooperationen mit Unternehmen, die Mitgliedschaften als Benefit finanzieren und damit zugleich ihre Nachhaltigkeitsziele unterstützen.

Regionale Wirtschaft

19.06.2026

Vollmobile Schlachtung Schaf/Ziege

Im Landkreis Goslar fehlen schlanke, tierwohlgerechte Schlacht- und Verarbeitungswege für kleine Wiederkäuer. Teilmobile Verfahren scheitern in der Fläche an zeitkritischen Transporten; ein biozertifizierter Schlachtbetrieb ist im Landkreis nicht verfügbar. Das Projekt entwickelt, zulässt und erprobt eine vollmobile Schlachteinheit (PKW-Anhänger) für Schaf/Ziege mit integrierter Kühlung und Ausstattung bis zur Fleischbeschau. Die komplette Prozesskette findet direkt am Hof statt – ohne Eiltransport zum Schlachthof. Der Prototyp wird gemeinsam von Kommune Zukunft (Projektleitung, Administration, Netzwerk, ÖA, Veranstaltungen) und Uria e. V. (fachlich-operative Umsetzung, Behördenabstimmung, Prototypenbau) realisiert und in einem Pilotbetrieb mit Betrieben der Region getestet. Das Vorhaben adressiert Tierwohl (Stressreduktion), kurze Wertschöpfungsketten (Direktvermarktung, Gastronomie/AHV) und regionale Resilienz. Ergebnisse sind: (1) Entwicklung eines Prototyp + behördliches Go, (2) erprobte SOP/HACCP-Abläufe, (3) Logistik- und Auslastungskonzept mit = 25 % weniger Transport-km/Tier ggü. Baseline, (4) Skalierungs- und Geschäftsmodell inkl. Serienbau-Kalkulation, (5) offener Best-Practice-Leitfaden und Demo-/Transferformate. Ziel ist der kostendeckende Musterbetrieb ab 06/2027 und die Übertragbarkeit auf weitere Regionen/Betriebe.