Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Museumspädagogisches Programm zum Thema Moorkolonisation

Das Vorhaben sensibilisiert die Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Esens, insbesondere Schülerinnen und Schüler, für die lokale und regionale Kulturlandschaft der sogenannten Moorkolonien und deren Historie. Viele Schülerinnen und Schüler wohnen in ehemaligen Kolonaten, verfügen aber über lediglich geringes Wissen darüber. Auch ältere Menschen haben kaum noch Erinnerungen daran und so geht das kulturelle Gedächtnis zunehmend verloren. Durch Wissensvermittlung und Bewusstseinsbildung bei der jüngeren Generation wird der kulturhistorische Wert der Landschaft der Moorkolonien und die Lebensweise der Vorfahren vermittelt und ein Beitrag zu deren Erhalt geleistet. Da die Kulturlandschaft der Moorkolonien auch einen touristischen Aspekt besitzt, werden durch die Aufnahme entsprechender Inhalte im örtlichen Museum dessen Attraktivität erhöht und auf diese Weise die Region gestärkt. In Zusammenarbeit mit zwei pädagogischen Fachkräften wird zudem ein museumspädagogisches Programm entwickelt, um Schülerinnen und Schülern ihre Kulturlandschaft und ihre Geschichte näher zu bringen, indem sie die Zeit der Moorkolonisten spielerisch nacherleben können. Das Programm besteht aus zwei zentralen Bausteinen: Zum einen lernen Schülerinnen und Schüler, wie das wichtigste Nahrungsmittel der damaligen Zeit, der Buchweizen, unter den vorherrschenden Bedingungen angebaut und verarbeitet wurde. Sie backen zusammen Brot und erleben so, welchen Bedingungen die Menschen ausgesetzt waren. Zum zweiten werden Arbeitsblätter sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt und anschließend zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine mobile 'Lern-Kiste' entwickelt, mit der die Inhalte auch außerhalb des Museums, etwa in den Schulen, vermittelt werden können.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Film. Buch. Foto.

Das Vorhaben beinhaltet die Errichtung eines 'Medien- und Vermittlungszentrums Ländliche Kultur' in der bereits vorhandenen Umweltbibliothek Großhennersdorf. Mit dem Vermittlungszentrum wird eine Debatte zum Thema ländliche Kultur angestoßen, um den laufenden Industrialisierungsprozess der Landwirtschaft gemeinsam zu reflektieren und gemeinsame Formen der zukünftigen ländlichen Kultur zu erwägen. Für die Umsetzung dieses Vorhabens werden einerseits Medien wie Fachbücher, Bildbände, Fotos und Filme sowie Musik gesammelt und zugänglich gemacht werden (online und offline, auch mit Multimedia-Ansätzen). Andererseits werden hierzu Veranstaltungen angeboten (Vorträge, Seminare), um eine gemeinsame Auseinandersetzung mit der ländlichen Kultur anzustoßen. Darüber hinaus wird eine Ausstellung konzipiert und als Wanderausstellung umgesetzt.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Below_1 - Gutshauskultur und Zeitzeugenerbe - Teil 1

Das Projekt 'Gutshauskultur und Zeitzeugenerbe' weckt das Interesse der Landbevölkerung an den lokalen, kulturellen Ereignissen. Dafür werden in einem ehemaligen Gesindehaus Angebote aus Musik, Literatur und Ausstellungen bildender Künste etabliert. Das Projekt besteht aus zwei Teilen, im ersten Teil 'Restaurierung Außenhülle' wird das Gebäude ökologisch und mit historischen Baumaterialien restauriert. Aufgrund des Zustandes des Gebäudes ist eine Komplettsanierung, unter anderem mit der Restaurierung des Eichenfachwerks, der historischen Strohmatten, Fenster und Türen, und der Elektro- und Sanitärinstallation notwendig. Ein weiterer Bestandteil des Projektes ist es, Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner zu Wort kommen zu lassen, die das immaterielle, kulturhistorische Erbe bewahrt haben und dieses als Zeitzeugen an die nachfolgenden Generationen weitergeben wollen, z. B. in Form von aufgeschriebenen Erzählungen, Interviews und fotodokumentierten Chroniken. Im Projekt werden außerdem eine Reihe von Großveranstaltungen umgesetzt, wie Aufführungen französischer Chansons, ein Open Air Konzert, Live Jazz und die erwähnten Zeitzeugengespräche. Durch dieses breite Angebot wird eine Basis für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Below geschaffen.

Regionale Wirtschaft

30.04.2026

Brücken der Zukunft - Wohnen im Einklang mit Wasser und Natur

Die Gemeinde Pinnow liegt in einem Seengebiet mit europäischem Schutzstatus und mehreren Landschaftsschutzgebieten. Durch den Kiesabbau sind Seen mit mehreren Hundert Hektar Fläche entstanden. Der Pinnower See liefert heute für über 80.000 Menschen in Schwerin und dem Umland das Trinkwasser. Leitbild der Gemeinde Pinnow ist ein Leben und Wohnen im Einklang mit dem umgebenden Wasser und der Natur. Es wird ein Themenpfad 'Wasser und Natur' mit mehreren Stationen vom Dorfzentrum Pinnow aus bis zum Strand des Pinnower Sees im Ortsteil Godern entwickelt und umgesetzt. Dazu gehören z.B. ein Wasserspielplatz, eine Trinkwasserstelle, eine Beobachtungsstation für die Tier-und Pflanzenwelt in und am Wasser, Schautafeln zur Trinkwassergewinnung und ein Themenplatz 'Wasser und Trinkwasserschutz'. Den Einwohnern, vor allem den Kindern von Pinnow und der Umgebung aber auch Gästen und Durchreisenden wird bei Spaß und Spiel die Verbundenheit mit der Natur nähergebracht, gezeigt, wo das Trinkwasser herkommt und was man tun muss, um die Umwelt zu erhalten.

Kultur in ländlichen Räumen | Digitalisierung auf dem Land

30.04.2026

FichtelLAB - Vereinskulturnetz 2.0 vernetzt Kulturinteressierte

Mit diesem Vorhaben wird eine neuartige Vernetzungsplattform für kulturorientierte Vereine etabliert, um auf diese Weise eine Stärkung der Kulturvereine zu erwirken. Neuartig ist die systematische Zusammenführung von Vereinen und Kreativschaffenden in ländlich-peripheren Räumen. Die Plattform trägt zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit, zur effizienteren Kommunikation der Vereinsziele und der Zusammenarbeit untereinander bei und führt zu einer besseren Sichtbarkeit in der digitalen Medienlandschaft. In einem Reallabor werden die Kompetenzen von Kreativschaffenden und Vereinen praktisch zusammengeführt: Kreative erarbeiten in Workshops Ideen und Umsetzungshilfen in Kooperation mit den Vereinen, die dieses Wissen adaptieren und weiterentwickeln. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitforschung der Universität Bayreuth wird pilothaft untersucht, welche regionalen Effekte sich einstellen, wenn neue Aspekte sowie Akteurinnen und Akteure des kulturellen Lebens in ländlichen Regionen stärker vernetzt werden. Das Vorhaben wird filmisch dokumentiert werden.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Weiterentwicklung der Orgelakademie

Die Südbrandenburgische Orgelakademie in Bad Liebenwerda, die über 20 Orgeln besitzt, entwickelt ihre pädagogischen und kulturellen Angebote für die Stadt und die Region Südbrandenburg weiter. So wird bspw. eine musikalische Grundbildung für Schulkinder der regionalen Schulen angeboten. Fertigkeiten und Kenntnisse zu Musik, Ton und Orgelklang werden durch eigenes Erleben, Ausprobieren, Arbeiten und Musizieren vermittelt. Schülerinnen und Schüler der Musikschule 'Gebrüder Graun' und Studierenden der Hochschulen im Fach Medienpädagogik werden in spezifischen Kenntnissen an den unterschiedlichen Orgeln unterrichtet. Handwerkerinnen und Handwerker sowie interessierte Laien können praktische und theoretische Kenntnisse der spezifischen Holz- und Metallverarbeitung erwerben und zum Abschluss eine Handwerksprüfung absolvieren. Die Kombination aus eigenem Ausprobieren und einer fachlichen Anleitung prägt das gesamte Konzept. Zugleich wird in der Stadt Bad Liebenwerda ein kulturelles Netzwerk aus Kreis-Museum, REISS ZWECK e.V., Kirchengemeinden und Schulen geschaffen. Für die Ortsansässigen werden Orgelkonzerte durchgeführt, um die Attraktivität der Kurstadt zu erhöhen, Studierende der Hochschulen erwerben Fachkenntnisse zur Orgel und es werden Handwerksprüfungen folgen.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Die Hofscheune - Soziokulturelles Zentrum für Senioren und pflegende Angehörige

Mit diesem Vorhaben wird ein soziokulturelles Zentrum in der Gemeinde Schorfheide aufgebaut und kulturelle Angebote im ländlichen Raum für Seniorinnen und Senioren, pflegende Angehörige und Familien mit Kindern angeboten. Die Angebote ermöglichen die Teilhabe an Kultur und Gemeinschaft ebenso wie die Unterstützung bei sozialen Problemlagen und der Alltagsbewältigung. Es werden mindestens 24 kulturelle Veranstaltungen verschiedenes Genre wie Musik, Filmvorführungen oder Lesungen für Seniorinnen und Senioren organisiert, an denen im Durchschnitt mindestens 90 Personen pro Veranstaltung teilnehmen können. Im Kontext der Veranstaltungen sollen Gesprächsrunden etabliert werden, in denen Unterstützungsbedürfnisse zu sozialen Problemlagen thematisiert und alltagsunterstützende und bedarfsgerechte Angebote entwickelt werden. Begleitend zu den Veranstaltungen wird ein bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot ab dem 01.04.2019 etabliert, damit Seniorinnen und Senioren, deren Mobilität stark eingeschränkt ist, trotzdem an den Veranstaltungen teilnehmen können. Darüber hinaus werden sechs Fachtagungen zu diversen, sozialen Themen sowie mindestens sechs Hoffeste für 'Jung und Alt' mit durchschnittlich 150 bis 200 Gästen veranstaltet, in deren Rahmen Kindergruppen auftreten und künstlerische Angebote vorgestellt werden.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Altes Handwerk Spinnen und Weben – modern gestaltet

Durch das Vorhaben werden die alten Handwerke des Webens und Spinnens wieder bekannter und attraktiver gemacht, welche mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Vor allem Kindern und Jugendlichen wird dieses Handwerk und die Arbeit des Vereins Ilser Webgemeinschaft e.V. nähergebracht. Durch Spinn-Seminare, Einführungs- und Folgekurse sowie Spinn- und Webkurse für Kinder und Jugendliche wird die Webkunst an die nächste Generation weitergegeben, wodurch zusätzlich die Vielfalt und Attraktivität des Vereins gesteigert wird. Zudem erhalten die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer im Anschluss an die Seminare die Möglichkeit, einmal die Woche das Spinnen an allen Spinnrädern üben zu können. Es ist monatlich ein Spinnabend geplant, um interessierten Spinnerinnen und Spinnern die Möglichkeit zum Erfahrungsaustauch zu geben. Dadurch wird nicht nur die Wissensweitergabe der alten Handwerkskunst des Webens und Spinnens gesichert, sondern auch der Fortbestand des traditionellen Handwerkvereins.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Flucht, Vertreibung, neue Heimat - Geschichtsprojekt

Das Vorhaben richtet sich an ländlich gelegene Gymnasien und zielt darauf ab, die Aufarbeitung deutscher Nachkriegsgeschichte zu fördern. Als zentraler Bestandteil des Projektes wird eine Befragung von Zeitzeugen aus den Dörfern durch die Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Dabei werden sowohl Geflüchtete bzw. Vertriebene, Obdachgewährende und andere, direkt Betroffene zu Wort kommen. Anschließend werden die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse unter künstlerischer Anleitung in Texte und Theaterszenen umsetzen und außerdem aus dem gewonnenen Interview- und Bildmaterial Broschüren erstellen. Zum Ende des Projektes werden Abschlusspräsentationen sowohl in den beteiligten Schulen als auch in den Dörfern durchgeführt. Um eine Verstetigung zu erreichen, werden zudem parallel zu den durchgeführten Projekten Lehrmaterialen entwickelt, um dadurch den Schulen zu ermöglichen, vergleichbare Projekte in Zukunft selbstständig durchzuführen.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Herrmann-Bonnus-Geburtshaus

Mit dem Vorhaben wird das Geburtshaus von Hermann von Bonnus renoviert, eines bedeutenden Reformators aus dem 16. Jahrhundert, sowie eine museale Erinnerungsstätte und ein religion-pädagogischer Lern- und Bildungsort errichtet an dem am Beispiel miteinander konkurrierender Glaubens- und Moralvorstellungen ein zukunftsorientiertes 'Lernen aus der Geschichte' angestoßen wird. Durch den Fokus auf Reformations- und Konfessionsgeschichte bekommt das komplexe, aber tolerante Zusammenleben von Andersglaubenden eine besondere Aktualität für die multikulturelle, ethnische und religiöse Vielfalt der heutigen Stadtgesellschaft in Quakenbrück. Dieses ist heute ein Brennpunkt der multiethnischen Gesellschaft im kleinstädtisch-ländlichen Raum mit sozialem und religiösem Konfrontationspotential. Der Ansatz, die historische Konfessionsgeschichte, die vom Gegeneinander über das Nebeneinander zum Miteinander geführt hat, als 'Schule der Toleranz' zu verstehen, hat angesichts der Integrationsaufgaben durch die Flüchtlingszuwanderung eine hohe Aktualität und wirkt vorbildhaft für ländliche Kommunen.