Kultur in ländlichen Räumen

29.04.2026

Kulturen des Ländlichen? Empirische Analysen zur Vorstellung von Ländlichkeit und Kultur

Mit dem Projekt KudeL wird darauf abgezielt, alltagsweltliche Vorstellungen von Ländlichkeit und Kultur empirisch aus der Akteursperspektive in den Blick zu nehmen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass insbesondere periphere ländliche Regionen im Diskurs oft aus einer Defizitperspektive betrachtet werden. Gerade hinsichtlich der Bedeutung von Kultur wird von einer 'Kulturarmut' ausgegangen. Die Perspektive der vermeintlichen kulturarmen Landbevölkerung gerät dabei allerdings häufig aus dem Blick. Das Projekt befragt daher ansässige Menschen, was für sie 'Kultur' bedeutet, was aus ihrer Perspektive 'Ländlichkeit' heißt und wie sie selbst Kultur im ländlichen Raum wahrnehmen. Um diese Fragestellungen zu bearbeiten, gibt es leitfadengestützte Interviews und Gruppendiskussionen mit verschiedenen Personengruppen. In der interdisziplinären, qualitativen Datenauswertung wird darauf abgezielt, subjektive Sichtweisen zu ländlichen Kulturen systematisch zu erfassen und mehrperspektivisch aus sozial- und bildungswissenschaftlicher und human- und kulturgeographischer Perspektive zu reflektieren. Zudem werden die Erkenntnisse in den untersuchten Regionen zur Diskussion gestellt, um diese zu besprechen und weiterzuentwickeln. Schließlich wird auch darauf abgezielt, die empirischen Erkenntnisse für den Praxistransfer fruchtbar zu machen, um lokale Formen ländlicher Kulturen zu stärken. Dazu werden Workshops mit Akteuren der Kulturarbeit durchgeführt und Handreichungen angefertigt.

Digitalisierung auf dem Land |

29.04.2026

Digitaler Gruppenfunk mit drohnenbasierter Schließung von Funklöchern

Eine wesentliche Grundlage für einen erfolgreichen Einsatz von Such- und Rettungsdiensten in ländlichen Regionen ist eine zuverlässige Kommunikation. Breitband-Datennetze bieten hier die Chance, private Rettungsorganisationen untereinander effizienter zu koordinieren sowie in übergeordnete Strukturen zu integrieren. Das Verbundprojekt 'DGDS' zeigt am Beispiel der Rettungshundestaffeln in Bayern, wie diese Chancen genutzt werden können. Dafür wird eine Kombination aus verschiedenen neuen Technologien entwickelt und erprobt: Zunächst sollen GPS-Sender-Halsbänder ermöglichen, Standortdaten der Rettungshunde über Mobilfunk an die Hundeführenden zu übertragen. Diese Daten müssen wiederum zusammen mit den Standortdaten der Hundeführenden und Suchgruppenhelfenden an die Zugführenden weitergeleitet werden. Dafür werden MCPTT-Anwendungen (Mission Critical Push to Talk Protokoll, eine sprechfunkähnliche Verbindung am Smartphone via App-Lösung) eingesetzt. Für die Datenübertragung soll dabei das öffentliche Mobilfunknetz genutzt werden. An Einsatzorten, an denen die Netzabdeckung dafür nicht ausreicht, wird ein drohnengestütztes Mobilfunknetz als Kommunikationsrelais aufgebaut. Neben der Erprobung dieser Technologiekombination im Rettungsdienst wird im Projekt zudem untersucht, wie diese für weitere Nutzergruppen in ländlichen Räumen sicht- und nutzbar gemacht werden kann und auf diese Weise Vorbehalte abgebaut werden können.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

KuSzuSMART - Mit Kompetenz und Strategie zur Smarten Region

Mit dem Vorhaben wird das Ziel verfolgt, digitale Dienste im Werra-Meißner-Kreis zu implementieren sowie die Digitalstrategie umzusetzen und weiterzuentwickeln. Daher wird eine verwaltungsinterne Koordinierungsstelle als zentrale Anlaufstelle für die digitale Transformation im Werra-Meißner-Kreis geschaffen. Die Koordinierungsstelle übernimmt die Schnittstellenkoordination zwischen Verwaltungseinheiten und/oder regionalen Akteuren, das Zeit- und Ressourcenmanagement und das wichtige Marketing zur Kommunikation der erreichten Ziele nach innen und nach außen. Das Projekt schafft somit Ressourcen, welche die stetige Weiterentwicklung und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie, die digitale Transformation sowie die Übernahme digitaler Dienste – unter anderem aus dem Modellvorhaben Smarte.Land.Regionen – vorantreibt. Ziel und Anspruch des Projekts ist es, trotz der im Werra-Meißner-Kreis leider nur beschränkt vorhandenen finanziellen Mittel, die Entwicklung des Kreises so voranzutreiben, dass er für andere, ähnlich ländlich geprägte und strukturschwache Kreise zu einem Vorbild für die Digitale Transformation wird: zu einer SmartenLandRegion. Hauptanwendungsbereich: Digitalisierung und Koordination der digitalen Transformationsprozesse.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

FahrGrün! - Bonusprogramm für den Umweltverbund in Nordhausen

Das Projekt zielt auf die Erhöhung der ÖPNV-Nutzung im Landkreis (Umweltverbund Nordhausen), um zum einen die wirtschaftliche Tragfähigkeit des ÖPNV zu erhöhen und andererseits zum Klimaschutz beizutragen. Daher entwickelt der Landkreis eine App, welche eine bessere Datenermittlung der Quell- und Zielverkehre im ÖPNV des Landkreises ermöglicht, um das Angebot attraktiver gestalten zu können. Für die Nutzenden ist zudem die Bewertung der Kundenzufriedenheit sowie die Beteiligung an der Mobilitätsplanung möglich. Um einen Anreiz für die Nutzung des regionalen ÖPNV zu schaffen, wird außerdem ein Bonusprogramm basierend auf dem Gamification-Ansatz in der App eingerichtet. Die teilnehmenden Kundinnen und Kunden erhalten für jede Fahrt Punkte, die dann für regionale, nachhaltige Maßnahmen gespendet werden können. Der Landkreis hat dafür zunächst die regionale Aufforstung ausgewählter Flächen vorgesehen. Zudem können Nutzende auch selber Projekte einreichen. An der Konzipierung werden die Hochschule Nordhausen, eine Kunden-Fokusgruppe und relevante Abteilungen der Verwaltung beteiligt. Die technische Umsetzung erfolgt durch eine externe Vergabe. Hauptanwendungsbereich: Mobilität.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Strategie_CCC - Connected Caring Community

Im Rahmen des Projekts wird exemplarisch für das Handlungsfeld Gesundheit & Pflege ein Teil der bereits bestehenden Digitalisierungsstrategie des Landkreises Grafschaft Bentheim partizipativ weiterentwickelt. Es wird zudem ermittelt, wie der Aufbau eines digitalen Ökosystems gelingen kann, welches den Austausch zwischen relevanten regionalen Akteuren aus dem Bereich Pflege & Gesundheit und den Bürgerinnen und Bürgern generationsübergreifend erleichtert. In einem intensiven Beteiligungsprozess zur Umfeld- und Strukturanalyse werden die Bedarfe der Stakeholder erhoben. Dieser Prozess wird von einer externen Projektbegleitung unterstützt. Gemeinsam mit den verschiedenen Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wird ein landkreisweites Pflegeportal konzipiert. Doppelstrukturen werden so vermieden. Es wird insbesondere auch eine Roadmap mit Kernaktivitäten zur Bildung einer sogenannten 'Connected Caring Community' konzipiert. Langfristiges Ziel ist es, möglichst umfassend professionelle Dienstleistungen wie ehrenamtliche Unterstützungsangebote innerhalb des Landkreises auf einer digital-analogen Basisplattform zu bündeln und somit für Pflegebedürftige wie auch deren An- bzw. Zugehörige eine leistungsstarke wie bedarfsgerechte gesundheitliche Versorgung im Landkreis zu erreichen. Hauptanwendungsbereich: Gesundheit.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

be smart Elbe-Elster

Ziel des Landkreises Elbe-Elster ist es, eine Digitalstrategie zu erarbeiten, um die Daseinsvorsorge zu verbessern und dabei sektorenübergreifend die Chancen zeitlich und räumlich unabhängiger digitaler Angebote zu nutzen. In einem kollaborativen Prozess werden konkrete Bedarfe ermittelt und mit den bestehenden, geplanten und gesetzlich geforderten Angeboten abgeglichen. Die Erstellung der Strategie soll partizipativ mit Bürgerinnen und Bürgern, Ämtern und Gemeinden sowie regionalen Institutionen gestaltet werden. Die Erstellung der Strategie und damit verbundene strategische Aufgaben werden extern vergeben. Darüber hinaus wird der Landkreis Elbe-Elster in Partnerschaft mit der Kreisvolkshochschule Elbe-Elster Angebote entwickeln, um die digitalen Kompetenzen innerhalb der Bevölkerung weiter auszubauen. Dazu sollen so genannte Media.Stuben mit digitalen und pädagogischen Angeboten eingerichtet werden. Hier können neue Hardware, wie beispielsweise 3-D-Drucker erprobt werden. Hauptanwendungsbereich: Digitalisierung im Allgemeinen; Dienste-Schwerpunkt: Bildung.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Digitaler Dienst PocketDorf - PocketDorf-KG

Im Rahmen des Projekts entwickelt der Landkreis Bad Kissingen den digitalen Dienst 'PocketDorf'. Dieser ermöglicht über verschiedene Module die vereinfachte Mitnahme von Personen und Waren, die Kommunikation zwischen Kommunen und Bürgerschaft sowie die Organisation ehrenamtlicher Tätigkeiten. Der Dienst wird in vier landkreisangehörigen Kommunen in einem partizipativen Prozess mit den jeweiligen Kommunalverwaltungen sowie Bürgerinnen und Bürgern entwickelt und erprobt. Die Beteiligten werden die Idee zudem in ihre Ortsteile tragen und zur Nutzung anregen. Die technische Umsetzung erfolgt im Rahmen einer externen Vergabe. Als Open-Source-Lösung steht der Dienst perspektivisch allen Kommunen im Landkreis zur Verfügung. Der Mehrwert der Anwendung 'PocketDorf' liegt darin, dass diese Funktionen bietet, die den Alltag der Menschen vor Ort zu vereinfachen. Zudem reduziert er die Hemmschwellen zur Nutzung digitaler Anwendungen, erhöht somit die digitale Kompetenz der Bevölkerung und unterstützt die Mitgestaltungsmöglichkeiten vor Ort. Hauptanwendungsbereich: Gemeinschaft & Ehrenamt; Mobilität.

Regionale Wirtschaft

29.04.2026

Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung im Landkreis Kaiserslautern, Teilprojekt

In den vier Landkreisen der 'Alten Welt' wird je eine Strukturlotsin oder ein Strukturlotse verortet. Dort sind sie erste Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner für die Kommunen und andere Akteure. Das vierköpfige Projektteam betreut jeweils bestimmte Themenbereiche und Arbeitsschwerpunkte als Spezialistinnen und Spezialisten. Diese Form der effizienten synergetischen Ergänzung untereinander wird durch die intensive interkommunale Zusammenarbeit der vier Landkreise (sowie der weiteren Partner) möglich. Ein Schwerpunkt liegt darin, Standards und Strukturen im Regionalentwicklungsmanagement durch ständigen Wissensaustausch aller Akteure zu gewährleisten. Dies wird u.a. durch die Etablierung einer zielgerichteten und themenbezogenen Kommunikation der Strukturlotsinnen und Strukturlotsen untereinander umgesetzt. Auf Kreisebene machen sich die Teammitglieder ein Bild von den örtlichen Strukturen in der Regionalentwicklung und den Handlungsbedarfen, um zielgerichtete Verbesserungen des Regionalentwicklungsmanagements herbeizuführen. Zentrale Aufgaben sind die Beratung und Informationsarbeit mit Akteuren vor Ort, das aktive Zugehen auf potentiell interessierte Akteure sowie die Begleitung von Innovationsprojekten im jeweiligen Kreis. Außerdem wird auf Ebene des Landkreistages RLP ein Landes-Projektkoordinator eingesetzt. Dieser hat die Aufgabe, im Austausch mit den vier Kreis-Lotsinnen und -Lotsen zu stehen und geeignete Formen und Instrumente zu schaffen, um den Wissenstransfer unter allen beteiligten Ebenen des Vorhabens zu etablieren. Ihm kommt eine Sprachrohrfunktion insbesondere gegenüber der Landes- und Bundesebene zu, welche durch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie dem DLT umgesetzt wird. Es besteht zwischen dem Landes-Projektkoordinator und der Verbundpartnerin Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) eine enge Zusammenarbeit im Hinblick auf die Erprobung der Übertragbarkeit des Modellprojekts und der Verstetigung.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

NEW kinderleicht - Bildung erlebbar machen

Die App 'NEW kinderleicht' unterstützt Eltern durch interaktive und regionale Angebote dabei, ihre Kinder in kognitiven, sozialen, sprachlichen, emotionalen Kompetenzen, Bewegung und Verständnis für Natur und Umwelt zu fördern. Ein Fokus liegt zudem auf der Einbindung von Natur und Umwelt. Die App hat den Anspruch, auf digitalem Weg für die analoge Praxis zu begeistern. Studien zeigen, dass sich der Anteil der Kinder, die nicht körperlich aktiv sind, während der Corona-Pandemie verfünffacht hat. Das Ziel ist, analoge und digitale Bildungsangebote für Kinder im Kita- und Grundschulalter auf einer Plattform zu bündeln und sowohl für Kinder als auch Eltern niedrigschwellig zugänglich zu machen. Dabei stehen insbesondere Familien aus sozial benachteiligten Verhältnissen im Fokus. Eine nachhaltige Integration in den familiären Alltag verspricht man sich durch die Funktion von Push-Benachrichtigungen, so dass man kontinuierlich Anregungen zu jahreszeitlich passenden Förderbeispielen erhält. Außerdem werden eine Vorlesefunktion und/oder Videoanleitungen in die App integriert. Um die Motivation hoch zu halten muss ein Belohnungssystem mitgedacht werden.

Digitalisierung auf dem Land

29.04.2026

Qualifizierung ehrenamtlich Engagierter zur Nutzung digitaler Lösungen

Im Rahmen des Projektes digital.fit sollen ehrenamtlich geführte Vereine und Organisationen unterstützt werden, passgenaue, bedarfsgerechte, digitale Lösungen einzuführen - auf Basis bereits bestehender Lösungen auf dem Markt. Im Fokus stehen vor allem Organisationen, die grundsätzliches Interesse an der Nutzung digitaler Lösungen haben, deren ehrenamtliches Personal aber noch nicht über ausreichende Kompetenzen zur passgenauen Auswahl entsprechender Lösungen verfügt. Durch das Projekt wird die Grundlage für den Ausbau digitaler Lösungen im ehrenamtlichen Engagement gelegt und das Nutzungspotenzial bestehender Lösungen und deren Effizienz zugleich deutlich gesteigert. Die digitale Kluft, die sich im Bereich des ehrenamtlichen Engagements findet, wird so deutlich verringert und weitere Akteure bei der Digitalisierung der Region motiviert. Da das Ehrenamt erheblich zur Attraktivität und zum Zusammenleben in ländlichen Räumen beiträgt, wird ein wesentlicher Beitrag für das Gesamtziel des Modelvorhabens geleistet.