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MKB-E4 | Multifunktionales Kultur- und Bildungszentrum im historischen Dreiseithof "Einigkeit 4"
Der denkmalgeschützte Dreiseithof in Polenz im nördlichen Sachsen spielt bereits eine große Rolle im kulturellen Leben des Muldentals, vor allem in der Aufführung klassischer und außereuropäischer Musik auf professioneller aber auch auf Amateurebene. Der Verein weitet im Rahmen des Projektes diese Aktivitäten aus und nutzt noch nicht erschöpfte Potenziale. Das historisch gut erhaltene 200 Jahre alte Ensemble mit seinen weitestgehend restaurierten Gebäuden wie der Scheune mit Heuboden und dem Kuhstall bietet eine ideale Voraussetzung für den Aufbau eines Bildungszentrums mit Fokus auf die Geschichte der Landwirtschaft und des ländlichen Lebens. Vorgesehen sind einerseits die Restauration der Fußböden und der Beleuchtung sowie andererseits die Dokumentation, Instandsetzung und Präsentation der vorhandenen heimatkundlichen Sammlungen zu Ortsgeschichte, landwirtschaftlichen Geräten und Landschaftsmalerei im Rahmen einer Überarbeitung des museumspädagogischen Konzeptes. Die Vielfältigkeit des kulturellen Angebotes dient dazu, den Dreiseithof langfristig über das Muldental hinaus als Ort der Begegnung, der Erinnerung und des ästhetischen Erlebnisses zu etablieren. Durch die Verknüpfung von Musik und Kunst mit Ausstellungen zur Heimatkunde sowie Landwirtschafts- und Technikgeschichte kann das Projekt als modellhaft für die Umgestaltung von historischen Anwesen zu vielschichtigen Kulturstandorten angesehen werden.
KIDP |"Kunst in der Platte" - Aufbau einer kulturellen Infrastruktur in der Uckermark
Im Rahmen des Vorhabens 'Kunst in der Platte' entsteht in der ländlichen Region Uckermark eine kulturelle Schaffensstätte, um das kulturelle Leben vor Ort nachhaltig zu bereichern. Zunächst werden Teile des ehemaligen Wohnblocks Libken (englisch für Haus oder Häuschen) für künstlerische und kulturelle Nutzungen umgebaut und revitalisiert. Die baulichen Maßnahmen schaffen die Voraussetzung dafür, dass Libken als offener Ort der Beteiligung wahrgenommen und genutzt wird. So werden unter anderem ganzjährig wechselnde Künstlerinnen und Künstler in der Kulturstätte leben, welche gleichzeitig als Veranstaltungs- und Begegnungsort fungiert. Regelmäßige Kulturveranstaltungen für die lokale und regionale Bevölkerung, künstlerische Workshops und Seminare werden angeboten und zur Beteiligung einladen. Als Begegnungsstätte und Dialograum wird zudem ein saisonalen Kulturcafés eröffnet, in welchem wechselnde künstlerische Arbeiten ausgestellt und so für alle Gäste Berührungspunkte mit dem kreativen Potenzial des künstlerischen Schaffens im Wohnblock Libken geschaffen werden. Nach der Eröffnung wird eine feste Anlaufstelle mit regelmäßigen Öffnungszeiten entstehen. Die Kulturstätte wird als Kristallisationspunkt einer pluralistischen, dörflichen Gemeinschaft freie Denk- und Erfahrungsräume eröffnen, zum Mitmachen einladen und als Plattform für lokale Initiativen und Projekte im ländlichen Raum dienen. Mit dem Ansatz eines in die Zukunft gerichteten Dorf- und Libken-Archivs, entwickelt das Projekt ein Modell für diskursive Praxis im ländlichen Raum, das auch auf andere Regionen angewendet werden kann. Über das Nutzungskonzept und ein offenes, partizipatives Kulturangebot wird nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen und der Eröffnungsveranstaltung langfristig und gezielt für ein Leben in der Region geworben und deutlich gemacht, dass der ländliche Raum auch heute für viele Menschen attraktiv und lebenswert ist.
Muspaed | Planung und Durchführung eines museumspädagogischen Programms zum Thema Moorkolonisation für jung und alt
Das Vorhaben sensibilisiert die Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde Esens, insbesondere Schülerinnen und Schüler, für die lokale und regionale Kulturlandschaft der sogenannten Moorkolonien und deren Historie. Viele Schülerinnen und Schüler wohnen in ehemaligen Kolonaten, verfügen aber über lediglich geringes Wissen darüber. Auch ältere Menschen haben kaum noch Erinnerungen daran und so geht das kulturelle Gedächtnis zunehmend verloren. Durch Wissensvermittlung und Bewusstseinsbildung bei der jüngeren Generation wird der kulturhistorische Wert der Landschaft der Moorkolonien und die Lebensweise der Vorfahren vermittelt und ein Beitrag zu deren Erhalt geleistet. Da die Kulturlandschaft der Moorkolonien auch einen touristischen Aspekt besitzt, werden durch die Aufnahme entsprechender Inhalte im örtlichen Museum dessen Attraktivität erhöht und auf diese Weise die Region gestärkt. In Zusammenarbeit mit zwei pädagogischen Fachkräften wird zudem ein museumspädagogisches Programm entwickelt, um Schülerinnen und Schülern ihre Kulturlandschaft und ihre Geschichte näher zu bringen, indem sie die Zeit der Moorkolonisten spielerisch nacherleben können. Das Programm besteht aus zwei zentralen Bausteinen: Zum einen lernen Schülerinnen und Schüler, wie das wichtigste Nahrungsmittel der damaligen Zeit, der Buchweizen, unter den vorherrschenden Bedingungen angebaut und verarbeitet wurde. Sie backen zusammen Brot und erleben so, welchen Bedingungen die Menschen ausgesetzt waren. Zum zweiten werden Arbeitsblätter sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrerinnen und Lehrer entwickelt und anschließend zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine mobile 'Lern-Kiste' entwickelt, mit der die Inhalte auch außerhalb des Museums, etwa in den Schulen, vermittelt werden können.
KUBA (KulturBahnhof Viktoria) - Kultur mit Zugang für alle
Mit dem Vorhaben wird das bereits bestehende soziokulturelle Zentrum in Itzehoe und der Region weiter gefördert und die meist ehrenamtlichen Projekte in Bezug auf lebendige Kultur von und für Menschen gestärkt. Durch Öffnung und Vernetzung der vorhandenen Engagementlandschaft ermöglicht das Projekt den Menschen in strukturschwacher Region eine Aktivierung 'guten Lebens statt Abwanderung'. Das Projekt setzt Aktivierungsimpulse in den Bereichen Kommunikation und Teilhabe, inhaltlich unmittelbar ausgerichtet auf das Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger. Als Zusammenschluss verschiedener Bündnisse ermöglicht das Vorhaben eine Teilhabe wie auch den Zugang für alle zur Kultur und der Nutzung moderner Medienwelten. Im Ergebnis soll eine aktive Mitgestaltung des eigenen Lebensumfeldes in der Einrichtung eines Zukunftsarchivs für ein besseres Leben im ländlichen Raum führen und eine höhere Identifikation mit sich bringen.
Wiederaufgebaute Landdiskothek "Zum Sonnenstein" als kulturelles Erbe
Das Museumsdorf Cloppenburg wagt mit dem Wiederaufbau und der Wiedernutzung der 'Diskothek Sonnenstein' in sein Ensemble einen Neuaufschlag in der Dokumentation und Vermittlung der jüngeren ländlichen Kulturgeschichte Nordwestdeutschlands. Die Wiedererrichtung des Gebäudes mitsamt seiner Einrichtung erfolgt auf dem museumseigenen Gelände und wird in die neue Baugruppe – mit dem Schwerpunkt der Nachkriegszeit – des Museums integriert. Das Museum legt damit einen Meilenstein für ein innovatives, synergetisch angelegtes Projekt zur Bewahrung eines wichtigen Segments unseres jüngeren kulturellen Erbes. Beispielhaft für die jüngere Geschichte lässt sich durch den Neuaufbau der Diskothek das neuere, kulturelle Erbe, gepaart mit aktueller Live-Musik erleben. Damit setzt das Projekt sowohl in denkmalpflegerischer, kulturtouristischer wie auch in didaktischer Hinsicht völlig neue Akzente im ländlichen Umfeld Niedersachsens: ein hochattraktives, begehbares und partizipativ nutzbares 'Schaufenster' für das Freilichtmuseum und ein aktives Forum für musikinteressierte Menschen in der gesamten Region.
Wanderausstellung über Gabriele Schwarz - ein Kinderschicksal auf dem Land zur Zeit des Nationalsozialismus
Im Rahmen des Projektes wird eine Wanderausstellung konzipiert, die über das Kinderschicksal von Gabriele Schwarz zur Zeit des Nationalsozialismus informiert. Gabriele Schwarz (*1937 Marktoberdorf +1943 Auschwitz) war die Tochter einer Jüdin aus Augsburg. Trotz Aufnahme des Kindes durch fromme Nachbarn und die Unterstützung durch einen Münchner Kardinal gelang es der Mutter nicht, sich und das Kind vor den Nationalsozialisten ins Ausland zu retten. Die Ausstellung belegt am konkreten Fall, dass es den Holocaust auch auf dem Land gegeben hat. Um die Ausstellung für alle Altersgruppen attraktiv zu machen, werden dabei auch moderne, technische Medien eingesetzt. Durch partizipative Elemente und ein umfangreiches Begleitprogramm, das auf die jeweiligen Ausstellungsorte abgestimmt ist und unter anderem lokale Verfolgungsgeschichten thematisiert, wird ein Bewusstsein für Antisemitismus, Rassismus und die Flüchtlingsproblematik auf dem Land geschaffen.
"Kyffhäuser-Schulradio"
Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Schulradios in der Gemeinschaftsschule Oldisleben im Kyffhäuserkreis. Auf diese Weise werden Schülerinnen und Schüler erstmals der Zugang zu medienpädagogischen Projekten ermöglicht und die kulturelle Bildung der Kinder und Jugendlichen gefördert. Zunächst werden vorhandene Räumlichkeiten in der Schule zu einem Radiostudio ausgebaut und mit der notwendigen Technik und Software ausgestattet. Danach lernen die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Workshops, durchgeführt von professionellen Medienschaffenden, alles rund um die in einem Radiostudio zum Einsatz kommende Technik und Software. Darüber hinaus wird ihnen zusätzliches Knowhow wie beispielsweise zur Moderation einer Radiosendung oder Interviewführung vermittelt. In den Radioredaktionsgruppen können die Schülerinnen und Schülerihre persönlichen Stärken einbringen, indem sie sich mit der eigenen Wahrnehmung auseinandersetzen und sich mit kreativen Ausdrucksmöglichkeiten beschäftigen. Die medienpraktische Gestaltung und Produktion eigener Radiosendungen fördert durch die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Mediums Radio zudem einen kritischen Umgang mit Medien allgemein und vermittelt. Medienkompetenz als wichtige Schlüsselqualifikation für Ausbildung und Beruf. Darüber hinaus fördert das Projekt die Sozialkompetenz sowie die Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung, indem die Jugendlichen lernen Verantwortung zu übernehmen, Lösungen im Team zu entwickeln und bauen Selbstvertrauen auf. Ziel des Vorhabens ist es nach erfolgreicher Durchführung des Pilotprojektes an der Gemeinschaftsschule Oldisleben das Kyffhäuser-Radio an mehreren Schulen im Kreis aufzubauen.
Pfarrscheune_UD | Umbau und Erweiterung der Pfarrscheune Ummendorf zur Kultur- und Begegnungsstätte
Mit dem Vorhaben wird eine Pfarrscheune in eine Kultur- und Begegnungsstätte umgebaut. Die Pfarrscheune befindet sich in einem historischen Ensemble im Ortskern von Ummendorf in der Magdeburger Börde und besteht aus einer mittelalterlichen Burganlage, der Kirche, dem ehemaligen Pfarrhof und dem Heinemanns Hof, einem regionaltypischen Vierseithof. Zusammen mit der angelaufenen Realisierung des 'Multiplen Hauses' auf dem Grundstück wird in baulicher Hinsicht ein einzigartiges denkmal-geschütztes Ensemble vor dem drohenden Verfall bewahrt. Das neue Kultur- und Theaterzentrum bildet sich aus der bestehenden, westlich gelegenen Pfarrscheune sowie dem Erweiterungsneubau auf der Südseite des Grundstückes. Das Ummendorfer Pfarrgehöft war und ist ein zentraler kirchlicher und kultureller Ort des Dorfes Ummendorf. Das Nutzungskonzept sieht vor, den wichtigen Vereinen im Dorf, vor allem dem Theater- und dem Brauchtumsverein, ein ganzjährig nutzbares Domizil zu geben. Mit dem Investitionsvorhaben werden in enger Kooperation mit der Grundschule außerdem dauerhafte vielfältige schulische und außerschulische Angebote im musikalischen, künstlerischen und handwerklichen Bereich multifunktional nutzbare Räume bereitgestellt. Zudem steht mit der neuen Begegnungsstätte den Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinde erstmals nach Jahrzehnten wieder eine Räumlichkeit für Feiern zu Verfügung.
"Mahlwinkel und die Altmark" - Dokumentarfilm über die Region soll Bewusssein junger Menschen für ihre Heimat stärken
Im Rahmen des Vorhabens entsteht ein zweiteiliger Dokumentarfilm über Mahlwinkel und die Altmark, in dem Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu ortsspezifischen Themen persönlichen Geschichten, beispielsweise über ihre Schulzeit, das Erwachsenwerden, die Berufsfindung oder das Leben im ländlichen Raum und ihre Erfahrungen einfließen lassen. Es werden fünf übergeordnete Themenbereiche beleuchtet: Die Vorgeschichte der Region, die Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges, der Neubeginn und die Bodenreform, die DDR-Zeit und das Leben mit den sowjetischen Truppen sowie die Wende und die Zeit danach. Der Dokumentarfilm wird der Frage der Identität nachgehen, ein 'Wir-Gefühl' schaffen und das Heimatbewusstsein, vor allem der jungen Generation, stärken. Getreu dem Motto: 'Wenn ich nicht weiß, wo ich herkomme, weiß ich auch nicht, warum ich bleiben soll'. Das veränderte Medienverhalten der Jugendlichen hat dazu geführt, dass immer weniger das Fernsehen zur Wissensvermittlung nutzen und sich stattdessen über Online-Medien informieren. Mit dem entstehenden Dokumentarfilm wird dieser Entwicklung entgegengewirkt, indem das Interesse von Kindern und Jugendlichen für Ihren Ort geweckt wird und die geschichtlichen Ereignisse der Heimatregion mit persönlichen Erlebnissen ihrer Vorfahrinnen und Vorfahren verknüpft werden. Ziel des Projektes ist eine umfassende Geschichtsaufarbeitung des Ortes, welche beispielhaft für die Region ist.
Kulturregion-Kultur³ - Vernetzung von Kulturschaffenden in der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue
Ziel des Projektes 'K3 Kulturregion Aller-Fuhse-Aue' ist es, die im Rahmen des transnationalen LEADER-Projektes 'Time for interaction' begonnene Zusammenarbeit der Kooperationspartner FlotART e.V., Kunstspirale e.V. und Kulturhaus Wienhausen (Klostergemeinde Wienhausen) fortzusetzten und durch ein umfangreiches Angebot an kultureller Teilhabe, Mitgestaltung, Beratung, Begegnung und Vernetzungsmöglichkeiten zu ergänzen. Dabei werden Teilprojekte umgesetzt, die zunächst den eigenen Standort stärken und in einem weiteren Schritt auf andere Standorte übertragen werden. Wesentlich ist dabei die Integration neuer Zielgruppen wie beispielsweise Demenzerkrankte und Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler. Das geplante Teilprojekt für Demenzerkrankte und deren Familien wird unter anderem auch die Qualifizierung Ehrenamtlicher beinhalten. Für die jungen Kreativen wird im Kulturhaus Wienhausen eine erste Ausstellungsmöglichkeit geschaffen. Außerdem wird eine Kulturservicestelle errichtet, um die Kulturschaffenden in der Region zu vernetzen und zu unterstützen. Auch wird das seit 2018 bestehende Angebot der K3-Sommerakademie weiter ausgebaut. Die Workshops der Sommerakademie zeichnen sich durch ein breites Themenspektrum aus und richten sich vorzugsweise an Teilnehmende ohne Vorkenntnisse. Durch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit wird außerdem, sowohl für die gemeinsamen als auch die standortgebundenen Teilprojekte, überregionale Aufmerksamkeit erzeugt.