Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

ChoreBueh - Choreographie eines inklusiven Bühnenstückes

In dem Vorhaben erarbeiten Menschen mit und ohne Behinderung in einem kreativen Prozess ein gemeinsames Bühnenstück mit Tanz und Musik. An dem Projekt nehmen Jugendliche und Senioren mit einer geistigen Behinderung der Stiftung Wittekindshof teil sowie Kinder aus einem Kindergarten und Schülerinnen und Schüler aus nahegelegenen Schulen. Sie proben gemeinsam, tauschen sich aus und lernen die Stärken und Schwächen des Anderen kennen. Am Ende präsentieren sie das Bühnenstück öffentlich. Dadurch entstehen Freundschaften zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, die das Projekt überdauern. Zudem werden künstlerische und kreative Begabungen erkannt und frühzeitig gefördert. Weiterhin setzen sich Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem Thema Behinderung auseinander und bauen somit Barrieren und Berührungsängste im Kopf und im Miteinander ab. Über das Gelingen des inklusiven Bühnenstücks und die gut besuchte öffentliche Aufführung wird die örtliche Presse berichten.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Geschichte lebendig gestalten – kulturelles Erbe erhalten - Kulturveranstaltungen

Ziel dieses Vorhabens ist es, die Burgruine Löffelstelz in der Stadt Mühlacker unter Mitwirkung der Stadtbevölkerung kulturell zu beleben. Eine Veranstaltungsreihe auf der Freilichtbühne der Ruine mit zehn Vorstellungen im Sommer 2020 bietet dazu die Möglichkeit. Das Projekt zielt auf eine nachhaltige Bürgerbeteiligung im Ehrenamt ab. Interessierte Bürger werden mit eigenen Ideen, Vorstellungen und Taten in die Umsetzung eingebunden. Die Bürgerbeteiligung reicht von der Schauspielerei über historische Kostümherstellung bis hin zur Mithilfe am Einlass an der Theaterkasse. Jeder bzw. Jede hat die Möglichkeit sich so einzubringen, wie er bzw. sie kann und möchte. Ergänzend werden Schulungen im Bereich Schauspiel, Kostümherstellung, Maske und historisches Theater angeboten. Im Ergebnis liefert das Projekt ein Beispiel für kulturell attraktive Belebung historischer Stätten mit identitätsstiftender und verbindender Wirkung. Im Anschluss an die Veranstaltungsreihe werden Ideen zur Projektweiterführung entwickelt. Die Ideenentwicklung ist Teil des Vorhabens und wird ebenfalls unter theaterpädagogischer Anleitung mit den projektbeteiligten Bürgern der Stadt Mühlacker entwickelt.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Verbundprojekt Kulturboten – Ferienjobs für Jugendliche

Im Rahmen des Vorhabens werden Schülerinnen und Schüler mit dem kulturellen Erbe ihrer Region vertraut gemacht und Ferienjobs als Kulturboten vergeben. Zunächst werden Schulprojekte an drei Schulen initiiert, die die Kultureinrichtungen (ein Kulturerbe der jeweiligen Region) zum Inhalt haben. In den unterrichtsbegleitenden Projekten erforschen Schülerinnen und Schüler historische Gebäude, Plätze oder Objekte des Kulturerbes in ihrer Region und stellen Portfolios mit Informations- und Bildmaterial zu diesen Gebäuden oder Orten zusammen. Parallel dazu werden in den Kultureinrichtungen Ferienjobs ausgeschrieben. Die Schülerinnen und Schüler aus den Projektgruppen haben die Möglichkeit, sich für die Ferienjobs in den Kultureinrichtungen zu bewerben. Als Kulturboten empfangen und informieren sie die Gäste. Gleichzeitig präsentieren die Jugendlichen ihre Eindrücke zum jeweiligen Gebäude bzw. Ort in den sozialen Medien. Die Erfahrungen des 1. Jahres werden evaluiert und der Öffentlichkeit vorgestellt. In einer zweiten Phase werden neue Kulturboten an anderen Orten ausgebildet. Die Ergebnisse der ersten Durchführungsphase werden in einer Informationsveranstaltung interessierten Kommunen und Kultureinrichtungen vorgestellt. Zum Ende des Projekts wird es eine Ergebnisdokumentation geben, die überregional für andere ländliche Regionen in Deutschland verfügbar gemacht wird. Eine Präsentation der Ergebnisse ist außerdem auf Fachkongressen vorgesehen.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Apokalypse Münsterland - Rettet unser kulturelles Erbe!

Ziel des Vorhabens ist die Kreation einer kulturellen, digitalen Ausstellung unter Einbeziehung der Bevölkerung des Münsterlands. Die Containertour ist Teil des regionalen Ausstellungsprojekts 'Apokalypse Münsterland - Rettet unser kulturelles Erbe'. Vor dem fiktiven Szenario, dass die Welt untergeht, werden die Besucherinnen und Besucher der Museen und Ausstellungshäuser im Münsterland unter der Leitfrage 'Was willst Du bewahren und warum?' dazu aufgerufen, pro Haus jeweils ein Kulturgut zu benennen, das in einem Container, der als 'Kultur-Arche' fungiert, für die Nachwelt aufgehoben wird. Das Ergebnis dieses partizipatorischen Prozesses, eine digitale Ausstellung, wird als mobiles Kulturangebot auf Tour durch die Region geschickt. An 16 Stationen in der Region macht der 'Pop-up-Kulturraum' an 27 Tagen Halt und platziert das Thema 'Kulturelles Erbe' in der öffentlichen Wahrnehmung. Damit wird Kultur, deren Präsentation sonst an feste Orte gebunden ist, in Bewegung gesetzt und ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohner des Münsterlandes die Teilhabe an Kultur. Zugleich erproben die beteiligten Kultureinrichtungen mit dem rollenden Museum eine zukunftsweisende Strategie, die es ermöglicht, neues Publikum anzusprechen.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Mobilität und Soziale Teilhabe (MOSTA)

Das Projekt macht kulturelle Angebote in der nordfriesischen Region Mittleres Eiderstedt besser zugänglich und verbessert die Möglichkeiten der sozialen Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen. Im Verlauf des Projektes werden vorhandene, kulturelle Angebote auf ihre Erreichbarkeit mit dem ÖPNV überprüft und ggf. angepasst, indem etwa das Mobilitätsangebot noch besser darauf abgestimmt und bei Bedarf durch weitere Angebote in der Fläche ergänzt wird. Darüber hinaus werden zusätzliche kulturelle Angebote entwickelt und das Mobilitätsangebot erweitert, indem auch außerhalb des Kooperationsraums gelegene Einrichtungen wie Theater, Museen oder Kinos eingebunden werden. Zusätzlich werden eine höhere Auslastung und ein höherer Bekanntheitsgrad der vorhandenen kulturellen Angebote angestrebt. Eine bessere Zielgruppenorientierung des Mobilitätsangebots trägt somit zu einer Erhöhung der Auslastung des ÖPNV bei. Die Erfahrungen aus dem Projekt MOSTA werden in den Regelbetrieb für einen RufBUS ab Mitte 2019 im gesamten Kreis Nordfriesland übertragen.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Kurierschachspiel

Die Gemeinde Schachdorf Ströbeck verfügt über ein Lebendschach-ensemble, das sowohl in Ströbeck auftritt, aber auch auswärtige Termine wahrnimmt. Das Ensemble führt neben traditionellen Schachpartien auch das sogenannte Kurierschachspiel, eine historische Sonderform des Schachspiels mit 96 statt 64 Feldern und vier zusätzlichen Bauern und vier 'Offizieren' aufn. Dafür werden neue Kostüme und ein erweitertes Spielfeld benötigt. So ausgestattet bringt das Ensemble den Zuschauerinnen und Zuschauern diese Spielart näher, die Interessierte dann auch im Verein bei Trainings und Workshops erlernen können. Folgende beiden methodischen Ansätze werden im Rahmen des Projekts verfolgt. Zum einen das Vorführen und Erklären des Kurierschachspiels mit Hilfe der lebenden Schachfiguren und zum anderen die Unterrichtung von Schülerinnen und Schülern sowohl in den Regeln des Schachs und insbesondere auch in denen des Kurierschachs. Dazu werden Lehrangebote durch den Traditionsverein erstellt und verbreitet, sowie neue Schachfiguren nach bestehenden Vorbildern entworfen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Kurierschachspiel stellt ein Alleinstellungsmerkmal der Schachtradition in Ströbeck dar, wo diese historische Variante nachweislich noch wesentlich länger aktiv gespielt wurde als in anderen Orten. Die Wiederbelebung des Kurierschachspiels ist daher auch für die laufende Antragstellung zur Anerkennung als immaterielles Kulturerbe der UNESCO von erheblicher Bedeutung.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

AKA – Atelier für Kulturelle Angelegenheiten

Das Vorhaben schafft mit dem 'AKA – Atelier für Kulturelle Angelegenheiten' einen Ort für die Produktion und Präsentation zeitgenössischer Kultur in Weseke. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf neueren Formen künstlerischer Produktionen, etwa transmedialen Strategien, performative Projekte sowie Beteiligung lokaler Akteure. Schwerpunkte hierbei bilden die Bereiche Musik, Bildende Kunst, Filmkunst und transmediale Formate, wie mediengestützte Performances. In regelmäßigen Ausstellungen und Veranstaltungen werden dem Publikum im Dorf und der Region ein Einblick in die Gegenwartskunst und zeitgenössische Musik geboten. Mindestens ein Künstler oder eine Künstlerin wird gemeinsam mit dem Heimatverein daran arbeiten, Szenen aus der Lokalgeschichte bildhaft zu inszenieren. Das AKA dient mit dem offenen Atelier nicht nur der Präsentation der Werke, sondern auch deren Produktion. Für die Dauer von zwei Jahren werden, neben dem öffentlichen Atelierbereich, jeweils acht Veranstaltungen künstlerischer, musikalischer oder performativer Art pro Jahr stattfinden. Der Ort wird so auch ein sozialer Treffpunkt, der sich wie eine Zukunftswerkstatt mit ortspezifischen Themen auseinandersetzt.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Die Textile – Festival für textile Kunst

Mit diesem Vorhaben etabliert das Projekt 'TEXTILE Werkstatt' das Festival 'Die Textile' für textile Kunst. Das Festival sowie das Programmangebot während des Jahres werden dabei von der Schmallenberger Bevölkerung partizipativ mitgestaltet. Zudem ist ein wesentliches Element der Aufbau eines Netzwerkes mit einem festen Raum und einer entsprechenden Organisationsstruktur. So wird das bürgerschaftliche Engagement der Akteurinnen und Akteuren aus Bildung, Industrie, Handwerk und Kultur in den konkreten Projekten 'Zeitzeugenprojekt', 'Werkstatt in der Zentrale' und 'Werkstatt VorOrt' zusammengebracht. Im 'Zeitzeugenprojekt' wird es darum gehen, 24 Menschen und ihre Geschichten als Teil der Textilindustrie zu erzählen und in einer Fotoausstellung zu präsentieren. Bei 'Werkstatt in der Zentrale' werden neue Werkstatträume in einer leerstehenden Textilfabrik errichtet und an diesem Ort offene Treffen für Handarbeiten angeboten. Die 'Werkstatt VorOrt' wird 25 Akteurinnen und Akteuren in Schmallenberger Dörfern die Gelegenheit geben, an Workshops teilzunehmen; auf diese Weise wird ein Impuls für ein dörferverbindendes Gemeinschaftsprojekt gegeben. Die künstlerisch-kreativen Ergebnisse der Projekte werden im Rahmen der 'Textile 2021' einem breiten Publikum zugängig gemacht. Alle Projekte sind generationsübergreifend gestaltet und sprechen die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen an. Sie sind Teil eines Netzwerks, mit dem sie als Impulsgebende sowie Begleitende von Textilprojekten kulturelle Teilhabe im ländlichen Raum ermöglichen.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

Kyritzer Flimmerstunden

Ziel des Projekts ist es, den Menschen in und um Kyritz durch Angebote der kulturellen Bildung und der Möglichkeit, selbst künstlerisch aktiv zu werden, eine gesellschaftliche Teilhabe in der Region zu ermöglichen. Zentraler Gegenstand ist die Durchführung von insgesamt 18 Filmabenden in der trägereigenen Umweltbegegnungsstätte (Waldwerkstatt Kyritz). Alle Genres von Naturfilmen, Umweltdokumentationen, Kinder- und Jugendfilmen, Spielfilme sowie Kurz- und Animationsfilme, die im Kontext mit globalen, sozialen und ökonomischen Zukunftsfragen einen Einstieg in den gesellschaftlichen Nachhaltigkeitsdiskurs schaffen, werden Teil des Programms sein. Nicht nur durch die gezeigten Filme, sondern vor allem auch durch themenbezogene Diskussionsrunden wird eine positive Einstellung zum Natur- und Umweltschutz entwickelt. Flankierend werden über ein Jahr hinweg kulturelle Bildungsprojekte in der Sparte 'Film für Kinder und Jugendliche' im Rahmen der Jugendfilmbiennale Kyritz angeboten. Unter Anleitung von freiberuflichen Filmemacherinnen und -machern, aber auch digitalen Kunstschaffenden der Ton- und Bildbearbeitung, der Animation oder im Videoschnitt werden pro Jahr mindestens 5 Kurzfilme entstehen. Im Rahmen der Jugendfilmbiennale Kyritz werden neben diesen gedrehten Filmen, weitere Filmbeiträge, die von Kindern und Jugendlichen in der Region geschaffen wurden, über ein Wochenende lang im Freilichtkino am Untersee gezeigt und von einer Jury bewertet. Die Preisträger werden dann im Rahmen des JIM-Jugendfilmfestival Brandenburg gezeigt.

Kultur in ländlichen Räumen

30.04.2026

KennenLernenUmwelt

Ziel des Projektes KennenLernenUmwelt (KLU) ist die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an kulturellen Bildungsangeboten in der ländlichen Region im Rhein-Sieg Kreis und Rheinisch-Bergischen Kreis und die Stärkung regionaler Identitätsbildung. Bereits bei den Heranwachsenden wird das Bewusstsein für die kulturellen Besonderheiten ihrer Umgebung geweckt, indem sie in der Naturschule Aggerbogen Natur erfahren und erforschen, in der Archäologiewerkstatt Gut Eichthal Heimatgeschichte entdecken, in der Performance- und Medienwerkstatt Schloss Eulenbroich Musik, Bewegung und Rollenspiele erproben und in der Literatur- und Kunstwerkstatt Burg Wissem Geschichten erleben und sie mit künstlerischen Mitteln umsetzen können. Die Teilnahme an kulturellen Aktivitäten in vertrauter Umgebung erleichtert nicht nur den Zugang zur Kultur, sondern macht auch das Lebensumfeld als eigenständigen Kulturraum erfahrbar. Bei den geplanten Reisen zu allen Standorten wird der gesamte Landschaftsraum greifbar, was bei Einzelbesuchen während der Unterrichtszeit nur punktuell gelingen kann. Über die Kinder als Multiplikatoren werden auch die Eltern sowie Betreuerinnen und Betreuer erreicht. Durch die Ferienwochen können Familien bei der schwierigen Frage nach sinnvoller Ferienbetreuung entlastet werden. Kinder und Eltern erhalten einen kulturellen Mehrwert und der ländliche Raum wird von klein auf als attraktiver Lebensraum erfahren. Die interkommunale Zusammenarbeit von Behörden, Kulturorten, Trägern der Jugendhilfe und Unternehmen bietet die Chance, die Vernetzung in der Region und das Bewusstsein für lokale Kompetenzen voranzubringen.