Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Internationales Tanzzentrum Ponderosa

Im Rahmen dieses Vorhabens wird der Ort Lunow-Stolzenhagen strukturell als internationales Forschungszentrum für zeitgenössischen Tanz in enger Verbindung mit ökologischen Fragestellungen weiterentwickelt. Es wird zum einen ein Proben- und Veranstaltungsraum zur Nutzung in den Wintermonaten ausgebaut, zweitens wird ein Residenzprogramm für Künstlerinnen und Künstler sowie Forschende unterschiedlicher Fachrichtungen in Verbindung mit Kunst, Kultur und Ökologie etabliert. Die Residenzen werden eingebettet in ein möglichst niedrigschwelliges Vermittlungsprogramm für Kitas, Schulen und Erwachsene aus der Umgebung. Flankierend werden zwei Konferenzen unter der Überschrift 'Landkultur-Tanz in Brandenburg' und ein künstlerisches Programm mit öffentlichen Tanzaufführungen, Workshops, Gesprächsrunden etc. durchgeführt. Das Projekt zielt (1) auf eine höhere Qualität und Intensität der künstlerischen Arbeit und (2) auf die weitere Bekanntmachung des Ponderosa e.V. - regional wie überregional – ab und bezieht verstärkt lokale wie internationale Kooperationspartner ein.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Heimatkunde - Eine Reflexion über den Begriff Heimat

Der Förderkreis Kreisbibliothek e.V. regt mit dem Vorhaben 'Heimatkunde' eine öffentliche Diskussion über den Begriff Heimat an und spricht dafür eine möglichst breite Öffentlichkeit an. Neben Workshops umfasst das Projekt ergänzend eine Wanderausstellung. So wird Menschen, die in anderen sozialen Räumen leben, die Möglichkeit gegeben, vergleichende Eindrücke zu erleben. Das Projekt verdeutlicht, welcher Fähigkeiten es bedarf, sich zu beheimaten und wie unterschiedlich das Heimatempfinden ist. Das erfordert Kompetenzen, die in einer mobilen und pluralistischen Gesellschaft von grundlegender Bedeutung sind. Im Zusammenhang mit der Migrationsdebatte wird auch deutlich, dass die oberflächliche Forderung nach Integration in eine bestehende Kultur wenig hilfreich für das Individuum ist.

Digitalisierung auf dem Land

30.04.2026

Pimp your region - Beteiligungs- und Netzwerkplattform

In diesem Projekt wird jungen Menschen ein 'Handwerkszeug' gegeben, um aktiv an der Region zu partizipieren und ihr Lebens- und Arbeitsumfeld unbürokratisch mitzugestalten. Zielgruppe des Projektes sind Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren. Im Rahmen des Vorhabens wird eine Webseite programmiert. Im Blog erzählen Menschen aus der Region von ihren Freizeitbeschäftigungen, Veranstaltungen, Projekten und ehrenamtlichen Tätigkeiten. Hier werden jugendrelevante Informationen aufbereitet, wie z.B. über das Jugendtaxi oder Angebote von Jugendzentren, etc. Zudem werden 'echte Originale' aus der Ehrenamtsszene, den Vereinen sowie Kulturschaffende portraitiert. Ein großer Teil der Kommunikation und Vernetzung läuft hierbei über die sozialen Medien. Im Partizipationstool werden für die eingereichten Projekte Sponsoren, Umsetzungspaten und ein Team aus Jugendlichen akquiriert. Interessierte können sich hier über den Verlauf der Projekte informieren. Eine Beteiligungskoordinatorin organisiert die vielfältigen Aufgaben und übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit. Das Projekt arbeitet mit einer Vielzahl an Partnerinnen und Partnern aus Verwaltung, Vereinen und Schulen zusammen. Unterstützt wird das Projekt zudem von der Wirtschaftsförderung des Landkreises bei der Kontaktaufnahme zu den Unternehmen aus der Region. Darüber hinaus besteht ein Austausch mit Streetworkern, Jugendpflegenden, Jugendzentren und dem Projekt 'Demokratie leben'.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

TheaterTage Wedemark

Ziel der Theatertage Wedemark ist es, künstlerische Produktionen mit lokalen Orten, Zeitgeschehen und Traditionen zu verknüpfen und dabei die Menschen der Wedemark mit einzubeziehen. Aufführungen an etablierten Veranstaltungsorten mit historischen Bezügen schaffen in den einzelnen Ortschaften neue Identifikationsmöglichkeiten mit der Gemeinde und, durch die dezentrale Struktur Wedemarks, auch mit dem ländlichen Raum. Die Theatertage werden in einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen durchgeführt und thematisch vielfältig ausgerichtet. So werden sie sich mit gesellschaftlichen Aspekten wie Ankunft/Abfahrt, Wohnen, Bewegung/Entfernung, Heimat, Zusammengehörigkeit, Vielfalt, Variationen, Tradition, Erbe, Aufgabe, Arbeit/Digitalisierung, Altenpflege, Datenschutz, Lernorte und vielem mehr auseinandersetzen. An den Theateraufführungen nehmen Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wedemark als Laienschauspielerinnen und -schauspieler teil. Die künstlerische Qualität und das Niveau der Produktionen werden von einem Team aus professionellen Theaterleuten aus den Bereichen Regie, Theaterpädagogik und Dramaturgie gesichert, die Erfahrungen in der Arbeit mit Berufsschauspielerinnen und -spieler, Laien sowie Schülerinnen und Schülern haben. Pro Jahr wird jeweils eine Hauptproduktion einer professionellen Theater- oder Tanzcompagnie umgesetzt, die, zusammen mit den lokalen Kulturschaffenden, eine Inszenierung erarbeitet. Zusätzlich werden Produktionen entstehen, die von Schülerinnen und Schülern, Kulturinitiativen oder Vereinen mit Unterstützung von Theaterpädagoginnen und Theaterpädagogen gestaltet werden. Gastensembles werden mit zusätzlichen Aufführungen für die nötige Strahlkraft der Theatertage und einen professionellen Input von außen sorgen. Dem Wissenstransfer kommt im BULEplus eine herausragende Rolle zu, daher wird dieses Projekt 2025 dabei unterstützt, die gesammelten Ergebnisse und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in die Breite zu tragen.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Rheinromantik - Ausstellung auf Zeit

Mit diesem Vorhaben wird das Mittelrheintal wieder Ort des kulturellen Schaffens in der Tradition der Rheinromantik. Das Mittelrheintal ist eine historische Kulturlandschaft im Herzen Europas und stellt ein außergewöhnliches Abbild der kulturellen und politischen Entwicklung des Kontinents dar. Die mythenbeladene Landschaftskulisse inspirierte Kunstschaffende aller Art und wurde im Begriff der Rheinromantik zu einem eigenständigen Phänomen der europäischen Kulturgeschichte. Auf der Basis einer Recherche von Werken aus der Epoche der Rheinromantik werden aktivierende Mitmachprojekte rund um das Leitmotiv entwickelt und durch ein sich neu gründendes Kunstnetzwerk begleitet. Fotoworkshops, Schreibwerkstätten oder Kurse zu Camera obscura wandeln auf den Spuren der Rheinromantik und interpretieren diese neu. Die Ergebnisse werden in Ausstellungen gewürdigt, die gezielt unter dem Stichwort 'Galerien auf Zeit' Leerstände in ländlichen Räumen aufsuchen und damit Gemeinden des Mittelrheintals erreichen, die eher selten für Kunstausstellungen gewählt werden.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

KreAdonis

Mit dem Vorhaben 'KreAdonis' werden unter aktiver Beteiligung der lokalen Bevölkerung ausgewählte Orte der Verbandsgemeinde Daun künstlerisch aufgewertet oder 'neu/anders erlebbar' gemacht. Dabei steht im Vordergrund besondere Potentiale und Vorzüge des ländlichen Raumes sicht- und erfahrbar zu machen sowie überzeugende Impulse für künstlerisch-kreative Aktivitäten zu setzen und ein entsprechendes Engagement zu fördern. Während der dreijährigen Projektlaufzeit werden dafür an drei verschiedenen Durchführungsorten der Verbandsgemeinde unterschiedliche künstlerisch-kreative Aktionen in Anlehnung an Naturkunst und Urban-Art-Konzepte durchgeführt. Hierbei wird die Bevölkerung aktiv in den Gestaltungsprozess miteinbezogen und durch ein Team von qualifizierten Fachkräften aus soziokulturellen Bereichen begleitet. Interessierte Erwachsene, aber auch Kinder und Jugendliche können an Aktionen zu den Themen Natur-Mosaiken, künstlerische Gestaltungen mit Bäumen, Anbringen oder Aufstellen von künstlerischen Objekten in der Natur, praktische oder auch geheimnisumwitterte, künstlerisch gestaltete Wegweiser oder Klangkörper mit Naturmaterialien teilnehmen. Über individuelle Information, Vereine sowie lokale Netzwerkewerden breite Teile der Bevölkerung erreicht und für die geplanten Aktionen und Workshops begeistert. Ortsbegehungen und Grundlagen-Workshops zu Farbenlehre und Materialbearbeitung werden ebenso angeboten, wie Workshops zur Erarbeitung von Entwürfen und deren gemeinsamen Umsetzung. So können die Mitwirkenden ihren Erfahrungshorizont erweitern und vorhandene Ressourcen und Kompetenzen weiterentwickeln.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

E-Abend: Entdeckerabend zu "Dorfwissen"

Mit dem Vorhaben werden im Ort Sittensen an einem sogenannten Entdeckerabend an verschiedenen Veranstaltungsorten mit unterschiedlichen Veranstaltungsformaten kulturelles Wissen und Erfahrungen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern des Ortes weitergegeben. Insbesondere erfolgt eine Weitergabe von 'Dorfwissen' an jüngere Generationen, so dass auch das kulturelle Gedächtnis im Dorf generationenübergreifend erhalten bleibt. Die Entdeckerabende werden aktiv von den verschiedenen Dorfakteuren wie Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen und Schulen besucht und mitgestaltet, um so durch den kommunikativen Austausch von Wissen neue Synergiepotenziale für eine weitere Zusammenarbeit zu schaffen. An 'Wissen-Stationen', die im ganzen Ort, wie z.B. in Meeting-Räumen von Unternehmen, Restaurants, Fahrschulen, Cafés und in Vereinsclubräumen aufgebaut werden, können die Dorfakteure ihr Wissen mit Hilfe von Vorträgen oder Workshops zeigen und weitergeben. Durchgehend ist ein Besuch von Essensstationen und der Schülerkunstausstellung in leerstehenden Ladengeschäften möglich, um besser miteinander ins Gespräch kommen zu können und sich über besuchte Workshops und Vorträge austauschen.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Back? To where? - Eine theatrale Performance mit geflüchteten Menschen

Mit diesem Vorhaben wird eine theatrale Performance, gemeinsam mit geflüchteten Menschen aus Notunterkünften und Schulen in der Region Eberswalde, Schwedt und Angermünde erarbeitet und präsentiert. Der genaue Inhalt sowie die Präsentationsform werden von den Teilnehmenden im Probenprozess selbst bestimmt. Diese Arbeit hilft den Menschen, ihre Sprache wiederzufinden und aktiv zu werden sowie das Zusammengehörigkeits- und Selbstwertgefühl der geflüchteten Menschen zu stärken. Es werden nachhaltig Berührungspunkte zwischen den projektbeteiligten, geflüchteten Menschen, Bewohnerinnen und Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte und den gastgebenden Gemeinden geschaffen. Es wird an vier verschiedenen Standorten einmal wöchentlich pro Standort mit 10-15 geflüchteten Menschen entweder im Bereich Theater, Musik, Video oder genreübergreifend gearbeitet. Mit dem Vorhaben entsteht zwischen den Beteiligten und den ortsansässigen Menschen nachhaltig ein Kontakt und Dialog. Außerdem wird durch mediale Aufmerksamkeit und kulturelle Bildung in der ländlichen Region die Lebenssituation der geflüchteten Menschen ins Bewusstsein der ortsansässigen Bevölkerung gebracht und so einen Beitrag zur aktiven Inklusion zu geleistet. Hierfür wird begleitend ein Dokumentarfilm zum Vorhaben erstellt.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

KulTourMobil - eine mobile Jugendkunstschule

Durch die Anschaffung und Ausstattung eines großen Fahrzeugs, dem so genannten KultourMobil, werden Angebote der kulturellen Bildung sehr einfach an künstlerisch unterversorgte Orte im ländlichen Bereich gebracht. Die Bewohnerinnen und Bewohner im ländlichen Raum werden somit unterschiedliche künstlerische Angebote kennenlernen, ausprobieren und erfahren, z.B. Siebdruck, Textildruck mit Flexfolie, Stencil-Graffiti und kreatives Malen. Ausgebildete Multiplikatorinnen und Multiplikatoren unterstützen die Organisationen und Vereine vor Ort, zeigen die Möglichkeiten des KultourMobils auf und initiieren weitere Aktionen der kulturellen Bildung. Zusätzlich werden vor Ort interessierte Bewohnerinnen und Bewohner fortgebildet, damit sie eigenständig Angebote durchführen können. Am Ende des Vorhabenzeitraumes findet an jedem Ort ein Abschluss-Kulturfest statt, mit Ausstellung der Werke und einer Präsentation der Arbeit.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Klangnetz Thüringen - Konzertreihe in Verbindung mit anderen Kunstgenres

Das Festival 'Klangnetz Thüringen' bringt zeitgenössische Musik an Orte abseits der üblichen kulturellen Zentren. Als mobiles, dezentrales Festival geht es mit hochkarätigen Programmen jeweils in den Herbstmonaten durch die ländlichen Regionen Thüringens auf Tour. Dabei werden besonders die experimentierfreudigen und unkonventionellen Werke der regional ansässigen und auch internationalen Komponistinnen und Komponisten vorgestellt. Von renommierten Ensembles der Thüringer Szene in höchster, künstlerischer Qualität dargeboten, bewegen sich die Klangnetz-Konzerte in einem breiten musikalischen Spektrum von zeitgenössischer Konzertmusik, Avantgarde-Klängen und elektroakustischer Musik bis hin zu Jazz, Improvisation, Multimedialem und Performativem. Mit Unvoreingenommenheit und Offenheit werden vielfach neue, künstlerische Wege erprobt und Neu-Geschaffenes uraufgeführt. Dabei werden immer wieder auch die Verbindungen zu anderen Kunstgenres gesucht und Theatrales, Licht-/Videokunst, Literatur und bildende Kunst mit einbezogen. Die Programme werden unter thematischen und dramaturgischen Gesichtspunkten kuratiert und jeweils zwei- oder dreimal an verschiedenen Orten aufgeführt. Zur intensiveren Vermittlung werden sie durchgängig moderiert und durch Einführungen ein tieferer Zugang zu den Werken ermöglicht. Im Jahr 2019 wird außerdem als Besonderheit das Landesjugendensemble für Neue Musik Thüringen, bestehend aus musikalisch hochbegabten Jugendlichen aus der Region, ein Projekt gestalten.