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kuhoka - Kulturhof Kalbe
Mit dem Umbau und der Sanierung des Kulturhofes wird in Kalbe ein Ort der generationenübergreifenden, internationalen und kulturellen Begegnung geschaffen. Mit verschiedensten Angeboten bietet er Menschen jeden Alters und jeder Nationalität eine Möglichkeit des kulturellen Ausdrucks und Austausches. Von hier aus strahlt kulturelles Leben in die gesamte Stadt und Region hinaus. Dies macht Kalbe lebenswerter und den Standort attraktiver sowohl für die jetzt hier Lebenden als auch für Menschen, die einen lebendigen Ort im ländlichen Raum zum Leben und sich Heimisch-fühlen suchen. Gezielt werden die Angebote niedrigschwellig gehalten, damit sich die gesamte Bevölkerung eingeladen fühlt, den Kulturhof zu nutzen - sei es in Richtung des Kulturkonsums oder die der Kulturproduktion. Im Vorderhaus finden Workshops und Seminare mit kleinen Gruppen statt, die dort entstehenden Wohnungen dienen aber auch der Unterbringung von Zielgruppen, die ohne diese keine Angebote nutzen könnten. Hier werden Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sowie eine Stipendiatenwohnung untergebracht. Kindern und Jugendlichen wird es so möglich, im ländlichen Raum an kulturellen Workshops teilzunehmen. Nationale und internationale Akteure im Kultur- und Kunstbereich erhalten die Möglichkeit, Kalbe zu entdecken und sich in die soziale Struktur der Künstlerstadt einzubringen.
SAIL - Steigerung der Azubi-Mobilität, Teilprojekt 1
Mit dem Projekt werden passgenaue Mobilitätslösungen für Auszubildende erprobt, die es auch Betrieben in einer ländlichen Region wie dem Kreis Coesfeld angesichts erhöhter Wohnort-Arbeitsplatz-Distanzen und einem ausgedünnten ÖPNV-Angebot ermöglichen, im Wettbewerb um Nachwuchskräfte zu bestehen. Das Projekt zielt damit sowohl auf die Verbesserung des Mobilitätsangebotes als auch auf die Fachkräftesicherung und den Erhalt der regionalen Wirtschaftkraft ab. Im Rahmen von SAIL werden in Kooperation der Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH und der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH fünf Pilotvorhaben umgesetzt: 1. Privatnutzung von Firmenfahrzeugen, insbes. E-Bikes und Leichtkraftfahrzeuge 2. Bürgerbusmodell mit erweitertem Einsatzspektrum 3. Mitfahrverkehre für Auszubildende und Angestellte 4. Schaffung von Mobilstationen an ÖPNV-Knotenpunkten 5. Weiterentwicklung der ÖPNV-Ticketstrukturen für Auszubildende
Wertschöpfung in ländlichen Räumen mit alten Sorten und alten Rassen
Ziel dieses Projekts ist, übertragbare Erfolgsfaktoren zu identifizieren, wie Betriebe in ländlichen Regionen mit alten Sorten und alten Rassen erfolgreich zum Wohlergehen ihrer Gebiete beitragen können, sowohl im Hinblick auf Wertschöpfung und Beschäftigung als auch auf regionale Identität und Imagebildung. Dabei soll deutlich werden, inwieweit alte Sorten und Rassen zu positiven Entwicklungen in ländlichen Regionen beitragen und über welche Potenziale sie dabei verfügen. Bei der Identifizierung übertragbarer Erfolgsfaktoren finden Vernetzungen und Kooperationen besondere Beachtung, sowohl im Hinblick auf regionale Wertschöpfungsketten und Netzwerke als auch auf regionale Vermarktung und Regionalmarken. Im Ergebnis sollen geeignete Instrumente und Methoden gefunden bzw. entwickelt werden, die es erlauben, die Erfolgsfaktoren zu nutzen und damit die Wertschöpfung mit alten Sorten und Rassen bzw. ihre Inwertsetzung in ländlichen Regionen zu stärken und damit gleichzeitig ihre Erhaltung zu fördern. Neben diesen Aspekten von Landwirtschaft und ländlicher Entwicklung werden wir auch weitere Strukturen und Möglichkeiten anderer wichtiger Bereiche betrachten, wie z.B. handwerkliche Verarbeitung, Gastronomie und Handel. Schließlich soll die Verbreitung der Ergebnisse dazu beitragen, mehr Bewusstsein für die Chancen, die alte Sorten und alte Rassen den ländlichen Regionen bieten, sowie konkrete Handlungs- und Kontaktmöglichkeiten mit den Akteuren zu schaffen.
Cinevoyage local
Mit diesem Vorhaben bekommen Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum Sachsens Zugang zu anspruchsvollen und pädagogisch wertvollen Kinofilmen. Lediglich auf Filmfestivals, abseits des amerikanischen Blockbuster-Kinos, sind noch cineastische Perlen für Heranwachsende zu finden, jedoch werden diese aufgrund mangelnder Vermarktungsaussichten nicht synchronisiert. Während es in den 90er-Jahren noch mehr als 120 Kinos in Sachsen gab, zählte man 2014 gut 30 Prozent weniger. Speziell im ländlichen Raum waren und sind viele Filmtheater von Schließungen betroffen. Für Kinder und Jugendliche, die fernab von Großstädten und Multiplex-Kinos leben, nicht mobil sind und nur begrenzt Geld zur Verfügung haben, stellt diese Situation ein Problem dar, da sie langfristig nicht am Kulturleben teilhaben können. Im Rahmen des Vorhabens werden von vorwiegend europäischen Filmproduktionen Filmlizenzen angekauft sowie neun Film-Synchronisationen und medienpädagogische Nachbereitungsmodelle angefertigt. Mit diesen Filmen und mobiler Filmtechnik werden Kindergärten, Schulen, Horte sowie Freizeiteinrichtungen in den Landkreisen Zwickau, Erzgebirge und Mittelsachsen besucht. Damit wird den Heranwachsenden vor Ort ein völlig neues Kinoerlebnis im ländlichen Raum ermöglicht. Gleichzeitig bieten diese Veranstaltungen einzigartige Gemeinschaftserlebnisse sowie die Möglichkeit für Diskussion und Austausch im Nachgang. Die überwiegend europäischen Produktionen versprechen Filmgenuss und bieten höchste Filmkultur, zudem informieren sie Kinder und Jugendliche und bilden sie weiter. Nach Abschluss des Vorhabens werden die aufbereiteten Filme auch deutschlandweit eingesetzt.
Bildung eines kollektiven Dorf-Gedächtnisses
Ziel des Projektes ist die Bildung eines kollektiven Dorf-Gedächtnisses nach dem Motto 'WIR gestalten GESCHICHTE' mittels Aufzeichnung von ca. 20 Einzelinterviews mit Melchinger Bürgerinnen und Bürgern. Zunächst wird in einem möglichst breiten Bürgerdialog ein Fragenkatalog erstellt. Es folgt die Durchführung der Interviews, die filmisch dokumentiert werden. Die Interviews werden anschließend für die Internetseite des Dorfmuseums aufbereitet und als Zeitzeugnis der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ziel ist es, die vielfältigen, subjektiven Perspektiven eines kollektiven Alltags-Gedächtnisses in ein kulturelles, bleibendes Gedächtnis zu überführen und auch zukünftige Generationen an der tatsächlichen, gemeinsamen Dorfidentität teilhaben zu lassen. Im Projekt geht es darum, die Unterschiedlichkeiten wahrzunehmen, festzuhalten, zu diskutieren und zu akzeptieren. Die Geschichten sind letztendlich der gemeinsame kulturelle Nährboden. Auf seiner Grundlage kann die Zukunft im ländlichen Raum gestaltet und Geschichte fortgeschrieben werden. Parallel wird ein künstlerischer Dokumentarfilm, basierend auf den Inhalten der Einzelinterviews, erstellt, der nach Abschluss des Projektes als Dauerleihgabe ebenfalls Teil des Dorfmuseums wird. Als Abschluss wird eine interaktive Ausstellung zu den Interviews und Kurzfilmen durchgeführt, deren genaue Ausgestaltung gemeinsam mit allen Beteiligten entwickelt wird.
Confugium - Kultureller Treffpunkt
Im Vorhaben wird das ungenutzte Pfarrhaus in Pouch umgestaltet und zu einem geistlichen, kulturellen, sozialen und bildungspolitischen Treffpunkt weiterentwickelt. Um in Zukunft eine multifunktionale Nutzung zu ermöglichen, werden die unteren drei Räume des Hauses im Rahmen des Projektes komplett umgebaut und barrierefrei gestaltet. Das Pfarrhaus bietet zukünftig ein Zufluchtsort für Initiativen und fördert durch ein breites Teilhabeangebot soziale Prozesse im Dorf. Dafür werden folgende Angebote umgesetzt: Seniorenfrühstück, Beschäftigungs- und Bildungsangebote für Seniorinnen und Senioren sowie Yoga- und Tanzkurse. Ab 2020 kommen zudem Instrumentalunterricht, Konzerte und Lesungen am Kamin, Sofakonzerte und ein Adventsmarkt in und um das Pfarrhaus hinzu. Außerdem werden die sehr gut angenommenen Weiterbildungsangebote zu den Themen Kindererziehung, Landwirtschaft/Gartenbau, Umweltbildung und religiöser Bildung ausgebaut. Das Projekt bietet einen neuartigen Ansatz im Umgang mit dem Leerstand von dörflichen Pfarrhäusern und innovative Lösungen für Bildungs- und Kulturangebote auf dem Land.
MKB-E4 - Multifunktionales Kultur- und Bildungszentrum
Der denkmalgeschützte Dreiseithof in Polenz im nördlichen Sachsen spielt bereits eine große Rolle im kulturellen Leben des Muldentals, vor allem in der Aufführung klassischer und außereuropäischer Musik auf professioneller aber auch auf Amateurebene. Der Verein weitet im Rahmen des Projektes diese Aktivitäten aus und nutzt noch nicht erschöpfte Potenziale. Das historisch gut erhaltene 200 Jahre alte Ensemble mit seinen weitestgehend restaurierten Gebäuden wie der Scheune mit Heuboden und dem Kuhstall bietet eine ideale Voraussetzung für den Aufbau eines Bildungszentrums mit Fokus auf die Geschichte der Landwirtschaft und des ländlichen Lebens. Vorgesehen sind einerseits die Restauration der Fußböden und der Beleuchtung sowie andererseits die Dokumentation, Instandsetzung und Präsentation der vorhandenen heimatkundlichen Sammlungen zu Ortsgeschichte, landwirtschaftlichen Geräten und Landschaftsmalerei im Rahmen einer Überarbeitung des museumspädagogischen Konzeptes. Die Vielfältigkeit des kulturellen Angebotes dient dazu, den Dreiseithof langfristig über das Muldental hinaus als Ort der Begegnung, der Erinnerung und des ästhetischen Erlebnisses zu etablieren. Durch die Verknüpfung von Musik und Kunst mit Ausstellungen zur Heimatkunde sowie Landwirtschafts- und Technikgeschichte kann das Projekt als modellhaft für die Umgestaltung von historischen Anwesen zu vielschichtigen Kulturstandorten angesehen werden.
Mobiles Kino bringt kulturelle Filmvielfalt in Dörfer
Mit der Einrichtung eines mobilen Kinos im Landkreis Waldeck-Frankenberg werden aktuelle Filme auch der Bevölkerung auf dem Land zugänglich gemacht. Der flächenmäßig größte Landkreis Hessens, der 158.000 Personen beheimatet, verfügt über ein einziges Kino in Willingen (Upland). Dieses Kino wurde im Jahr 1954 von den Bähr Filmtheaterbetrieben e. K. gegründet. Neben diesem stationären Kino rief der Familienbetrieb in den 1960er Jahren auch ein mobiles 'Wanderkino' ins Leben. An jedem Tag in der Woche wurden in wechselnden Dörfern über den gesamten Landkreis und darüber hinaus verteilt Filmabende veranstaltet. Diese Idee wird nun wiederbelebt, um durch das mobile Kino eine kulturelle Filmvielfalt in ländliche Regionen zu bringen. Dabei werden sowohl nachmittägliche Vorführungen für Kinder und Jugendliche als auch gemeinschaftliche Abendvorführungen veranstaltet damit möglichst viele Bevölkerungsteile vom neuen Angebot profitieren werden. Auch Touristinnen und Touristen der Region, Seniorinnen und Senioren und immobiles Publikum werden angesprochen. In Kooperation mit Schulen und Kindertagesstätten werden sozialgesellschaftliche Medienprojekte durchgeführt. Das kulturelle Gemeinschaftserlebnis fördert neue, soziale Kontakte in der Landgemeinde, bringt unterschiedliche Menschen und Generationen zusammen und macht das Leben auf dem Land attraktiver. Filmvorführungen werden unter anderem an verlassenen Orten, historische Stätten, alten Burgen, Schlössern, Kirchen oder vom Schließen bedrohten Gastwirtschaften durchgeführt, um den Gästen attraktive und außergewöhnliche Veranstaltungsstätten zu bieten.
Landkultur-im-Kreis - Wir machen Erinnerung sichtbar
Im Rahmen des Vorhabens entsteht ein Netzwerk aus Kultur- und Kreativwirtschaft, das die industrielle Vergangenheit in den sieben Kommunen des Landkreis Neunkirchen thematisiert und die Geschichten der Menschen sammelt. Den Menschen wird somit im gesamten Kreis die Möglichkeit gegeben, sich mit ihrer Vergangenheit und ihrer Identität auseinanderzusetzen. Wie steht es heute, nach dem Untergang der Neunkircher Hütte, um die Erinnerungen an die Eisenhüttenzeit? Was ist noch zu sehen? Was ist vergangen, lebt aber in den Herzen der Menschen weiter? Sie sind gefragt, sich aktiv zu beteiligen und Räume in ihrem direkten Umfeld zu entwickeln. An zentraler Stelle im Hüttenstadt-Museum entsteht eine Übersichtskarte, die Informationen vermittelt und dazu einlädt, Orte, Relikte, Menschen und Erinnerungen zu erkunden. Die Auseinandersetzung mit dem verbindenden Element 'Eisenhütte' ist dabei ein Einstieg in eine dauerhafte, kreisweite, interkommunale und branchenübergreifende Netzwerkarbeit, die im kulturellen Sektor Modellcharakter für den ländlichen Raum hat.
Ausstellung über Hoffmann von Fallersleben in Mecklenburg
Das Vorhaben errichtet eine Gedenkstätte zu Ehren August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, um die kulturelle Vielfalt auf dem Land zu bereichern. Die vorhandenen, kulturellen Angebote im Umland von Schwerin leben vom bürgerschaftlichen Engagement und sind von dem Wunsch geprägt, das kulturelle Leben in den Dörfern und Gemeinden zu erhalten und auszubauen. Hoffmann von Fallersleben lebte, nach dem Verlust seiner Professur in Breslau und seiner Ausbürgerung aus Preußen, von 1844-49 in Mecklenburg. Eine Ausstellung in der Kirche zu Buchholz erinnert an diese Zeit und widmet dem Dichter unserer Nationalhymne und vieler bekannter Kinderlieder sowie den mecklenburgischen Zeitzeugen ein würdiges Andenken. Das Projekt umfasst außerdem die Errichtung eines Gedenksteins und die Vorhabens-unabhängige Anlage eines musikalischen Wanderweges. Das Kulturangebot in Form der Gedenkstätte verbessert die Bildungsangebote für Schulen und Kindertagesstätten sowie den ländlichen Tourismus. Das Vorhaben wird von verschiedenen Kooperationspartnern getragen, deren Aktivitäten zur Umsetzung durch die Mitglieder des Vereins Fünf Türme e.V. koordiniert werden. Dies wiederum fördert die Gemeinschaft der Bewohnerinnen und Bewohner der Region und weist damit Modellcharakter für andere Regionen auf.